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Donnerstag, 5. Juli 2018

Winkekrabben - Sophie von Schnittchen

Wenn man in den Urlaub nach Usedom fährt und weiß, dass es dort einen schönen Stoffladen gibt, dann muss man dort auch vorbeifahren.
Und was kaufen. Als Andenken.
Klar, oder?
Schöne Schätze habe ich gefunden! Nämlich einen schön leichten Baumwollseersucker, der mit seinen blauweißen feinen Streifen farblich genau in mein Beuteschema passt, und der mit kleinen roten Krebsen bestickt ist. Wie cool ist dass denn bitte? Keine Frage, anderthalb Meter mussten mit.
(Noch dazu roter Sommersweat und dazu passender Möwenjersey - aber das wird eine andere Geschichte werden).

Was daraus werden sollte, war auch gleich klar - die Bluse "Sophie" von Schnittchen.
Inspiriert dazu hat mich Frau Dennmanto, die eine Sophie nach der anderen näht und die mir allesamt prima gefallen. Noch im Urlaub habe ich den Schnitt gekauft und den Plott bestellt.
Genäht habe ich dann aber erst Anfang Juni bei einem Nähsonntag mit Frau Kape Anlumi.

Sophie ist wirklich schnell genäht. Das Kniffligste ist, die Ärmelsäume auf die Weite der Manschetten einzureihen. Da Einkräuseln nicht zu meinen Stärken zählt, habe ich ein schmales Gummiband in der Länge der Manschetten zugeschnitten und auf die Nahtzugabe der Ärmel genäht, dann die Manschetten angenäht, und am Ende den Gummizug wieder herausgetrennt, da vier Lagen Stoff plus Gummiband nicht so trageangenehm waren.

Bei den Belegen habe ich mir ganz besonders Mühe gegeben, und sie ganz akkurat gebügelt und dann knappkantig abgesteppt.

Eine Hürde hatte ich aber doch zu meistern: Die Saumweite war zu knapp. Entweder hätte ich die Bluse um mehrere cm kürzen müssen (mit dem Risiko, dass sie vorn zu kurz wird), oder Sophie hätte auf den Hüften unschön "geschoppt" - beides keine hübsche Idee.
Also habe ich in den Seitennähten jeweils ein Dreieck eingesetzt, das für die Mehrweite sorgt. Die Saumlinie habe ich nicht genau erwischt, aber gemessen an den Umständen finde ich die Lösung doch ganz gelungen.
Ein bisschen skeptisch war ich im Hinblick auf die Tragequalität so eines Baumwolltops mit Ärmeln. Klassische Blusen trage ich eher selten, da ich sie nicht so bequem finde und der Stoff häufig steif ist. Sophie aber trägt sich sehr angenehm. Luftig, leicht, und man ist gut angezogen.

Und ja - ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem Blüschen!
Zwei Dinge würde ich da nächste Mal anders machen:
Den Schnitt anpassen auf die passende Hüftweite, und die Manschetten "klassisch" annähen anstatt die zum Ring geschlossene Manschette rechts auf rechts an die Ärmel zu steppen.
Aber das sind wirklich Kleinigkeiten!

Ganz besonders mag ich aber wirklich diese lustigen kleinen Krabben - diese Sophie macht mir einfach gute Laune, und hat Potenzial zum Sommerliebling!
Kurz will ich euch noch die Aussicht zeigen, die ich beim Fotografiertwerden genießen durfte:


Dies ist der Herrenteich in unserem Nachbarstädtchen Reinfeld. Der Teich gehört mit mehreren anderen zu einem mit Bachläufen verbundenen Teichsystem, in dem Karpfen gezüchtet werden. Im Oktober gibt es immer ein großes Fest zum Abfischen, und dann gibt es Karpfen satt. Ursprünglich wurden die Teiche im 12. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt . Heute kann man um den Uferweg wandern und in den Lokalen am Ufer einkehren. Auf dem Foto links hinten ist ein langes Gebäude zu erkennen - das gehört zur Badestelle, die ich an so warmen Tagen wie wir sie jetzt haben, sehr gerne besuche. 
Ach, wie ist es hier schön!

Verlinkt zu 
Du für dich am Donnerstag

Mittwoch, 20. Juni 2018

Pinguine im Sommer - Tip-Top von Crafteln


(Achtung – je nach Betrachtungsweise enthält dieser Post Werbung!)

Seit letztem Herbst gehöre ich zum Probenähteam von Meike / Crafteln. Meike entwirft nicht nur zusammen mit dem Label STOKX raffinierte Schnittmuster, sondern bietet auch viele Kurse an zum Thema Schnittmusteranpassung.

Für Ihren Kurs zum Thema FBA („Full Bust Adjustment“ – Anpassungen für eine größere Brustweite) gab es für uns vom Probenähteam das Schnittmuster vom Tip-Top Anfang Mai kostenlos.

Zum Zeitpunkt des Probenähens hatte ich leider keine Zeit, was im Nachhinein betrachtet gar nicht so schlecht war. Denn auf dem Lübecker Stoffmarkt Ende Mai habe ich diesen lustigen Pinguinstoff aufgestöbert. Denn es ist doch klar – zu heißen Sommertagen passt nichts besser als coole Pinguine, nicht wahr? (Wieso denke ich dabei eigentlich an den coolsten Pinguin aller Zeiten, den aus den Känguruh-Chroniken, der Mitarbeiter in einer Firma für Tiefkühlprodukte ist? Wahrscheinlich, weil einige der Pingus auf dem Stoff so lustig auf dem Kopf stehen.)

Der Schnitt ist ganz übersichtlich – Vorderteil und geteiltes Rückenteil, zack, fertig.
Und weil er so übersichtlich daherkommt, habe ich auch nicht plotten lassen, sondern zu Hause selbst ausgedruckt. Und wie schon beim Partyrock passiert, hatte ich auch hier die erste Variante zu klein ausgedruckt. Diesmal war ich immerhin so schlau, vor dem Zusammenkleben der Schnittmusterteile das Kontrollquadrat nachzumessen. Zugeschnitten habe ich dann wie immer Größe 4 mit etwas mehr Hüftweite.

Wie ich inzwischen gelernt habe, empfiehlt es sich, bei gemustertem Stoff und geteiltem Rückenteil auf den Musterverlauf zu achten. Diesmal habe ich das beherzigt. Ganz zufrieden bin ich noch nicht mit dem Ergebnis – aber ich bin zufrieden damit, dass ich in dem Punkt (wie auch beim Ausdruck, s.o.) eine Lernkurve zeige !

Wie ich es bei einigen anderen Näherinnen gesehen hatte, habe ich dem Top noch einen Halsbeleg spendiert, das finde ich sauberer als die Säume einfach umzuklappen. Nordendnaht hat dazu auch ein Tutorial verfasst.
 
Anders als in der Anleitung vorgesehen, habe ich die Schnitteile vor dem Zusammennähen versäubert, das ist mir einfach lieber. Danach: Brustabnäher nähen, Rückenteile zusammenfügen, Schulternaht schließen, Beleg nähen, Seitennähte schließen und (mit passender Kontrastfarbe) säumen – Fertig!
Wirklich flugs genäht, das Tip-Top!
 
Wie üblich bei den Schnitten von STOKX ist der Schnitt leicht anzupassen. Besonders die Teilungsnaht im Rücken hilft dabe. In der Anleitung gibt es aber auch noch einen Ausflug in die Welt der Brustanpassungen. 
Ich mag besonders am Tip-Top, dass es wirklich schön luftig ist. Ich habe die Variante mit dem Brustabnäher genäht, es gibt alternativ eine Variante mit Taillenabnähern, die dann aber noch einen Reißverschluss benötigt. Das ist mir für mich zu figurbetont. So gefällt mir mein Pinguin-Top!
 
Am letzten Sonntag habe ich es ausgeführt, als mein Mann und ich das Nachbarstädchen erkundeten nach Ecken, die wir noch nicht kannten. Und wir haben tatsächlich eine hübsche Ecke für die Fotos gefunden, an die es uns bisher noch nicht verschlagen hat. 
 
Und siehe da, nicht nur im feinen Hamburg gibt es einen Jungfernstieg an der Alster, sondern auch im viel weniger glamourösen Reinfeld am Neuhofer Teich hat es einen! Der ist glechzeitig noch Teil des Jakobswegs. Und nicht so überlaufen obendrein.

Verlinkt zu
Afterworksewing 
SewLaLa

Nähfrosch


Mittwoch, 6. Juni 2018

Elephant Love

Heute zeige ich Euch einmal ein Werk meiner frühen Nähkarriere, von dem ich gar nicht mehr genau weiß, wann ich es genäht habe.

Es muss wohl 2014 gewesen sein, als die Serie "Elephant Love" von Hamburger Liebe aufgelegt wurde. Und ich war sofort schockverliebt in das knallbunte Elefantenmotiv. Bollywood auf Baumwolle. Und dann auch noch in pink und blau - muss ich haben.

Anderthalb Meter wurden bestellt, geliefert und schnurstracks zu einem ganz einfachen Rock mit Kellerfalten vernäht. Ohne Schnitt, ganz frei Nase.

Seitlich gibt es einen Reißverschluss, der Bund ist einfach ein gerader Streifen, und der Saum ist mit Satin-Schrägband eingefasst.

Ich bin immer noch ganz angetan von dem Stoff: Er hat eine ganz glatte, ein wenig glänzende Oberfläche, knittert kaum (ist allerdings auch schwierig zu Bügeln), und hat diverse Wäschen klaglos überstanden.

Zuletzt habe ich ihn ausgeführt beim Besuch einer wunderbaren Ausstellung im Lübecker St. Annen - Museum: "Chanel, Dior, Pucci..." führt den Besucher ein in die Welt der Haute Couture und die Sammlung von Monika Gottlieb.

Hier habe ich über den Besuch der Ausstellung berichtet. Ich war dort mit zwei Freundinnen, von denen eine noch nähverrückter ist als ich, und so gab es zum Vergnügen der Dritten eine Menge zu fachsimpeln.
 Zum Beispiel darüber, dass bei diesem Cocktailkleid von Givenchy die Ärmel angeschnitten sind (und daher unter der Achsel ganz schön Falten werfen), und auch die Seitennähte von Oberteil und Rock nicht aufeinandertreffen. Wenn das schon bei der Haute Couture nicht klappt, näht es sich für den Hobbyschneider doch gleich entspannter!

Auch Lübeck hat seine ohnehin schon sehenswerte Altstadt schick herausgeputzt, denn am kommenden Wochenende sind die Lübecker Hansetage mit großem Programm. Weil ich selbst Lübeck so sehr mag, teile ich noch ein paar Eindrücke mit Euch:

Die Fachwerkhäuser schmücken sich mit Wimpeln....
... am Logenhaus dagegen geht es pompöser zu mit Kronleuchtern.

 
 Die Hüxstraße ziert sich mit Lampenschirmen...
 ... und das Balauerflohr mit bunten Schirmchen.

Da wir ja heute den Memademittwoch begehen, an dem selbstgenähte Kleidung an der Frau gezeigt wird, will ich euch auch die Tragefotos nicht vorenthalten:


Tatsächlich trage ich den Rock am liebsten mit Caprileggings drunter, so wie auf den Fotos. Die Weite, die durch die Kellerfalten entsteht, gibt ganz viel Bewegungsfreiheit, und der Rock schwingt und wippt ganz fröhlich beim Gehen.- Für mich ein wirkliches Lieblingsteil.

Und ihr - was habt ihr so zu zeigen bei unserer monatlichen Parade? Ich geh gleich mal schauen!
Gastgeberin Wiebke vom Blog Kreuzberger Nähte zeigt uns ein Schluppenkleid mit ganz interessanten Muster, das mir auch gefallen könnte.


Auch verlinkt bei der neuen Linkparty am Donnerstag vom Nähfrosch:
Du für Dich am Donnerstag

Und bei der ebenfalls neuen Linkparty von The flying Needle:Sew La La


Dienstag, 22. Mai 2018

Tira - Sommertop - Stricken mit allen Schikanen (Teststrick und Testbericht Addi Sockenwunder)


Ende April gab es bei der lieben Sandra vom Team Maschenfein auf Instagram immer wieder Vorschaubilder für ihr neues Projekt aus Pascuali Nepal - dem Tira-Top.
Als zum Teststrick aufgerufen wurde, habe ich ganz laut HIER geschrien, denn Sandras Anleitungen sind immer klasse, und Nepal von Pascuali wollte ich auch immer schon verstricken.
Nepal ist ein Garn aus 60% Baumwolle, 28% Leinen und 12% Brennessel - damit ist es zum einen sehr leicht und angenehm für den Sommer, zum anderen vegan.
Die Farbwahl war schnell getroffen, obwohl es Nepal in vielen schönen Farben gibt: anders als meine übliche Farbwahl blau-weiß oder rot-weiß entschied ich mich diesmal für weiß als Hauptfarbe und steingrau als Kontrast.
Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal ein Restknäuel von einer Strickfreundin zum Ausprobieren bekommen, mit dem ich die Maschenprobe stricken konnte. So konnte es gleich losgehen, nachdem das Garn geliefert und gewickelt war. (Ich habe mir kürzlich übrigens eine Schirmhaspel zugelegt, damit ist das Wickeln von Strängen nun die wahre Freude. Aber dazu später einmal.)

Dennoch hatte ich aufgrund eines vorübergehenden Teststaus die rote Laterne unter den Testern - fast täglich gab es fertige Tiras zu sehen, und ich kam nicht so recht vorwärts. Was aber nicht ander Anleitung und deren Verständlichkeit lag, sondern an dem besagten Projektstau, unter anderem verursacht durch mein Insa-Top.
Pascuali Nepal
Nachdem der Stau aufgelöst war, ging es mit Hochdruck weiter bei Tira.
Das Top wird in einem Stück von oben nach unten gestrickt, es hat einen sehr schönen, nicht zu tiefen V-Ausschnitt. Tira ist das portugiesische Wort für Streifen - und so hat das Top eine witzige Schulterpasse mit dünnen Streifen, im Gegensatz zu den Blockstreifen am Körper. Streifen gehen bei mir ja ohnehin IMMER.
Das Quietscheentchen war natürlich auch wieder dabei!
Durch die Oversize-Form braucht das Top keine Ärmel, es werden lediglich Bündchen angestrickt.
Hier habe ich ganz tief in die Trickkiste gegriffen und mein Addi Sockenwunder ausprobiert. Das war Bestandteil der Wundertüte, die ich bei meinem Besuch der H+H am Addi-Stand geschenkt bekommen habe.

Exkurs: Das Sockenwunder
So richtig warm sind wir bei meinem kurzen Teststricken am Stand nicht geworden, jetzt bekam das Sockenwunder eine echte Chance:
Das Sockenwunder ist eine ganz kurze Rundstricknadel, mit einer kürzeren und einer längeren Nadel. Man kann damit kleine Durchmesser (Socken oder eben Ärmel oder Ärmelbündchen) in der Runde stricken und spart sich damit das Nadelspiel.
Allerdings muss man sich erst einmal aneinander gewöhnen. Die kürzere Nadel ist die "Arbeitsnadel" und soll von Rechtshändern rechts geführt werden. Beim ersten Ärmelbündchen war die Handhabe extrem fummelig, wie ich fand. Beim zweiten allerdings hatten wir uns aneinander gewöhnt, und das Stricken von kraus rechten Runden lief recht flüssig. Qualvoll allerdings fand ich nach wie vor das Aufnehmen der Maschen, und noch mehr das Abketten - da ich an die spitzen Nadeln von HiyaHiya Sharp gewöhnt bin, finde ich die Spitzen des normalen Sockenwunders zu stumpf, ich neige dann dazu, sehr locker zu stricken. Addi plant allerdings ein Sockenwunder mit Lace-Spitzen - mit dem könnte ich sicher Freundschaft schließen.

Eine Chance bekommt das Sockenwunder noch bei einem Paar Socken - ich werde weiter berichten. Insbesondere interessiert es mich, ob man Ferse und Spitze auch mit der Wundernadel stricken kann?

Aber zurück zum Tira-Top:
Nach einer Woche konzentrierten Strickens war es fertig.
Vor lauter Ungeduld habe ich es nicht gewaschen, sondern mit einem feuchten Tuch gedämpft - diese Behandlung macht das Garn noch etwas weicher, und sorgt für ein glatteres, gleichmäßigeres Maschenbild.
Und so kann es nun bei den gerade herrschenden sommerlichen Temperaturen getragen werden:


 Es fällt sehr schön locker und ist herrlich luftig. Allen denen, die sich für weiß als Hauptfarbe entscheiden, gebe ich allerdings zu bedenken, dass das Top damit recht transparent wird - ein Top unterm Top kann angeraten sein.

Den Oversize-Effekt finde ich angenehm bemessen, es fällt nicht zu groß aus - aber eben wunderbar leicht und luftig. Besonders gefällt mir allerdings die Idee mit den gestreiften Schultern!

Noch eine Bemerkung zum Garn - Nepal flust ein bisschen beim Wickeln und beim Stricken, hin und wieder hat man kleine "Borsten" im Faden, die vermutlich von den Leinenfasern stammen. Dennoch ist das Garn angenehm weich, überhaupt nicht pieksig, gut verzwirnt und sehr angenehm zu stricken. Es ist sehr pflegeleicht (sogar maschinenwaschbar) und übersteht auch eine Begegnung mit dem Bügeleisen bei mittlerer Hitze problemlos.
Ein ideales Sommergarn also!

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Maschenfein - auf den Nadeln Mai
Creadienstag
Stricklust
RUMS

Dienstag, 15. Mai 2018

OUT NOW: Insa Sommertop

Was macht ihr eigentlich so, wenn ihr krank seid?
Ich war zuletzt in der Woche nach Ostern krank, und während draußen die ersten warmen Sonnenstrahlen den Frühling übten, saß ich drinnen auf dem Sofa und wünschte mir den Sommer herbei.
Und dabei kam mir die Idee für ein schnelles, einfaches Sommertop aus einem Garn, das ich immer schon mal ausprobieren wollte: Mein Insa-Top aus Lamana Perla (60% Pima-Baumwolle, 25% Alpaka, 15% Seide).

Ärmellos, in einem Stück, mit U-Boot-Ausschnitt
 
einer seitlichen Fake-Naht
und einem kleinen Lochmuster im oberen Viertel.
 
Und schön boxy, damit es an heißen Sommertagen schön luftig sitzt.

Gedacht, gemacht - und hier ist es:
Strickanleitung

Mit dem relativ dicken Garn und Nadelstärke 3.5 - 4 ist das Top ganz schnell gestrickt. Durch den Seidenanteil hat Perla eine etwas glänzende Oberfläche, die dem Gestrick einen edlen Anstrich verleiht. Dazu ist es ganz weich, und fasst sich schön glatt an, ohne dabei glitschig zu sein.  

Für meine Insa habe ich mir die Farben Chili und Natur aus der umfangreichen Farbpalette ausgesucht. Ursprünglich war die Kragenpartie in Natur gedacht - während des Strickens habe ich mich umentschieden und in Chili gestrickt, was meiner Kombination den letzten Pfiff verleiht.
Aber die Farbpalette von Perla erlaubt eine Menge Variationsmöglichkeiten, wie mir meine kreativen Teststrickerinnen zeigten - hier seht ihr einige Designbeispiele. Ich war echt von den Socken, was für tolle Insas beim Test zusammengekommen sind:
Fröhlich in Gelb mit Streifen von S. Gröber
Schlicht und edel in Perlgrau und Silbergrau von M. Hergarten
Sommerlich in Petrol und Gelb von I. Greil
Marine und Curry von Silke R. - diese Kombi war auch eine meiner Favoriten!
Fast einfarbig in Bordeaux mit einem kleinen Akzent in Natur von J. Hügel

Hier geht es zur Anleitung auf Ravelry: Insa-Top


Und nachfolgend die Zusammenfassung meines Projekts:
Gestrickt Gr. M
Nadeln: HiyaHiya Sharp Stärke 4, 80 cm Seil
Verbrauch: 90 g Natur, 245 g Chili

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Maschenfein - auf den Nadeln Mai

Creadienstag

Mittwoch, 2. Mai 2018

Sculpture - wird es endlich Frühling?

In den letzten Jahren habe ich den Eindruck, der Winter wird von Jahr zu Jahr länger, und die Zeit, in der man luftige, leichte Kleidung tragen kann, dagegen immer kürzer.

Das führt zum einen dazu, dass ich es von Jahr zu Jahr immer weniger erwarten kann, bis es endlich wieder hell, sonnig und warm wird, zum anderen dazu, dass ich gegen Ende der Saison immer noch fleißig für den Sommer nähe und dann - schwupps! - vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht werde.

So kam es, dass ich diese wunderbare Bluse zwar im letzten Jahr noch genäht habe, sie aber erst am ersten warmen Wochenende, das wir hierzulande genießen durfte, tragen konnte.


So nutze ich den heutigen MeMadeMittwoch wieder einmal herzlichen Dank an das Team für die monatliche Organisation!), euch "Sculpture" vorzustellen!
Der Schnitt ist schon etwas älter, aus Ottobre 2/15. Genau wie auch der Stoff schon etwas älter ist, den habe ich im gleichen Jahr gekauft, als im örtlichen Stoffladen gerade Sommerschlussverkauf war.
Es ist ein wunderbarer Leinenstoff in einer Hammerfarbe, irgendwo zwischen Pink und Hummerfarben. Ideal für das leichte Blusenshirt.

Der Schnitt ist schnell genäht, besteht nur aus zwei Teilen und einem Streifen für das Halsbündchen hinten. Der Clou sind die Falten am Vorderteil, die laut Schnitt gelegt und dann ein paar cm tief abgesteppt werden:
 Ansonsten werden Hals- und Ärmelsäume knappkantig abgesteppt, der untere Saum etwas breiter (ich habe mich in der Größe etwas verschätzt und habe deshalb seitlich Schlitze gearbeitet) - und: FERTIG!
 Einziger Nachteil der Stoffwahl: Leinen knittert leider sehr.
Aber bis auf dieses Detail liebe ich das Blüschen - es ist luftig, leicht, man kann notfalls noch ein Hemdchen drunter tragen, und die Farbe macht einfach gute Laune!

Gibt es noch mehr Knallfarben an diesem Mai-Mittwoch? Ich geh gleich mal schauen auf unserem virtuellen Laufsteg.


Mittwoch, 7. März 2018

Gut gelaunt in Falten (Fashionstyle 11/17)

Schon häufig habe ich hier beim MeMadeMittwoch-Treffen Projekte bewundert, die nach Schnitten aus der KnipMode oder FashionStyle geschneidert wurden.
Als bekennenter Ottobre-Fan, der auch nicht häufig an Zeitschriftenkiosken vorbeikommt, war diese Zeitschrift bislang an mir vorbeigegangen.
Das änderte sich, als ich in der Nachlese zur Annäherung Süd das sehr überzeugende Baukastenkleid entdeckte, eigens für die Ausgabe 10/17 zum gut sortierten Zeitschriftenhändler fuhr - und dort seither jeden Monat die aktuelle Ausgabe durchblättere.
Manchmal kaufe ich sie sogar - wie z. B. die Ausgabe 11/17, bei der mir einige Kleiderschnitte sehr gefallen. Ganz besonders Kleid Nr 24 mit dem gerafften Kragen hat es mir angetan.

Nach einem Besuch im Lillestoff-Fabrikverkauf im Januar hatte ich den passenden Stoff im Vorrat: einen dezent gemusterten Viskosejersey, schwarz-anthrazit. Damit das Ganze nicht zu trist wird, dazu noch curryfarbenen Jersey als Kontrast.

Wenn man nicht wie ich den Ausschnitt paspeln will und dazu erst einmal scharf nachdenken muss, wie man das anstellt mit den Belegen und dem separaten linken Schulterteil, ist das Kleid superschnell genäht. Ich musste wegen der Paspel ein bisschen tüfteln (und leider auch trennen), bis alles so war, wie ich wollte. Dennoch war das Kleid an einem Tag fertig genäht.
Hier seht ihr die Paspel, die ich schlussendlich bei den Belegen zwischengefasst habe. Eigentlich wollte ich das separate Schulterteil auch noch paspeln, das ließ sich aber wegen der Rundungen nicht gut nähen und sah nicht gut aus, also blieb es bei der Paspel am Ausschnitt.
Aus der Anleitung ging für mich nicht ganz genau vor, ob die Falten am Ausschnitt abgesteppt werden oder einfach nur gelegt und festgenäht. Ich habe sie also von der Rückseite ca. 4 cm tief abgesteppt - ich mag den Effekt, und nebenher flutschten sie beim Nähen auch nicht weg, sondern es blib alles schön an Ort und Stelle. 

Gegen zu viel Tristesse habe ich dann die Zwillingsnähte an allen Säumen zweifarbig genäht, ein Faden ist goldgelb. Ich finde, das gibt dem Kleid noch ein bisschen extra Pep.

Und - schon fertig ist das neue Kleid:

Hinten sind netterweise Abnäher vorgesehen, das finde ich super. Denn Jerseykleider ohne Mittelnaht beulen bei mir gern am Hohlkreuz - das ist hier nicht der Fall. In natura sehen die Abnäher hinten auch nicht so "tütig" aus wie hier auf dem Foto. Aber man kann schön die Kontrastnähte an den Säumen sehen. Ich finde die so toll!

Die Tragefotos hat der beste Ehemann von allen auf dem benachbarten Spielplatz gemacht.
Auf dem Balancierbalken hatte ich so meine Schwierigkeiten...


Aber Kleid und ich haben den Balanceakt unbeschadet überstanden. Überhaupt war ich sehr angetan darüber, wie bequem das Kleid ist.

Der beste Ehemann von allen bestand dann noch auf diesem Foto vor neutralem Hintergrund mit dem Argument "Das ist so ein elegantes Kleid, das passt überhaupt nicht auf den Spielplatz." So ein Kompliment bekomme ich selten, also tat ich ihm den Gefallen und posierte noch mal seriös:




Am unteren Bildrand seht ihr ein paar Reste Schnee - den folgenden Sonntag hat es angefangen, richtig doll zu schneien, und bis Montag fielen dann 30 cm Schnee. So ein Winter ist hierzulande nicht alltäglich - aber in meinem Kleiderschrank findet sich wunderbarerweise noch ein genau passendes Jäckchen in goldgelb, das ich prima zum Kleid tragen kann:


Ganz unvorhergesehen ist also ein Kleidungsstück mit Potenzial zum Liebling in den Schrank eingezogen - wie gut, wenn man ab und an einmal etwas Neues ausprobiert!

Und wie gut, dass es auf der Plattform des MeMadeMittwoch so viel Inspiration gibt! Schade nur, dass er seit diesem Jahr nur noch einmal im Monat stattfindet - meiner Meinung nach viel zu selten.

Heute will ich aber die Gelegenheit nutzen und stöbern, was die  Mitstreiterinnen so alles zeigen - vielleicht ist ja wieder ein Fundstück für mich dabei.

Dieser Beitrag wandert auch zu 12x memade Februar  von Chrissy - eine tolle Aktion, hier lohnt sich das Mitlesen immer!