Dienstag, 16. Juni 2015

ALLERLIEBLICHSTes schnelles Jäckchen

  Mir fehlte ein rosa Jäckchen!
Trotz meiner aktuellen Vorliebe für blau-weiß-rot müssen auch noch andere Farben zum Einsatz kommen. Insbesondere für Lieblingsstücke,die schon länger im Kleiderschrank schlummern. 
Das Traumjäckchen sollte schnell zu nähen sein untd ohne Verschluss auskommen.
Gefunden habe ich dieses reizende Modell von Allerlieblichst - zu Recht heißt es "Schnelles Jäckchen": 
 
Der wunderschöne Pointelle-Jersey von Stoff & Stil lag schon länger in der Kiste und war genau passend für das Projekt. 

Flugs zugeschnitten und superschnell und einfach genäht (dank meiner Ovi, ich hab sie inzwischen echt lieb!)
Rundherum ist das Jäckchen mit elastischer Spitze eingefasst, und die Ärmelabschlusse habe ich dank dieser tollen Anleitung von Marja Katz mit einem Rollsaum gesäumt.

Nun hat mein Blumenkleid wieder einen Kombipartner - und in diesem nicht vorhandenen Frühsommer ist das Jäckchen auch zu Jeans genau richtig.

Und damit darf das Jäckchen teilnehmen an folgenden Linkparties:
Creadienstag
MeMadeMittwoch
AfterWorkSewing




Dienstag, 9. Juni 2015

Anker-Beanie

Zur Zeit liebe ich alles Maritime - blau, weiß, rot, Anker, Ringel... Das macht mir einfach gute Laune.

Den schönen Ankerjersey von Stoffe.de musste ich einfach haben, auch wenn ich noch keine Idee hatte, was er mal werden sollte. Aber ihr kennt das sicher - die Idee kommt mit der Zeit.
So auch hier - eine Beanie musste her!

Denn über Pfingsten war ich auf der Ostsee, und bei dem nicht vorhandenen Frühling brauchte ich was auf die Ohren: 


Der Loop gehört zu meiner Valentina-Jacke und wurde hier schon einmal gezeigt.

Die Fotos sind entstanden auf der "CATHARINA" im Stadthafen von Wismar am verregneten Morgen des Pfingstsamstags.

Außen Anker - innen Ringel:


Und mit einem elastischen Zierstich verziert: 

  

Nach dieser Anleitung von Hamburger Liebe superschnell genäht - und ab zu

Creadienstag
After Work Sewing
RUMS



Sonntag, 7. Juni 2015

Ajourjäckchen - Work in Progress

 
Seit Ende April sitze ich an meinem Dauerbrenner - einem Ajourjäckchen aus Sabrina 2/2015.
Hier  hatte ich über die Anfangsschwierigkeiten mit der zickigen Wolle ("Secondo" von Lana Grossa" berichtet. Seither sind 6 Wochen vergangen, und alle Beteiligten - Muster, Wolle, Nadeln, Strickerin - haben sich inzwischen miteinander arrangiert.

Hier ist der ansehnliche Zwischenstand: 


 Hier gibt es das Muster noch einmal in Großaufnahme - eigentlich eine ganz einfache Sache, aber ich habe ganz schön dran geknabbert, bis ich den Bogen raus hatte:
Nun fehlen nur noch die Ärmel.
Im Musterrapport ist das eine ziemlich kniffelige Angelegenheit, denn es wird ständig (19 x alle 6 Reihen...!) zugenommen, und dabei müssen die Zunahmen ins Muster eingefügt werden.
In einem Strickforum habe ich den Tipp bekommen, beide Ärmel gleichzeitig zu stricken, damit alle Zunahmen gleichmäßig erfolgen.
Das sieht dann so aus:
  
(andere Stimmen behaupten, das sei eine Figur aus der Muppet Show...)

Nun hoffe ich, dass ich die Ärmel noch vor dem Urlaub fertigbekomme. Denn es wartet schon ein ganz besonderes Wollschätzchen in meiner Schatztruhe...

Verlinkt zu


Spring Style Along 2015 - It's Showtime!

Heute ist Finale im SSA, und alle Teilnehmerinnen treffen sich bei Marja Katz, um ihre Werke zu präsentieren.

Ich sitze heute - endlich! - bei sommerlichem Wetter im Garten und lasse den Style-Along Revue passieren:

Ich hatte
  • sehr viel Spaß, sowohl am Überlegen meiner Projekte, als auch beim Lesen der Projekte der anderen, 
  • ein bisschen Nähstress
  • die eine oder andere Herausforderung (vor allem zeitlich, irgendwie hat der Tag einfach zu wenig Stunden...), 
  • eine Niederlage 
  • viele Momente der Inspiration
  • und ganz viele schöne fertige Sachen, die ich inzwischen schon mehrfach und sehr gern getragen habe
 Besonders gefallen hat mir das "Sewing with a plan" - Teile zu erstellen, die thematisch oder farblich zusammengehören und daher gut miteinander zu kombinieren sind. Meine morgendliche Kleiderfrage ist nun in großen Teilen einfacher zu lösen. Daher mein ganz dickes DANKESCHÖN an unsere beiden Gastgeberinnen für die Idee und die Organisation (Tusch!! Konfetti!!)

Mein Thema war Maritimes in blau/ weiß / rot, und hier präsentiere ich der geneigten Leserinnenschaft meine Ausbeute. Fertig geworden sind:

3 Oberteile (das weiße V-Shirt ist ein Dauer - Ufo, das ich nun endlich tragbar gemacht habe)

Eine Ufo-Hose - mein neues Lieblingsteil, hier kombiniert mit meinem Sweatblazer ("Wardrobe Basic") und dem Wasserfallshirt von oben: 


Ein Frau-Liese-Kleid - noch so ein Lieblingsteil:

Wickelrock Raita - hier kombiniert mit einem Wasserfallshirt aus dem vergangenen Jahr, das sich das ganze Frühjahr über im Schrank versteckt hat:


Bei einem Besuch unseres örtlichen "Häkelbüdelclubs" konnte ich außerdem mit ein bisschen Hilfe meine Perlenkette fertigstellen:
   Das Collier mit dem kleinen Holstentor war nicht schwierig und wurde daher schon öfter ausgeführt.

Außerdem habe ich mir spontan eine Beanie genäht, die mich an Pfingsten auf See ganz famos gewärmt hat:


 Der Loop dazu gehört zu meiner Sweatjacke, die ich hier schon einmal gezeigt hatte. Auch er hat mir sehr gute Dienste geleistet bei diesem Frost-Törn...

Spring Style-Ufos habe ich auch welche...


Immerhin, nach großen Anlaufschwierigkeiten ist meine Ajourjacke doch schon als Jacke erkennbar. 

Auf dem Bild rechts oben seht ihr, dass ich gerade versuche, beide Ärmel auf einmal zu stricken. Den Tipp habe ich aus einem Strickforum - so soll man sicherstellen, dass alle Zunahmen gleichmaßig ausgeführt werden. Leider verursacht das Stricken von 2 Teilen mit 2 Knäulen auch den einen oder anderen Wollsalat... Aber ich hoffe, die Ärmel noch vorm Urlaub fertigzustricken. 

Bluse Makira liegt zugeschnitten auf einem Haufen - durch die ganzen Feiertage, an denen wir sozusagen ständig auf Tour waren, bin ich in den letzten Wochen wirklich nicht zum Nähen gekommen. Entzugserscheinungen machen sich bereits bemerkbar...

Daher befindet sich auch mein Ameland-Kleid (dies ist die "Niederlage") immer noch in diesem traurigen Zustand (immerhin inzwischen gebügelt): 

Insgesamt bin ich mit meiner Ausbeute mehr als zufrieden. So viele schöne Stücke in doch recht kurzer Zeit - und alles passt zusammen: Ich finde das herrlich!
Nun fällt mir auf, dass mir noch ein bisschen mehr rot im Schrank fehlt - daher habe ich den Stoff vom Frau-Liese-Kleid noch mal in rot bestellt...

Wie schade, dass dieses Nähkränzchen nun ein Ende hat - aber vielleicht "sieht" man sich bei anderer Gelegenheit einmal wieder. 

Ich stöbere jetzt ein bisschen bei meinen Mitstreiterinnen - und wünsche Euch noch einen schönen sonnigen Sonntag!

Mittwoch, 3. Juni 2015

Dauer Ufo - Hose in rot

Ziemlich zu Beginn meiner Nähkarriere habe ich diese Leinenhose aus wunderschönem (und sehr teurem) Stretch-Leinen genäht:
Den Schnitt hatte ich aus einer Burda aus 2007, allerdings gab es den nicht bis zu meiner Hosengröße, und so musste ich ein bisschen anpassen.
Leider ging das "in die Hose" - und am Ende war sie viel zu weit in Hüfte und Bund und insgesamt sehr sehr schlackerig.
Einen Sommer lang habe ich sie getragen, wie sie war -  zum folgenden Winter hin verschwand sie in der Versenkung. Eigentlich hatte ich sie beim Ufo-Abbau-Sew-Along im Januar in Angriff nehmen wollen, aber dann doch unmotiviert liegen lassen.
Erst beim Spring-Style-Along habe ich die Hose endlich beim Wickel gepackt.

Und wie es so häufig ist mit diesen Projekten, die man so lange vor sich herschiebt: Am Ende war es gar nicht so schlimm.
Bund ab, Reißverschluss rausgetrennt, Hosenbeine an den Außenkanten deutlich enger genäht, Reißverschluss wieder eingenäht und den Bund wieder ordentlich angenäht. Da ich inzwischen eine Overlock-Maschine besitze, ist die Hose innen nun auch ganz ordentlich versäubert.

Und nun passt sie super:

Für diese Fotos hat mich mein Mann an die Wand gestellt - er hatte gerade die Werkstatt komplett ausgeräumt und entrümpelt und war der Meinung, "echte Modefotografen" suchen sich auch immer außergewöhnliche Orte fürs Shooting.

 Hier aber noch mal draußen am Teich. 
Nun habe ich ein neues Lieblingsteil!
Und ist das Rot nicht herrlich?

Verlinkt zu
MeMadeMittwoch (hier pråsentiert uns Dodo heute ihr famoses Wickelkleid)
 und

After Work Sewing


 und RUMs







Mittwoch, 27. Mai 2015

Wickelrock mit Pfiff - Raita

  Bei einigen Blogs bin ich über diesen wunderbaren Schnitt gestolpert: 

Nach Kurzer Beratung mit der Designerin Sophie, ob ihrer Meinung nach der Schnitt auch zu meinem Körperbau passt, wanderte der Schnitt ins Körbchen, wurde ausgedruckt und zusammengeklebt. 
Hier das erste Kompliment: Ich glaube, dieser Schnitt ist der erste E-Book-Schnitt, bei dem mir nicht an einer Stelle etwas aus dem Winkel läuft - dank der raffinierten "Kringel", die als Passzeichen viel besser funktionieren als alles, was ich bisher so gesehen habe. Dafür schon mal ein dickes Danke an die Zeichnerin!
Als Material habe ich einen leichten Jeansstoff ausgewählt, dazu passend blaues Schrägband mit weißen Punkten und Spitzenkante. 
Die Anleitung ist reich bebildert und verständlich geschrieben. Der Zuschnitt geht schnell, das Nähen eigentlich auch - allerdings machen einem bei der Anpassung der Abnäher die fast 3m Stoff das Leben etwas schwer, solange der Knopf noch nich gesetzt ist. Aber auch das ließ sich mit Hilfe einer Armee von Stecknadeln bewältigen.
Leider hatte ich beim Kauf nicht im Sinn, dass der Stoff für den Rock möglichst nicht elastisch sein sollte.
Prompt schlug das Schrägband nach dem Annähen Wellen. Am unteren Saum ergibt sich dadurch ein schöner gewellter Saum, am Bund jedoch ging das gar nicht. Also habe ich knapp 2m Schrägband abgetrennt, Abnäher verengt und das Schrägband wieder angenäht. Diesmal habe ich wie ein Luchs aufgepasst, den Jeansstoff nicht zu dehnen, und diesmal passte es.

Dann der nächste Schreck - ich hatte total blaue Finger. Scheinbar färbte die Jeans wie blöd. Aber der Verkäufer hatte mir mehrfach versichert, der Stoff sei vorgewaschen... Mit klopfendem Herzen wanderte Raita in die Waschmaschine - und kam unversehrt und mit unverfärbtem Schrägband wieder zum Vorschein. Puh!
Schnell den Knopf gesetzt - leider kommt die schöne Used-Look-Optik bei diesem Foto nicht gut heraus: 


Bügeln - Anziehen   Freuen:


Ein tolles Teil, ein einfacher Schnitt, wandelbar in Länge und Design, mit Tasche oder ohne - ganz ganz toll!

Stolz wie Oskar schicke ich Raita nun zum MeMadeMittwoch   (hier zeigt Gastbloggerin Anne ein wunderbares Cape zum roten 40er-Jahre-Kleid) und zur Afterwork-Sewing-Linkparty und freue mich auf die Werke der anderen Damen.  
Am Donnerstag darf Raita dann zum RUMs.


 

Dienstag, 19. Mai 2015

Ottobre - Schnäppchen-Shirt

Zwar ist es hierzulande momentan gar nicht frühlingshaft, aber wir hatten schon ein paar schöne Tage, und so habe ich mir für meine Spring-Style-Garderobe gleich zu Anfang des Style-Alongs von Mamamachtsachen und Marja Katz ein T-Shirt genäht. Jetzt komme ich endlich dazu, es Euch zu zeigen:
Beim November-Stoffmarkt hatte ich einen schönen festen Jersey-Coupon von 1 x 1,40 m ergattert, dunkelblau mit weißen Wellen, herrlich griffig und für sagenhafte 6 EUR. Keine Frage - der musste mit. 

Und weil das mit dem Ottobre T-Shirt Schnitt (Schnitt 1 aus Ottobre 5/2013) beim ersten Versuch so toll geklappt hat, war das der Schnitt der Wahl. 

Wie ich auf verschiedenen Blogs gelesen habe, ist statt Bündchenabschluss oder Jerseystreifen  die Verwendung von Belegen am Halsausschnitt eine weitere Lösung. Da ich das Anfummeln von Bündchen nicht so gern mag, habe ich das bei diesem Shirt ausprobiert. Ergebnis: sehr gut!
Das Ringelshirt habe ich gleich entsprechend umgearbeitet, hier gefiel mir der Jerseystreifen zum Beispiel gar nicht. 

Zwischenzeitlich habe ich mich mit meiner Ovi gut bekannt gemacht, und das Nähen ging Ruck-Zuck, ebenso das Versäubern der Besatzstreifen haben wir ganz prima hingekriegt:

 
  
Der Originalschnitt hat lange Ärmel, einen abgerundeten Saum und eine Brusttasche - wie ihr sehen könnt, habe ich die Ärmel gekürzt, das Shirt insgesamt (vielleicht ein bisschen zu viel?) beherzt gekürzt und mit gradem Saum genäht. Der geschwungene Saum war mir bei dem Muster ein bisschen zu viel. Die Brusttasche hatte ich schon beim Ringelshirt weggelassen. 

Und, was soll ich sagen - ein prima lockeres T-Shirt mit schönem "halsfernen" Ausschnitt (ok, das Hemdchen guckt raus) ist eingezogen in meinen Kleiderschrank! Das sonnige Wetter Anfang März schreit geradezu danach, dass die entsprechenden "Modefotos" (Zitat des besten Ehemannes der Welt) entstehen.
Hier die Tragefotos, entstanden kurz nach Ostern, als es hierzulande noch sehr kahl war: 


Und damit ab zum Creadienstag, Memademittwoch und RUMs, mal gucken, was die übrigen MitmacherInnen so produziert haben.