Mittwoch, 7. Oktober 2015

Lila Jäckchen - fertig zum Ausführen!

Die Temperaturen werden merklich kühler, der Herbst ist hier im Norden schon eingezogen und beglückt uns immer wieder mit Schauern und grauem Himmel. 
Gut, dass passend zum Wetter meine neue Strickjacke nun fertig ist und ich sie euch präsentieren kann.

Dieses Projekt hat etwas länger gedauert, da ich zwischendurch diverse Kleinprojekte gestrickt habe. Aber dank eines sehr entspannenden Urlaubs ist das gute Stück - mein Bindejåckchen - jetzt tragebereit: 
Witzigerweise trifft die Farbe der Wolle genau die Farbe meiner "Susi" - das Sofa im Hintergrund allerdings ist dunkelblau. (Auf diesem Foto sind die Fäden noch nicht vernäht... ähem... das ist natürlich inzwischen passiert!)

Hier ist das Muster im Detail zu sehen - im Prinzip wird die Jacke in 2er Rippen gestrickt, die in regelmäßigen Abständen gegeneinander versetzt werden:   

Anders als in der Anleitung vorgesehen, habe ich Rücken- und Vorderteile in einem gestrickt. Die Bindebänder werden separat bis zu einer gewissen Länge gestrickt und dann mit den Maschen der Vorderteile gemeinsam weiter gestrickt. 

Insgesamt folgt die Jacke einem recht einfachen Schnitt, der durch das Muster das gewisse Etwas bekommt. Ich habe mehrere ähnliche Jacken von Jackpot, auch eine in lila, die allerdings inzwischen sehr abgeliebt ist. Die Vorlage in der Filati (s. u.) kam mir daher genau richtig, um Ersatz zu schaffen. 
Allerdings war das von mir verwendete Garn deutlich dünner als das Originalgarn der Anleitung, und so musste ich ein bisschen rumprobieren, damit das Jäckchenam Ende passt. 

Leider ist es dann trotz Maschenprobe passiert, dass nach dem Waschen die Merinowolle sich furchtbar in die Länge gezogen hat (dafür gibt es nun ein exzellent gleichmäßiges Maschenbild). Die Gesamtlänge war daher - wie vorher errechnet - genau richtig. Aberdie Ärmel und auch die Bindebänder ca 10 cm zu lang. 

Inzwischen weiß ich jedoch Abhilfe - Maschen in der gewünchten Höhe auffädeln, darunter beherzt abschneiden und abketten bzw in diesem Fall Bündchen anstricken, damit am Ende das Muster stimmt. Klingt brutal, klappt aber (je nach Garn und Muster) super. 

Nun sind die Ärmel passend (vielleicht doch ein Tickchen zu kurz - was meint Ihr?), und auch die Bindebänder baumeln nicht mehr auf halbem Oberschenkel - und so sieht das neue Mitglied meiner Herbst-/ Wintergarderobe aus:



Details: 
- Anleitung von Lana Grossa: Modell 64  aus Filati Nr. 49
- Garn: 300g Merino 450 Supersoft + ca 150 g Seide, beide dunkellila, handgefärbt von Heike Hug, erhältlich bei Woll- und Strickträume.

Trotz des Lochmusters und des verhältnismäßig dünnen Garns ist das Jäckchen recht kuschelig - und durch die Länge und Taillierung für mich sowohl mit Röcken als auch mit Hosen kombinierbar. 

Hier beim Memademittwoch finden sich wie immer Selbermacherinnen mit Ihren Werken zusammen - und wie immer freue ich mich aufs Stöbern. 

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Kommentare:

  1. Eine Stickjacke zum Binden! Finde ich super!
    LG Monika

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  2. Mir gefällt die Jacke und die Ärmel finde ich auch in Ordnung. Vielleicht kannst du noch ein bisschen zuppeln, dass sie vorne etwas runter rutscht und das Band unter dem Busen sitzt?

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  3. Die Strickjacke sieht super aus, steht Dir sehr gut!
    LG Carolin

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