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Dienstag, 10. Juli 2018

Das Wö(l)lkchen: NUVOLA

Die Ideen zu Anleitungen springen mich manchmal einfach an.
Plötzlich küsst mich die Muse, und ich weiß genau, wie mein fertiges Modell aussehen soll.
So war es bei NUVOLA.

Am Anfang war das Garn

Suave Cottonvon Pascuali  war der Renner auf der H+H in Köln : Es ist aus 100%  Baumwolle, aber fasst sich an wie eine Wolke. Der etwas sperrige, feste Griff, denn reine Baumwollgarne häufig haben, fehlt bei Suave völlig. Stattdessen ist es fluffig weich und federleicht anzufassen. 


Beim ersten Kennenlernen war ich spontan verliebt in diese weiche Haptik, aber die zündende Idee für eine Anleitung kam erst Wochen später.
Nämlich als ich anfing, mir ein Hochzeitsgastkleid zu nähen für eine Hochzeit Anfang Juli. Ärmellos sollte das Kleid werden, und der schwarze Leinenstoff, den ich mir dafür ausgesucht hatte, war verziert mit einer beigefarbenen Lochstickerei. Da man hierzulande ja nie weiß, wie Petrus mitspielt, reifte

Die Idee:

Ein Jäckchen zum Kleid, wärmend zwar, aber nicht schwer, taillenkurz und mit einem romantischen Touch – passend zum Kleid und zum Anlass.

 Die aktuelle Farbpalette umfasst diese 13 Farben:
Mit freundlicher Genehmigung von Paul Pascuali

 Das Cremeweiß passte perfekt zur Farbe der Stickerei:

Zum Herbst hin gibt es nochh drei neue Farben: Blau, silbergrau und senf-/ currygelb!)
Mit freundlicher Genehmigung von Paul Pascuali!
Der Anfang der Anleitung war recht schnell geschrieben, und meine lieben Teststrickerinnen haben sich auf eine Art Mystery-KAL eingelassen. Da der Zeitraum zwischen Idee und geplanter Veröffentlichung recht kurz war, gab es die Anleitung in Stücken, je nach meinem eigenen Strickfortschritt und den Korrekturanmerkungen der Tester.
Und herausgekommen ist NUVOLA (italienisch für „die Wolke“) – und eine Wolke ist es wirklich, dieses feine Gestrick:

Die Anleitung 

Das Jäckchen ist ein RVO, gestrickt an einem Stück ohne Nähte, und geht von XS bis XL. In der Anleitung gibt es verschiedene Stellen, an denen beschrieben wird, wie man Weite oder Länge anpassen kann – sie ist also recht variabel gehalten.  
Auch das Bindebändchen, das ich zum Schließen des Jäckchens eingezogen habe, ist optional – das Jäckchen kann also auch ganz einfach zum Offen-Tragen gestrickt werden.
Und wie schon bei vorherigen Tests waren meine Testerinnen super kreativ, schaut hier ein paar Beispiele aus dem Test an:

Suave ist übrigens nicht nur ein Traum an Weichheit, sondern auch ein Traum an Lauflänge: mit 25g bringt sie es auf 162 m, und für Gr. XS und S benötigt man für die taillenkurze Version mit ¾ Ärmeln nur drei Knäuel!

Ich habe meine Nuvola zur Hochzeitsfeier getragen und bin sehr angetan vom Tragegefühl: Das Leichtgewicht merkt man kaum, aber dieser Hauch von Nichts wärmt sehr angenehm and kühleren Sommerabenden. 



Die Anleitung mit weiteren Informationen gibt es hier bei Ravelry.

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Dienstag, 13. März 2018

Der Dreifarbige: Mi-Iro (Strickanleitung für einen Schal für Damen und Herren)

MI-IRO

ist das japanische Wort für "dreifarbig".

Drei Farben hat mein Schal, den ich letztes Jahr entworfen habe:
Es ist ein assymmetrischer Schal, sowohl geeignet für Damen und Herren, der optimal kleidet in der momentanen Übergangszeit: Er ist leicht, nicht zu lang, und hat eine angenehme Struktur.

Der Name musste japanisch sein, da der Schal im Original aus Garnen des japanischen Herstellers Itoyarns gestrickt wird, nämlich
-  aus Ito Washi , einem ganz tollen Garn aus Papier und Viskose, das nach dem Waschen weich und anschmiegsam wird
- und der hauchfeinen Ito Shio, einem sehr weichen, sehr dünnen Wollfaden.


Je nachdem, wie man die beiden Fäden farblich kombiniert, entstehen schöne Melange-Effekte, oder aber ein solider unifarbener Eindruck.



Besonders ist die assymmetrische Form - und der umlaufende I-Cord sorgt für den letzten Schliff.

 Je nach Geschmack lässt sich der Schal lässig knoten (Variante "Herrenschal")...

 ... oder elegant um die Schultern drapieren (Variante "Damenschal").

Zur Anleitung bei Ravelry geht es hier entlang.

Länge und Breite lassen sich einfach abwandeln, wer bei den Originalgarnen nicht die passende Kombination findet, kann auch anderes leichtes Sommergarn verwenden (die Garnmengen weichen dann allerdings u.U. ab, Lauflänge beachten!).
Ich könnte  mir den Schal auch sehr gut vorstellen aus diesen Alternativgarnen:

- Ito Urugami (aus Wolle und Papier), das gibt es in vielen knalligen Farben
- Canapa, dem Hanfgarn von LangYarns
- Pinta, mit Seide, aus dem Hause Pascuali

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Viel Spaß beim Nachstricken!

Ich verlinke meinen Schal bei
Maschenfein - auf den Nadeln März
Creadienstag

Dienstag, 27. Februar 2018

Peelinghandschuh aus Spongegarn - kostenlose Anleitung

Kennt ihr Spongegarn?
Das ist so ein kratziges Garn, aus dem zur Zeit viele Spüls- oder Putzschwämme häkeln und stricken. Neulich ist  mir beim Einkaufsbummel dieses Spongegarn über den Weg gelaufen. Und da ich gerade auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für zwei liebe Freundinnen war, durften trotz Wolldiät zwei Knäuel mit.

Nein, keine Angst, Spülschwämme verschenke ich natürlich nicht zum Geburtstag. Ein kleines Wellnesspaket sollte jede von ihnen bekommen, und ein Bestandteil davon sollte ein Peelinghandschuh sein, dessen rubbelige Seite aus Spongegarn gehäkelt werden sollte. Ein Gästehandtuch vom Möbelschweden sollte die Handschuhseite werden. 

Auf die Schnelle habe ich im www keine Anleitung gefunden, die meinen Vorstellungen entsprach. Deshalb habe ich ein bisschen herumprobiert, und euch zum Nachmachen eine kleine Anleitung geschrieben.

Ihr braucht
- 1 Knäuel Spongegarn (z. b. Creative Bubble von Wolle Rödel - ein Knäuel mit 90 m reicht für 1.5 Handschuhe)
- Häkelnadel Nr. 4
- 1 Gästehandtuch (alternativ: einen Waschhandschuh)
- passendes Nähgarn
- Nähmaschine

Als erstes wird das Gästehandtuch in die gewünschte Größe zerschnitten. Ich habe es der Länge nach in der Mitte gefaltet, durchgeschnitten, und die beiden Stücke noch einmal jeweils um 4 cm gekürzt.
Diese beiden Rechtecke werden nun wieder der Breite nach in der Mitte gefaltet. Die Oberkante wird mit dem Zickzackstich der Nähmaschine versäubert, die seitliche Kante einfach abgesteppt (s. rote Linien).

Wenden - fertig ist der Handschuh!

(Wer einen fertigen Waschhandschuh verwendet, kann diese ersten drei Schritte natürlich auslassen)

Nun geht es ans Häkeln.
Mit der Häkelnadel 27 Luftmaschen (LM) anschlagen. Zwei Luftmaschen überspringen, dann in jede folgende LM je eine feste Masche (FM) häkeln. Am Ende der Reihe wieder zwei LM häkeln, wenden, und bis zum Reihenende FM häkeln.
Gerade hoch häkeln, bis die Arbeit die gleiche Länge erreicht hat wie der Handschuh.

Das Gehäkelte oben auf den Handschuh auflegen, dass die Kanten bündig aufeinander liegen.
Nun mit kleinen Handstichen einmal rundherum das Gehäkelte aufnähen.
Dabei auch die Unterkante sauber vernähen - so bleiben Ober- und Unterteil gut miteinander verbunden.

... und: fertig!



Ich finde die rauhe Oberfläche des Spongegarns genau richtig - sie ist rauh genug, um einen Peelingeffekt zu erzielen, aber nicht so hart, wie man es von manchem handelsüblichen Handschuh kennt. Den Prototypen, der mir leider etwas schief geraten ist, ist derzeit eifrig im Einsatz, und ich mag ihn sehr! Außerdem gibt es das Garn in vielen verschiedenen Farben, so dass man auch noch hübsche Farbeffekte ins Bad zaubern kann - so wird ein nützlicher Gegenstand auch noch zum schmückenden Accessoire!

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

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Dienstag, 9. Januar 2018

OUT NOW: Der Strandschal (Anleitung für ein assymmetrisches Tuch in zwei Farben)

Seit September habe ich an meiner neuen Anleitung getüftelt, nun ist sie endlich fertig geschrieben und von lieben Teststrickerinnen erprobt: 

Der Strandschal ist fertig!

Den Schal habe ich entworfen für eine liebe Freundin, die sich sehr gern an der See, insbesondere aber auf LaGomera, aufhält. Und die eine Schwäche hat für Tücher und Schals. Davon hat man ohnehin nie genug!

Am Anfang der Anleitung stand das Garn, das türkis-melierte Merinogarn erinnerte mich an das Blau des Mittelmeeres und zündete sofort die Idee. Was lag näher als die Kombination mit naturfarbenem Garn als Symbol für den Strand? 

Ein kleines Lacemuster, das sich mehrfach wiederholt, symbolisiert wiederum Muscheln und Seesterne - fertig sind die Zutaten für den Strandschal. 
Das Tuch ist assymmetrisch geschnitten und auf vielfältige Weise tragbar:


Die Anleitung ist ab sofort auf Ravelry erhältlich.

Zum Nachstricken benötigt man Garn in Fingering-Stärke (ca 200 - 225 m / 50 g),je 450 m in zwei Farben. Es muss nicht zwingend ein meliertes Garn sein, wer das nicht mag - zweifarbig soll es aber schon sein, damit die Strickweise gut zur Geltung kommt.
Mein Originalgarn war das wunderbar weiche Merino 450 supersoft von Heike Hug, hier kam ich mit je einem Knäuel(450 m)  pro Farbe bei NS 3 bequem aus.

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Sonntag, 19. November 2017

OUT NOW: Anleitung "Stadtschal" - ein Hauch von Nichts

 Es ist geschafft: Der STADTSCHAL ist fertig!   


 Abgekettet wurde er sozusagen just in time auf dem Maschenfein-Treffen am vergangenen Samstag, und das erste Tragefoto entstand in den tollen Loft-Räumen von Sister Mag: 
 
 Es ist ein Hauch von Nichts aus Ito Sensai, einem ganz luxuriösen Garn aus 60% Mohair und 40% Seide. Das Garn ist ganz kuschelig weich, nicht ganz so haarig wie man es sonst von Garnen mit Mohair-Anteil kennt, und es hat eine sensationellen Lauflänge von 240 m auf 20 g!
Der Schal strickt sich mit NS 4,5 schnell weg, und macht durch das einfache Muster, das schöne Garn und die schönen Farben beim Stricken guten Laune!

Sensai gibt es in vielen Farben, die richtig Lust machen auf Farbkombinationen. Für den Schal benötigt man ein Knäuel von jeder der fünf Farben.
Meine Kombination ist etwas knallig: Weiß - Silver - Snow Gray - Lime - Azalea.

Die Kombination meiner lieben Teststrickerin kommt viel ruhiger daher:
Orient blue - Moss - Logwood- Red - Pale Blush.

Aber auch in anderen Kombinationen kommt der Schal sicherlich gut daher - zum Beispiel diese:

 White - Silver - Smoke Gray - Charcoal - Black im Farbverlauf.

Oder diese, die mich an Sommer und Urlaub am Meer erinnert:
 White - Pale Blue - Aqua - Pool Blue - Denim.

Oder ganz dezent und edel in Pudertönen:
Pale Blush - Cream - Caramel - Cherry Blossom - Enji

Oder...
Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.
Und am Ende wiegt der ganze Schal nicht einmal 100 Gramm, wärmt dabei aber ganz wunderbar.

Zu meinem Ravelry-Projekt geht es hier.
Die Anleitung findet ihr hier bei Ravelry. Vielleicht braucht ja jemand noch eine Idee für ein schelles Weihnachtsgechenk an sich selbst oder einen lieben Menschen?

Und das Garn bekommt ihr zum Beispiel im Maschenfein-Shop.

Zu Maschenfein - auf den Nadeln November verlinke ich nun diesen Blogpost.








Dienstag, 5. September 2017

Out now: "MI-IRO" - dreifarbiger Schal - Anleitung

In den letzten Wochen war es auf meinem Blog ein bisschen ruhiger.

Dies lag zum einen an der Ferienzeit, Urlaub und dem damit verbundenen "mal ausrauchen" und Beine baumeln lassen. Zum anderen aber lag es daran , dass ich im Hintergrund ganz fleißig an der Anleitung für den Schal gearbeitet habe, der mich schon seit Mai begleitet hat.

Und nun ist die Anleitung fertig geschrieben, formatiert und getestet und über Ravelry erhältlich:

MI-IRO

ist das japanische Wort für "dreifarbig".



Mein japanischer Nachbar hat mir bei der Namensgebung kräftig geholfen.
Denn der Schal wird im Original gestrickt aus feinen japanischen Garnen der Marke Ito. Daher musste natürlich auch der Name des Modells ein japanischer sein!


Die Idee für den Schal kam mir beim Stricken meines diesjährigen Frühlingspullovers aus den gleichen Garnen. Über den Pullover und seine Entstehung habe ich z. B.  hier geschrieben. Die Farbenund auch die Haptik der Garne haben mich so eingenommen, dass ich unbedingt noch etwas daraus stricken wollte.


Um den Schal zu stricken, sollte man rechte, rechts verschränkte und linke Maschen sowie Zu- und Abnahmen stricken können und wissen, wie man Maschen aus dem Rand eines Strickstücks aufnimmt.
Abschließend wird der Schal mit einer I-Cord versehen für den letzten Schliff.


Jede der drei Farben wird zweifädig gestrickt:
-  aus Ito Washi, einem ganz tollen Garn aus Papier und Viskose, das nach dem Waschen weich und anschmiegsam wird
- und der hauchfeinen Ito Shio, einem sehr weichen, sehr dünnen Wollfaden.

Je nachdem, wie man die beiden Fäden farblich kombiniert, entstehen schöne Melange-Effekte, oder aber ein solider unifarbener Eindruck.
Die passenden Garne in allen verfügbaren Farben erhaltet ihr z. B. bei Maschenfein



Grundsätzlich aber kann jedes andere Lace- oder Sportgarn verwendet werden (dann müsst ihr die benötigten Mengen allerdings umrechnen), und die Länge und Breite des Schals lassen sich ebenfalls problemlos verändern. So sind euch keine gestalterischen Grenzen gesetzt!

Zur Anleitung geht es hier entlang (momentan gibt es sie nur auf deutsch) - ich freue mich auf zahlreiche Projekte von Euch! Auf meiner Facebook-Seite oder Instagram könnt ihr gerne Eure Versionen posten, gern unter dem Hashtag #mi-iro.

Viel Spaß beim Nachstricken!

Ich verilnke meinen Schal bei
Maschenfein - auf den Nadeln September
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Stricklust
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Dienstag, 28. Februar 2017

Ein Hauch von Nichts - Abschiedsschal "Ways of Life"

Eine liebe Freundin, der ich meine Nähkarriere verdanke, hat Geburtstag.
Kürzlich hat sie das Lace-Stricken für sich entdeckt - und ich habe ihr zum Geburtstag einen ganz leichten, hauchfeinen Frühlingsschal gestrickt.

Ein echter Hauch von Nichts - er wiegt nur 75g!



Verstrickt habe ich 50 g Rowan Kidsilk Haze Stripes in der wunderbaren Farbe CIRCUS. Ein wahres Überraschungsknäuel - Schon beim Stricken war es eine wahre Freude, die Farbwechsel zu beobachten:

Die Farben des Rowan-Garns sind unglaublich leuchtend, und das Garn (70% Mohair / 30% Seide) ist ganz weich - eine wahre Freude für Augen und Hände!
Da ein Knäuel Rowan von 50g nicht ausreichte, habe ich das bunte Garn ergänzt durch Drops Kidsilk  in hellgrün. Das Drops-Garn hat die gleiche Lauflänge wie Rowan, und unterscheidet sich in der Zusammensetzung nur minimal mit 75% Mohair und 25% Seide. In der Haptik konnte ich keinen Unterschied feststellen.


Das Muster habe ich selbst entwickelt. Es heißt "Ways of Life".


 Es symbolisiert die Wege, die das Leben nimmt - und dass Wege, die sich trennen, auch wieder zusammenfinden. Die Farben zeigen, dass das Leben ganz schön bunt ist. Stimmt doch, gell?

Das Muster ist - obwohl es kompliziert aussieht - recht eingängig und strickt sich nach ein paar Wiederholungen auch ohne Anleitung.
Hier entlang geht es zur kostenlosen Anleitung auf Ravelry. Neben einer ausformulierten generellen Anleitung gibt es eine Strickschrift für das Lacemuster. 

Rowan habe ich verstrickt, bis das Garn wieder einen grünen Abschnitt hergab, danach habe ich das Drops-Garn bis zum Ende gestrickt, und dann den Rest Rowan als Abschluss. So ergeben sich beim Wickeln des Schals unterschiedliche Effekte, je nach Wickelrichtung. Mir gefällt besonders gut die pinkfarbene Abschlusskante.
Trotz des superleichten Materials ist der Schal recht warm und natürlich ganz kuschelig. Und mit den leuchtenden Farben gibt er einen wunderbaren Farbklecks ab in diesen trüben Tagen.

Fertig misst er übrigens ca 1.80 m in der Länge und fast 50cm in der Breite. Ein riesiges Leichtgewicht, ein wahrer Hauch von Nichts!
Die Beschenkte hat einen pinkfarbenen Regenmantel - zu dem wird dieser Schal ganz famos passen!
Schön verpackt, mit Pflegehinweis versehen und um eine selbstgemalte Karte ergänzt, hat sich der Schal schon auf den Weg gemacht. Zu dieser und weiteren selbstgemalten Karten schreibe ich in Kürze noch mal mehr, ich habe nämlich noch eine neue Liebe entdeckt...

Was ich übrigens bei der Entwicklung des Musters und des Probestrickens besonders spannend fand, war die Tatsache, dass das Muster völlig anders herauskommt, wenn es aus anderem Garn gestrickt wird. Der Effekt ist verblüffend. Meine Proben habe ich aus cremefarbener Alpakasilk gestrickt, und hier kommen die Strukturen ganz klar heraus, auch ist das Gestrick insgesamt viel schmaler trotz gleicher Nadelstärke (3.0) - faszinierend!
Damit will ich euch alle ermutigen, auch einmal Muster auszuprobieren, wenn ihr nicht das in der Anleitung angegebene Material zur Hand habt.  Nur Mut! Länge und Breite lassen sich einfach variieren, und so sind der eigenen Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

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Maschenfein - auf den Nadeln März


Dienstag, 29. November 2016

Weihnachtsengel - mit Anleitung!

Am Sonntag war der erste Advent. Habt ihr schon ordentlich dekoriert?
Falls ihr noch "nachrüsten" wollt, habe ich hier noch eine schöne Idee für niedliche Weihnachtsengel.




 Material für einen Engel: 
1 Blumentöpfchen (Durchm. unten ca 4.5 cm)
4 kleine Holzkugeln (ca 18 mm, ich habe halbgebohrte genommen) für die Füße und Hände
1 große Holzkugel (ca 30 mm, durchgebohrt) für den Kopf
dicke Schnur oder Paketkordel
Zahnstocher
Leim
Fineliner / Filzstift
gelben Moosgummi
Acryl- oder Plakafarbe (ich habe rot und cremeweiß verwendet)
Pinsel
Schere
Bleistift


Die Blumentöpfchen habe ich zuerst mit der Farbe angemalt.

Nach dem Trocken habe ich lustige Gesichter auf die großen Holzkugeln gemalt. Sehen die Engelgesichter nicht schon süß aus?

Aus der Paketschnur scheidest du pro Engel
- ein langes Stück - 35 cm - für den Aufhänger
- ein Stück - 30 cm - für die Beine
- ein Stück - 19 cm - für die Arme.
Ich habe gleich 12 Engel gebastelt, da kommt einiges zusammen 😀








Das Stück Schnur für den Aufhänger legst du erst einmal beiseite. Wenn du halbgebohrte Kugeln verwednest, machst du jeweils einen Knoten an die Enden der Arm- und Beinschnüre.

In das Loch der kleinen Holzperlen gibst du nun einen Tropfen Kleber. Dann stopfst du die verknoteten Ende der Arm- und Beinschnüre jeweils in eine Kugel.
Wenn du durchgebohrte Kugeln für die Hände und Füße verwendest, ziehst du einfach die Kordel durch die Perle und machst dann den Knoten, damit die Kugel nicht mehr von der Schnur rutscht.

Brich einen Zahnstocher in der Mitte durch und knote die Beinschnur so um den Zahnstocher, dass der Knoten mittig in der Schnur sitzt. Sonst hat der Engel am Ende unterschiedlich lange Beine 😊
Um den Knoten mit dem Zahnstocher knotest du dann die Aufhängerschnur. Dann fädelst du die Aufhängeschnur durch das Loch im Blumentopf. Der Zahnstocher zusammen mit den Knoten muss so dick sein, dass er nicht durch das Loch nach oben rutschen kann.

 Jetzt fädelst du den Kopf auf die Aufhängeschnur (noch nicht verknoten!). Die Armschnur knotest du zwischen Blumentopf und Kopfperle fest, so dass die Arme gleich lang sind.


(Hinweis - ich habe für die Fotos die Hand- und Fußperlen erst am Schluss angebracht. Das ist aber ziemlich umständlich, deshalb sieht die Anleitung diesen Schritt schon an früherer Stelle vor.)

Meine 12 Figuren sehen doch jetzt schon richtig nach was aus, nicht?


Aber damit Engel daraus werden, fehlen natürlich noch Flügel und die Sternenkrone. Für beides habe ich mir eine Schablone aus starkem Papier angefertigt, die Umrisse auf Moosgummi übertragen und ausgeschnitten.

Die Flügel werden auf die Blumentöpfe aufgeklebt
Die Sternenkrone braucht für das Aufhängeband noch ein Loch in der Mitte. Ich habe das mit der Lochzange gestanzt, aber ihr könnt auch eine dicke Nadel oder eine Ahle nehmen. Aufhängeschnur durchfädeln, oben verknoten - uuuund: FERTIG!
 

Meine 12 Engel sind inzwischen verschickt, sie gehen an die Facebook-Gruppe "Gemeinsam helfen" und werden so zur Adventszeit krebs- und herzkranke Kinder eine kleine Freude bereiten. Wer mag - die Gruppe sucht immer fleißige Hände, die häklen, stricken, nähen oder basteln. Nicht nur zur Weihnachtszeit!

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