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Donnerstag, 5. Juli 2018

Winkekrabben - Sophie von Schnittchen

Wenn man in den Urlaub nach Usedom fährt und weiß, dass es dort einen schönen Stoffladen gibt, dann muss man dort auch vorbeifahren.
Und was kaufen. Als Andenken.
Klar, oder?
Schöne Schätze habe ich gefunden! Nämlich einen schön leichten Baumwollseersucker, der mit seinen blauweißen feinen Streifen farblich genau in mein Beuteschema passt, und der mit kleinen roten Krebsen bestickt ist. Wie cool ist dass denn bitte? Keine Frage, anderthalb Meter mussten mit.
(Noch dazu roter Sommersweat und dazu passender Möwenjersey - aber das wird eine andere Geschichte werden).

Was daraus werden sollte, war auch gleich klar - die Bluse "Sophie" von Schnittchen.
Inspiriert dazu hat mich Frau Dennmanto, die eine Sophie nach der anderen näht und die mir allesamt prima gefallen. Noch im Urlaub habe ich den Schnitt gekauft und den Plott bestellt.
Genäht habe ich dann aber erst Anfang Juni bei einem Nähsonntag mit Frau Kape Anlumi.

Sophie ist wirklich schnell genäht. Das Kniffligste ist, die Ärmelsäume auf die Weite der Manschetten einzureihen. Da Einkräuseln nicht zu meinen Stärken zählt, habe ich ein schmales Gummiband in der Länge der Manschetten zugeschnitten und auf die Nahtzugabe der Ärmel genäht, dann die Manschetten angenäht, und am Ende den Gummizug wieder herausgetrennt, da vier Lagen Stoff plus Gummiband nicht so trageangenehm waren.

Bei den Belegen habe ich mir ganz besonders Mühe gegeben, und sie ganz akkurat gebügelt und dann knappkantig abgesteppt.

Eine Hürde hatte ich aber doch zu meistern: Die Saumweite war zu knapp. Entweder hätte ich die Bluse um mehrere cm kürzen müssen (mit dem Risiko, dass sie vorn zu kurz wird), oder Sophie hätte auf den Hüften unschön "geschoppt" - beides keine hübsche Idee.
Also habe ich in den Seitennähten jeweils ein Dreieck eingesetzt, das für die Mehrweite sorgt. Die Saumlinie habe ich nicht genau erwischt, aber gemessen an den Umständen finde ich die Lösung doch ganz gelungen.
Ein bisschen skeptisch war ich im Hinblick auf die Tragequalität so eines Baumwolltops mit Ärmeln. Klassische Blusen trage ich eher selten, da ich sie nicht so bequem finde und der Stoff häufig steif ist. Sophie aber trägt sich sehr angenehm. Luftig, leicht, und man ist gut angezogen.

Und ja - ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Blüschen!
Zwei Dinge würde ich da nächste Mal anders machen:
Den Schnitt anpassen auf die passende Hüftweite, und die Manschetten "klassisch" annähen anstatt die zum Ring geschlossene Manschette rechts auf rechts an die Ärmel zu steppen.
Aber das sind wirklich Kleinigkeiten!

Ganz besonders mag ich aber wirklich diese lustigen kleinen Krabben - diese Sophie macht mir einfach gute Laune, und hat Potenzial zum Sommerliebling!
Kurz will ich euch noch die Aussicht zeigen, die ich beim Fotografiertwerden genießen durfte:


Dies ist der Herrenteich in unserem Nachbarstädtchen Reinfeld. Der Teich gehört mit mehreren anderen zu einem mit Bachläufen verbundenen Teichsystem, in dem Karpfen gezüchtet werden. Im Oktober gibt es immer ein großes Fest zum Abfischen, und dann gibt es Karpfen satt. Ursprünglich wurden die Teiche im 12. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt . Heute kann man um den Uferweg wandern und in den Lokalen am Ufer einkehren. Auf dem Foto links hinten ist ein langes Gebäude zu erkennen - das gehört zur Badestelle, die ich an so warmen Tagen wie wir sie jetzt haben, sehr gerne besuche. 
Ach, wie ist es hier schön!

Verlinkt zu 
Du für dich am Donnerstag

Mittwoch, 2. Mai 2018

Sculpture - wird es endlich Frühling?

In den letzten Jahren habe ich den Eindruck, der Winter wird von Jahr zu Jahr länger, und die Zeit, in der man luftige, leichte Kleidung tragen kann, dagegen immer kürzer.

Das führt zum einen dazu, dass ich es von Jahr zu Jahr immer weniger erwarten kann, bis es endlich wieder hell, sonnig und warm wird, zum anderen dazu, dass ich gegen Ende der Saison immer noch fleißig für den Sommer nähe und dann - schwupps! - vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht werde.

So kam es, dass ich diese wunderbare Bluse zwar im letzten Jahr noch genäht habe, sie aber erst am ersten warmen Wochenende, das wir hierzulande genießen durfte, tragen konnte.


So nutze ich den heutigen MeMadeMittwoch wieder einmal herzlichen Dank an das Team für die monatliche Organisation!), euch "Sculpture" vorzustellen!
Der Schnitt ist schon etwas älter, aus Ottobre 2/15. Genau wie auch der Stoff schon etwas älter ist, den habe ich im gleichen Jahr gekauft, als im örtlichen Stoffladen gerade Sommerschlussverkauf war.
Es ist ein wunderbarer Leinenstoff in einer Hammerfarbe, irgendwo zwischen Pink und Hummerfarben. Ideal für das leichte Blusenshirt.

Der Schnitt ist schnell genäht, besteht nur aus zwei Teilen und einem Streifen für das Halsbündchen hinten. Der Clou sind die Falten am Vorderteil, die laut Schnitt gelegt und dann ein paar cm tief abgesteppt werden:
 Ansonsten werden Hals- und Ärmelsäume knappkantig abgesteppt, der untere Saum etwas breiter (ich habe mich in der Größe etwas verschätzt und habe deshalb seitlich Schlitze gearbeitet) - und: FERTIG!
 Einziger Nachteil der Stoffwahl: Leinen knittert leider sehr.
Aber bis auf dieses Detail liebe ich das Blüschen - es ist luftig, leicht, man kann notfalls noch ein Hemdchen drunter tragen, und die Farbe macht einfach gute Laune!

Gibt es noch mehr Knallfarben an diesem Mai-Mittwoch? Ich geh gleich mal schauen auf unserem virtuellen Laufsteg.


Mittwoch, 8. November 2017

Fast für die Tonne...

... wäre diese Bluse gewesen.
Dieses Projekt stand von Anfang an unter keinem guten Stern.

Dabei ging alles so gut los.
Beim letzten Bummel durch Stoff & Stil, auf der Suche nach passendem Stoff für ein Weihnachtskleid, lief mir ein wunderbarer Viskosestoff über den Weg. Genau mein aktuelles Beuteschema - currygold mit dunkelblau.😍😍😍😍
Das Projekt dazu war klar - die Bluse aus der Frühlingsausgabe von Handmade Kultur. Diese hatte ich als kurzärmelige Variante im Mai schon genäht, und nun wollte ich gern noch eine langärmelige Variante haben für den Herbst. Mit der Stoffwahl der ersten Bluse war ich nicht so glücklich, aber bei einem Nähtreff hatte ich Gelegenheit, eine Version aus weich fallendem Stoff probieren zu dürfen, die mir ausgesprochen gut gefiel. Stoff vorhanden, Schnitt lag bereits abgepaust und ausgeschnitten vor - so war alles bereit zum Start.

Doch schon beim Zuschnitt passierte mir ein Fehler. Obwohl die Seiten des Stoffs wunderbar gekettelt waren, habe ich alle Teile quer zum Fadenlauf zugeschnitten und das erst gemerkt, als nur noch die Belege zuzuschneiden waren.
Trotzdem habe ich angefangen zu nähen, allerdings schon leicht genervt.  
Die Ärmel habe ich diesmal nicht gekräuselt, sondern mit Hilfe von Stecknadelvoodo in Fältchen gelegt.  Für den hinteren Verschluss fand sich ein passender Knopf in meinem Fundus. Gar nicht mal so schlecht!

Da der Stoff ziemlich dünn ist und leicht franst, wollte ich gerne französische Nähte nähen. Das finde ich immer besonders adrett bei so feinen Stoffen. Beim Schließen der Ärmelnähte stellte sich dann heraus, dass die Ärmel viel zu eng wurden.
Schon mal vier lange Nähte bei einem empflindlichen Stoff aufgetrennt? - Dann wisst ihr ja, wie ich mich fühlte.
Merke - wenn französische Nähte auf dem Plan stehen, immer ordentlich Nahtzugabe zugeben!
Neu genäht passten nun meine Arme auch in die Ärmel. Allerdings passte die ganze Bluse irgendwie nicht so recht - zu eng um die Brust, die Falten wollten nicht ordentlich liegen (was vielleicht am Fadenlauf liegt?), und überhaupt fühlte ich mich gar nicht wohl.
In diesem Stadium entschloss ich mich, die Säume noch zu nähen und die Bluse zu spenden. Dem schönen Stoff trauerte ich allerdings schon hinterher.
Und auch beim Festlegen der Ärmellänge passierte wieder ein Fehler - ich habe an der falschen Markierung abgeschnitten und die Ärmel so mehr gekürzt als beabsichtigt. Menno! 😠😠😠

An einem schönen Samstag Vormittag nahm ich mir die Säume also vor. Eigentlich sind an den Ärmeln und auch am Saum Gummizüge vorgesehen, um einen Balloneffekt zu erzielen. Da die Bluse aber so einen hübsche Länge hatte, habe ich alle Säume einfach umgenäht.

Eine letzte Chance kriegte die Bluse noch - und bei der Anprobe ohne langärmeliges Shirt drunter fiel alles an seinen Platz. Auf einmal passte sie, Heureka!
Wie passend: so hatte ich plötzlich ein wunderbares Outfit für eine festliche Einladung!

Solange am Samstag das Licht noch ausreichte, habe ich mich flugs in Schale geworfen, und der beste Ehemann von allen mussste seine Bauarbeiten unterbrechen, um "Modefotos" anzufertigen. 

Die Form des Halsausschnitts gefällt mir besonders. Nicht zu offenherzig, aber doch auch ein bisschen raffiniert durch die Falten.

Hier kann man ein bisschen die schöne, leicht ausgestellte, Ärmelform erkennen. Und wie durch ein Wunder haben die Ärmel auch mit Saum genau die richtige Länge!

Auch die Saumlänge gefällt mir ganz gut an meiner Bluse. Da der Stoff so weich ist, kann man sie auch gut in den Hosen- oder Rockbund stecken - sie ist also tatsächlich universell tragbar.
Beim Aufrüschen für die Feier fiel mir allerdings auf, dass mir zum wirklich perfekten Outfit der passende Schmuck fehlt. Aber das ist eine andere Geschichte...

Habt ihr auch schon mal ein Kleidungsstück genäht, dass euch während des Nähens so geärgert hat, und das euch am Ende doch sehr gut gefällt?

Verlinkt zum MeMadeMittwoch.



Montag, 18. September 2017

Meine Interpretation von Sorbetto

Obwohl es jetzt schon deutlich Herbst werden will, zeige ich euch am heutigen MeMadeMitwoch noch einmal ein sommerliches Blüschen, das ich für diese Saison genäht habe.

Sorbetto ist ein kostenloses Schnittmuster von Colette-Patterns. Ursprünglich ärmellos, wurden der  sehr beliebte Schnitt nach und nach um kurze Ärmel und eine Version in Tunikalänge ergänzt. Der Schnitt schlummerte schon lange in meiner Sammlung. Aber erst, als sich der richtige Stoff - das schöne schwarzweiß getupfte Viskosegemisch von Stoff & Stil - fand, wanderte Sorbetto auf die kontkrete Projektliste.

Der Plan sah die Version mit Ärmeln vor, und statt des mit Schrägband versäuberten Halsausschnittes sollte eine Schluppe daran gebastelt werden. Das hatte ich bei meiner Schirmchenbluse schon einmal geübt und für machbar gefunden.

Eigentlich wollte ich Sorbetto schnell mal noch beim Nähtreffen auf Schloss Noer nähen, doch leider kam dort alles anders - und das zugeschnittene Top wanderte ungenäht wieder mit nach Hause.
Und lag dort noch bis in den Juni. Das kalte Wetter, das einfach nicht sommerlich werden wollte, machte keine Lust auf das Nähen leichter Kleidung.

Schließlich habe ich mich aber doch aufgerafft und das Projekt in Angriff genommen.
Und bin ganz angetan.
Sorbetto ist ratzfatz genäht. Auch mit Ärmeln und der Schluppe.
 

Vom Stoff bin ich sehr begeistert. Er war nicht flutschig, fällt sehr schön und hat doch eine etwas schwerere Anfassqualität. Die Tupfen finde ich ohnehin großartig!

In einigen Posts zu Sorbetto habe ich gelesen, dass es Probleme gab mit der Passform der Ärmel, dass der Ausschnitt sehr "halsfern" sei, und die Länge eher was für Kleine.

Keins dieser Phänomene habe ich bei meinem Projekt beobachtet. An Länge habe ich nichts zugegeben und finde das Shirt gerade richtig :


Die Schluppe habe ich als langes Rechteck zugeschnitten, die langen Enden verstürzt und den Halsausschnitt mit einer Rechts-Links-Naht eingefasst. In der vorderen Mitte, wo die Schluppe gebunden wird, habe ich ein ca 10 cm langes Stück mit Schrägband eingefast:

Kenner werden feststellen, dass ich statt der ursprünglich vorgesehenen nach außen gerichteten Faltung eine Kellerfalte gearbeitet habe (ich habe quasi die Faltung auf die Innenseite gelegt). Das gefiel mir in Verbindung mit der Schluppe besser, da diese die markante Falte des Originals ohnehin teilweise verdeckt hätte.

Im Eifer des Gefechts habe ich erst am Ende gemerkt, dass ich die Brustabnäher vergessen habe.
Das tut der Passform aber keinen Abbruch, wie ich finde.
Einzig die Ärmel könnten etwas länger sein. Ich habe sie ganz knappkantig gesäumt - beim nächsten Mal würde ich ein paar Zentimeter Länge hinzugeben und vielleicht eine kleine Manschette mit einem Knöpfchen dazu arbeiten.

Die Fotos sind übrigens beim Gartenfest des Nachbarn entstanden. In dessen traumhaften Garten gibt viele Ecken und Winkel mit kleinen Kunstwerken, die allesamt erst einmal entdeckt werden wollen.

Für diese Sorbetto-Version habe ich 1.30 m Stoff verbraucht, der meine Juli-Bilanz bei der Stoffdiät etwas aufhübscht. Über den Sommer war ich nämlich etwas nähfaul - ging euch das auch so?





Mittwoch, 5. Juli 2017

Wenn jetzt Sommer wär...

... dann würde ich meine neue Tunika tragen.


Heute ist der letzte MeMadeMittwoch vor der Sommerpause, das Thema lautet "Ich packe meinen Koffer".  Und wie ich zu einem sommerurlaubstauglichen Basicteil gekommen bin, das sich schon perfekt bewährt hat, erzähle ich heute hier.

Schon im letzten Herbst hatte ich mir diesen leichten Baumwollbatist auf dem Stoffmarkt gekauft, für den ich mir eine luftige Sommertunika vorstellte.


In der aktuellen Ottobre war dann DER Schnitt enthalten: "Casual Friday", ein Tunikakleid mit Stehkragen, 3/4 Ärmeln, aufgesetzten Taschen und Bindegürtel.Vielleicht ein bisschen länger als geplant, aber insgesamt genau meins.

Es dauerte dann aber doch noch bis zum Sewing by the Sea, bis ich die Tunika in Angriff nahm. Was nicht ganz so schlimm war, denn bis Mitte Mai war es ohnehin noch viel zu kalt um überhaupt an leichte Sommerkleidung zu denken.


Nähen lässt sich die Tunika relativ einfach. Am Schwierigsten fand ich den Besatz der Knopfleiste. Das Schnittteil hat eine sehr abenteuerliche Form, und man muss es raffiniert falten (und bügeln!), damit es passt, wie es soll. Alles andere, selbst die Knopflöcher, war gut zu bewältigen.
Für die Stoffdiät schlägt die Tunika mit 1.70 m zu Buche in der Juni-Statistik. Gar nicht so schlecht!


Der Stoff hat zwei schöne Seiten, eine mit feinen Längsstreifen, die andere ist quer gestreift. So habe ich den Knopfleistenbesatz, Stehkragen, Ärmelmanschetten und auch die aufgesetzten Taschen mit der linken, quergestreiften, Seite nach außen genäht. Auf dem Foto unten kann man das ein bisschen erkennen.

Beim Nähen der kniffligen sichtbaren Nähte kam mein neuer Freund, der Kantensteppfuß wieder zum Einsatz, und so sind sie alle Nähte schön akkurat geraten.


Mit der Fertigstellung der Tunika habe ich ein bisschen gebummelt, und so habe ich tatsächlich die letzten Nähte am Tag vor der Abreise nach meinem geliebten Usedom genäht.

 Den vorgesehenen Bindegürtel aus dem Blusenstoff habe ich zwar zugeschnitten, aber bisher noch nicht genäht (und vermutlich lasse ich das auch endgültig bleiben). Falls ich die Bluse mit Gürtel tragen sollte, würde ich dazu eher einen "echten" Gürtel aus Leder dazu wählen, und - zur Abrundung des Outfits - passende Schuhe. 

Im Usedom-Urlaub kam die Tunika dann an einem der wenigen heißen Tage, die wir bisher hier im Norden hatten, grandios zum Einsatz - hier am Strand von Bansin.

Die vorgesehene Länge habe ich belassen, die Tunika endet bei mir etwa eine Handbreit über dem Knie, hinten ist sie etwas länger.
Beim Ärmel musste ich ein bisschen tricksen, der war etwas zu weit für die Armausschnitte (das Problem habe ich öfters, es kann aber daran liegen, dass ich beim Zuschnitt immer nicht so ordentlich arbeite 😟). Hier habe ich eine Kellerfalte gelegt, um die Mehrweite loszuwerden. Die Falte sitzt auf der Schultermitte - wenn ich mir das Bild so betrachte, hätte ich sie wohl besser ans vordere Ende der Passe verlegt. Egal - bleibt so.

Anfang Juni, als die Bilder entstanden sind, war die Ostsee noch ganz schön kalt (15-16°C) - beim rechten Foto ist mir grade eine Welle bis zum Oberschenkel geschwappt.
Das hat mich allerdings nicht davon abgehalten, wenige Minuten nach Entstehen der Fotos ein Bad zu nehmen. Herrlich!

Ich muss sagen, ich diese Tunika ergibt ein wunderbares Basic-Teil . Der Stoff ist sehr luftig, daher gerade an heißen Tagen sehr angenehm. Am Strand ergibt die Tunika mit Leggings ein lässiges Outfit, das einem auch beim Umziehen hilfreiche Dienste leistet. Aber mit einer schmalen Hose zusammen ist sie auch bürotauglich zu stylen - ich bin wirklich begeistert!

Mitte August geht es für ein paar Tage nach Texel, da wird das Lieblingsstück auf jeden Fall wieder in den Koffer gepackt. Und hoffentlich gibt es vorher noch ein paar Sommertage, an denen ich sie auch wieder tragen kann.

Bis zu meinem nächsten Urlaub sind es noch ein paar Wochen - und für diejenigen unter uns, die auch noch ein bisschen Zeit überbrücken müssen, teile ich hier ein bisschen Ferienstimmung von meiner Lieblingsinsel Usedom:

Zum Pflichtprogramm gehört jedes Mal eine Radtour nach Swinemünde entlang der tollen Strandpromenade, die 12 km am Strand entlang führt. Die Grenze ist mittels der Baken markiert, der Holzbohlenweg folgt dem Grenzverlauf bis zum Strand. Aber ansonsten ist nicht zu merken, dass man ein anderes Land betritt. Sogar die leckeren Gofry kann man am Waffelstand mit Euro bezahlen.
Für mich ist es eine ganz wunderbare Sache, dass Länder so zusammenwachsen und man ohne Formalitäten einfach über die Grenze hopsen kann.
Fisch gehört natürlich auch zum Inselurlaub. Überall kann man Räucherfisch kaufen (mjam!), besonders schön an den Salzhütten in Koserow. Dort hat man alles ein bisschen touristisch aufbereitet und entsprechend dekoriert, dass es fast schon kitschig ist - aber die schönen Spruchtafeln, die an jeder Ecke mit plattdeutschen Weisheiten belehren finde ich klasse.


 Der Strandkorb darf natürlich auch nicht fehlen. Dieses Foto beinhaltet für mich die perfekte Urlaubsstimmung - Meer, blauer Himmel, feiner weißer Sand, Strandkorb - und die freche Möwe, die auf Beute lauert. Hach...

Euch allen schöne Ferien, und an das MMM-Team ganz lieben Dank für die Organisation und auch die neuen Ideen, die in diesem Jahr umgesetz wurden. Weiter so!

Mittwoch, 1. März 2017

Blau-Gelb in Schweden

... naja, nicht ganz in Schweden, aber immerhin beim Möbelschweden 😊

Mein Mann (!) äußerte am letzten Samstag den Wunsch, einmal zu Ikea zu fahren. Sein Arbeitszimmer soll neu möbliert werden, und die Schweden haben für kleine Räume mit schwierigem Grundschnitt ja immer gute Ideen. "Nur mal gucken" war die Devise.

So habe ich die Möbelausstellung genutzt, um endlich die lange fälligen Tragefotos meiner Bluse "Girly Touch" (Ottobre 5/13) zu schießen, die ich im Rahmen des Blusen-Sew-Alongs von Elle Puls genäht habe.
Hier, hier und hier habe ich über den Werdegang der Bluse geschrieben. Jetzt ist sie ausgehfertig, und ich mag sie sehr gern leiden. 

Der gelbe Sessel hat fast die gleiche Farbe wie das Gelb meines Kontraststoffes, und er ist sehr bequem. Die gemütliche Leseecke, in der er aufgestellt war, hätte ich so, wie sie war, am liebsten gleich nach Hause gebeamt. Der Sessel steht nun, allerdings in männertauglichem braun, tatsächlich im Arbeitszimmer des besten Ehemannes von allen.

Die kontrastfarbige untere Knopfleiste und der innere Kragen geben der Bluse das gewisse Extra.
Aber meint ihr, ich sollte die Knöpfe noch einmal versetzen, so dass die Knopfleiste nicht so hervorblitzt?
Eine neue Küche gab es übrigens nicht. Aber dafür ein ganzes Auto voll mit Schreibtisch, Regalen, Lampen, Schrank für das Arbeitszimmer. So viel zu "nur mal gucken".
Der beste Ehemann von allen, der wie fast immer als Fotograf herhalten musste, fand die gelbe Wand zur blauen Bluse dem Thema angemessen. Allerdings falle ich ein bisschen aus dem Rahmen...
Aber die Bluse sitzt super und ist trotzdem bequem.
Nun trage ich mich mit der Idee, eine passende blaue Hose dazu zu nähen, da meine Lieblingsjeans doch einen etwas anderen Farbton hat. Was meint ihr?

Beim Memademittwoch gibt es heute wieder selbstgenähte Alltagskleidung auf dem virtuellen Laufsteg zu sehen. Allen voran Mema, die ein komplettes Farbkonzept für ihre Urlaubsgarderobe erstellt hat und Frühlings- und Sommergarderobe näht. So weit bin ich noch lange nicht, ich nähe immer noch Modelle für die aktuell herrschenden Temperaturen.
Im Rahmen des SpringStyleAlongs von Mamamachtsachen werde ich mich allerdings mit der Garderobe für die kommenden Jahreszeiten beschäftigen. Das wird eine tolle Sache. Wer macht noch mit? Heute geht es los!

Donnerstag, 9. Februar 2017

Blusen Sew-Along 2017: Geschafft!

Als Elle Puls im Januar zum Blusen-Sew-Along aufrief, war ich ein bisschen zwiegespalten, ob ich teilnehmen soll oder nicht.
Einerseits finde ich Sew-Alongs immer total prima, denn man hat einen Zeitrahmen, der (bei mir jedenfalls) den notwendigen Druck erzeugt, an einem Teil dranzubleiben, auch wenn es mal kniffliger wird. Und ich hatte sofort Schnitt und Stoff im Kopf für mein Modell. Noch dazu hoffte ich, durch den Sew-Along aus meinem kleinen Nähtief herauszufinden.
Dagegen sprach allein der auf den ersten Blick sehr sportliche Zeitplan:

22. Januar:    Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?
29. Januar:    Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?
5. Februar:    Zwischenstand bei deiner Bluse. Hast du Tipps und Tricks gelernt oder brauchst du noch Hilfe bei deinem Projekt?
9. Februar (Donnerstag):   Vorstellung der fertigen Bluse. FINALE!



Nur drei Wochen für eine Bluse??? Puh, das schien mir kaum machbar, denn ich habe nur am Wochenende Nähzeit, evtl auch am Abend eine halbe Stunde. 
Eine liebe Nähbekanntschaft motivierte mich dann doch, der Stoff wurde bestellt und von Frau Tulpe blitzschnell geliefert, und das Abenteuer konnte starten.
Und es lief richtig gut!

Vergangenen Sonntag war die Bluse fertig bis auf die Knopflöcher.
Knopflöcher sind meine Angstgegner. 
Ich habe zwei Nähmaschinen, eine hat zig tolle Automatikprogramme für Knopflöcher, frisst dabei aber gerne den Stoff, und ich habe es nach x Versuchen immer noch nicht herausbekommen, wie man die Markierungen setzen muss, damit nachher das Knopfloch dort ist, wo man es haben will. 
Die andere näht zuverlässig, hat aber nur ein manuelles Knopflochprogramm, das nicht so schöne Knopflöcher herstellt.
Wie auch bei der Weihnachtsbluse habe ich mich auf keine Experimente eingelassen und manuelle Knopflöcher genäht. Das klappte tatsächlich zwischen Tür und Angel geschwind nach Feierabend.
Da ich ja einen kontrastfarbigen Kragensteg und Innenmanschetten genäht habe, habe ich die entsprechenden Knopflöcher ebenfalls in gelb genäht, alle anderen in blau. 

Und hier ist das Ergebnis: 

Die Knöpfe habe ich mit blauem Faden angenäht, allerdings stört es mich nun ein bisschen, dass man den blauen Faden auf dem gelben Kragen sieht. Ob ich die beiden Knöpfe noch einmal neu mit gelbem Faden annähe?



Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Bluse. Und auch mit mir. Denn dies war ein Projekt, das sich ganz cremig und ohne Schwierigkeiten wegnähen ließ.

Tragefotos allerdings kann ich mangels Tageslicht und Fotografen momentan nicht liefern, dies werde ich demnächst an dieser Stelle nachholen. Versprochen!

Und nun bin ich gespannt über die Ergebnisse der Mitstreiterinnen - allen voran unserer Gastgeberin.
Vielen Dank für die Organisation, liebe Elke! Ohne dich hätte ich keine so schöne Bluse im Kleiderschrank!
Hier entlang geht es zur Blusenparade.

Und außerdem geht es hier zum RUMS.


Sonntag, 5. Februar 2017

Blusen-Sew-Along Teil 3: Ich hab Manschetten...

Heute ist schon der dritte Termin beim Blusen-Sew-Along von Elle Puls. Liebe Leute, wie die Zeit rast...

Dies ist der letzte Termin vor dem Finale am Donnerstag, und es gibt eine letzte Gelegenheit, Hilfe zu finden und Tipps und Tricks zu lernen (oder gelernte umzusetzen).

Beim letzten Mal hat Monika in ihrem Blog den Tipp gegeben, den Kragen vor dem Schließen der Seitennähte anzunähen, da das viel leichter geht. Den Tipp werde ich mir für die nächste Bluse bestimmt merken. Denn leider hatte ich beim letzten Mal die Bluse schon fertig bis auf Kragen und Manschetten.

Als ich den Schnitt zuletzt genäht habe, fand ich das Ansetzen von Kragen und Manschetten irgendwie knifflig und fummelig. Diesmal war das einzig Schwierige, den Kragen richtigherum anzunähen, so dass der innere Kragensteg und der Unterkragen gelb waren. Hier musste ich ein bisschen rumprobieren (3D-Vorstellungskraft ist nicht so meins) - das Nähen an sich aber war kein Problem.

Deshalb kann ich euch auch eine fast fertige Bluse zeigen:






 Was soll ich sagen - ich bin total begeistert und sehr stolz. Denn diesmal war das Nähen überhaupt kein Problem, und die Farbstellung gefällt mir richtig gut. Danke auch noch mal an Lena / Fantastisch! für den Tipp mit der Knopfleiste. Die kontrastfarbige Knopfleiste macht eindeutig mehr her als eine doppelte Leiste, bei der der Kontraststreifen hinter der vorderen Leiste verschwindet. 

Der Kragen ist vielleicht etwas steif geraten. Ich habe ihn gemäß Anleitung mit Vlies bebügelt, was bei dem recht steifen Stoff vielleicht gar nicht nötig gewesen wäre. Bei den Manschetten finde ich es dagegen nicht so schlimm, wenn sie Stand haben. 

Elke zeigt in ihrem Beitrag ein wunderbares Tutorial für die Versäuberung der Ärmelschlitze mit Dach. Das finde ich total professionell, und sicher werde ich irgendwann einmal eine Bluse mit solchen Ärmelschlitzen nähen.  Meine Ärmelschlitze habe ich einfach mit einem 2cm breiten Streifen eingefasst, wie es in der Anleitung stand. Leider habe ich davon im Moment kein Detailfoto.



Auch die hinteren Abnäher habe ich genäht. Die Abnäher laut Schnitt passen mir überhaupt nicht, ich musste sie weiter oben anfangen und dafür unten kürzen. Nun passen sie. 

Es fehlen also nur noch die Knopflöcher (mein ewiger Angstgegner...). Knöpfe habe ich immerhin diese Woche schon gekauft. Einfache blaue, die ein bisschen gewölbt sind und schön blank. Alternativ standen Perlmuttknöpfe zur Auswahl, die waren mir und der Verkäuferin im Stoffladen dann aber zu den beiden Farben und dem unruhigen Muster doch too much.



A propos - genau: ich war im Stoffladen und habe nur die Knöpfe, neues Garn und ein Päckchen Saumfix gekauft. Keinen Stoff. Denn ich bin ja auf Stoffidät. Was war ich stolz!

Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass meine Bluse bis Donnerstag fertig wird. Hey, so ein paar lumpige Knopflöcher (ok - 12 Stück... ) werden mich doch jetzt nicht mehr aufhalten!

Und ihr so? Was machen eure Projekte? Ich werd gleich mal stöbern gehen - bitte hier entlang.

Habt einen schönen Sonntag!

Montag, 30. Januar 2017

Blusen-Sew-Along: Die zündende Idee!

Diese Woche treffen wir uns zum zweiten Mal bei Elke zum Blusen-Sew-Along 2017
Eine Frage an uns ist "Welche Hürden musstet ihr bisher meistern?"
Beim letzten Mal grübelte ich darüber, wie ich eine doppelte Knopfleiste konstruieren könnte. Die entscheidende Idee lieferte Lena / Fantastisch! - nämlich einfach die linke Knopfleiste (die mit den Knöpfen dran) in der Kontrastfarbe zu nähen. So einfach - und so klasse!

Genau so habe ich dann die Knopfleiste gemacht, und ich bin total begeistert. Das wird richtig gut werden, vor allem in Verbindung mit dem inneren Kragensteg und den Innenmanschetten, die ebenfalls im Kontraststoff sein werden. Ein bisschen ärgere ich mich bloß, dass ich nicht auf die tolle Idee gekommen bin, die Passe mit Kontraststoff zu verstürzen, wie Elke das uns an ihrem Tutorial zeigt. Allerdings hätte der gelbe Stoff dafür nicht mehr ausgereicht.

Ansonsten bin ich ganz zufrieden mit meinem Fortschritt. Schwierigkeiten hatte ich bisher keine. Selbst das Kräuseln der Ärmel verlief dieses Mal ohne Stress, genauso wie das Einfassen der Ärmelschlitze. 

Die hinteren Abnäher sind gesteckt, müssen aber noch einmal angepasst werden. Hier muss ich noch einmal tüfteln, aber notfalls bitte ich die Nachbarin um Hilfe beim Abstecken.

Fehlen also noch der Kragen, die Manschetten und der Saum.
Und die Knopflöcher - immer noch mein Angstgegner, und bei dieser Bluse brauche ich ganze 12 davon... Zunächst aber muss ich die Knöpfe kaufen, leider habe ich keine passenden in meinem Fundus. Hoffentlich komme ich dabei nicht in Versuchung, auch Stoffe zu shoppen - denn ich bin doch auf Stoffdiät...

Insgesamt bin ich ganz zuversichtlich, die Bluse bis zum Finale am 9.2. fertigzubekommen. Das finde ich ganz großartig! Gefühlt habe ich noch nie so schnell eine Bluse genäht - das ist toll, denn für die Sommergarderobe plane ich noch drei weitere Blusen, und mit der nötigen Übung sollte sich das doch gut schaffen lassen.

Und wie ist es euch ergangen mit euren Werken? - Ich gehe gleich mal stöbern!

Auch verlinkt zu
Creadienstag

Dienstag, 24. Januar 2017

Blusen-Sew-Along bei Elle Puls

Der Monat Januar steht bei Elle Puls im Zeichen der Bluse. Und so rief Elle Puls Anfang Januar auf zum Blusen-Sew-Along.
Toll!
Denn ich bin ein bekennender Fan von Sew-Alongs. Man inspiriert sich gegenseitig, hilft sich und hat einen Zeitplan, der motiviert zum Weiternähen. Denn ich kämpfe nach wie vor mit einer Näh-Unlust (was in krassem Gegensatz steht zur anhaltenden Stoff-Kauflust) und kann mich nicht so recht aufrappeln, ein Nähprojekt anzugehen. So kommt mir der Blusen-Sew-Along gerade recht.

Heute ist der erste Termin, und hier ist der Zeitplan:
22. Januar:    Welcher Schnitt, welcher Stoff, was inspiriert dich?
29. Januar:    Welche Schnittänderungen, erste Nähte, gibt es Hürden?
5. Februar:    Zwischenstand bei deiner Bluse. Hast du Tipps und Tricks gelernt oder brauchst du noch Hilfe bei deinem Projekt?
9. Februar (Donnerstag):   Vorstellung der fertigen Bluse. FINALE!



Auf Elle Puls' Blog gibt es haufenweise Inspiration, und das eine oder andere Modell lacht mich auch richtig an.  Ich bleibe aber diesmal bei Bewährtem und habe mich für einen Schnitt entschieden, den ich hier schon mal gezeigt habe: Modell Nr. 8 aus Ottobre 5/2015.

Eine klassische Bluse mit Bubikragen, Knopfleiste, Manschetten, Passe, und leicht tailliert geschnitten. 
Aus diesen Stöffchen:

Um genau diese bin ich schon mehrfach bei Frau Tulpe in Hamburg und auch auf Stoffmärkten herumgeschlichen, für genau diesen Blusenschnitt - jetzt soll es sein, und Stoffe und Schnitt werden zusammengebracht. Ich habe 2.20 m in blau und 0.3 m in gelb bestellt (denn der Stoff liegt je nur 1.10 m breit), und die Lieferung erfolgte flugs innerhalb von 2 Werktagen. Super!

Ich habe daher schon am letzten Wochenende zugeschnitten. Und dieses Wochenende den ersten Rückschlag kassiert 😞
Neben Innenmanschetten, innerem Kragensteg und Unterkragen in Kontrastfarbe gelb soll die Bluse auch eine doppelte Knopfleiste aus dem gelben Stoff bekommen. Da diese nicht im Schnitt vorgesehen ist, muss ich sie selbst konstruieren, und der erste Versuch ist fehlgeschlagen. Der Stoff ist ziemlich steif, und so war meine erste Variante mit fünf Lagen Stoff übereinander viel zu dick und steif. Also muss ich erst mal sehen, wie ich diese Hürde meistere.


Ob ich es schaffe, die Bluse bis zum Finale am 9. Februar fertigzustellen? Immerhin muss ich nicht nur die Bluse nähen, sondern auch noch Knöpfe besorgen (und danach ziemlich viele Knopflöcher nähen....😱)

Ich reihe mich nun ein in die Reihe der fröhlichen Näherinnen, die ihre Werke im Sew-Along präsentieren.
Und auch beim Creadienstag stelle ich mein Projekt vor.