... wäre diese Bluse gewesen.
Dieses Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern.
Dabei ging alles so gut los.
Beim letzten Bummel durch Stoff & Stil, auf der Suche nach passendem Stoff für ein Weihnachtskleid, lief mir ein wunderbarer Viskosestoff über den Weg. Genau mein aktuelles Beuteschema - currygold mit dunkelblau.😍😍😍😍
Das Projekt dazu war klar - die Bluse aus der Frühlingsausgabe von Handmade Kultur. Diese hatte ich als kurzärmelige Variante im Mai schon genäht, und nun wollte ich gern noch eine langärmelige Variante haben für den Herbst. Mit der Stoffwahl der ersten Bluse war ich nicht so glücklich, aber bei einem Nähtreff hatte ich Gelegenheit, eine Version aus weich fallendem Stoff probieren zu dürfen, die mir ausgesprochen gut gefiel. Stoff vorhanden, Schnitt lag bereits abgepaust und ausgeschnitten vor - so war alles bereit zum Start.
Doch schon beim Zuschnitt passierte mir ein Fehler. Obwohl die Seiten des Stoffs wunderbar gekettelt waren, habe ich alle Teile quer zum Fadenlauf zugeschnitten und das erst gemerkt, als nur noch die Belege zuzuschneiden waren.
Trotzdem habe ich angefangen zu nähen, allerdings schon leicht genervt.
Die Ärmel habe ich diesmal nicht gekräuselt, sondern mit Hilfe von Stecknadelvoodo in Fältchen gelegt. Für den hinteren Verschluss fand sich ein passender Knopf in meinem Fundus. Gar nicht mal so schlecht!
Da der Stoff ziemlich dünn ist und leicht franst, wollte ich gerne französische Nähte nähen. Das finde ich immer besonders adrett bei so feinen Stoffen. Beim Schließen der Ärmelnähte stellte sich dann heraus, dass die Ärmel viel zu eng wurden.
Schon mal vier lange Nähte bei einem empflindlichen Stoff aufgetrennt? - Dann wisst ihr ja, wie ich mich fühlte.
Merke - wenn französische Nähte auf dem Plan stehen, immer ordentlich Nahtzugabe zugeben!
Neu genäht passten nun meine Arme auch in die Ärmel. Allerdings passte die ganze Bluse irgendwie nicht so recht - zu eng um die Brust, die Falten wollten nicht ordentlich liegen (was vielleicht am Fadenlauf liegt?), und überhaupt fühlte ich mich gar nicht wohl.
In diesem Stadium entschloss ich mich, die Säume noch zu nähen und die Bluse zu spenden. Dem schönen Stoff trauerte ich allerdings schon hinterher.
Und auch beim Festlegen der Ärmellänge passierte wieder ein Fehler - ich habe an der falschen Markierung abgeschnitten und die Ärmel so mehr gekürzt als beabsichtigt. Menno! 😠😠😠
An einem schönen Samstag Vormittag nahm ich mir die Säume also vor. Eigentlich sind an den Ärmeln und auch am Saum Gummizüge vorgesehen, um einen Balloneffekt zu erzielen. Da die Bluse aber so einen hübsche Länge hatte, habe ich alle Säume einfach umgenäht.
Eine letzte Chance kriegte die Bluse noch - und bei der Anprobe ohne langärmeliges Shirt drunter fiel alles an seinen Platz. Auf einmal passte sie, Heureka!
Wie passend: so hatte ich plötzlich ein wunderbares Outfit für eine festliche Einladung!
Solange am Samstag das Licht noch ausreichte, habe ich mich flugs in
Schale geworfen, und der beste Ehemann von allen mussste seine
Bauarbeiten unterbrechen, um "Modefotos" anzufertigen.
Die Form des Halsausschnitts gefällt mir besonders. Nicht zu offenherzig, aber doch auch ein bisschen raffiniert durch die Falten.
Hier kann man ein bisschen die schöne, leicht ausgestellte, Ärmelform erkennen. Und wie durch ein Wunder haben die Ärmel auch mit Saum genau die richtige Länge!
Auch die Saumlänge gefällt mir ganz gut an meiner Bluse. Da der Stoff so weich ist, kann man sie auch gut in den Hosen- oder Rockbund stecken - sie ist also tatsächlich universell tragbar.
Beim Aufrüschen für die Feier fiel mir allerdings auf, dass mir zum wirklich perfekten Outfit der passende Schmuck fehlt. Aber das ist eine andere Geschichte...
Habt ihr auch schon mal ein Kleidungsstück genäht, dass euch während des Nähens so geärgert hat, und das euch am Ende doch sehr gut gefällt?
Verlinkt zum MeMadeMittwoch.
Mittwoch, 8. November 2017
Montag, 6. November 2017
Stoffdiät im November
Die liebe Küstensocke ruft wieder auf zur Bestandsaufnahme bei der Stoffdiät.
Wie viel habe ich geschafft seit dem letzten Mal im September? Gefühlt war ich nicht sehr produktiv.
Daher bin ich gspannt, was die Bestandsaufnahme jetzt zutage bringt.
Genäht habe ich seit dem letzten Mal:
- mein Knotenkleid (minus 2 Meter)
- den Stadtmantel (minus 3 Meter sowie ca 1 m Futterstoff aus "Schwarzbestand")
- eine Bluse (minus 1.50 Meter)

Bluse und Stadtmantel stelle ich demnächst genauer vor.
Insgesamt habe ich also seit dem letzten Treffen immerhin 6.50 Meter vernäht und in diesem Jahr 31.40 m! Alle Neuzugänge aus dem letzten Online-Einkauf sind damit bereits umgewandelt in liebe Kleidungsstücke, und durch Wegfall von sperrigen 3m Walk wäre eigentlich wieder Platz in der Stoffkiste...
... wenn ich nicht wieder einmal bei Stoff & Stil vorbeigekommen wäre.
"Eigentlich" war ich auf der Suche nach einem schönen Stoff fürs Weihnachtskleid. Den Schnitt hatte ich mir zusammen mit Kape Anlumi bereits ausgeguckt (Kleid 116 aus der September-Burda), und im Laden hatte ich mich in den Nadelstreifen-Wollstoff oben rechts im Bild sofort verliebt. Der Blusenstoff (der ja aber schon vernäht ist) und der Punktejersey hefteten sich ganz gemein an meine Fersen.
Unterm Strich sind also gerade 26.1 m im Stofflager. Davon sind 2 m blauer Gabardine, gekauft im Januar, schon fast fertig verarbeitet zu einer Hose. Gerade heute habe ich einen weiteren Meter entnommen, um ihn bei der Schneiderin mit Schrägband zu Tischläufern werden zu lassen. Dazu fehlt mir derzeit die Lust, und auch die Zeit, da ich in den nächsten Wochen verhältnismäßig viel unterwegs sein werde.
Also wird hier delegiert - vielleicht mache ich das genauso mit den 2.5 Metern Baumwollstoff, der eine Tischdecke werden soll.
Manchmal muss man halt auch delegieren, findet ihr nicht?
Wie viel habe ich geschafft seit dem letzten Mal im September? Gefühlt war ich nicht sehr produktiv.
Daher bin ich gspannt, was die Bestandsaufnahme jetzt zutage bringt.
Genäht habe ich seit dem letzten Mal:
- mein Knotenkleid (minus 2 Meter)
- den Stadtmantel (minus 3 Meter sowie ca 1 m Futterstoff aus "Schwarzbestand")
- eine Bluse (minus 1.50 Meter)

Bluse und Stadtmantel stelle ich demnächst genauer vor.
Insgesamt habe ich also seit dem letzten Treffen immerhin 6.50 Meter vernäht und in diesem Jahr 31.40 m! Alle Neuzugänge aus dem letzten Online-Einkauf sind damit bereits umgewandelt in liebe Kleidungsstücke, und durch Wegfall von sperrigen 3m Walk wäre eigentlich wieder Platz in der Stoffkiste...
... wenn ich nicht wieder einmal bei Stoff & Stil vorbeigekommen wäre.
"Eigentlich" war ich auf der Suche nach einem schönen Stoff fürs Weihnachtskleid. Den Schnitt hatte ich mir zusammen mit Kape Anlumi bereits ausgeguckt (Kleid 116 aus der September-Burda), und im Laden hatte ich mich in den Nadelstreifen-Wollstoff oben rechts im Bild sofort verliebt. Der Blusenstoff (der ja aber schon vernäht ist) und der Punktejersey hefteten sich ganz gemein an meine Fersen.
Unterm Strich sind also gerade 26.1 m im Stofflager. Davon sind 2 m blauer Gabardine, gekauft im Januar, schon fast fertig verarbeitet zu einer Hose. Gerade heute habe ich einen weiteren Meter entnommen, um ihn bei der Schneiderin mit Schrägband zu Tischläufern werden zu lassen. Dazu fehlt mir derzeit die Lust, und auch die Zeit, da ich in den nächsten Wochen verhältnismäßig viel unterwegs sein werde.
Also wird hier delegiert - vielleicht mache ich das genauso mit den 2.5 Metern Baumwollstoff, der eine Tischdecke werden soll.
Manchmal muss man halt auch delegieren, findet ihr nicht?
Sonntag, 5. November 2017
Auf den Nadeln - November
Schon ist es November, die Tage sind schon spürbar kürzer geworden, und kühler auch. Zeit, die gestrickten Lieblinge vom letzten Jahr aus der Kiste zu kramen, oder aber Weihnachtsgeschenke für die Lieben zu stricken. Nur noch knapp acht Wochen bis Heiligabend...
Die letzten Tage bin ich gefühlt gar nicht so sehr zum Stricken gekommen, denn sobald ein wenig Zeit übrig war, habe ich mich an die Anleitung zu diesem Dreieckstuch gesetzt. Das Tuch ist zwar schon seit einiger Zeit fertig, und die Anleitung als Entwurf ebenso, aber halt noch nicht in ordentlich lesbarer Form, wie sich da gehört und wie ich das gerne hätte.
Nun aber ist es fast geschafft, und hoffentlich noch diese Woche kann die Anleitung in den Test gehen.
Hat eine von euch Lust zum Testen? Man braucht Garn in Fingering-Stärke (ca 200 - 225 m / 50 g), in zwei Farben. Es muss nicht zwingend ein meliertes Garn sein, wer das nicht mag - zweifarbig soll es aber schon sein, damit die Strickweise gut zur Geltung kommt.
Fotos vom fertigen Tuch und seinen Tragevarianten findet ihr im Ravelry-Projekt.
Gute Fortschritte gemacht hat meine nächste Anleitung mit dem Arbeitstitel "Stadtschal":
Ich habe mir gerade einen Übergangsmantel genäht, und dazu braucht es natürlich die passenden Accessoires. Zum Beispiel einen Schal. Gestrickt aus der wunderbar flauschigen Sensai von Itoyarns. Meine Farbauswahl - weiß, silver grey, smoke grey, lime und azalea - passt super zu den Farben des Mantels, finde ich.
Inzwischen bin ich am Ende der vierten Farbe angekommen, und der Schal wird kommende Woche noch fertig werden - rechtzeitig zum Maschenfein-Treffen am 11.November:
Die Anleitung ist schon geschrieben und gerade im Test - vielleicht geht sie am kommenden Wochenende noch online, und die eine oder andere macht daraus ein luxuriöses Weihnachtsgeschenk?
Da das Sensai-Garn so super ergiebig ist, überlege ich, aus den Resten noch eine Mütze zu stricken. Eine Idee habe ich schon - aber die muss noch ein wenig reifen. Ihr werdet auf jeden Fall davon erfahren.
Verlinkt zu
Maschenfein - auf den Nadeln November
Liebste Maschen
Creadienstag
Mittwoch, 1. November 2017
Meine Alltagslieblinge
“Alltagskleidung” ist heute das Thema beim Motto-MeMadeMittwoch. In einigen Teilen der Republik ist heute Feiertag - bei uns im Norden leider nicht, und ich muss gleich - in Alltagskleidung - ins Büro.
Die
meiste meiner selbstgenähten Kleidungsstücke trage ich alltags –
Alltagstauglichkeit ist sozusagen eine Grundvoraussetzung für alle meine Kleidungsstücke.Bequemlichkeit ist ein Muss. Sehr gern trage ich Hosen, und obwohl ich inzwischen einige genäht habe, sind Hosen immer noch Angstgegner.
Ich will das Thema etwas enger fassen und euch meine Alltagslieblinge
zeigen – danach hatte neulich auch Frau Crafteln im Rahmen einer
Insta-Challenge gefragt.
Hier
seht ihr einen Stapel meiner selbstgenähten und –gestrickten Oberteile.
Gleich wird klar: Blau-weiß-rot sind die Farben der Wahl! Dieses
Farbkonzept hatte ich im
Rahmen des Spring-Style-Alongs von Alex vor zwei Jahren aufgestellt,
und es funktioniert immer noch wunderbar. Die Farben sind gut
miteinander und auch mit schwarz oder grau kombinierbar, und wenn ich
einmal keine Lust habe, lange zu überlegen, was ich heute
tragen möchte, greife ich auf ein Shirt aus diesem Stapel zurück. Die
meisten Teile davon sind also schon seit etwa zwei Jahren in Gebrauch,
das eine oder andere ist auch schon etwas abgeliebt und wird über kurz
oder lang ersetzt werden müssen.
Um
die Garderobe etwas abwechslungsreicher zu gestalten, habe ich dieses
Jahr noch drei Farben dazugenommen: grau, curry und pink. Diese lassen
sich sehr schön mit den
anderen drei Farben – und schwarz – kombinieren, und ich sehe nicht
mehr jeden Tag aus wie die Landesflagge von Schleswig-Holstein.
Ein erstes Lieblingsstück mit der neuen Kontrastfarbe curry ist mein Vogelmantel, entstanden Anfang des Jahres und in der kühleren Jahreszeit quasi im Dauereinsatz.
Und mein graues Knotenkleid, gezeigt letzte Woche, das ich nun schon mehrfach mit der gelben Kaufjacke getragen und dafür sogar massig Komplimente eingefahren habe.
Was sicherlich auch ein Alltagsliebling werden wird, ist der Stadtmantel, der fast fertiggestellt ist und nur noch auf seine Zierknöpfe wartet. Auch hier bin ich meinem Farbschema treu geblieben - wie ich euch hier am Kragendetail zeige:
Was genau aber macht ein Kleidungsstück zum Liebling? Auch das war eine Frage von Frau Crafteln. Für mich beantworte ich die Frage so:
- das Kleidungsstück ist bequem
- es ist kombinierbar und fügt sich damit ein in die übrige Garderobe
- es hat ein bisschen Pfiff, ist aber nicht zu auffällig
- es ist pflegeleicht.
Nun bin ich gespannt, welche Alltagskleidung meine Mitstreiterinnen heute präsentieren.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Pusteblumenknoten
Eigentlich bin ich ja auf Stoffdiät.
Aber wie bei jeder Diät soll man sich ab und an etwas gönnen - und so gönne mir ab und an kleine Lustkäufe.
Der
letzte bestand aus drei Biojerseys, die mich im Onlineshop von Myo
Stoffe angesprungen haben. Zwei davon wurden zeitnah zu Frau Marlenes
vernäht
.
Der
graue Jersey mit den weißen Pusteblumen sollte aber ein Kleid werden. Frau Liese als Kleid, die ich schon mehrfach als Kleid genäht habe, war ursprünglich
der Favorit.
Als
ich de Jersey dann aber in der Hand hielt, fand ich, dass er mit seiner
weichen Anfassqualität auch für einen anderen Schnitt passend wäre. Die
Bemerkung von Kape Anlumi, dass ich doch schon so viele Liesen hätte, gab den Ausschlag
zur Planänderung: Twist Knot aus Ottobre 5/13 war nun der Schnitt der
Wahl.
Auch
dies ist ein bewährter Schnitt. Die erste Version, hier zu sehen, habe
ich mir gleich zu Anfang meiner Nähkarriere genäht aus einem wild
gemusterten Viskosejersey.
Das Kleid trage ich sehr gerne, leider ist das Material für kühle Tage
zu dünn. Die zweite Variante, hier gezeigt ist inzwischen entsorgt, da der Stoff zum
einen ebenfalls sehr dünn und flutschig war (ein Reinfall beim
Onlinekauf), und außerdem extrem pillte.
Ein
Schnitt, den ich bereits mehrfach genäht habe, führt bei mir gerne
dazu, dass ich schluderig werde. Nach dem Motto, ist mir schon ein
paarmal geglückt und war nicht
schwierig, da muss ich nicht so doll aufpassen.
So
passierte es, dass ich ein oberes Rückenteil zuschnitt, dass partout
nicht zum Rest passen wollte. Erst nach reiflichem Überlegen fiel mir
auf, dass in der Plastiktüte,
in der ich meine Schnittmuster aufbewahre, noch ein anderer Schnitt
einsortiert war, und ich das falsche Schnittteil erwischt hatte. Der
Zuschnitt war zum einen zu breit, zum anderen zu lang. Das ließ sich
natürlich korrigieren. Als Folgefehler wurde dann
allerdings der Stoff etwas knapp. War ich bei den anderen beiden
Kleidern mit 2 m gut ausgekommen, musste ich hier ziemlich tricksen. Den
Rockteil musste ich etwas verschmälern, und auch die langen Ärmel bekam
ich nur mit Mühe raus.
Außerdem habe ich das hintere
Taillenband viel schmäler zugeschnitten als vorgegeben. Dies aber nicht aus Stoffnot,
sondern aus der Erfahrung, dass die in der Anleitung eingekräuselte
Version enorm aufträgt und die dicken Stofflagen ganz schlecht zu nähen
sind.
Genäht
war das Kleid dann allerdings sehr schnell. Wenn man sich genau an die
Anleitung hält (das ist normalerweise keine Stärke von mir, aber war mir
von den vorherigen
Kleidern in Erinnerung geblieben), ist das Knotenteil keine Hexerei.
Die
dicken Stellen an den Seiten, an der die Taillenbänder
aufeinandertreffen, habe ich erst mit der Nähmaschine geheftet und dann
mit der Ovi genäht, die so problemlos
mit der dickeren Lage Stoff zurechtkam.
Besonders
stolz bin ich auf die Einfassung des hinteren Halsausschnitts, die ist
mir wirklich sauber gelungen. Ebenso wie die kleinen Abschlüsse an den
Ärmeln, die ich
aufgrund der Stoffknappheit ansetzen musste.
Trotz
aller Hürden ist das Kleid also ein Twist Knot geworden, und anlässlich
eines 60. Geburtstags wurde es ausgeführt. Hier zu sehen auf dem Ponton
des Lübecker Segelclubs,
in dessen Restaurant die Party stattfand.
Eine ganz wackelige Sache,
aber eine super Location mit Ausblick auf die ganz dicken Villen der
Lübecker oberen Zehntausend. Lecker Essen gab es übrigens auch 😊
Wie
schon seine Vorgänger ist das Kleid bequem, ich finde es sehr kleidsam,
und es lässt sich gut mit einem Jäckchen oder Blazer drüber
kombinieren, wenn es etwas kühler
ist.
Bei
der Feier trug ich meinen Wardrobe Basic als Ergänzung, was
zugegebenermaßen ein bisschen blass macht. Aber schaut mal, beim Bummel
in Hamburg neulich ist mir dieses
goldgelbe Jäckchen zugelaufen, ist das nicht eine super Kombi zum
Kleid?
Grau /
gold oder grau / curry ist seit letztem Herbst eine meiner
Lieblingskombinationen. Vielleicht brauche ich noch ein Tuch in diesen
Farben, was meint ihr?
Verlinkt zu Memademittwoch
Und Ichnähbio
Montag, 16. Oktober 2017
Zum goldenen Herbst: Morgentau
Im Sommer fragte mich Sandra von Meinefabelhaftewelt, ob ich Lust hätte, einen Pullover im zweifarbigen Patent testzustricken.
Lust? Klar!
Zeit hatte ich auch, und gespannt wartete ich auf Anleitung und Garn.
Vorgegeben war LINT, ein Alpaca-Gemisch aus:
54% Alpaca Superfein
24% Polyamid
22% Wolle (Merino) mit einer super Lauflänge 199m/25 g.
Umwerfend fand ich die vielen Farben, in denen das Garn angeboten wird. Die Vielfalt brachte aber auch ein Problem mit sich - welche Kombination sollte ich bloß wählen?
Den Klassiker - Dunkelblau / weiß? Rot / Weiß? Oder Mutig - Grau / Curry? Oder gar Silbergrau / Himbeere?
Die Entscheidung war schwer. Schließlich entschied ich mich für die für meine Verhältnisse halbmutige Variante in silbergrau und himbeere.
Je drei Knäuel flatterten ins Haus, und mutig stürzte ich mich auf die Maschenprobe.
Zweifarbiges Patent, oder neudeutsch Brioche, hatte ich bisher nur im Rahmen eines Musterteststricks gestrickt. Dementsprechend groß war der Respekt vor dem Projekt.
Allen Zauderern kann ich aber versichern: Brioche ist keine Raketenwissenschaft, wenn man das Prinzip verinnerlicht, jede Reihe erst in der einen und dann in der anderen Farbe jeweils hin- und zurück zu stricken. Grundsätzlich ist es nicht meine Stärke, mich genau an Anleitungen zu halten - hier habe ich mich beherrscht, und so war der Pullover recht schnell gestrickt.
Was ich besonders spannend fand während der Arbeit war der unterschiedliche Effekt, der sich auf der Vorder- und der Rückseite ergibt. So stand denn vor dem Zusammennähen der Einzelteile die nächste schwere Entscheidung an: Welche Seite soll denn nun außen sein?
Am Ende wurde es die Seite mit dem größeren Pinkanteil.
Auf die Ferne sieht das Muster ein bisschen nach Tweed oder Fischgrat aus, findet ihr nicht?
Die Maschen der Schulterpartien habe ich zusammen abgekettet und mir so das Zusammennähen erspart. Gerade bei dem feinen Garn und dem luftigen Muster finde ich das eine ordentliche Methode. Die Ärmel habe ich angehäkelt und auch die Seiten- und Ärmelnähte mit Kettmaschen geschlossen.
Einzig bei der Kragenfarbe bin ich von der Anleitung abgewichen. Eigentlich ist der Kragen in der Kontrastfarbe, bei mir Himbeer, gedacht. Da aber die Anschlagkanten alle in silbergrau gearbeitet sind und also alle Säume grau erscheinen, gefiel mir der fertige Kragen in Himbeer überhaupt nicht am Pullover - viel zu krass. Also habe ich den Kragen aufgetrennt - was bei dem Garn gar nicht so einfach ist, da es sehr hakelig ist.
Der neue graue Kragen ist nun etwas dezenter:
Lust? Klar!
Zeit hatte ich auch, und gespannt wartete ich auf Anleitung und Garn.
Vorgegeben war LINT, ein Alpaca-Gemisch aus:
54% Alpaca Superfein
24% Polyamid
22% Wolle (Merino) mit einer super Lauflänge 199m/25 g.
Umwerfend fand ich die vielen Farben, in denen das Garn angeboten wird. Die Vielfalt brachte aber auch ein Problem mit sich - welche Kombination sollte ich bloß wählen?
Den Klassiker - Dunkelblau / weiß? Rot / Weiß? Oder Mutig - Grau / Curry? Oder gar Silbergrau / Himbeere?
Die Entscheidung war schwer. Schließlich entschied ich mich für die für meine Verhältnisse halbmutige Variante in silbergrau und himbeere.
Je drei Knäuel flatterten ins Haus, und mutig stürzte ich mich auf die Maschenprobe.
Zweifarbiges Patent, oder neudeutsch Brioche, hatte ich bisher nur im Rahmen eines Musterteststricks gestrickt. Dementsprechend groß war der Respekt vor dem Projekt.
Allen Zauderern kann ich aber versichern: Brioche ist keine Raketenwissenschaft, wenn man das Prinzip verinnerlicht, jede Reihe erst in der einen und dann in der anderen Farbe jeweils hin- und zurück zu stricken. Grundsätzlich ist es nicht meine Stärke, mich genau an Anleitungen zu halten - hier habe ich mich beherrscht, und so war der Pullover recht schnell gestrickt.
Was ich besonders spannend fand während der Arbeit war der unterschiedliche Effekt, der sich auf der Vorder- und der Rückseite ergibt. So stand denn vor dem Zusammennähen der Einzelteile die nächste schwere Entscheidung an: Welche Seite soll denn nun außen sein?
Am Ende wurde es die Seite mit dem größeren Pinkanteil.
Auf die Ferne sieht das Muster ein bisschen nach Tweed oder Fischgrat aus, findet ihr nicht?
Einzig bei der Kragenfarbe bin ich von der Anleitung abgewichen. Eigentlich ist der Kragen in der Kontrastfarbe, bei mir Himbeer, gedacht. Da aber die Anschlagkanten alle in silbergrau gearbeitet sind und also alle Säume grau erscheinen, gefiel mir der fertige Kragen in Himbeer überhaupt nicht am Pullover - viel zu krass. Also habe ich den Kragen aufgetrennt - was bei dem Garn gar nicht so einfach ist, da es sehr hakelig ist.
Der neue graue Kragen ist nun etwas dezenter:
Und mit den insgesamt 150 g Garn bin ich bei Größe L sehr gut ausgekommen! Damit ist der Pullover ein echtes Leichtgewicht, der aber trotzdem erstaunlich wärmt.
Das Garn ist weich, die Oberfläche allerdings etwas struppig, weshalb es gern aneinander hakt. Wer pieksigere Wolle oder Mohair nicht verträgt, dem würde ich eher zu alternativem Garn raten. Durch das luftige Muster muss man ohnehin eine Bluse oder Top unter dem Pullover tragen - mit ganz empfindlichen Hautpartien kommt das Garn also nicht in Kontakt.
Der fertige Pullover sitzt schön locker, eine Größe kleiner hätte mir sicher auch gereicht.
Die Ärmel finde ich persönlich etwas lang, aber das ist im Original so gewollt, da sie geschoppt getragen werden sollen. Da die Ärmel von unten nach oben und als Einzelteile gestrickt werden, empfiehlt sich hier vorheriges Abmessen der gewünschten Länge an einem bestehenden Kleidungsstück, falls die Ärmel regulär lang ausfallen sollen.
Beim Teststrick wurden noch einige Unklarheiten beseitigt, Tippfehler korrigiert und an Formulierungen gefeilt - und nun ist die Anleitung samt Garn im Shop von Meine fabelhafte Welt erhältlich.
Aktuell ist bei mir auf den Nadeln schon der nächste Teststrick:
Was es wird, darf ich nicht verraten - nur so viel: es wird warm und kuschelig!
Verlinkt zu
Mittwoch, 11. Oktober 2017
Frau Marlene invers
Im Laufe des Sommers häuften sich in den Blogs Beiträge, die Frau Marlene zeigen,
ein Basic-Shirt von Fritzi Schnittreif.
Der
schlichte Schnitt mit dem gewissen Etwas gefiel auf Anhieb, und als es
eine Rabattaktion gab, wanderte er sogleich in meine Sammlung.
Dort
lag er dann noch ein Weilchen unangetastet. Denn – ihr glaubt es nicht –
ich hatte keinen passenden Stoff. Durch meine Stoffdiät habe ich meine
Bestände so weit
runtergefahren, dass für Neuzugänge auf der To-Sew-List einfach kein
Material vorhanden ist.
Gute
Ausrede, um neue Stoffe zu shoppen. Bei Myo-Stoffe gab es Anfang August
schließlich dann einen Treffer – passende Bio-Jerseys von Stenzo.
MEINE! (Es hat sich auch
noch ein Pusteblumen-Jersey hinzugemogelt, aber das ist eine andere
Geschichte und wird ein andermal erzählt…)
Also
wanderten zwei Frau Marlenes ganz nach oben auf die Nähliste, und
wurden tatsächlich an einem Sonntag bei KaPe AnLuMi fertiggestellt.
Ausgedruckt
und geklebt ist der Schnitt sehr schnell, es sind nur vier Teile. Der
Schnitt beinhaltet Ärmel in drei Längen (kurz, ¾ und lang), mit meinen
jeweils 1 m
Stoff musste ich mich mit halblangen Ärmeln begnügen – mehr war einfach
nicht herauszuholen.
Genäht
ist der Schnitt ebenfalls schnell, besonders mit der Overlock. Einzig
die Versäuberung des Halsausschnitts bereitet mir etwas Sorge.
Versäubert und umgeklappt,
wie in der Anleitung beschrieben, steht bei mir vorne ein bisschen
labberig ab. Auf dem unteren Foto kann man das bei dem weißen Shirt etwas sehen. Beim blauen Shirt habe ich den vorderen Ausschnitt daher
mit Nahtband bebügelt, was etwas Linderung brachte. Beim nächsten Mal
würde ich wohl den Ausschnitt für mehr Stand mit
einem Jerseystreifen von innen versäubern.
Ich habe zwei Jerseys mit gleichem Muster, aber unterschiedlichen Farben
verwendet. So lag es nahe, die Schulterstücke, die den weiten
U-Boot-Ausschnitt verzieren,
im jeweils anderen Stoff zu vernähen. So habe ich nun zwei Frau
Marlenes, von denen eine das Negativ der anderen ist.
Und damit ich weiß, wo vorne und hinten ist, habe ich auch meine Label mal wieder ausgekramt und eingenäht – voilá:
Mit der Passform bin ich sehr zufrieden, genäht habe ich Größe L und die sitzt körpernah, aber dennoch bequem.
Der
Schnitt überzeugt mich so, dass ich mir gut vorstellen kann, noch
weitere Marlenes zu nähen. Dann aber unbedingt in der langärmeligen
Version aus etwas wärmerem
Material. Es ist doch schade, dass ich meine halbärmeligen Shirts zur
Zeit unter Jäckchen verstecken muss, denn dann sieht man genau die
raffinierte Schulterpartie NICHT.
Verlinkt zum MeMadeMittwoch, der wöchentlichen Plattform für selbstgenähte Kleidung.
Und zu Ich näh Bio
Labels:
ich näh bio,
Kleidung,
Nähen,
Schnittreif,
Shirt
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