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Dienstag, 15. Mai 2018

OUT NOW: Insa Sommertop

Was macht ihr eigentlich so, wenn ihr krank seid?
Ich war zuletzt in der Woche nach Ostern krank, und während draußen die ersten warmen Sonnenstrahlen den Frühling übten, saß ich drinnen auf dem Sofa und wünschte mir den Sommer herbei.
Und dabei kam mir die Idee für ein schnelles, einfaches Sommertop aus einem Garn, das ich immer schon mal ausprobieren wollte: Mein Insa-Top aus Lamana Perla (60% Pima-Baumwolle, 25% Alpaka, 15% Seide).

Ärmellos, in einem Stück, mit U-Boot-Ausschnitt
 
einer seitlichen Fake-Naht
und einem kleinen Lochmuster im oberen Viertel.
 
Und schön boxy, damit es an heißen Sommertagen schön luftig sitzt.

Gedacht, gemacht - und hier ist es:
Strickanleitung

Mit dem relativ dicken Garn und Nadelstärke 3.5 - 4 ist das Top ganz schnell gestrickt. Durch den Seidenanteil hat Perla eine etwas glänzende Oberfläche, die dem Gestrick einen edlen Anstrich verleiht. Dazu ist es ganz weich, und fasst sich schön glatt an, ohne dabei glitschig zu sein.  

Für meine Insa habe ich mir die Farben Chili und Natur aus der umfangreichen Farbpalette ausgesucht. Ursprünglich war die Kragenpartie in Natur gedacht - während des Strickens habe ich mich umentschieden und in Chili gestrickt, was meiner Kombination den letzten Pfiff verleiht.
Aber die Farbpalette von Perla erlaubt eine Menge Variationsmöglichkeiten, wie mir meine kreativen Teststrickerinnen zeigten - hier seht ihr einige Designbeispiele. Ich war echt von den Socken, was für tolle Insas beim Test zusammengekommen sind:
Fröhlich in Gelb mit Streifen von S. Gröber
Schlicht und edel in Perlgrau und Silbergrau von M. Hergarten
Sommerlich in Petrol und Gelb von I. Greil
Marine und Curry von Silke R. - diese Kombi war auch eine meiner Favoriten!
Fast einfarbig in Bordeaux mit einem kleinen Akzent in Natur von J. Hügel

Hier geht es zur Anleitung auf Ravelry: Insa-Top


Und nachfolgend die Zusammenfassung meines Projekts:
Gestrickt Gr. M
Nadeln: HiyaHiya Sharp Stärke 4, 80 cm Seil
Verbrauch: 90 g Natur, 245 g Chili

Verlinkt bei
Maschenfein - auf den Nadeln Mai

Creadienstag

Donnerstag, 22. Februar 2018

Poncho VERSILEA - aus dem neuen Buch von Meine fabelhafte Welt

Das erste Buch der lieben Sandra von Meine fabelhafte Welt , "Sommerlooks stricken" ist gerade im EMF-Verlag erschienen, und nun darf ich endlich von meinem kleinen Beitrag zum Buch berichten!

Ich durfte Teil des Teststricker-Teams sein, und die Anleitung zum Poncho "Versilea" testen.

Das Garn für den Poncho, Lamana Como, habe ich schon einmal verstrickt für meine Loppa-Jacke, und es dabei lieben gelernt: es ist superweich und leicht, und hat mit 120 m auf 25 g eine super Lauflänge für einen fairen Preis. Und die Farbauswahl ist riesig!


Für meinen Test fiel die Wahl nicht schwer, ein dunkelblauer Poncho fehlte in meinem Kleiderschrank, und die Entscheidung fiel für den Farbton Jeans.


Bis die Garnlieferung mit der Anleitung eintraf, wusste ich zwar, dass es um einen Poncho geht, aber nicht, wie genau er aussehen würde. Aber das ist ja das Aufregende bei einem Test!

Der Poncho besteht aus Vorder- und Rückenteil, beide haben am Saum eine wunderschöne Lochmusterborte, die anhand eines Charts gestrickt werden. Wie bei mir üblich bei Lacemustern, dauert es immer ein Weilchen, bis es "sitzt", aber nach ein paar Wiederholungen strickt es sich aus dem Kopf. Komplizierter fand ich, den V-Ausschnitt symmetrisch zu stricken, da musste ich bei den Zunahmereihen sehr genau aufpassen, dass ich nicht zu viele stricke und der Ausschnitt am Ende schief ist.

Ansonsten fand ich die Anleitung, kurz, knapp und klar. Es gibt eine bemaßte Modellskizze zur Orientierung, die die Strickrichtung angibt, und so ist der Poncho eindeutig ein "Nebenbei-" oder "Unterwegsprojekt", das man beim Fernsehen oder in der Bahn stricken kann.

Gut gefällt mir auch die Länge, und das weich Fließende der Form - damit schummelt man sich auch noch das eine oder andere Kilo weg 😊



Auf diesem Foto ist der Poncho zwar etwas verrutscht, dafür sieht man die Lochmusterborte sehr schön:

Hier sieht man das Lochmuster noch einmal etwas genauer:


Abweichend zur Anleitung habe ich den Ausschnitt rundherum noch mit einer Reihe Krebsmaschen umhäkelt. Die Kanten waren mir etwas labberig geraten, und erhalten so noch etwas Stabilität.

Von den 12 Knäueln, die Sandra mir zur Verfügung gestellt hat, habe ich 10.5 benötigt. Mit einem Rest schließe ich vielleicht noch die Seitenkanten, damit der Poncho etwas weniger flattert, wenn man ihn anstelle einer Jacke obendrüber trägt.


Der fertige Poncho ist meiner Meinung nach ein Ganzjahreskleidungsstück - meine Tragefotos sind an einem knackig kalten Tag auf der Seebrücke von Binz entstanden. Ohne Jacke war's zwar ganz schön kalt, aber unter dem Mantel hat mich Versilea beim Spaziergang am Strand hervorragend gewärmt, ohne schwer zu belasten.

Ein paar Urlaubsfotos habe ich für euch auch noch im Gepäck - es war einfach zu herrlich an der Ostsee: 


Schaut mal vorbei bei Meine fabelhafte Welt - hier gibt es die Strick-Kits zu den Modellen aus dem Buch, und ich finde, es sind viele schöne Teile dabei!

Verlinkt zu
RUMS
Liebste Maschen

(Anmerkung: Das Material für den Teststrick wurde mir durch MfW zur Verfügung gestellt - die Meinung zur Anleitung ist jedoch meine eigene. Weitere Vergütung habe ich für den Teststrick nicht erhalten)













Dienstag, 6. Februar 2018

Ich liebe ROT! (NoFrills Cardigan von Petite Knits)

Letzten Herbst bin ich über den Cardigan "NO FRILLS" von Petite Knits gestolpert.
Mäntel "für drinnen" gehören momentan zu meinen Lieblingskleidungsstücken. Und genau so einen suchte ich noch für meine Garderobe.

Im Stash fanden sich vier Stränge Malabrigo Socks in der wahnsinnigen Farbe Ravelry Red. Für sich allein genommen war das Garn zu dünn für die Maschenprobe. Ergänzt um Lamana Piura in karmin, das farblich als Beilauffaden genau passte, kam die MaPro jedoch hin, und los ging's Ende November im MiniKAL mit einer lieben Strickfreundin.

Die Anleitung ist tatsächlich "no frills" - sie ist relativ kurz und knapp gehalten, und dennoch kann man kaum etwas falsch machen. Gestrickt wird RVO, die Technik erinnerte mich ein bisschen an den Whippet, den ich im Jahr davor gestrickt hatte.



Ist die Farbe nicht der Knaller?
Auf dem Foto oben kann man die leichte Melierung des Malabrigo-Garns sehen. Grundsätzlich gefällt mir das sehr, da ein unifarbenes Strickstück dadurch nicht so massiv wirkt. Bei meinen vier Strängen hatte ich allerdings einen ganz krassen Ausreißer, der viel heller war als die anderen drei Stränge. Den Übergang zwischen diesem und dem folgenden Strang musste ich blenden, vom Kragen zum Saum wird die Jacke so etwas dunkler. Wenn man es nicht weiß, fällt es kaum auf, aber beim Stricken war es schon ein deutlicher Unterschied.



Trotz der länger werdenden Reihen wuchs die Jacke recht schnell. Nach Neujahr kam der spannendste Teil: Die Taschen. Diese werden nahtlos eingestrickt, und hier muss man tatsächlich ein bisschen aufpassen.

Anfang Januar konnte ich das gute Stück schließlich abketten und endlich anziehen.
Tragefotos entstanden an einem milden Sonntag beim Spaziergang rund um unseren Dorfteich.

Mit der Passform des Cardigans bin ich sehr zufrieden. Die Schultern sitzen, wo sie sollen, ebenso die Taschen, und sogar bei der Ärmellänge musste ich nicht tricksen.


Einzig in der Länge habe ich etwas gekürzt, allzu lang sollte die Jacke nicht werden. Wie sie jetzt ist, hat sie für mich die ideale Länge und schaut auch unter dem Wintermantel nicht heraus.

Von meinen je vier Strängen Malabrigo Socks und Lamana Piura habe ich 3.5 verbraucht. Macht etwa 1400 m pro Garn, 2800 Meter insgesamt - damit schlägt sich die Jacke sehr gut bei meiner Wolldiät!

 Verlinkt zu
Maschenfein - auf den Nadeln Februar
Creadienstag
Liebste Maschen






Montag, 4. Dezember 2017

Stadtmütze und Stadtstulpen

 Anfang November war mein Stadtschal aus der wunderbar luxuriösen Ito Sensai fertiggestrickt. Seither trage ich ihn ununterbrochen und freue mich an dem warmen Schal, der mit seinen bunten Farben gute Laune bringt und trotz des federleichten Gewichts so schön wärmt.
 
Mit fallenden Temperaturen allerdings wurde mir klar - es fehlt noch eine Mütze! Mich friert es nämlich leicht am Kopf.
Die Mütze sollte, klar, zum Schal passen. Da Ito Sensai auch zweifädig verstrickt zu wenig "Körper" für eine Mütze bietet, ließ ich mich von Frau Maschenfein beim Stricktreff in Berlin beraten, und entschied mich für Lamana Bergamo, ein schön griffiges Merinogarn, in der Farbe weiß als Hauptgarn. Mit Sensai als zweitem Faden war flugs meine "Stadtmütze" gestrickt:

Für die Beanie mit den bunten Streifen brauchte ich allerdings nur die Hälfte der drei gekauften Knäuel. Auch von Sensai, das scheinbar eine unendliche Lauflänge bietet, waren noch reichlich Reste übrig.


Spontan kam mir eine Idee für Handstulpen, die in Reihen statt in Runden gestrickt werden, und bei denen sich die Bergamo-Reste sehr gut aufbrauchen ließen.
Das dicke Bergamo-Garn sorgt für warme Finger, "Fächer" in dem dünnen, edlen Sensai bringen Farbe ins Spiel. Schnell gestrickt sind sie obendrein - ich habe für beide Stulpen einen Abend gebraucht.
Und so habe ich zusätzlich zu meinem kuscheligen Schal auch noch ein passendes Set aus Mütze und Stulpen im Kleiderschrank!

Wer mag, darf gerne nachstricken, denn ich habe für alle drei Teile Anleitungen geschrieben und auf Ravelry eingestellt:
Hier geht es zum Stadtschal
Hier geht es zur Stadtmütze
Hier geht es zu den Stadtstulpen.

Verlinkt zu




Mittwoch, 1. Februar 2017

Loppa-Mantel: Kuschelfreund!

Mitte November  habe ich mich von einigen Damen in Frau Maschenfeins Facebook-Gruppe überzeugen lassen, dass ich zu meiner Herbst-Loppa unbedingt und dringend auch noch eine zweite Loppa benötige.

In meinem Wolle-Lager befand sich noch eine größere Menge Drops Alpaka und Kidsilk in Lila, die für einen Mantel vorgesehen waren - warum also nicht für einen Loppa-Mantel?

Gedacht, gemacht und angenadelt - über die Fortschritte habe ich hier und hier und hier  berichtet.
Und jetzt ist er fertig mein erster Strickmantel und eine echte Fleißarbeit:

Meiner ursprünglichen Idee folgend, habe ich statt einer Knopfleiste und Hals- und Saumbündchen umlaufend eine I-Cord gestrickt. Hierzu habe ich das feine Milano-Garn zweifädig gestrickt, so ergibt sich eine Kordelbreite, die nicht vom Mantel verschluckt wird.


Ich mag diesen Abschluss sehr gerne, er ist schön clean und dezent. 
Auch an den Ärmeln habe ich den I-Cord gestrickt, und in den eingesetzten Taschen blitzt ein kleines Muster hervor.

Normalerweise weiche ich fertig Gestricktes über Nacht im Waschbecken, spanne es gegebenenfalls und lasse es dann trocknen. In der Strickgruppe erhielt ich den Tipp zu Dämpfen,  und das habe ich an diesem Mantel ausprobiert. Und ich bin begeistert vom Ergebnis.

Leider kann man den Unterschied auf dem Foto schwer erkennen. Links (glatte I-Cord) habe ich schon gedämpft, die Maschen sind ganz glatt und klar, rechts, wo sich die Kante noch wellt, ist das Maschenbild noch ziemlich buckelig. Das Tollste ist aber, dass man das fertige Teil nach dem Dämpfen gleich tragen kann, es muss nicht erst noch lange trocknen!

Da ich keine Knopfleiste gestrickt habe, fielen Knöpfe als Verschluss aus, und so habe ich Haken und Ösen im I-Cord versteckt.

Und das gute Stück am vergangenen Samstag bei bestem Wetter ausgeführt. Der Mantel ist so warm und die Temperaturen waren so mild, dass ich keine zusätzliche Jacke brauchte. Und was für ein Zufall, mein Lace-Schal passt auch noch genau dazu!


Insgesamt hätte der Mantel gut 10 cm kürzer sein können. Das Zuviel an Länge fiel mir allerdings erst auf, als die Taschen schon eingestrickt waren. Nun fällen die sehr tief sitzenden (und auch ziemlich klein geratenen) unter die Kategorie "It's not a fail. It's a feature!"
Auf den Fotos könnt ihr unseren "Fjord" sehen - einer meiner Lieblingsplätze, zu dem ich von zu Hause aus nur etwa 10 min. zu Fuß laufe. Immer wieder schön dort am Teich, und auch immer wieder eine tolle Kulisse!


Verbraucht habe ich von Lamana Milano je 1 Knäuel in perlgrau, marmor und anthrazit und 2 Knäuel silbergrau, dazu 7 Knäuel Drops Alpaka und 6 Knäuel Kid Silk verbraucht. Was mich sehr erstaunt hat war, wie sehr das Mitführen von so einem unscheinbaren Fädchen Kidsilk die Haptik verändert und das Gestrick "aufflauscht". So ist der Mante echt ein Kuschelfreund geworden, der mich hoffentlich lange begleitet.

Gestrickt habe ich dieses Mal mit NS 3 (Musterteile) und 3.5 (Körper, Ärmel) eine Größe zwischen S und M (Loppa ist ein echter Schlankmacher, was die Größenfindung angeht), und die Länge nach den Zunahmen für die Hüfte einfach gerade runtergestrickt.

Verlinkt zum Me-Made-Mittwoch, wo es heute wieder viel Inspiration an Selbstgenähtem zu sehen gibt.

Ich schau auch vorbei bei:
Stricklust
Häkelline






Sonntag, 15. Januar 2017

Loppa-Mantel: Endspurt!

Mein Jahrensendprojekt 2016 geht in die Endrunde: Mein Loppa-Mantel!

Beim Zwischenstand letzte Woche knobelte ich mit ein paar Denkaufgaben.

Zum einen war der Kragen sehr "halsfern" geraten, da ich auf das eigentlich vorgesehene Halsbündchen verzichtet hatte. Der Plan lautete ursprünglich, dass statt Bündchen und Knopfleiste ein I-Cord um die Kanten herum gestrickt werden sollte. Ich mag I-Cords sehr gern! Kehrseite war, dass der Ausschnitt dann mittels weiterer Musterreihen und verkürzter Reihen verkleinert werden musste.
Oder doch lieber ein Bündchen und Knopfleiste? So wäre das Problem des offenherzigen Ausschnitts gelöst?
Eine kurze Umfrage in Frau Maschenfeins Facebook-Gruppe ergab ein einstimmiges Urteil: I-Cord. UNBEDINGT! Und zwar, weil das verwendete graue Garn (Milano aus dem Hause Lamana) sehr fein ist, zweifädig.
Somit stand ich vor einer Herausforderung: Eigenständig verkürzte Reihen konstruieren, und damit den Ausschnitt anpassen. Und das auch noch im Muster!
Was soll ich sagen - ich musste gar nicht lang probieren. Ich habe Maschen aus dem Anschlag aufnehmen, und in den einfarbigen Runden des Mustersatzes einfach drei Mal verkürzte Reihen gestrickt. War gar nicht schwer, und die Lösung jetzt gefällt mir sehr.

Damit war die Arena frei fürs Steeken. Diesmal habe ich die Maschen nur abgehäkelt mit sehr feinem Spitzengarn. (Bei der ersten Loppa hatte ich die Ränder nach dem Steeken auch noch mit der Nähmaschine bearbeitet, was sich aber als nicht notwendig erwiesen hatte.)



Da ihr ja gerne schreckliche Bilder seht - hier wird gesteekt (nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren):

 Für die Zweifler unter euch: Es ist wirklich nicht schlimm! Ich habe den Mantel übers Bügelbrett gezogen, mit Stecknadeln fixiert und munter zwischen den Häkelmaschen mittig geschnitten. Alles kein Problem. Man muss nur beim Aufhäkeln darauf achten, beide Maschenbeinchen zu umfassen und die Kettmaschen fest anzuziehen. Traut euch nur!

Und so ist nun ein Mantel aus der Jackenwurst geworden:


Ein Detail will ich euch noch zeigen:
Zum einen bin ich stolz wie Oskar über das super gleichmäßige Maschenbild bei dem Muster am Saum. Im Gegensatz zur Passe hatte ich dieses nicht mit Holznadeln, sondern mit Bambusnadeln gestrickt. Die sind viel weniger glitschig, und daraus ergibt sich dieses schöne Bild!


Zum anderen hatte ich die Saumkante gleich mit der doppelfädigen I-Cord abgekettet, und der Effekt gefällt mir supergut.
Jetzt kommt nur noch die Fleißarbeit von ca 3 m I-Cord auf mich zu - und dann ist mein Mantel fertig. So lange wird es sicher auch noch kalt genug bleiben, dass ich ihn diesen Winter noch tragen kann.

Was andere so stricken, könnt ihr hier sehen:  Maschenfein - auf den Nadeln im Januar
Andere kreative Werke und Inspiration bietet der  Creadienstag

Ach ja, eines kann ich euch versprechen: Mein nächstes Projekt auf den Nadeln wird ein fühlingshaftes. Ganz ehrlich!

Samstag, 7. Januar 2017

Loppa-Mantel: Fleißarbeit

Seit Dezember stricke ich an meinem Loppa-Mantel.
Wie sich herausstellt, ein echtes Fleißprojekt. Nach Weihnachten hatte ich die Ärmel abgeteilt und ein Stück Rumpf gestrickt (<klick> hier zum letzten Post).

Über die freien Tage zum Jahreswechsel, die wir gaaaanz ruhig verbracht haben, hatte ich schön viel Strickzeit, und so bin ich inzwischen ein gutes Stück weiter.

Damit mir nicht am Ende die Wolle ausgeht, habe ich die Ärmel zuerst gestrickt, und am Bündchen wieder ein Stück des Norwegermusters eingefügt. Statt eines normalen Rippenbündchens habe ich ein I-Cord als Abschluss gestrickt. 

Außerdem gefiel mir der Gedanke, dass die Jacke Taschen bekommen sollte. Also habe ich nahtlos eingestrickte Taschen konstruiert.


  Fertig eingestrickt sehen sie so aus:

Eine kleine Bordüre im Norwegermuster blitzt oben aus den Taschen heraus. Da der einfarbige Rumpfteil sehr lang ist und damit ziemlich massiv wirkt, finde ich das ein lustiges Detail, das die Front des Mantels etwas auflockert.  



Längenmäßig bin ich nun fast fertig - ich werde noch das aktuelle Knäuel Alpaka zu Ende stricken und dann noch eine Musterbordüre als Abschluss anfügen. Aktuell habe ich sechs Knäuel Alpaka und 5 Knäuel Kid Silk verbraucht. Ein sehr sparsames Modell, wie ich finde!


So sieht der Mantel von vorne aus. Leider sind nicht die Ärmel zu kurz geraten, sondern die Taschen sind, trozt vorheriger Anprobe, zu tief gerutscht. Da sie aber ohnehin zu klein sind, um sich die Hände darin zu wärmen, werde ich sie so lassen. Ribbeln kommt nicht in Frage. Als Taschentuchdepot reichen die Täschchen allemal aus.

Nun treibt mich eine Frage um: 
Die Originalanleitung beginnt mit einem Rippenbündchen am Halsausschnitt, bevor der Musterteil beginnt. Ursprünglich hatte ich geplant, den Mantel rundherum mit einem I-Cord zu stricken, wie ich es bei den Ärmeln ja schon gemacht habe. Nun ist der Ausschnitt am Hals allerdings noch sehr "halsfern" und muss auf jeden Fall noch weiter geschlossen werden. 

Lösung 1: Ich stricke oben noch ein Stück Musterrapport an, evtl mit verkürzten Reihen, und dann, nach dem Steeken, den I-Cord rundherum. Frage dazu: Wird so ein zierliches I-Cord bei dem massiven Mantel nicht verschwinden? Das am Ärmel ist aus 4 Maschen. Wenn ich 6 Maschen nehme, würde das funktionieren?

Lösung 2: Ich stricke doch ein Halsbündchen und eine Knopfleiste an, und ändere die Ärmelbündchen. Problem dabei: Dann muss richtigerweise noch ein Bündchen an den Saum - wie verhindere ich dabei, dass sich das Gestrick zusammenzieht? Der Mantel soll keine Tulpenform bekommen!

Was meint ihr dazu? Ich freue mich über Denkanstöße!
Bestimmt bekomme ich die beim Creadienstag, oder bei  Maschenfein!