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Mittwoch, 18. November 2015

Noch Mal Freizeit - Kitze für die Seele

Normalerweise bin ich ja keine Freundin von bunt Gemustertem. Und schon gar nicht von bunt gemusterten Kinderstoffen. Bisher habe ich vorwiegend bürotaugliche Kleidung genäht, wenig für die Freizeit und kaum besonders Buntes.

Aber an DIESEM Stoff kam ich einfach nicht vorbei:

Der "Fox in the Forest" - Sweat von Hilco. Kitze, Eulen und Füchse (die neuen Eulen, wie ich hörte)... irgendwie genau das Richtige für meine Herbstseele, die sich gerade ganz doll nach Süßem, Kitschfilmen und Kaminfeuer sehnt.

Die schrie nämlich lautstark nach einer Lümmelklamotte für faule Wochenenden auf dem Sofa, kuschelig weich und superbequem. Schnell war der Plan gefasst: Eine Tunika soll's werden! Der Stoff landete im Online-Einkaufskörbchen von Myo Stoffe, die damals gerade eine sagenhafte 20% Rabattaktion boten.Bei der Frage nach nach einem Kombistoff - denn ganz kitzig wollte ich doch nicht gekleidet sein - wurde ich super "fernberaten", und so entschied ich mich für einen superkuscheligen pinkfarbenen Sweat.

Als Schnitt habe ich mein Lieblingsshirt aus Ottobre 5/2013 gewählt und etwas verlängert:


Die Taschen habe ich von meiner Valentina-Jacke abgenommen.



Und weil ich's gern kuschelig mag, aber das Shirt einen ziemlich weiten Halsausschnitt hat, habe ich einfach einen 15 cm breiten "Loop" in den Ausschnitt genäht. Nun kann ich den Kragen entweder offen tragen oder aufstellen:

Die Ärmel hatte ich im ersten Versuch etwas eng zugeschnitten, bei der Anprobe erwiesen sie sich als ziemlich "Wurst in Pelle". Beim neuen Zuschnitt habe ich beidseitig 2cm hinzugegeben, und nun passen die Ärmel so bequem, dass notfalls noch ein T-Shirt drunterpasst.  Herrlich!

Haben wir nicht ein tolles Hobby? Stoff gesehen, Idee gehabt, genäht - und fertig ist die Wohlfühlklamotte?

Am letzten schönen Herbstsonntag habe ich den besten Ehemann von allen zu einem Spaziergang überredet, damit ihr nicht nur immer langweilige Gartenfotos zu sehen bekommt:



 Und hier zeige ich Euch die schöne Aussicht, die ich beim Fotoshooting genießen durfte:

Nein - das ist kein Fluss! Das ist ein Teich, den im 15. Jahrhundert Mönche zur Karpfenzucht angelegt haben. Und so was schönes habe ich quasi vor der Haustür!

Mehr Selbstgenähtes gibt es hier zu sehen:
Me-Made-Mittwoch After-work-Sewing

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Freizeit! - Valentina Zwo

Ich finde ja, frau kann nie zu viele Jacken haben. 
Eine Jacke ist ja so ein praktisches Kleidungsstück - hält warm, wenn man friert, ist schnell ausgezogen, wenn man nicht mehr friert, lässt sich offen oder geschlossen tragen...
Ich habe viele Jacken, gestrickte und genähte - und doch noch keine für die Freizeit während der bevorstehenden kühleren Temperaturen. 

Das musste sich ändern!

Im Frühling habe ich bereits einmal Valentina von MiouMiou  genäht, eine Hoodie genau nach meinem Geschmack.
Das Frühlingsmodell ist aus Sommersweat, der zwar angerauht ist, aber nicht besonders kuschelig. Für den Herbst habe ich nun einen kuschelig weichen braunen Sweat gewählt und - im Herbst sind die Tage braun genug - mit türkisem Jersey kombiniert. 

Bei meiner Sommer-Valentina stören mich die kleinen Taschen ziemlich - man kann gerade mal eben die Faust einstecken, gemütlich die Hände in den Taschen versenken lässt der Schnitt nicht zu. Daher habe ich hier die Taschenbeutel vergrößert. 
Über die Konstruktion musste ich eine Weile grübeln, denn laut Schnitt ist bestimmt die Form der Taschenapplikation auf dem Vorderteil die Größe des Beutels. So musste ich beides voneinander trennen. Mit ein bisshen Tüftelei hat es dann ganz gut geklappt. 



Ebenso stört mich beim Frühlingsmodell, dass der hintere Kragenbeleg gern umklappt. Hier habe ich den Beleg als Passe abgesteppt: Problem gelöst, und sieht gut aus. Für den Merkzettel - das muss ich bei der anderen Jacke unbedingt noch ändern.


Das Kniffligste an der Jacke ist meiner Meinung nach der Reißverschluss - und wie man ihn so hinbekommt, dass er oben gleichmäßig endet. Dummerweise hatte ich einen 70cm langen RV erwischt, den ich an der Oberkante kürzen musste. Beim ersten Versuch war die linke Seite 1cm höher als die rechte - das konnte natürlich so nicht bleiben. Alles noch mal aufgetrennt, neu genäht - passt!

   

Den Tunnelzug an der Kapuze habe wollte ich eigentlich schick mit Knopflöchern  versehen. Allerdings zickt meine Maschine da noch ein bisschen rum. SelbstVersuche mit untergelegtem Zewa brachten mit der Knopflochautomatik nur wenig mehr als Fadensalat. Also habe ich Rechtecke mit schmal eingestelltem Zickzack genäht. Die sehen nicht ganz so schön aus, aber tun ihren Dienst. 

Inzwischen hat sich die Herbst-Valentina schon gut bewährt bei der Gartenarbeit und Spaziergängen. 
Weitere Alltagskleidung seht ihr hier beim Me-Made-Mittwoch, heute eröffnet von Frau Crafteln in einem schicken Wickelkleid. Weiteres Selbstgenähtes gibt's beim After-Work-Sewing zu sehen - hier werden heute erstmals die Beiträge der Vorwoche vorgestellt, die die meisten Klicks erhalten haben.
Viel Spaß beim Stöbern!

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Knotenkleid - aus der grünen Hölle

Kennt ihr das: ihr geht in einen Stoffladen mit einem Schnitt, lasst euch beraten - und verlasst das Geschäft mit einem Stoff, den ihr euch nie ausgesucht hättet?

So bin ich zu diesem Stoff für mein Knotenkleid gekommen!
Es ist ein Viskosejersey. Grundfarbe: Braun. Mit Paisleys, zum Teil in wildem Limette. NIEMALS hätte ich mir den Stoff selbst ausgesucht. Aber die freundliche Mitarbeiterin rollte ein Stück ab und hielt mir den Stoff am Spiegel vor. Gar nicht schlecht! GEKAUFT!


(Was wiederum dafür spricht, dass in jedem Stoffladen ein Spiegel sein sollte. Mein örtlicher Stoff und Stil zum Beispiel hat das noch nicht begriffen und muss daher oft auf mich als Kundin verzichten)

Der Schnitt ist Twist Knot aus Ottobre 5/2013 und wurde hier schon oft gesehen.

Mit dem flutschigen Viskosestoff war das Nähen teilweise ein Abenteuer. Die Verknotung der beiden Vorderteile bescherte mir so manchen Knoten im Hirn und erneut die Erkenntnis, dass man sich im Zweifel einfach Wort für Wort an die Anleitung halten soll, dann wird es schon werden...
Und das Kleid gefällt mir einfach gut an mir. 



Wenn ich mir die Fotos so ansehe, fällt mir auf, dass meine "Grüne Hölle" farblich sehr gut zum Kleid passt - es ist fast schon tarnfarben, wie lustig :)

Beim Säumen allerdings wäre mir fast die Katastrophe passiert. Irgendwie wollte es mir einfach nicht gelingen, einen vernünftigen, geraden Saum herzustellen. Ich steckte ab und schnitt ab, es zuppelte und zuppelte... Nun ist der Saum ein echter Sparsaum, am Ende war nur knapp 1 cm übrig zum Umschlagen. Kürzer hätte es wirklich nicht sein dürfen! Grade noch mal Glück gehabt!

Momentan lässt sich das Kleid auch noch gut tragen. Leider wärmt die Viskose nicht gut, so dass ich bei tieferen Temperaturen doch leicht fröstele. Aber kombiniert mit Jacke und Tuch ist es für die aktuellen Temperaturen noch ein feines Kleidungsstück - dank der guten Beratung im Stoffladen!


Beim heutigen Me-Made-Mittwoch zeigen (Hobby-)Schneiderinnen wieder ihre Werke. Ella Mara zeigt hier ein Nähkrisenkleid, mit dem es ein sehr gutes Ende gab.
Weiteres Selbstgenähtes gibt es beim After-Work-Sewing, der sich heute erstmals in etwas abgewandelter Form präsentiert..

Mittwoch, 29. Juli 2015

Retro-Pünktchenbluse

Heute sind wir eingeladen, unsere Ferienkleidung zu zeigen.
Nach dem Nähdesaster, das ich letzte Woche vorgestellt habe, gibt es heute etwas tragbares zu sehen:
Eine Vintage-Bluse im Stil der 50er, genäht nach diesem Schnitt aus der Burda 07/2014:


Vorne mit Schluppe...



Hinten gewickelt und geknöpft. 


Die Stoffempfehlung sieht wegen der Schluppe einen durchgefärbten Stoff vor. Leider gab es keinen geeigneten bei meinem Besuch bei Stoff und Stil, und so habe ich mich für diesen lustigen Fliegenpilz-Popeline entschieden. Die Schluppe ist nicht gedoppelt, aber das stört (mich) nicht.
Wenn man den Zuschnitt erst mal geschafft hat (Die Vorderteile mit den angeschnittenen Bindebändern und der Schluppe sind mördergroß), ist der Rest ratzfatz genäht.

Die Schlaufe wird durch eine ebenfalls angeschnittene Lasche gezogen:

Hinten sind an den Bindebändern Schlaufen und Knöpfe angebracht (zugegeben, das Anziehen ist damit schon eine kleine Yogaübung):

Kombiniert mit einer leichten Hose und einem Ajour-Shirt ein ideales Sommerteil - luftig, und doch bürotauglich.

Das Blüschen darf nun mit zum 90. Geburtstag meiner Oma. Bei ihr im Süden ist es hoffentlich sommerlicher als im immer noch verregneten Norden.

"Ich packe in meinen Koffer..." ist ein beliebtes Spiel aus meinen Kindertagen - spielt man das heute auch noch?
Ich freue mich nun darauf, in Eure Koffer spinxen zu dürfen - hier >klick< geht's lang.

Weiterhin verlinkt zu After Work Sewing - auch hier gibt es Selbstgenähtes zu sehen.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Wasserfallshirt - 2. Versuch

Beim letzten Mal habe ich mein erstes Wasserfallshirt gezeigt, das ich zwar sehr gern trage, das aber nicht ganz so gut gelungen ist. 

Beim Durchsortieren meiner Schnittmusterbox bin ich auf eine Tüte "Wasserfallshirt" gestoßen. 
(Wie bewahrt ihr eigentlich eure Schnittmuster auf? Meine liegen in Gefrierbeuteln beschriftet mit Modell, Zeitschrift und einer kleinen Skizze des Modells in einer Ikea-Box...In diesem Fall stand Sabrina 7/2014 auf der Tüte)

Dieser Schnitt sollte eine Chance bekommen - denn auf dem letzten Stoffmarkt hatte ich dafür genau DEN Stoff gefunden: weicher Viskosejersey in blau mit weißen Streifen. 
Wer bei mir schon etwas länger liest, weiß, dass ich gerade dem maritimen Look verfallen bin - "Schuld" ist der vergangene Spring Style Along von Marja Katz und Mamamachtsachen. Ich hoffe, die Streifen und Ringel langweilen meine Leser nicht...

Nun nützt es alles nichts, wenn die Schnittmustertüten ordentlich beschriftet sind, aber das Anleitungsheft fehlt... Nähpremiere: Shirt ohne Anleitung zusammenbasteln. 
Wie ihr sehen könnt, hat es geklappt (nur beim Einfassen des Halsausschnitts ist mir ein Denkfehler unterlaufen...also aufgetrennt und noch mal neu genäht)  - und ich bin total glücklich!
Durch den weichen Stoff fließt diesmal der Ausschnitt genau so, wie ich mir das vorgestellt habe, und das Shirt ist so dünn, dass man es auch wärmeren Tagen prima tragen kann. 

Bestens bewährt hat es sich im gerade vergangenen Urlaub in Schottland (hier ein Bild vom Firth of Moray - das Wasser war a***kalt!):


Verlinkt zu
MeMadeMittwoch
After Work Sewing

Mittwoch, 8. Juli 2015

Wasserfall-Ringelshirt

Bei der Hitze der vergangenen Woche war an Nähen nicht zu denken. 
So zeige ich heute ein Shirt vom letzten Jahr, das sich seit letztem Herbst im Schrank versteckt und das sich im gerade vergangenen Urlaub in Schottland (bei mir deutlich angenehmeren Temperaturen) gut bewährt hat:
 

Wieder im maritimen Ringellook, mein aktueller Favourite.
Der Schnitt ist aus der Burda 5/2014. Ich wollte unbedingt ein Wasserfallshirt haben! Bei diesem Schnitt gefiel mir dazu noch die Kombi mit den Raglanärmeln, an denen der Kragen gerafft angenäht wird:
Genau da lag mein Problem mit diesem Schnitt.
Irgendwie kriege ich das mit dem "zwischen den Markierungen auf x cm einkräuseln" einfach nicht hin, schon gar nicht mit der Hand. So habe ich schließlich Framilonband eingenäht. Nun ist die Raffung zwar gleichmäßig, allerdings ist das Ganze nun ziemlich steif. In der Kombination mit dem nicht ganz so fließenden Jersey (Stoff und Stil) nicht die optimale Kombination.

Dennoch gefällt mir das Shirt sehr gut, und gerade bei den bisher üblichen kūhleren Temperaturen ist es sehr angenehm zu tragen


Damit geht das Shirt zum heutigen MeMadeMittwoch, und zu
After Work Sewing.

Dienstag, 16. Juni 2015

ALLERLIEBLICHSTes schnelles Jäckchen

  Mir fehlte ein rosa Jäckchen!
Trotz meiner aktuellen Vorliebe für blau-weiß-rot müssen auch noch andere Farben zum Einsatz kommen. Insbesondere für Lieblingsstücke,die schon länger im Kleiderschrank schlummern. 
Das Traumjäckchen sollte schnell zu nähen sein untd ohne Verschluss auskommen.
Gefunden habe ich dieses reizende Modell von Allerlieblichst - zu Recht heißt es "Schnelles Jäckchen": 
 
Der wunderschöne Pointelle-Jersey von Stoff & Stil lag schon länger in der Kiste und war genau passend für das Projekt. 

Flugs zugeschnitten und superschnell und einfach genäht (dank meiner Ovi, ich hab sie inzwischen echt lieb!)
Rundherum ist das Jäckchen mit elastischer Spitze eingefasst, und die Ärmelabschlusse habe ich dank dieser tollen Anleitung von Marja Katz mit einem Rollsaum gesäumt.

Nun hat mein Blumenkleid wieder einen Kombipartner - und in diesem nicht vorhandenen Frühsommer ist das Jäckchen auch zu Jeans genau richtig.

Und damit darf das Jäckchen teilnehmen an folgenden Linkparties:
Creadienstag
MeMadeMittwoch
AfterWorkSewing




Dienstag, 9. Juni 2015

Anker-Beanie

Zur Zeit liebe ich alles Maritime - blau, weiß, rot, Anker, Ringel... Das macht mir einfach gute Laune.

Den schönen Ankerjersey von Stoffe.de musste ich einfach haben, auch wenn ich noch keine Idee hatte, was er mal werden sollte. Aber ihr kennt das sicher - die Idee kommt mit der Zeit.
So auch hier - eine Beanie musste her!

Denn über Pfingsten war ich auf der Ostsee, und bei dem nicht vorhandenen Frühling brauchte ich was auf die Ohren: 


Der Loop gehört zu meiner Valentina-Jacke und wurde hier schon einmal gezeigt.

Die Fotos sind entstanden auf der "CATHARINA" im Stadthafen von Wismar am verregneten Morgen des Pfingstsamstags.

Außen Anker - innen Ringel:


Und mit einem elastischen Zierstich verziert: 

  

Nach dieser Anleitung von Hamburger Liebe superschnell genäht - und ab zu

Creadienstag
After Work Sewing
RUMS



Mittwoch, 3. Juni 2015

Dauer Ufo - Hose in rot

Ziemlich zu Beginn meiner Nähkarriere habe ich diese Leinenhose aus wunderschönem (und sehr teurem) Stretch-Leinen genäht:
Den Schnitt hatte ich aus einer Burda aus 2007, allerdings gab es den nicht bis zu meiner Hosengröße, und so musste ich ein bisschen anpassen.
Leider ging das "in die Hose" - und am Ende war sie viel zu weit in Hüfte und Bund und insgesamt sehr sehr schlackerig.
Einen Sommer lang habe ich sie getragen, wie sie war -  zum folgenden Winter hin verschwand sie in der Versenkung. Eigentlich hatte ich sie beim Ufo-Abbau-Sew-Along im Januar in Angriff nehmen wollen, aber dann doch unmotiviert liegen lassen.
Erst beim Spring-Style-Along habe ich die Hose endlich beim Wickel gepackt.

Und wie es so häufig ist mit diesen Projekten, die man so lange vor sich herschiebt: Am Ende war es gar nicht so schlimm.
Bund ab, Reißverschluss rausgetrennt, Hosenbeine an den Außenkanten deutlich enger genäht, Reißverschluss wieder eingenäht und den Bund wieder ordentlich angenäht. Da ich inzwischen eine Overlock-Maschine besitze, ist die Hose innen nun auch ganz ordentlich versäubert.

Und nun passt sie super:

Für diese Fotos hat mich mein Mann an die Wand gestellt - er hatte gerade die Werkstatt komplett ausgeräumt und entrümpelt und war der Meinung, "echte Modefotografen" suchen sich auch immer außergewöhnliche Orte fürs Shooting.

 Hier aber noch mal draußen am Teich. 
Nun habe ich ein neues Lieblingsteil!
Und ist das Rot nicht herrlich?

Verlinkt zu
MeMadeMittwoch (hier pråsentiert uns Dodo heute ihr famoses Wickelkleid)
 und

After Work Sewing


 und RUMs







Mittwoch, 27. Mai 2015

Wickelrock mit Pfiff - Raita

  Bei einigen Blogs bin ich über diesen wunderbaren Schnitt gestolpert: 

Nach Kurzer Beratung mit der Designerin Sophie, ob ihrer Meinung nach der Schnitt auch zu meinem Körperbau passt, wanderte der Schnitt ins Körbchen, wurde ausgedruckt und zusammengeklebt. 
Hier das erste Kompliment: Ich glaube, dieser Schnitt ist der erste E-Book-Schnitt, bei dem mir nicht an einer Stelle etwas aus dem Winkel läuft - dank der raffinierten "Kringel", die als Passzeichen viel besser funktionieren als alles, was ich bisher so gesehen habe. Dafür schon mal ein dickes Danke an die Zeichnerin!
Als Material habe ich einen leichten Jeansstoff ausgewählt, dazu passend blaues Schrägband mit weißen Punkten und Spitzenkante. 
Die Anleitung ist reich bebildert und verständlich geschrieben. Der Zuschnitt geht schnell, das Nähen eigentlich auch - allerdings machen einem bei der Anpassung der Abnäher die fast 3m Stoff das Leben etwas schwer, solange der Knopf noch nich gesetzt ist. Aber auch das ließ sich mit Hilfe einer Armee von Stecknadeln bewältigen.
Leider hatte ich beim Kauf nicht im Sinn, dass der Stoff für den Rock möglichst nicht elastisch sein sollte.
Prompt schlug das Schrägband nach dem Annähen Wellen. Am unteren Saum ergibt sich dadurch ein schöner gewellter Saum, am Bund jedoch ging das gar nicht. Also habe ich knapp 2m Schrägband abgetrennt, Abnäher verengt und das Schrägband wieder angenäht. Diesmal habe ich wie ein Luchs aufgepasst, den Jeansstoff nicht zu dehnen, und diesmal passte es.

Dann der nächste Schreck - ich hatte total blaue Finger. Scheinbar färbte die Jeans wie blöd. Aber der Verkäufer hatte mir mehrfach versichert, der Stoff sei vorgewaschen... Mit klopfendem Herzen wanderte Raita in die Waschmaschine - und kam unversehrt und mit unverfärbtem Schrägband wieder zum Vorschein. Puh!
Schnell den Knopf gesetzt - leider kommt die schöne Used-Look-Optik bei diesem Foto nicht gut heraus: 


Bügeln - Anziehen   Freuen:


Ein tolles Teil, ein einfacher Schnitt, wandelbar in Länge und Design, mit Tasche oder ohne - ganz ganz toll!

Stolz wie Oskar schicke ich Raita nun zum MeMadeMittwoch   (hier zeigt Gastbloggerin Anne ein wunderbares Cape zum roten 40er-Jahre-Kleid) und zur Afterwork-Sewing-Linkparty und freue mich auf die Werke der anderen Damen.  
Am Donnerstag darf Raita dann zum RUMs.