Sonntag, 6. Mai 2018

FJKA18: grade noch geschafft (Sprig v. Alana Dakos)

Sicher kennt ihr solche Szenen aus Krimis, in denen der Held auf den allerletzten Drücker mit einem Hechtsprung unter dem sich gnadenlos senkenden Rolltor einer Fabrikrampe hindurchrutscht, um so in letzter Sekunde den Bösewicht zu stellen / die entführte Blondine zu retten / sich in Sicherheit vor den Verfolgern zu bringen?

So ging es mir mit meinem Projekt für den FJKA: es ist wirklich gestern Abend fertig geworden. Ich habe zwischendurch selbst nicht mehr dran geglaubt!
Beim letzten Mal  (dem regulären Finale) war die Passe angestrickt, es fehlten noch die Ärmel. Nicht, weil ich zwischendurch keine Lust gehabt hätte, sondern weil ich mich auf einmal inmitten eines Haufens von Projekten wiederfand, von denen die meisten Abgabetermine hatten ( mehr dazu hier).

Mit dem letzten Wochenende war dieser Berg jedoch bewältigt, und Sprig rutschte wieder ganz nach oben. Der Rest Passe war dann eher unspektakulär, da ohne Blattmuster. Ärmel stricken fetzt nicht besonders, aber sie lassen sich ganz prima ohne viel nachdenken stricken. Und zur Belohnung bekommt jeder Ärmel eine Manschette mit Blattmuster.

Den zweiten Ärmel habe ich übrigens fast komplett gestern auf einer längeren Autofahrt gestrickt.

Die Anleitung sieht zwei Alternativen für den Abschluss der Ärmel vor: einfache Musterblende, oder eine mit Knöpfen. Ich habe mich für die zweite Variante entschieden, und es fehlen jetzt noch die Knöpfe.

Aber Tragefotos gibt es trotzdem:



Ich bin sehr glücklich mit dem Pullover!
Und mit meiner Garnwahl. Und der Farbe sowieso.

Hier schreibe ich euch noch einmal die Details des Projektes auf:
Anleitung: Sprig von Alana Dakos, nur in Englisch, nur im Buch "Botanical Knits 2"
 adeln: HiyaHiya Sharp Stärke 3
Verbrauch: fast genau 3 Stränge Madelinetosh Merino light. Da ich die Ärmel lang gestrickt habe (das Original sieht Dreiviertellänge vor), ist nur noch ein kleiner Rest übrig. Ganz nach meinem Geschmack!

Nun will ich Mal schauen, wer sonst noch dabei ist beim Finale der Herzen.
Vielen Dank an die Organisatorinnen! Auch wenn ich mich dieses Jahr so verzettelt habe, war es doch wieder eine Freude!

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Maschenfein - Auf den Nadeln Mai
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Mittwoch, 2. Mai 2018

Sculpture - wird es endlich Frühling?

In den letzten Jahren habe ich den Eindruck, der Winter wird von Jahr zu Jahr länger, und die Zeit, in der man luftige, leichte Kleidung tragen kann, dagegen immer kürzer.

Das führt zum einen dazu, dass ich es von Jahr zu Jahr immer weniger erwarten kann, bis es endlich wieder hell, sonnig und warm wird, zum anderen dazu, dass ich gegen Ende der Saison immer noch fleißig für den Sommer nähe und dann - schwupps! - vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht werde.

So kam es, dass ich diese wunderbare Bluse zwar im letzten Jahr noch genäht habe, sie aber erst am ersten warmen Wochenende, das wir hierzulande genießen durfte, tragen konnte.


So nutze ich den heutigen MeMadeMittwoch wieder einmal herzlichen Dank an das Team für die monatliche Organisation!), euch "Sculpture" vorzustellen!
Der Schnitt ist schon etwas älter, aus Ottobre 2/15. Genau wie auch der Stoff schon etwas älter ist, den habe ich im gleichen Jahr gekauft, als im örtlichen Stoffladen gerade Sommerschlussverkauf war.
Es ist ein wunderbarer Leinenstoff in einer Hammerfarbe, irgendwo zwischen Pink und Hummerfarben. Ideal für das leichte Blusenshirt.

Der Schnitt ist schnell genäht, besteht nur aus zwei Teilen und einem Streifen für das Halsbündchen hinten. Der Clou sind die Falten am Vorderteil, die laut Schnitt gelegt und dann ein paar cm tief abgesteppt werden:
 Ansonsten werden Hals- und Ärmelsäume knappkantig abgesteppt, der untere Saum etwas breiter (ich habe mich in der Größe etwas verschätzt und habe deshalb seitlich Schlitze gearbeitet) - und: FERTIG!
 Einziger Nachteil der Stoffwahl: Leinen knittert leider sehr.
Aber bis auf dieses Detail liebe ich das Blüschen - es ist luftig, leicht, man kann notfalls noch ein Hemdchen drunter tragen, und die Farbe macht einfach gute Laune!

Gibt es noch mehr Knallfarben an diesem Mai-Mittwoch? Ich geh gleich mal schauen auf unserem virtuellen Laufsteg.


Dienstag, 1. Mai 2018

Wolldiät - abarbeiten!

Willkommen zur Wolldiät im Mai!

Das Jahr schreitet mit großen Schritten voran, und wir Strickerinnen wenden uns allmählich ab von den dicken Wintergarnen (bei denen sich die Knäuel dicker Flauschgarne so herrlich schnell abarbeiten lassen) zu den schönen luftigen Sommergarnen: Baumwolle, Seide, Nessel, Leinen... 
Leider heißt das: dünneres Garn, längere Lauflänge, längeres Strickvergnügen, langsamerer Stashabbau. 

Und der Abbau von Vorräten steht immer noch in unserem Fokus, gell?

Ich selbst halte einmal kurz Rückschau auf die acht Wochen seit dem letzten Post. 

- Das Geheimprojekt aus Bergère de France Angora und Cachemire plus: 980 m verstrickt. 
- 4 Knäuel / 800 m regionale Alpakawolle für einen Teststrick von Alpaka Strips Triangle von Julia Grau: verstrickt
- 10 Knäuel / 1250 m Lamana Como für einen geheimen Modellstrick: verstrickt

 (Hier seht ihr übrigens meinen heißgeliebten Winkekatzen - Projektbeutel)

- und seit gestern fertig: Meine neue Anleitung für das luftige Sommertop "Insa"aus sieben Knäueln Lamana Perla. Minus 800 m.
Die Anleitung für das Top ist gerade in der Überarbeitung - sie soll spätestens Mitte Mai erscheinen. Seid gespannt!

Das ergibt nach Adam Riese 3830 m (fast 4 km!!) Zugänge, die quasi sofort wieder abgegangen sind. Ich finde, das ist eine reife Leistung! *tschakkkaa*

Außerdem habe ich einen Haufen (725 m) meiner Baumwollbestände an meine Mama verschenkt, die daraus Mützen, Decken und Schühchen für Frühgeborene strickt und häkelt. 

Aktuell auf den Nadeln:
- immer noch mein grüner Sprig, den will ich dieser Tage endlich einmal fertigstellen. Die Halspasse ist inzwischen geschafft, es fehlen "nur noch" die Ärmel.





- und ein Teststrick für das "Tiratop" aus der wunderbaren Pascuali Nepal.
Fünf Stränge sind dafür neu bei mir eingezogen - macht plus 900 m.

Und dann habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Ich habe mir endlich das Garn gekauft für ein Projekt, das ich schon soooo lange stricken möchte: Dessine-moi-un-Mouton von La Maison Rililie.

 Ich habe ganz ganz lange gebraucht, bis ich endlich die Farben zusammengestellt hatte. Das vorgegebene Garn, Holst Supersoft, gibt es in unendlich vielen Farben, die Auswahl ist echt schwer gewesen. Nun ist es geworden naturweiß als Hauptfarbe, Mais und Karmin, und - toll! - ein Shade bag Texas mit fünf weiteren tollen Farben. Was liegt denn näher, als zum 75. Geburtstag von "Der Kleine Prinz" diesen Pullover endlich zu stricken?
Heißt aber ein Plus von 1700 m.

Unterm Strich (3830 + 725- 900-1700) bin ich aber trotzdem 1900 m "leichter" als im März. Unter Berücksichtigung, dass ich in den letzten Wochen wirklich wie blöde gestrickt habe, finde ich das eine reife Leistung!

Bei den anderen Mitstreiterinnen dieser Aktion, insbesondere in der Facebook-Gruppe, gab es auch die eine oder andere Verschiebung an Garnen, teilweise zu meiner Mutter für den o.g. guten Zweck, aber auch für andere Verwendungen. Dass ich mit meiner kleinen Aktion dazu beitragen kann, das ungeliebte Garne eine Verwendung finden, das freut mich kolossal. Und die Empfängerinnen hoffentlich auch.

Aber kommen wir zum Thema für die nächsten acht Wochen:
Gegen das Verzetteln: So viel Wolle, so wenig Zeit!

Wie ihr meiner Bestandsaufnahme entnehmen könnt, bin ich in puncto "Verzetteln" momentan kein gutes Beispiel. Es gab so viele reizvolle Aufrufe zum Testen, darunter mein erster Modellstrick, die ich einfach nicht ablehnen konnte, die aber allesamt mit einer Deadline versehen waren, und mich zeitlich manchmal in die Bredouille gebracht haben. Stricken zu MÜSSEN, statt es lustvoll zur Entspannung zu tun, macht nicht so wirklich Spaß!

Was man sich also klarmachen muss ist:
Der Tag hat nur 24 Stunden.
Diese werden gefüllt durch Dinge, die wir müssen: Schlafen, zur Arbeit gehen, Haushalt,evtl. Gartenarbeit, Kinder, usw. Netto bleibt dann unsere Strickzeit, und wenn man Stashabbau betreiben will, ist es unbedingt notwendig, diese realistisch einzuschätzen.
Ich z. B. staune ständig, das ich am Wochenende in der Regel nicht mehr Zeit zum Stricken habe als unter der Woche. Warum? Am Wochenende muss ich zwar nicht arbeiten, aber den Haushalt, Garten, Wäsche usw machen. Es bleibt - der Fernsehfilm am abend, vielleicht eine Stunde mehr als sonst.

Ich kann immer nur eine Sache zur Zeit machen.
Multitasking ist eine Illusion. Ich kann zwar stricken und dabei ein Hörbuch hören oder fernsehen oder auch (tolerante) Freunde treffen.
Ich kann aber nur ENTWEDER stricken ODER nähen ODER bloggen ODER den Haushalt machen ODER mir eine Anleitung ausdenken ODER schlafen. Ich muss mich entscheiden.
Auch für das eine Projekt und gegen das andere - ich hab ja leider nur zwei Hände, mit denen ich stricken kann. Und meine Erfahrung aus den letzten vier Wochen hat mir gezeigt - vier Projektbeutel gleichzeitig, und der Inhalt von zweien hat eine Deadline: das ist nichts für mich, stricken ist mein Hobby und soll nicht stressen.
Quelle: Schachenmayer
Also hier mein Plan für die kommenden acht Wochen:
- Sprig fertig machen
- Tira fertig machen
- die Anleitung für Insa fertigstellen.
- wenn bis dahin kein weiterer Teststrick ums Eck kommt, dann nehme ich das "Schäfchen" aus dem Holstgarn in Angriff.
- und dann schwirrt mir schon seit Weihnachten eine Idee für ein Tuch im Kopf herum, die ich auch einmal zu Papier bringen will - für den Herbst.
Aber immer schön eines nach dem anderen.

Und nun seid ihr dran:
- habt ihr euch schon verzettelt? Sitzt ihr in einem Haufen feinster Garne und wisst nicht, was ihr zuerst anfangen sollt?
- habt ihr überhaupt eine konkrete Projektliste, z. B. bei Ravelry, und "arbeitet" ihr die ab, oder seid ihr eher der Typ Sammler, der sich von jedem Impuls ablenken lässt und Ufo's liebt?
- strickt ihr saisonal, d. h. jetzt Sachen für Frühling und Sommer, während die Herbst-/Winterufos bis zur nächsten kalten Jahreszeit liegenbleiben, oder stellt ihr Ufos diszipliniert fertig?
Erzählt doch mal - in der Facebook-Gruppe , Instagram (@frausonnenburg, #Wolldiaet2018), oder verlinkt euch mit eurem Blog.

Die Linkparty ist ab heute 14 Tage für euch geöffnet.
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Dienstag, 17. April 2018

Stricken mit Winkekatzen: Projekttasche


Im November war ich in Berlin zu einem Stricktreffen - und zu einem Besuch bei Frau Tulpe, einem tollen Stoffgeschäft, in dem es unter anderem eine große Auswahl wunderschöner japanischer Stoffe gibt.
Unter anderem diesen Stoff mit japanischen Glückskatzen:
Als erklärter Katzenfan war ich sofort schockverliebt, und ein Meter musste mit. Der freundliche Verkäufer, der natürlich mitbekommen hatte, wie ich um den Stoff herumgeschlichen war, erklärte sogar noch den Weg zum nächsten "Späti", in dem man auch Winkekatzen kaufen kann, wie man sie z. B. aus dem Chinaimbiss kennt. Ich war sozusagen im Winkekatzenparadies gelandet!

Das Design ist ganz durchdacht - denn es hat in Japan eine Bedeutung, mit welcher Pfote die Katze winkt: mit der rechten sorgt sie für  Glück und Wohlstand, mit der linken  ruft sie Kundschaft und Besucher herbei. Die Katzen auf dem Stoff winken entweder rechts oder links, also ist bei mir künftig für sozialen und finanziellen Reichtum gesorgt 😉

Schwartze Katzen halten Dämonen und Stalker fern. Da ich aber "in echt" schon zwei schwarze Fellnasen habe, bin ich mit den weißen auf dem Stoff (die Reinheit und Unschuld symbolisieren) durchaus zufrieden).

Lange habe ich überlegt, was aus dem Stoff werden sollte. Bis er irgendwann zu mir flüsterte "mach einen Projektbeutel aus mir!"
Projektbeutel habe ich zwar schon einige (s. hier und hier), aber eben keinen in ausreichender Größe für Strickzeug in Kleidungsgröße.
Klar! Ein großer Projektbeutel für mein Strickzeug, groß genug, dass auch ein fast fertiger Pullover hineinpasst, und der auch genug Platz bietet für alles Handwerkszeug, das man sonst so braucht - das wäre die perfekte Verwendung für diesen festen Stoff! Mit einem Tragegriff, einer großen Außentasche für eine Anleitung in üblichem A4-Format, und einem Tunnelzugverschluss, dass das Strickzeug wirklich katzensicher aufbewahrt werden kann. Das sollte es werden!

Gedacht - gemacht: Kurzerhand habe ich den Schnitt selbst gebastelt, und an einem Nachmittag  war der Beutel genäht.  Und er ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe!



Die Außentasche ist breit genug, um eine Anleitung in A4 quer hineinzustecken. Oder aber das Mäppchen des Stricknadelsystems zu transportieren.


Innen sind ebenfalls zahlreiche Fächer, für Häkelnadel, Maschenmarkierer, Stift, Maßband und was man sonst noch alles braucht für das jeweilige Projekt - und noch einmal ein großes Fach für A4 quer.

Mit einer Zugkordel lässt sich der Beutel gut verschließen - so fällt beim Transport nichts heraus, und der Inhalt ist gut geschützt.




Wichtig war mir auch, dass man den Beutel schön tragen und anhängen kann - hier zum Beispiel an den Türgriff, oder aber auch über die Stuhllehne beim Stricken im Freien. So ist das Garn fein im Beutel, der nicht auf dem Boden stehen muss, und man kann trotzem bequem stricken.


Für mich ist es der perfekte Beutel!
Ihr möchtet auch so eine praktische Stricktasche? Sprecht mich gerne an!

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Dienstag, 10. April 2018

Regionale Alpakawolle: Alpaka Strips Triangle (Julia Grau Design)

Immer mehr Strickerinnen machen sich Gedanken über die Herkunft der von ihnen verwendeten Fasern.
Es gibt inzwischen tolle vegane Garnsorten, und auch einige Bestrebungen, tierische Fasern aus regionaler Herkunft zu verspinnen.
Sockenwollhersteller Opal zum Beispiel unterhält das Projekt "Schafpate werden" und unterstützt damit die Wanderschäferei in Süddeutschland.
Schaf und Schäfer betreibt die Schafpatenschaften als Crowdfundingprojekt und legt Wert auf artgerechten Haltung und tierschonende Gewinnung der Wolle.
Und - was ich bisher noch nicht wusste - es gibt sogar Alpakagarne aus deutscher Herstellung. Diese gibt es im Shop von Julia Grau, die die Garne direkt vom Hersteller aus ihrer unmittelbaren Nachbarschaft bezieht. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Ich war natürlich neugierig auf das Garn und darum sehr glücklich, als ich es im Rahmen eines Teststricks des Tuchs "Alpaca Strips Triangle" ausprobieren durfte.
Schon die Lieferung überzeugt: Das Garn wird in Strängen geliefert, die jeweils mit einer Banderole des Herstellerbetriebs versehen sind. Und es ist SOOO weich!


Schnell waren die vier Stränge zu Knäueln gewickelt, und ich konnte losstricken.
Das Garn strickt sich sehr schön. Mit Nadeln Stärke 4.5 kommt man auch schnell vorwärts, insbesondere am Anfang, wenn die Reihen noch kurz sind.


Die letzten Reihen habe ich auf der abenteuerlichen Zugfahrt von der H+H Köln nach Hause gestrickt, es war sozusagen eine Punktlandung. Ich liebe es, wenn am Ende einer Anleitung vom Garn nur noch ein kleiner Rest übrig ist!


Das fertige Tuch ist riesengroß, an der geraden Seite 1.95 m, und sehr kuschelig. Für ein reines Halstuch ist es für meinen Geschmack zwar zu groß, aber da ich eher ein Frostbüdel bin, ist die Größe als Stola ideal zum Einkuscheln.

Das Muster - kraus rechts im Wechsel mit Halbpatent - ist einfach zu stricken, macht aber optisch einen schönen Eindruck. 

Und das Tollste ist - das Garn ist maschinenwaschbar. Einfach im Wollwaschgang bei 30° mit Wollwaschmittel in die Maschine, trocknen lassen - fertig! Ganz nach meinem Geschmack!

An diesem Kuscheltuch werde ich sicher noch viel Freude haben. Gerade ist ja der Frühling ausgebrochen, aber ich bin sicher, es wird auch noch Mal kälter, so dass das Tuch sicherlich noch oft zum Einsatz kommen wird.

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Maschenfein - auf den Nadeln April
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Mittwoch, 4. April 2018

Ob wir noch Freunde werden? - Kleid Fanö

Heute ist schon der vierte MeMadeMittwoch in diesem Jahr! Die Zeit rennt - Meine Nähleistung allerdings hinkt und humpelt eher. Dieses Jahr komme ich einfach nicht in die Spur. Nachdem am Ostersonntag noch Schnee lag, kommt nun hoffentlich doch der Frühling ein bisschen in Schwung. Am Ostermontag haben der beste Ehemann und ich die warmen Sonnenstrahlen genutzt und endlich Fanö fotografiert - das Kleid hatte ich schon vor ein paar Wochen genäht, und bisher war einfach noch kein passendes Wetter für Tragebilder.

Fanö ist ein Knotenkleid von Schnittbox. Es kann auch als Shirt und mit verschiedenen Armlängen genäht werden. Ich mag Knotenkleider, und als ich das Kleid bei einer Nähfreundin angezogen bewundern durfte war klar - ich brauche Fanö!
Den passenden Stoff hatte ich auch schon besorgt - einen schön schweren Viskosejersey von Hilco in einem wunderschönen dunkelrot.

Mit dem Ausdruck ging leider der Ärger schon los. Inzwischen bin ich ein bisschen verwöhnt, was Schnittmuster angeht - ich lasse am liebsten plotten und habe dann alles auf einem Bogen, anstatt ewig einzelne Seiten aneinanderzusetzen, die am Ende trotz aller Sorgfalt nicht genau zusammenpassen. Und scheinbar sind bei Fanö die beiden Schnittmusterbögen verschieden gradiert - jedenfalls ergab sich hier ein krasser Versatz:
Damit war der Ärger noch nicht zu Ende. Mein traumhafter Jersey hat nur eine Breite von 1.30, was ich bei der Bestellung nicht berücksichtigt hatte. Deshalb und wegen der großen Schnitteile hatte ich einiges zu tüfteln, bis alle Teile im Fadenlauf auf den verfügbaren Stoff passten. So hat mein Fanö auch nur halblange Ärmel bekommen.

Genäht war es dann recht schnell. Die Knotenlösung, die so raffiniert aussieht, ist verblüffend einfach genäht und gut bebildert erklärt und macht echt was her:
Der Rest des Kleides ist eigentlich selbsterklärend.

Ganz zufrieden bin ich allerdings doch nicht.
Der Jersey ist für den Schnitt offenbar zu schwer und zieht nach unten. Zwar fließt der Stoff sehr schön, aber irgendwie sieht das Kleid ein bisschen nach Nachthemd aus, findet ihr nicht?

In der Rückansicht sieht man die Mängel in der Passform:

Das Armloch ist viel zu groß, und der Ärmel damit viel zu weit.
Auch muss noch einiges weg an Weite in der Mittelnaht vom Hals bis zwischen die Schulterblätter, da das Kleid hier gern absteht. Da es ohnehin schon sehr "halsfern" geschnitten ist, und ich obenrum gern friere, ist das suboptimal für mich.
Gegebenenfalls kann auch an den Seitennähten noch etwas Weite weggenommen werden.
Alles in allem keine besonders schwierigen Änderungen - aber ihr kennt das ja: Nähen ist toll, Ändern ist bäh!

Am kommenden Sonntag habe ich aber kompetenten Nähbesuch von Frau KaPe Anlumi, die mir sicher mit Rat und Absteckhilfe zur Seite stehen wird. Vielleicht geht durch die Änderungen auch das "nachthemdige" verloren.

Immerhin gefällt mir die Farbe des Stoffes grandios und bringt Farbe ins Spiel nach dem langen grauen Winter! Wenn man endlich die Stiefel weglassen kann, gibt es auch nicht mehr so einen Bruch zwischen halblangen Ärmeln und langen Stiefeln...


Ich bin gespannt, welche Näherfolge die anderen Teilnehmerinnen heute vorweisen können - schaut doch auch vorbei beim MeMadeMittwoch.
Nina hat ihrem Wunsch nach einer roten Hose nachgegeben, die ich ganz großartig finde, nicht nur wegen der Farbe!

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12x Memade





Sonntag, 1. April 2018

FJKA 2018: Kein Finale...

Frohe Ostern euch allen!
Einen fleißigen Osterhasen, und frühlingshaftes Wetter, das wünsche ich Euch.
Hierzulande sieht es eher trist und winterlich aus. In der Nacht hat es sogar noch einmal geschneit - das will doch jetzt wirklich keiner mehr:

In bezug auf das zur Zeit herrschende Wetter ist es vielleicht doch nicht so schlimm, dass mein SPRIG Pullover noch nicht fertig ist.


Zu viel habe ich zwischendurch gestrickt, drei Teststricks insgesamt, von denen der dritte noch läuft.
So gesehen bin ich mit dem Pullöverchen doch ganz schön weit gekommen.


Der Rumpf ist fertig. Leider klappt sich der Abschluss trotz eines Bündchens kraus rechts nach oben. Ich hoffe, das gibt sich nach dem Waschen.

Bevor ich mich an die langweiligen Ärmel mache, habe ich aus Neugier aber schon mal die Halsbordüre angefangen. Ihr alle - und ich noch mehr - wart ja so neugierig, wie diese gestrickt wird und aussehen würde:



Ich muss sagen, dieses kleine Bündchen ist das Anspruchsvollste, was ich je gestrickt habe! Die Strickschrift dazu ist in der Anleitung Reihe für Reihe angegeben, und dies ist wirklich das erste Projekt, bei dem ich mir jede gestrickte Reihe abhake, damit ich nicht durcheinander komme.
Aber es loht sich, die Borte wird wunderschön!

An den Ärmeln wird es noch einmal Borten geben, natürlich aber schmälere. Mal sehen, wie ich diese verbinden kann mit den geplanten langen Ärmeln (die Originalanleitung sieht 3/4-Ärmel vor), wenn ich diese zum Handgelenk hin noch weiter verschmälere.

Und es tut mir Leid, aber ich kann nicht anders: Ich muss euch einfach noch einmal dieses herrliche Grün und den wunderbaren Farbeffekt zeigen. Das Garn (Madelinetosh Merino Light in Farbe Jade) ist in jeder Hinsicht eine Freude: Es strickt sich sehr gut, weil es fest verzwirnt ist, ergibt ein gleichmäßiges Maschenbild und die Farbe - ach, diese Farbe! (Ein bisschen geht es mir bei dem Garn so wie dem Druiden Miraculix mit der Nase von Cleopatra: "ach, diese Nase! 😂)

Ja, es liegt also noch ein Stück Weg vor mir, bis ich das schöne Pullöverchen endlich tragen kann. Aber ich habe mir fest vorgenommen, es zum Finale der Herzen fertig präsentieren zu können.

Die vielen anderen fertigen Jäckchen und Pullover werden hier gezeigt - ob es noch andere Kandidaten fürs Finale der Herzen gibt?