Dienstag, 19. Juli 2016

Salbeipesto - frisch aus dem Garten!

In meinem Garten wächst ein Turbo-Salbei. Vor einigen Jahren musste er seinen ursprünglichen Sonnenplatz räumen, nun wächst er als Schattenkind und kommt richtig in Fahrt. So sehr, dass er über den Beetrand herauswuchert und der beste Ehemann von allen mit dem Rasenmäher nicht mehr daran vorbeikommt.

Der Salbei muss gekappt werden. Beste Zeit für ein leckeres Salbeipesto! Wie ich das hergestellt habe, könnt ihr hier lesen:
 
Zuerst habe ich von den Salbeizweigen die feinen frischen Blätter abgezupft. Eine ganze Schüssel voll. Für Pesto braucht man große Mengen Grünzeug. Die Blätter werden gewaschen und trocken geschüttelt, dann grob zerkleinert.

Weitere Zutaten: 
- Hartkäse  - Ich habe hier ein Stück Parmesan verwendet, Pecorino oder Manchege schmecken aber genauso lecker. Den Käse habe ich mit der Küchenmaschine grob geriben, das erledigt aber auch die nette Dame an der Käsetheke.
- Nüsse  - ich habe diesmal eine Tüte Walnüsse genommen. Ich habe aber auch schon mit Mandeln, Haselnüssen oder Pinienkernen experimentiert.
- eine ordentliche Menge von gutem Olivenöl. Die Blätter lassen sich nur mit großen Mengen von Öl vernünftig pürieren. 
- Salz nach Bedarf
- Schraubdeckelgläser - meine wurden 20 min. bei 120°C im Backofen sterilisiert.


Mit dem Pürierstab zerkleinere ich erst die Salbeiblätter mit Öl. Wie viel Öl ihr verwendet, ist Geschmackssache, aber nach meiner Erfahrung gilt hier: Viel hilft viel. 
Wenn ein schönes grünes Püree in der Schüssel entstanden ist, gebe ich den Käse, die Nüsse und Salz hinzu und püriere munter weiter, bis eine cremige Paste entstanden ist. 

Diese wird dann in die sterilisierten Gläser gefüllt. Wenn man oben auf das Pesto noch einmal Öl gibt, ist das Pesto luftdicht verschlossen und hält fast unbegrenzt, wenn es kühl und dunkel gelagert wird. (Ich habe noch einwandfreies Bärlauchpesto von 2013)

 Und dann nur noch der Abwasch... :)

Was mich immer erstaunt ist, dass man wirklich einen Berg Zutaten braucht, um fünf kleine Gläschen Pesto herzustellen.

Das Pesto schmeckt zu Pasta oder Gnocchi, man kann Fleisch hervorragend damit marinieren oder das Salatdressing verfeinern. Schön verpackt ist so ein selbstgemachtes Pesto auch ein schönes Mitbringsel.

Alternativ zum Salbei verwende ich auch gern Bärlauch oder Rucola. Leider habe ich keinen Basilikum im Garten (da sind die Schnecken immer schneller als er wachsen kann), aber zum Herbst hin ernte ich noch einmal alle Kräuter ab und mache ein Kräutermixpesto.

Viel Spaß beim Nachmachen- lasst es euch schmecken!

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Kommentare:

  1. Danke für den Tipp. Das Pesto mit Salbei werde ich ausprobieren. Denn ich habe viel Salbei in meinem Kräutergarten. Der ist so gut gewachsen.
    LG Elke

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  2. Danke für die tolle Idee. Ich habe auch megaviel Salbei im Garten und soviel Salbeibutter oder Salbeitee kann man ja auch nicht verzehren. Ich werde das am Wochenende direkt ausprobieren.
    Sonnig Woche,
    Gabi

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  3. Ja, das mit dem Salbei kennt man: unser Salbei muss in einem früheren Leben wohl Bambus gewesen sein: der hat alles überwuchert und für sich eingenommen, bis wir ihn durch einen Pflanzring in seine Schranken gewiesen haben. Aber die Idee mit dem Pesto ist so genial, das muss ich wirklich gleich ausprobieren.
    Vielen Dank für die Idee.
    Liebe Grüße

    Jeanne

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  4. Hey,

    jetzt weiß ich endlich was ich mit dem Salbei mache den ich noch übrig habe :-)

    LG Marc
    (http://weselblog.com)

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