Mittwoch, 18. Mai 2016

MeMade auf Usedom

Katharina von Sewing Addicted zeigt uns heute beim MeMadeMittwoch ihren Wochenrückblick im MeMadeMay. Ich will es ihr gleichtun - gleichzeitig will ich euch ein bisschen meine Lieblingsinsel schmackhaft machen.

Mein Vorsatz für den MeMadeMay war, jede Woche mindestens drei selbstgenähte Teile zu tragen.

Die letzte Woche habe ich im Urlaub auf meiner Lieblingsinsel Usedom verbracht. Wenn man sich viel Selbstgenähtes in den Koffer packt, bleibt einem nichts anders übrig, als entweder nackig zu laufen oder die Dinge zu tragen. :)

Den Auftakt des Urlaubs machte ein Abendessen auf Wasserschloss Mellenthin. Die Bluse ist ganz neu und wird demnächst noch detailliert vorgestellt. Die Hose ist ein Ergebnis des Spring Style Alongs vom letzten Jahr.
Das Wasserschloss ist ein schöner Platz auf der Insel. Es liegt im Achterland. Im Schlosshotel kann man kann im Schlosshotel luxuriös Urlaub machen, die Schlossbrauerei lädt ein zur Bierverkostung (ich habe dieses mal Bier mit Sanddorn probiert - lecker!) und zu Themenbüffets an mehreren Abenden der Woche. Im Schlossrestaurant warten Spezialitäten aus der Region und sehr sehr leckere hausgebackene Waffeln. Dazu gibt es eine eigene Kaffeerösterei, und hin und wieder Kunstausstellungen im Schlosshof oder -garten.


Wettergott Petrus hat sehr gut mitgespielt, und so konnten der beste Ehemann von allen und ich das tun, was wir auf Usedom am liebsten tun - draußen aktiv sein. Die Insel bietet viele Möglichkeiten, Paddeln und Segeln auf dem Achterwasser, Radfahren auf dem weit verzweigten Radwegenetz, Wandern, Reiten, Minigolfen (es gibt sogar einen vorzüglichen 36 Loch-Platz) - und natürlich Baden und Relaxen auf über 40 km Strand an der Ostsee. Zum Baden war es mir mit 11°C dann allerdings doch noch zu kalt.

Unser liebster Bootsverleih ist das Inselkanu in  Ückeritz am Achterwasser. Hier gibt es Kajaks, Kanus oder Ruderboote stundenweise zu mieten. Aus Sicherheitsgründen bis Windstärke 3. Wir hatten Glück - der Wind blies knapp darunter, und wir waren dieses Jahr die allerersten, die dieses Jahr ein Boot bekommen haben!
 Weil die Sonne schon ganz schön brannte, habe ich zum Paddeln mein selbstkonstruiertes blaues Shirt mit langen Ärmeln getragen.

Das Paddeln ist für mich immer ein besonderes Erlebnis. Im Kajak sitzt man quasi mit dem Hintern auf dem Wasser. So bekommt man eine ganz spezielle Perspektive. Fischreiher, Brandgänse, jede Menge Möwen und sogar ein Seeadler waren zu sehen, und am Ufer laichten gerade die Bleie. Auf dem Wasser spürt man eine wunderbare Stille - Geräusche, die vom Land zu hören sind, empfinde ich dann als störend.


Direkt neben dem Kanuverleih ist seit neuestem ein Fischimbiss, ähnlich wie Gosch. Hier kann man abends ganz vorzüglich draußen sitzen und den Sonnenuntergang erleben - der sieht häufig so aus:

Nach dem Paddeln gab es noch ein paar entspannende Stunden im Strandkorb mit Frau Liese, hier vorgestellt.

Ein weiteres Highlight ist das Segeln. In der Surfschule des Cafe Knatter kann man nicht nur surfen, kiten oder segeln lernen, sondern auch Boote mieten. Von der Restaurantterasse hat man einen prima Blick auf das Achterwasser und alles, was sich dort tut. Außerdem kann man dort sehr gut essen - oder sich nachmittags zu einer gemütlichen Kaffeestunde niederlassen.


Wir waren bei bestem Wetter zwei Stunden auf dem Achterwasser unterwegs. Auch beim Segeln genieße ich die Ruhe auf dem Wasser. Allerdings hat man mehr zu tun und zu beachten als beim Paddeln, so ist das Segeln auf andere Art entspannend.


Anschließend gab es ein schönes Stück Kuchen und ein kühles Alster - in einem Burda-Shirt, das letzes Jahr beim Spring Style-Along fertiggstellt wurde.
"Herr Finger" hat oft die Angewohnheit, sich ins Bild zu schummeln :)
Ein weiterer Teil des Usedom-Aktiv-Programms ist das Radfahren. Man soll nicht unterschätzen, dass die Insel stellenweise ganz schön buckelig sein kann, und selbst auf flachen Strecken können einem Sandkuhlen das radeln schwer machen - aber es gibt ein dichtes Radwegenetz mit gut ausgebauten Wegen, und im großen und ganzen ist das Radfahren auch für Untrainierte wie mich ein wirkliches Vergnügen.
Fahrradverleihe gibt es auf Usedom an jeder Ecke, viele davon liefern auch Räder an die Unterkunft. Die Preise sind meiner meiner Meinung nach  erschwinglich (ab 5 EUR / Tag für ein normales Tourenbike), und bis auf eine Ausnahmen hatten wir bisher nur gute Räder.

Es gibt außerdem auf der Insel ein sehr ausgeklügeltes Netz an Mietradstationen, bei denen man sich Räder leihen und an einer anderen Station wieder zurückgeben kann - UsedomRad. Die Räder sehen zwar etwas mitgenommen aus, sind aber top in Schuss und fahren wie eine eins. Ausleihen und Rückgabe erfolgen per Handy einfach und problemlos .

Dieses Mal haben wir uns ein Rad in Trassenheide im Norden der Insel geliehen, denn unser Ziel war die Krumminer Wiek.

Und in Krummin ein ganz reizendes Gartencafe, die Naschkatze:

In einem wunderschönen Garten, in dem man in jedem Winkel etwas Neues entdecken kann, sitzt man unter Apfelbäumen und genießt Kuchen oder kleine Speisen, die man sich im Verkaufswagen vorher ausgesucht hat - ein wirklicher Traum!

Leider bin ich auf dem Ausflug mit dem Rad gestürzt und habe mir das Knie geprellt. Den folgenden Vormittag durfte ich die Notaufnahme des Wolgaster Kreiskrankenhauses besichtigen. Nachdem man mich dort mit Verband und schicken blauen Krücken versorgt hatte, gab es einen zweiten Besuch in der Naschkatze - zum Trostkuchen. 
Hier in einem blauen Shirt mit Wellenmuster, ebenfalls aus dem Spring Style Along.

Wegen des kaputten Knies haben wir den Urlaub abgebrochen - die übrigen Programmpunkte wie Minigolfen auf der tollen Anlage in Koserow, Radeln nach Swinemünde oder Klettern im Kletterwald müssen dieses Jahr ausfallen.
Zum Abschied gab es noch einen kleinen Abstecher zum Fischkaufen in Rankwitz. Schon zu DDR-Zeiten gab es hier die Fischräucherei, die die Wende überstanden hat und inzwischen nicht nur den Fischverkauf betreibt, sondern auch ein gutes und preiswertes Fischrestaurant.
Seit einigen Jahren gibt es auch ein Sommercafé direkt am Wasser:
Hier kann man im beheizten Pavillion oder draußen im Strandkorb sitzen, vorzüglich essen und den Blick übers Wasser schweifen lassen. Ein wunderbarer Ort!
Hier von mir besucht im Burda-Shirt, das ich weiter oben schon vorgestellt habe, und mit den neu erworbenen Krücken. :)

Fazit der Me-Made-May-Woche: an 5 Tagen habe ich selbstgenähtes getragen und mein Ziel damit mehr als erreicht.

Fazit des Usedom-Urlaubs: Auch nach dem etwa 20. Besuch ist die Insel immer noch nicht langweilig. Zu inzwischen altbekannten, lieb gewonnen Orten kommen immer noch neue Plätze und Aktivitäten hinzu - und glücklicherweise ist es von uns zu Hause nur 3 Stunden mit dem Auto ins Paradies! Bloß werde ich das nächste Mal beim Radfahren besser achtgeben. Wolgast wollte ich zwar immer schon mal besuchen, jedoch nicht das Krankenhaus! Dem Knie geht es inzwischen schon besser, die Krücken kann ich für kürzere Strecken schon weglassen und es scheint kein größerer Schaden entstanden zu sein.

Ich hoffe, ich konnte euch inspirieren zu  einem Ausflug auf meine Lieblingsinsel?
Ich hole mir weitere Inspiration beim heutigen MeMadeMittwoch.

Dienstag, 17. Mai 2016

KunstHandFest 2016 - kreative Inspiration

Endlich hat die Freiluftsaison begonnen!
Pünktlich zum Himmelfahrtswochenende schnellten die Temperaturen nach oben, und der Himmel erstrahlte in wolkenlosem Blau.
Ideales Wetter für mein erstes Freilufthighlight des Jahres, das Kunsthandfest, das  jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende in meinem Nachbardorf Barnitz stattfindet..

Barnitz ist ein Künstlerdorf, und während des Kunsthandfestes öffnen die Künstler ihre Ateliers und laden weitere Künstler und Kunsthandwerker zu sich ein, um ihre Werke zu präsentieren.
Dabei entsteht jedes Jahr eine neue Mischung, die aber immer wieder faszinierend und inspirierend ist.
In dem zwanglosen Ambiente ergibt sich häufig ein Pläuschchen mit den Künstlern, und bei Kaffee, Kuchen oder anderen kulinarischen Köstlichkeiten kommt man auch mit anderen Besuchern schnell in Kontakt.

Heute will ich euch einladen, mit mir einen virtuellen Rundgang über "mein" Kunsthandfest zu unternehmen. Passend zum Anlass habe ich mein neues Blüschen erstmals ausgeführt und mir prompt den ersten Sonnenbrand des Jahres eingefangen.


Also für euch: Sonnenhut aufgesetzt, Sonnencreme aufgetragen, und los geht's!

Wir starten bei der "Viecheria". Susanne Wetzel filzt wunderbare Viecher! Sie verwendet dazu Merinowolle (diese Viecher sind RICHTIG weich!) oder heimische Schafwolle (das Brauereipferd aus diesem Material war deutlich kratziger). - darunter bekannte Tiere wie Tiger, Giraffe oder Kellerassel, aber auch Fantasiegestalten und Reisebegleiter (nicht nur) für Kinder. Jedes Tier ist ein Unikat und macht einfach gute Laune, weil es so ruhig und fröhlich in die Welt schaut. Die Puppen sind waschbar, formstabil und "rotzfest" (Zitat Susanne Wetzel) - und einfach nur wunderschön.
Hier meine Favoriten, die auch mit auf dem Festival waren:




(links: "Storch mit Picknick" - rechts: Ziegenbock mit karierter Hose und Ziege - Bilder: www.Viecheria.de)














Gleich daneben die erste Station, bei der ich schwach geworden bin - der Stand von Ani Winkler.

Die Hamburger Künstlerin fertigt unter ihrem Konzept Ani² individuelle, quadratische Bildchen mit anrüherenden oder lustigen Sprüchen und verschiedensten Motiven, aus Papierstücken, Stoff, Fotos, Zeitung und anderen Materialien. Diese Bildchen können einzeln aufgehängt oder zu mehreren gruppiert werden - je nach Motivwahl ergibt sich dadurch eine thematisch zusammenhängende Collage, oder aber ein kunterbuntes Sammelsurium. Ani Winkler fertigt auch auf Kundenwunsch Unikate aus zugesandten Fotos - eine super Geschenkidee, wie ich finde.
A propos Geschenk - ich bin zwei Motiven erlegen und habe Mitbringsel für zwei liebe Menschen erstanden. Ganz kultig bekam ich sie verpackt in Papiertütchen, angefertigt aus rausgerissenen Seitn aus dem Telefonbuch von Manila:

Im ehemaligen Gasthof von Barnitz ist die Werkstatt von Uwe Kollschegg.
Hier gibt es antike Möbel zu bestaunen und zu kaufen, ein Blick in die Werkstatt ist auch möglich. Wie es hier duftet, nach Holz, Wachs, Farbe, Leim... Viele der Möbel gefallen mir ausgesprochen gut und sind, obwohl antik, in ihren Details erstaunlich praktisch durchdacht. An einigen Stücken kann sich selbst der Möbelschwede noch ein Scheibchen abschneiden.

Aber nicht nur Möbel gibt es zu sehen, sondern auch allerlei andere antike Gegenstände - zum Beispiel diese Schusterleisten:

Oder diese Boule-Kugeln - wahre Handschmeichler:

Hinter der Antik-Werkstatt finden sich in den Nebengebäuden und auf dem Freigelände noch weitere Aussteller. Da sehr viel Betrieb herrschte, konnte ich leider nicht von allen Ständen vorzeigbare Fotos schießen. Was insbesondere bei den wunderschönen Küchenhelfern und dem filigranen Schmuck von Christina Salzwedel (Burgschmaus) und den filigranen Porzellanarbeiten von Mira Möbius ein wahrer Jammer ist.

Keramikkünstler Mats Wrage hat mich schon letztes Jahr mit seinen wunderschönen Schalen und seinen Buchstaben fasziniert. Dieses Jahr war er wieder mit dabei, und seine Buchstabenkollektion hat sich um das @ erweitert:


Kaffee und Kuchen gibt es jedes Jahr im traumhaften Garten von Herrn Kollschegg. Bei dem Traumwetter waren alle Plätze restlos besetzt, und es war so voll, dass man fast die vielen liebevollen Details, die sich überall verstecken, übersehen hätte.
Auch Weihnachtsmänner haben sich versteckt. In Barnitz ist man ganzjährig auf alle Festlichkeiten ausgerichtet.


Meine Lieblingsstation ist immer die alte Schule, in der Ute Elisabeth Herwig ihr Atelier betreibt.


Sie ist eine sehr vielfältige Künstlerin, die oft eine neue, ganz andere Richtung einschlägt.
Nach wie vor bin ich ein großer Fan ihrer Runnies, die bei mir zu Hause an verschiedenen Stellen hängen und die mir jeden Tag gute Laune machen. Außerdem hat Frau Herwig eine Kollektion an Tüchern, Schals und Stulpen entwickelt (Hernel-Tücher), zeigt ihre Zeichnungen und ihre Werke der Digital Art.
Neben den "offiziellen" Ausstellungsstücken ist aber auch das ganze Haus vollgestopft mit kleinen Hinguckern, wie zum Beispiel diesem Schätzchen:
Draußen im Garten gibt es Kaffee, Kuchen und vegetarische Küche - es duftet bis zur Straße hin.

Da es bei Ute Elisabeth gerade weniger betriebsam ist als im anderen Kaffeegarten, lassen wir uns bei diesem netten Federballspieler im Schatten eines herrlich blühenden Kirschbaums nieder:


Neben dem Gastronomiepavillion gab es auch noch die Flechwerkstatt von Roland Oppelt, der neben allerlei Korbwaren auch wunderbare Stühle, Sichtschutzzäune und dekorative Objekte anfertigt. Bei einem kleinen Schwätzchen durfte ich zuschauen, wie mein Dekostab entstand, der kurz darauf den Besitzer wechselte und seither meinen Garten ziert:

Ein kleines lustiges Highlight will ich euch zum Abschluss nicht vorenthalten, weil es so schön in die Künstlerszene passt - wer Kaffee trinkt, der muss ihn auch wegbringen. Bei Frau Herwig im Garten steht dieses Retro-Dixi-Klo:

Üblicherweise sind diese Örtlichkeiten schmutzig, düster, riechen übel und bieten auch sonst nicht viel Ambiente. Nicht so dieses, denn es steht in einem Künstlergarten! Es ist piccobello sauber, eine Duftkerze und ein Kirschblütenzweig sorgen für Wohlgeruch und ein heimeliges Gefühl, der Deckel lässt Licht hinein, und - Knüller! - neben dem Häusle steht eine Emailschüssel mit Wasser, in dem Blüten schwimmen, und Seife und Handtücher liegen bereit.

Leider konnte ich dieses Mal nicht alle Aussteller besuchen, da aufgrund einer organisatorischen Panne die Zeit sehr knapp war. Aber auch dieses Mal war der Besuch beim Kunsthandfest wieder absolut lohnend - und ich freue mich schon wieder auf das nächste Mal an Himmelfahrt 2017!

Linkparty:
Creadienstag
Crealopee
Ein kleiner Blog





Freitag, 6. Mai 2016

MeMadeMay - Zusammenfassung Woche 1

Wie versprochen, zeige ich hier für meine MeMadeMay-Challenge meine Me-Made-Outfits, die ich in der vergangenen Woche getragen habe.   

Am 1. Mai habe ich mein Raglan-Shirt getragen, gezeigt hier

Technisch ist es zwar nicht sehr gut gelungen, wie ich im Blogbeitrag beschrieben habe. Der Rippenjersey ist jedoch schön schwer und warm, und so ist das Shirt ein gern getragenes Zuhause-Rumschlunz-Stück geworden. 
 
3. Mai: Blümchenbluse von hier, dazu meinen Trench, den ich auf Schloss Noer genäht habe.

4. Mai: Ringelshirt (mein erstes Jerseyhirt), kombiniert mit einer Ottobre-Jacke aus Sweat: 

Diese beiden Stücke entstanden im letzten Jahr im Rahmen des Spring Style Alongs. Mein Farbschema rot-weiß-blau habe ich zwar nicht ganz streng beibehalten, aber die Teile aus dem Style-Along trage ich sehr gern, und sie lassen sich untereinander und mit anderen Stücken aus meiner Garderobe sehr gut kombinieren. Eine sichere Bank, wenn man sich morgens keine großen Gedanken machen möchte, was man anziehen soll. 

5. Mai - am Himmelfahrtstag war ich, wie jedes Jahr, auf dem Kunsthandfest. Hier stellen Künstler und Handwerker aus - da musste es natürlich auch ein Me-Made-Teil sein, das ich trage! Die Bluse hier (nach einem Ottobre-Schnitt) ist sehr leicht und luftig und ganz frisch von der Nadel.  
  An dem warmen Frühlingstag war sie genau das richtige Kleidungsstück - allerdings habe ich mir gleich den ersten Sonnenbrand des Jahres eingefangen. 

Sowohl zum Kunsthandfest als auch zur Bluse schreibe ich separat noch einmal mehr. 

Dabei ist mir aufgefallen, dass ich zwar viele ausgesprochene Saisonteile, sprich, Garderobe für den Winter oder den Sommer habe, aber für die Übergangsphase fehlt es doch noch ein bisschen im Kleiderschrank. Darüber werde ich bei Gelegenheit einmal nachdenken. Die Stücke, die ich diese Woche getragen habe, trage ich jedenfalls alle sehr gern, ich fühle mich wohl darin und sie passen bequem.

Damit einmal mein Fazit zur ersten Woche MeMadeMay: 
An vier Tagen habe ich insgesamt sechs selbstgenähte Kleidungsstücke getragen. Vorgenommen habe ich mir nur drei - Mission für diese Woche erfüllt!



Dienstag, 3. Mai 2016

Leseratten.... ich auch!!

Mehrfach habe ich sie schon auf diversen Blogs bewundert, und beim letzten Häkelkränzchen auch in natura gesehen: Die Leseratte.

Es war klar - die will ich auch häkeln. Nicht für mich, sondern zum Verschenken an Leute, die genauso bücherversessen sind wie ich. Leseratten eben.

So ein Tierchen ist schnell gemacht, denn die kostenlose Anleitung  von Supergurumi ist einfach sensationell. Toll bebildert, sehr nachvollziehbar geschrieben - nix zu meckern, wirklich nicht.
So habe ich gleich "auf Halde" gehäkelt: Vier Stück auf einen Streich.


Und hier die Süßen noch mal ohne Buch drumherum - ich finde sie einfach super!


Jetzt liegen sie bereit zum Verschenken. Wer wohl eine abbekommt? Das bleibt eine Überraschung!

Verlinkt zu Creadienstag, Häkelline, Häkelliebe



Sonntag, 1. Mai 2016

MeMadeMay 2016 Pledge

Der Mai ist gekommen. Und heute war tatsächlich auch der erste richtig warme Tag im Jahr, an dem man es nicht nur für eine schnelle Tasse Kaffee draußen aushielt. Wie schön, wenn jetzt die Frühlings- und Sommersachen endlich an die Luft dürfen.

Der Me-Made-May kommt daher genau richtig.  Der wurde von Zoe vor mittlerweile 6 Jahren ins Leben gerufen (Genaueres gibt es hier bei ihr auf dem Blog zu lesen).  Ziel ist es, mehr Selbstgemachtes tatsächlich in die Alltagskleidung zu integrieren – denn was nützen die ganze Mühe selbstgemachter Kleidung, wenn man sie doch nicht trägt?

Ich trage meine selbstgemachten Kleidungsstücke gern und relativ regelmäßig. Denke ich. Um das zu bestätigen (oder zu widerlegen) mache ich dieses Jahr mit beim Me-Made-May, und hier kommt mein Vorsatz:

'I, Frau Sonnenburg - www.frausonnenburg.blogspot.de, sign up as a participant of Me-Made-May '16. I endeavour to wear at least three me-made pieces per week for the duration of May 2016'
Summaries will be posted on my blog.

Also - ich will versuchen, mindestens 3 selbstgemachte Kleidungsstücke oder Accessoires pro Woche zu tragen.
Hier geht's gleich los mit den Beweisfotos (da sie sehr spontan entstanden sind, ist die Qualität leider nicht die beste... aber der Me-Made-May ist ja glücklicherweise kein Fotowettbewerb.)

Heute, am 1. Mai, habe ich mein Raglan-Ringelshirt getragen. Eigentlich ist der dicke Rippenjersey schon zu warm für die heutigen Temperaturen in der Sonne. Aber da doch hin und wieder ein kühles Lüftchen wehte oder die eine oder andere Wolke den Sonnenschein trübte, war es die optimale Kleidung für die Gartenarbeit und den Kaffee auf der Terrasse.

Meine weiteren Outfits werde ich versuchen, möglichst wöchentlich hier auf dem Blog zu zeigen.

Mittwoch, 27. April 2016

Timeless Beauty - Frühlingsjäckchen 2016: FERTIG!

Mein Frühlingsjäckchen 2016 ist nun endlich fertig.
Es war doch ein kleiner Kampf, über dem ich vor kurzem <hier> schon berichtet habe.

Vergangenen Sonntag endlich konnte ich in einer Pause zwischen Regen, Schnee (!) und Graupel die Fotos machen. Eigentlich wollte ich dieses Jahr nicht ständig Fotos im Garten aufnehmen - aber momentan blühen die Forsythien so herrlich, und auch die Zierjohannesbeere (letztes Foto) will ich euch in ihrer Pracht nicht vorenthalten. Wie kalt es hier ist, sieht man auf den Fotos ja nicht :)

Wer genau hinsieht, sieht meine Co-Models 

Mit der Anleitung - Timeless Beauty von Drops - kam ich größenmäßig überhaupt nicht zurecht. Meine normale Größe war viel zu groß, erst nach Ribbeln und Neubeginn 2 Größen kleiner passte das Jäckchen an Schultern und Ausschnitt. So viel Arbeit umsonst!  Einzig Positives an der Sache: Wann wird man schon mal über Nacht 2 Größen kleiner?
  

Nachdem das Jäckchen dann gemäß Anleitung fertig war, stellte sich nach dem Spülen und Spannen heraus, dass es VIEL zu lang geworden war. Laut Modellfoto ist das Jäckchen zwar nicht taillenkurz, aber meine fertige Version ging nach dem Trocknen bis zur Hüfte. Die Ärmellänge war kurioserweise optimal geraten.

Dabei hatte ich eine Länge maximal etwas länger als bis zur Taille im Sinn, da ich im Sommer gern Kleider und Röcke trage, und ein hüftlanges Jäckchen dazu an mir dann einfach nicht aussieht. Der beste Ehemann von allen kommentierte beim Vorjahresmodell: "Sieht schlampig aus" - das lasse ich meiner selbstgemachten Kleidung doch wohl nicht nachsagen!


Da die Jacke von oben nach unten gestrickt wird, war das Kürzen an sich nicht so ein Krimi wie beim letzten Frühlingsjäckchen. Die Frage war eher, bis wohin ribbele ich auf, denn die perfekte Länge war irgendwo mitten in einem Musterrapport.


Die Lösung war schließlich, den letzten - langen - Musterrapport komplett aufzuribbeln und den ersten - kleinen - Rapport noch einmal dranzustricken. Samt sechstem Knopfloch, denn alles andere hätte merkwürdig ausgesehen, und wunderbarerweise hatte ich damals einen Knopf mehr gekauft.


So ist es nun fertig und meiner Meinung nach perfekt, mein Frühlingsjäckchen. Trageangenehm ist es durch das Schmeichelgarn Baby Alpaka Silk (70% Alpaka, 30% Seide) obendrein auch noch, kratzt kein bisschen und fasst sich toll an. 

 Was ihr nicht hören könnt: Welches Gebrumm Nachbars Bienen in dem Strauch veranstalten. Der helle Wahnsinn :)

Zum Jäckchen trage ich übrigens mein Frau-Liese-Kleid, ein Lieblingsstück aus dem letzten Jahr, das auch in diesem Jahr auf der Beliebtheitsskala ganz oben rangiert.

Jetzt bin ich erst einmal mächtig stolz, dass ich diese Geduldsprobe gemeistert habe. Denn das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern, die Maschenprobe ist gestrickt:


Hier warte ich schon auf den nächsten Strick-Krimi, denn laut Anleitung sollen 43 Reihen (!) und 24 Maschen 10 x 10 cm ergeben. Mein Probestück hat entweder 25 oder 27 Reihen und 23 Maschen, je nach Nadelstärke. Die angegebene MaPro des Originalgarns sagt 19 Maschen / 27 Reihen. Einen Fehler in der Anleitung schließe ich aus, denn alle Längenangaben basieren auf den 43 Reihen. Sehr merkwürdig.
Wie es mit diesem Projekt vorwärtsgeht, erfahrt ihr demnächst hier. (Es wird übrigens das Titelmodell der Frühlings-Verena).

Mein fertiges Jäckchen wandert nun zum MeMadeMittwoch. Gastgeberin DreiKah hatte scheinbar genauso einen Fotostress wie ich bei dem herrschenden Aprilwetter und präsentiert nicht Blüten im Garten, sondern Blüten an einem Wickelkleid.

Auch bei Maschenfeins Auf der Nadel , Stricklust  und Häkelline vorbei.

Dienstag, 19. April 2016

Mein Hobby hängt mir um den Hals: Hobby-Statement-Kette

Ich hab mal wieder eine Kette gebastelt...

Dies ist nun mein drittes selbstgemachtes Schmuckstück. Allmählich werd ich warm mit dem Schmuckbasteln! Denn schwierig ist es nun wirklich nicht!

Hier seht ihr die Einzelteile meiner "Hobby-Kette" :
Die Anhänger - Schere, Nähmaschine, Maßband und Knöpfe - habe ich an einem reizenden Stand auf dem letzten Lübecker Stoffmarkt gefunden, wo ich auch das Zubehör für meine Maschenmarkierer aufgespürt habe.

Für die restlichen Einzelteile - Band, Verschluss, Abstandsperlen -  habe ich eine neue Quelle aufgetan. Mein Lieblingsperlenladen hat leider sein Ladengeschäft geschlossen und ist nur noch Online verfügbar. Das finde ich ziemlich doof, denn genau wie bei Wolle oder Stoff will ich die Dinge lieber anfassen, mit ihnen spielen und die Kombinationsmöglichkeiten austesten, bevor ich kaufe (über die Versandkosten wollen wir dabei noch nicht mal reden). Als Ausgleich hat über unserem örtlichen Bijou Brigitte eine Filiale von The P.Cookery eröffnet. Hier gibt es eine gute Auswahl an Perlen, Verschlüssen, Bändern, und dazu eine sehr nette und geduldige Beratung.

Schließlich hatte ich also alle Zutaten beisammen, und das Kettenbasteln an sich ging dann ratzfatz. Auffädeln, Verschluss enkleben und festklemmen, fertig!


Und nun: Tragen und wohlfühlen!
Die Präsentation übernahm am vergangenen sonnigen Sonntag die Gartendeko:

Weitere Inspiration hole ich mir heute hier:
Creadienstag, Dienstagsdinge, ein kleiner Blog, Crealopee,
RUMS