Dienstag, 8. Dezember 2015

Brillenwärmer zu Weihnachten

Die Weihnachtsgeschenkeproduktion läuft auf Hochtouren...
Für liebe Frendinnen und Kolleginnen bastele ich jedes Jahr eine Kleinigkeit als Weihnachtsgabe. Letztes Jahr gab es Nadelkissen, davor Schlüsselanhänger - in diesem Jahr gibt es hübsche Etuis für die (Sonnen-)Brille.

Schnell genäht nach meiner Anleitung, die ich für einige der Etuis etwas abgewandelt habe:
Einige haben ein Knopfloch, denn ich hatte keine zum Stoff passenden KamSnaps. Das Knopflochnähen mit meiner Nähmaschine ist definitiv nicht meine Stärke, die Automatik macht immer Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Nach ungefähr 10 Probeknopflöchern klappte es dann endlich...


Bei einigen anderen habe ich den Innenstoff 5 cm länger zugeschnitten (und den Außenstoff entsprechend kürzer), damit der Innenstoff auch außen zu sehen ist.



Bei der Stoffwahl habe ich mir große Mühe gemacht, die passenden Stoffe für die jeweilige Empfängerin auszuwählen. Ob ich richtig gelegen habe, erfahre ich wohl erst nach Weihnachten...


Auf jeden Fall kommt der nächste Sommer bestimmt, so dass die Etuis sicher zum Einsatz kommen werden :)

Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along - 3. Termin

Heute treffen wir uns zum 3. Mal zum WKSA.
Die Themen heute:

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Wie ist es mir ergangen?

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.

Probemodell? Ach was. Das ist genau so überflüssig wie Maschenproben beim Stricken. Material- und Zeitverschwendung. (Und ich bin total erleichtert, dass unsere heutige Gastgeberin Monika vom Blog Wollixundstoffix dies auch fast nie tut!)
Meine Fähigkeiten sind leider nicht so weit fortgeschritten, dass ich anhand der Änderungen am Probemodell Änderungen an den Schnitteilen vornehmen könnte. Ich habe einfach keine Ahnung, wie ich die Veränderungen am Kleid auf die Teile übertragen kann.
Also lasse ich das Gedöns und nähere mich der Passform guerillamäßig  am Originalkleid an. Hat bisher immer geklappt.

Aber nach der Reihe. Da der Stoff nicht ganz billig war und das Kleid wirklich toll werden soll, habe ich mir vorgenommen, so akkurat zu nähen wie noch nie.
Also habe ich - Premiere! - nach dem Versäubern die Teile des Oberteils geheftet und an der Puppe auf Passform überprüft.

Das Ergebnis fand ich ermutigend, also alles gleich festgenäht. 
Leider ist es mir in der Euphorie gelungen, einmal rechts auf rechts und einmal links auf links zu nähen, da der Stoff vorn und hinten gleich aussieht. Grrr...
Bei den Rockteilen habe ich dann mit Schneiderkreide markiert, was das Zeug hält:

Richtig in Ekstase bin ich verfallen, als alle Nähte der Ober- und Unterteile aufeinanderpassten. Vorne UND hinten:


 Einziges Problem bisher: Der nahtverdeckte Reißverschluss. Irgendwie schaffe ich es immer, die zweite Hälfte so anzunähen, dass sie verrutscht. Dieser Schnitt verzeiht nichts. Also so lange trennen, bis es passt - und nachdem ich mich schier zu Tode gemessen und gesteckt habe, ist hier das perfekte Ergebnis:


- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!


Entwarnung - mit der oben beschriebenen Methode Versuch macht kluch (und beherztem Abstecken durch eine Freundin, denn das Kleid stand hinten wie üblich am Hohlkreuz arg ab) passt das Kleid nun sehr gut.


- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.


So weit würde ich nicht gehen. Als nächtses steht der Angstgegner Futter ins Haus. Außerdem hat der Rock hinten einen Gehschlitz, und dieser soll irgendwie mit dem Futter vereint werden. Mit der Anleitung komme ich nicht zurecht - hat jemand einen Tipp, wie ich das schlau und einfach lösen kann?


Vielleicht hat ja eine das gleiche Thema - zu den Modellen der Mitstreiterinnen geht es hier entlang.


Zwischendurch habe ich übrigens noch weitere Geschenkesäckchen genäht und gefüllt:



Schönen 2. Advent und einen fleißigen Nikolausi!



Dienstag, 1. Dezember 2015

Weihnachtskartenbastelei


Ich freue mich jedes Jahr wie ein Schneekönig über Weihnachtspost. Die Karten werden alle aufgereiht oder in den Weihnachtsbaum gestellt und bleiben dort bis Januar oder noch länger. Wann bekommt man heutzutage schon noch "richtige" Post?

Besonders freue ich mich, wenn die Weihnachtspost auch noch selbst gebastelt ist.
Und weil ich denke, dass sich andere genauso freuen, bastele ich auch in diesem Jahr meine Weihnachtskarten selbst.


Dies ist meine Kreation vom vergangenen Jahr:

Dieses Jahr habe ich mich von diesem Blog inspirieren lassen - die Weihnachtskarten mit Pfeifenputzerdraht fand ich einfach zu niedlich.


Pfeifenputzer (oder Chenilledraht) habe ich gleich Anfang des Jahres besorgt. Die Drahtabschnitte habe ich jeweils halbiert und zu den Tannenbäumchen gebogen. Denn eigentlich war der Plan, gleich im Januar die Weihnachtskarten 2015 zu basteln. Aber es kam ganz anders...


Ein erster Versuch, die Bäumchen mit normalem Bastelkleber auf die vorbereiteten Karten zu kleben, ergab eine große Schweinerei, und die Bäumchen wollten nicht kleben. Darauf wanderte alles Zubehör erst mal in die große Kiste, um vergangene Woche wieder hervorgeholt zu werden.



Diesmal aktivierte ich die Heißklebepistole - und siehe da, DAS hält!

Allerdings musste ich lernen, dass HEISSkleber so heißt, weil er wirklich HEISS ist. Ein paar Mal hab ich mir beim Festdrücken der Bäumchen auf die Karte ordentlich die Finger verbrannt...

Noch mit ein paar Goldsternchen verziert, und mit Goldstift Weihnachtsgrüße daraufgeschrieben.

Und nun sind sie fertig - meine Weihnachtskarten 2015:

Linkparty:
Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, Crealopee, Weihnachtszauber 2015

Sonntag, 22. November 2015

Stulpen zum Verschenken

Ich habe eine ganz liebe Kollegin in den USA. Sie ist immer hilfsbereit, hat scheffelweise schwarzen Humor, baut unglaublich tolle Dinge aus Holz - und friert ständig.

Für diese liebe Kollegin, die trotz aller Talente nicht stricken kann, habe ich diese Handstulpen gestrickt, nach dieser kostenlosen Anleitung von Ravelry.

Das Quietscheentchen ist ein Maschenmarkierer aus Eigenproduktion
 Gestrickt aus Debbie Bliss "Prima" , ein Gemisch aus 80% Bambusfaser und 20% Merino, in Nachtblau.
Das Garn ist sehr weich, wärmt schön, fasert aber leicht auf, so dass man beim Stricken sehr darauf achten muss, wirklich alle Fäden zu erwischen.

Die Anleitung ist nur auf englisch erhältlich, aber sehr gut nachvollziehbar. Und so sind die Stulpen schnell gestrickt: Insgesamt brauchte ich drei Spielfilme:

 In der Länge habe ich 2 Zopfrapporte mehr gestrickt, damit meine liebe Kollegin es auch wirklich warm hat.



 
 Nächste Woche gehen die Stulpen schön verpackt auf den Weg über den großen Teich, und ich hoffe, dass sie meine Kollegin erfreuen und wärmen.

Linkparty:
Weihnachtszauber 2015; HäkelLineMaschenfein - auf den Nadeln November

WKSA 2015 - Stoff und Schnitt

Heute treffen wir uns zum 2. Mal zum diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Along, diesmal begleitet von Wiebke von Kreuzberger Nähte

Dies sind die Themen für heute:



- Stoff- und Schnittvorstellung
- Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch  

   super dazu.
- Der Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
- Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
- Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.


Zum Schnitt: Ich habe mich für diesen Schnitt aus Burda Plus vom Herbst letzten Jahres entschieden: 

Wie schon letzte Woche geschrieben, gefallen mir an dem Modell besonders die Prinzessnähte vorn und hinten (hab ich noch nie genäht...), das hintere geteilte Rockteil und die Falten am vorderen Rockteil. Da ich in Brust, Taille und Hüfte verschiedene Größen trage, hoffe ich mir durch die Prinzessnähte unauffällige Anpassungsmöglichkeiten.
 Ich werde allerdings die Ärmel weglassen, Belege ansetzen und Ärmel und Ausschnitt dann mit dem Futter verstürzen.(Erstes Fragezeichen - die Schnittübersicht sieht zwar Futterteile vor, allerdings keinen Halsbeleg. Den muss ich dann wohl selber bauen, hoffentlich guckt mir dabei "Pingel-Inge" nicht über die Schulter...)

Der Stoff:

Hurra, ich habe genau den Stoff gefunden den ich mir vorgestellt habe. Der Schnitt passt auch  
   super dazu.

Ist ein wunderbar weiches Wollgemisch von Hilco. Gar nicht störrisch und maschinenwaschbar.

Ich denke, es wäre sicher auch noch sehr schick, die Prinzessnähte schwarz zu paspeln. So richtig traue ich mich daran aber nicht, denn in meine Akuratesse habe ich kein sehr großes Vertrauen...
Alternativ habe ich in meinem Fundus noch schwarzes Posamentenband, das ich evtl auf die Taillennaht nähen könnte.
Ich meine mich auch an eine Strass-Gürtelschnalle aus Omas Knopfkiste erinnern zu können. So könnte auch noch ein (dann vielleicht wirklich gepaspelter?) Gürtel aus dem Kleiderstoff für etwas Pep sorgen.

Futterstoff fehlt mir noch, da muss ich noch mal losziehen. Da kommende Woche ohnehin ein Glühweintreffen mit Kollegen stattfindet, wird das wohl kein Problem werden. Ich liebäugele ja mit knallrotem Futter - alternativ wäre ich auch mit einem einfachen schwarzen Futter zufrieden.

Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr

Wegen einer Panne bei der Paypal-Zahlung musste ich tatsächlich bis Freitag warten, bis mein Traumstöffchen endlich geliefert wurde.

Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.

Bis dahin hatte ich aber den Schnitt schon mal kopiert und konnte am Samstag gleich Schnittmustertetris spielen:

Kater Josef war wie immer eine große Hilfe.... Jedenfalls passen alle Teile auf die 1.5 m Stoff, und es bleibt auch noch genug übrig für einen Gürtel.
Die seitlichen Vorder- und Rückenteile habe ich quer zum Fadenlauf zugeschnitten und hoffe, dass dies einen schönen Effekt ergibt. Falls nicht, ist auf jeden Fall noch genügend Stoff übrig, um die Teile noch einmal im Fadenlauf zu schneiden. Alles easy...

Eigentlich war der Plan, heute schon mit dem Versäubern zu beginnen. Aber dann...

... habe ich erst mal Deko gemacht:

...Geschenkesäckchen genäht : Diese neun sind fertig, weitere 8 warten noch auf die obere Naht. 
 ... und aus Resten des Kleiderstoffes Weihnachtsherzen genäht :

Ich versuche, mir anzugewöhnen, Reste möglichst gleich einer Verwendung zuzuführen. Meine Restekiste platzt aus allen Nähten, und irgendwie ist es ja immer attraktiver, neue Projekte zu beginnen als Reste zu verwerten. Aber diese Herzchen waren schnell fertig, und ich konnte mich mit dem Stoff schon mal anfreunden, der kaum ausfranst und sich sehr schön nähen lässt.

Und ihr so? Das sieht man hier <klick>, bei der Linksammlung ist schon ordentlich was los.
Schönen Tag euch allen und gutes Gelingen!

Mittwoch, 18. November 2015

Noch Mal Freizeit - Kitze für die Seele

Normalerweise bin ich ja keine Freundin von bunt Gemustertem. Und schon gar nicht von bunt gemusterten Kinderstoffen. Bisher habe ich vorwiegend bürotaugliche Kleidung genäht, wenig für die Freizeit und kaum besonders Buntes.

Aber an DIESEM Stoff kam ich einfach nicht vorbei:

Der "Fox in the Forest" - Sweat von Hilco. Kitze, Eulen und Füchse (die neuen Eulen, wie ich hörte)... irgendwie genau das Richtige für meine Herbstseele, die sich gerade ganz doll nach Süßem, Kitschfilmen und Kaminfeuer sehnt.

Die schrie nämlich lautstark nach einer Lümmelklamotte für faule Wochenenden auf dem Sofa, kuschelig weich und superbequem. Schnell war der Plan gefasst: Eine Tunika soll's werden! Der Stoff landete im Online-Einkaufskörbchen von Myo Stoffe, die damals gerade eine sagenhafte 20% Rabattaktion boten.Bei der Frage nach nach einem Kombistoff - denn ganz kitzig wollte ich doch nicht gekleidet sein - wurde ich super "fernberaten", und so entschied ich mich für einen superkuscheligen pinkfarbenen Sweat.

Als Schnitt habe ich mein Lieblingsshirt aus Ottobre 5/2013 gewählt und etwas verlängert:


Die Taschen habe ich von meiner Valentina-Jacke abgenommen.



Und weil ich's gern kuschelig mag, aber das Shirt einen ziemlich weiten Halsausschnitt hat, habe ich einfach einen 15 cm breiten "Loop" in den Ausschnitt genäht. Nun kann ich den Kragen entweder offen tragen oder aufstellen:

Die Ärmel hatte ich im ersten Versuch etwas eng zugeschnitten, bei der Anprobe erwiesen sie sich als ziemlich "Wurst in Pelle". Beim neuen Zuschnitt habe ich beidseitig 2cm hinzugegeben, und nun passen die Ärmel so bequem, dass notfalls noch ein T-Shirt drunterpasst.  Herrlich!

Haben wir nicht ein tolles Hobby? Stoff gesehen, Idee gehabt, genäht - und fertig ist die Wohlfühlklamotte?

Am letzten schönen Herbstsonntag habe ich den besten Ehemann von allen zu einem Spaziergang überredet, damit ihr nicht nur immer langweilige Gartenfotos zu sehen bekommt:



 Und hier zeige ich Euch die schöne Aussicht, die ich beim Fotoshooting genießen durfte:

Nein - das ist kein Fluss! Das ist ein Teich, den im 15. Jahrhundert Mönche zur Karpfenzucht angelegt haben. Und so was schönes habe ich quasi vor der Haustür!

Mehr Selbstgenähtes gibt es hier zu sehen:
Me-Made-Mittwoch After-work-Sewing

Dienstag, 17. November 2015

Schmucke Kette


 Im Sommer war ich zu einem Ultra-Kurzbesuch in Worpswede. Leider war die verfügbare Zeit zu kurz, um die Galerien anzusehen in diesem schmucken Künstlerdorf. Es reichte nur für einen kurzen Spaziergang durch  Ort, Kaffee und Kuchen, und eine Stippvisite in dem einen oder anderen der hübschen Geschäfte.

In einem Lädchen gab es ein kleines feines Schmuckbastelsortiment. Nachdem ich meine ersten Kette sehr gerne trage und ich herausgefunden habe, dass auch Schmuckbasteln keine Hexerei ist, habe ich zugeschlagen und die Zutaten für eine weitere Kette besorgt: Ein Cabochon, dazu Fassung, Anker, Schlüssel, Lederband und Verschluss.

Allerdings kam ich erst jetzt dazu, die Kette zusammenzubauen (jaja, mal wieder in Projekten verzettelt...). Wieder einmal ging das ratzfatz, aber diesmal waren im Prinzip ja auch nur die Verschlussösen ans Lederband zu klemmen.
Dafür wird die Kette nun standesgemäß mit Herrn Frosch fotografiert:


Nach dem Fototermin gab es noch eine lustige Begegnung zwischen Kater Josef und dem Froschmodell. 
Sieht es nicht aus, als ob Josef den Frosch küsst?

Eine Prinzessin ist aber nicht dabei herausgekommen.

Linkparty: Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT.