Sonntag, 13. Dezember 2015

WKSA 2015: Abgefüttert!


Fast am Ziel, treffen wir uns heute zum 4. Termin des diesjährigen WKSA 2015.
Wie ist es uns ergangen?

- Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen.

So denn doch nicht ganz. Kekse sind gebacken seit dem 30. November. Was weg ist, ist weg.
Ein Jäckchen fange ich jetzt bestimmt nicht mehr an zu stricken, habe ich doch gerade erst die letzten Weihnachtsgeschenke fertiggestrickt und mache mich demnächst schon an die ersten Geburtstagsgeschenke 2ß16...
Das mit der Tasche werde ich mir allerdings (für einen späteren Zeitpunkt) noch mal überlegen. Denn von meinem tollen Stoff ist noch einiges übrig, aus dem man ein Täschchen und vielleicht auch noch eine Geldbörse zaubern könnte. 


- Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht.

Yeah. Das blöde Futter ist nämlich drin. Tschakaa!



- Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen.


Trifft nicht zu. Alle Geschenke habe ich seit letzter Woche im Haus. (Schwitz...), aber wie jedes Jahr beobachte ich Knüftibildung, wenn es darum geht, alle zu verpacken und rechtzeitig an die Empfänger auf den Weg zu bringen. Für die Menüplanung ist bei uns seit Jahren mein Mann zuständig, und so wird das mit den Geschenken auch wieder werden.

Aber zurück zum Kleid. 
Letzte Woche hatte ich mein Oberkleid fertig und der Angstgegner Futter stand bevor.
Ich bin meinem Plan gefolgt, das graue Kleid rot zu füttern. Bei K**stadt sprang mir ein Coupon aus schönem glatten Baumwollstoff für nen Zehner entgegen - Volltreffer. (Aus den Resten davon könnte ich dann meine Tasche-to-Be füttern...)

Der Zuschnitt wurde diesmal professionell überwacht von Katze Maria. Bruder Josef fand die Farbe wohl zu feminin. Ja, wir haben Weihnachtskatzen :) 


 
Beim Oberkleid war es mir mehrfach passiert, dass ich rechts auf links genäht habe, da beide Stoffseiten gleich aussehen. Bei dem roten Futterstoff ist ebenfalls die Vorder- von der Hinterseite nicht zu unterscheiden. Also griff ich tief in die Trickkiste: 


Zum einen habe ich alle Teile wie Teufel mit Schneiderkreide markiert, in der Hoffnung, dass so auch ein Blinder sieht, wo hinten ist. 
Dazu habe ich vier verschiedene Rot-ähnliche Fäden in die Ovi eingefädelt und wie ein Fuchs drauf geachtet, dass ich immer die linke Seite oben hatte beim Versäubern.   (OK, ich hatte auch keine vier Konen rotes Garn...)
Jedenfalls ergab sich so eine Art Farbcodierung - rosa oben = rechte Seite, Rot/orange oben = linke Seite.
Klingt idiotensicher, oder?

War es aber nicht ganz, trotz aller Vorkehrungen ist mir auch hier das eine oder andere bizarre Nähgebilde gelungen.... Größere Unfälle ergaben sich beim Nähen des Futters aber sonst keine.

Da mein Originalschnitt Ärmel vorsieht, ich aber ein ärmelloses Kleid bevorzuge, habe ich anhand der Schnittteile Belege abgenommen und an das Futter angenäht. Damit die Nahtzugaben nicht beulen, habe ich diese an die Futterteile angesteppt und alles fein gebügelt.
 So weit, so gut.


Beim Verstürzen des Futterteils mit dem Kleid bekam ich aber einen ordentlichen Knoten ins Hirn. Es wollte mir einfach nicht gelingen, das an Hals- und Ärmelausschnitten angenähte Futterteil irgendwie nach außen zu wenden.
Nachdem ich mich X-Mal in meinem Stoffhaufen verlaufen hatte, dämmerte mir, dass es wohl daran liegt, das die Seitennähte des Oberteils schon geschlossen waren. Oder...? Solche schwierigen 3D-Aufgaben bringen mein kleins Hirn immer zum Heißlaufen.

Ende vom Lied war, dass ich die Armelsäume wieder aufgetrennt habe (dann ging es mit dem Wenden...) und dann in mühevoller Kleinarbeit Futter und Oberkleid aufeinandergesteckt und dann sogar erst mit der Hand aufeinandergenäht habe, bevor ich knappkantig einmal rundherum gesteppt habe. Seht selbst:

 Die Steppnaht wollte ich eigentlich vermeiden, aber ich finde, der etwas derbere Stoff kann das gut vertragen.

Meinen nächsten Angstgegner, das "Verheiraten" von Futterstoff und Gehschlitz, habe ich ebenfalls ganz pragmatisch gelöst.

Erst habe ich den Saum vom Futterkleid gesteppt (ja, maschinell, sieht man ja nicht!), dann mit der Hand in der Nahtzugabe des Gehschlitzes angesteppt. Die Praxis wird weisen, ob das so bleiben kann, oder ob beim Tragen das Futter den Rock hinten nach oben zieht. Dann nehme ich die kleine Naht eben wieder weg.

Den Saum habe ich ganz akkurat abgesteckt und bombenfest gebügelt, und dann bei einem Spielfilm mit der Hand gesäumt.


Ja, damit bin ich fertig mit meinem Weihnachtskleid 2015, bis auf die "Gürtelschlaufen aus Nähgarn angefertigt". Ich weiß zwar, wie das aussehen soll - aber wie stellt man so was her?

Tragefotos gibt es dann kommende Woche - zu den Modellen der Mitstreiterinnen geht es hier entlang.

Schönen 3. Advent!


Dienstag, 8. Dezember 2015

Brillenwärmer zu Weihnachten

Die Weihnachtsgeschenkeproduktion läuft auf Hochtouren...
Für liebe Frendinnen und Kolleginnen bastele ich jedes Jahr eine Kleinigkeit als Weihnachtsgabe. Letztes Jahr gab es Nadelkissen, davor Schlüsselanhänger - in diesem Jahr gibt es hübsche Etuis für die (Sonnen-)Brille.

Schnell genäht nach meiner Anleitung, die ich für einige der Etuis etwas abgewandelt habe:
Einige haben ein Knopfloch, denn ich hatte keine zum Stoff passenden KamSnaps. Das Knopflochnähen mit meiner Nähmaschine ist definitiv nicht meine Stärke, die Automatik macht immer Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann. Nach ungefähr 10 Probeknopflöchern klappte es dann endlich...


Bei einigen anderen habe ich den Innenstoff 5 cm länger zugeschnitten (und den Außenstoff entsprechend kürzer), damit der Innenstoff auch außen zu sehen ist.



Bei der Stoffwahl habe ich mir große Mühe gemacht, die passenden Stoffe für die jeweilige Empfängerin auszuwählen. Ob ich richtig gelegen habe, erfahre ich wohl erst nach Weihnachten...


Auf jeden Fall kommt der nächste Sommer bestimmt, so dass die Etuis sicher zum Einsatz kommen werden :)

Sonntag, 6. Dezember 2015

Weihnachtskleid-Sew-Along - 3. Termin

Heute treffen wir uns zum 3. Mal zum WKSA.
Die Themen heute:

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!
- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Wie ist es mir ergangen?

- Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.

Probemodell? Ach was. Das ist genau so überflüssig wie Maschenproben beim Stricken. Material- und Zeitverschwendung. (Und ich bin total erleichtert, dass unsere heutige Gastgeberin Monika vom Blog Wollixundstoffix dies auch fast nie tut!)
Meine Fähigkeiten sind leider nicht so weit fortgeschritten, dass ich anhand der Änderungen am Probemodell Änderungen an den Schnitteilen vornehmen könnte. Ich habe einfach keine Ahnung, wie ich die Veränderungen am Kleid auf die Teile übertragen kann.
Also lasse ich das Gedöns und nähere mich der Passform guerillamäßig  am Originalkleid an. Hat bisher immer geklappt.

Aber nach der Reihe. Da der Stoff nicht ganz billig war und das Kleid wirklich toll werden soll, habe ich mir vorgenommen, so akkurat zu nähen wie noch nie.
Also habe ich - Premiere! - nach dem Versäubern die Teile des Oberteils geheftet und an der Puppe auf Passform überprüft.

Das Ergebnis fand ich ermutigend, also alles gleich festgenäht. 
Leider ist es mir in der Euphorie gelungen, einmal rechts auf rechts und einmal links auf links zu nähen, da der Stoff vorn und hinten gleich aussieht. Grrr...
Bei den Rockteilen habe ich dann mit Schneiderkreide markiert, was das Zeug hält:

Richtig in Ekstase bin ich verfallen, als alle Nähte der Ober- und Unterteile aufeinanderpassten. Vorne UND hinten:


 Einziges Problem bisher: Der nahtverdeckte Reißverschluss. Irgendwie schaffe ich es immer, die zweite Hälfte so anzunähen, dass sie verrutscht. Dieser Schnitt verzeiht nichts. Also so lange trennen, bis es passt - und nachdem ich mich schier zu Tode gemessen und gesteckt habe, ist hier das perfekte Ergebnis:


- Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!!


Entwarnung - mit der oben beschriebenen Methode Versuch macht kluch (und beherztem Abstecken durch eine Freundin, denn das Kleid stand hinten wie üblich am Hohlkreuz arg ab) passt das Kleid nun sehr gut.


- Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.


So weit würde ich nicht gehen. Als nächtses steht der Angstgegner Futter ins Haus. Außerdem hat der Rock hinten einen Gehschlitz, und dieser soll irgendwie mit dem Futter vereint werden. Mit der Anleitung komme ich nicht zurecht - hat jemand einen Tipp, wie ich das schlau und einfach lösen kann?


Vielleicht hat ja eine das gleiche Thema - zu den Modellen der Mitstreiterinnen geht es hier entlang.


Zwischendurch habe ich übrigens noch weitere Geschenkesäckchen genäht und gefüllt:



Schönen 2. Advent und einen fleißigen Nikolausi!



Dienstag, 1. Dezember 2015

Weihnachtskartenbastelei


Ich freue mich jedes Jahr wie ein Schneekönig über Weihnachtspost. Die Karten werden alle aufgereiht oder in den Weihnachtsbaum gestellt und bleiben dort bis Januar oder noch länger. Wann bekommt man heutzutage schon noch "richtige" Post?

Besonders freue ich mich, wenn die Weihnachtspost auch noch selbst gebastelt ist.
Und weil ich denke, dass sich andere genauso freuen, bastele ich auch in diesem Jahr meine Weihnachtskarten selbst.


Dies ist meine Kreation vom vergangenen Jahr:

Dieses Jahr habe ich mich von diesem Blog inspirieren lassen - die Weihnachtskarten mit Pfeifenputzerdraht fand ich einfach zu niedlich.


Pfeifenputzer (oder Chenilledraht) habe ich gleich Anfang des Jahres besorgt. Die Drahtabschnitte habe ich jeweils halbiert und zu den Tannenbäumchen gebogen. Denn eigentlich war der Plan, gleich im Januar die Weihnachtskarten 2015 zu basteln. Aber es kam ganz anders...


Ein erster Versuch, die Bäumchen mit normalem Bastelkleber auf die vorbereiteten Karten zu kleben, ergab eine große Schweinerei, und die Bäumchen wollten nicht kleben. Darauf wanderte alles Zubehör erst mal in die große Kiste, um vergangene Woche wieder hervorgeholt zu werden.



Diesmal aktivierte ich die Heißklebepistole - und siehe da, DAS hält!

Allerdings musste ich lernen, dass HEISSkleber so heißt, weil er wirklich HEISS ist. Ein paar Mal hab ich mir beim Festdrücken der Bäumchen auf die Karte ordentlich die Finger verbrannt...

Noch mit ein paar Goldsternchen verziert, und mit Goldstift Weihnachtsgrüße daraufgeschrieben.

Und nun sind sie fertig - meine Weihnachtskarten 2015:

Linkparty:
Creadienstag, Dienstagsdinge, HoT, Crealopee, Weihnachtszauber 2015