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Mittwoch, 11. Juli 2018

Stoffdiät im Juli: Auf und ab...


Willkommen zur Stoffdiät im Juli!

Ich nehme es gleich vorweg: Dieses Mal bin ich ganz schön stolz auf mich, denn in den vergangenen Wochen seit dem letzten Treffen habe ich einiges weggenäht, und die Stoffkiste schließt wieder💪

Was genau ich alles geschafft habe, zeige ich gleich - allerdings beichte ich erst einen Besuch auf dem Lübecker Stoffmarkt, der Ende Mai stattgefunden hat:
Eigentlich brauchte ich nur einen Reißverschluss und Satinband. Und nachdem ich die erste Hälfte der Stände in Augenschein genommen hatte, darunter mein Lieblingsstand, war ich vom Angebot ziemlich ernüchtert. Das würde ja ein billiger, stoffdiätgünstiger Besuch werden.
Doch dann kam alles anders, und es liegen hier:
- blaue einfarbige und gemusterte Viskose für eine Tunika aus einer älteren Herbst-Ottobre
- ein gelber Coupon für eine Sommerbluse (vielleicht Sophie Nr. 2)
- grauweißgelb gemusterter Baumwollcoupon für eine Pyjamahose
- Pinguinstoff für ein Tip-Top
- ein Coupon schwarze Schurwolle mit grauen Nadelstreifen für eine Winterhose
- und drei bunte Fat Quarter, die ich einfach haben wollte.
Insgesamt 11.50 m Zugänge... den Reißverschluss und das Satinband nicht eingerechnet 😉

Immerhin fast alles für konkrete Projekte, für die ich nun nur noch Zeit finden muss.

Zeit hatte ich allerdings in den vergangenen Wochen, denn ich habe mich unter anderem mit KaPe Anlumi zum Nähsonntag getroffen.
Am Sonntagabend konnte ich mit einem fertigen Pinguin-Tip-Top  nach Hause fahren (minus 1 m):
 Und auch die Winkekrabben-Sophie war so gut wie fertig (minus 1.50 m):
 Außerdem musste mein Hochzeitsgastoutfit bis Anfang Juli fertig werden:
Minus 1.5 m gut abgelagerter Leinenstoff, minus 1.3 m Voile fürs Futter, minus 650 m Suave Cotton für das Jäckchen Nuvola.

Tschakkaa... es läuft!
Beim Hamburger Nähtreff Ende Juni wurde dann noch mein Katzennachthemd fertig (minus insgesamt 1.3 m Jersey aus dem Lillestoff-Exzess vom Januar)

Und die Schlafi-Hose ist auch fertig (minus 2 m) :
Angefangen habe ich außerdem noch eine Bluse aus dem Viskosestoff rechts auf dem Foto - diese ist jedoch noch nicht in einem vorzeigbaren Stadium:
Macht zusammen minus 8.6 m - ich glaube, das ist mein Rekord für dieses Jahr. Fast reiche ich schon an das Mai-Ergebnis unserer lieben Gastgeberin heran.
Der Lillestoff-Kauf vom Januar ist jetzt fast aufgebraucht, und zwei der Stoffmarktkäufe sind auch schon umgewandelt. Yaaay!

Einen kleinen Ausflug gönne ich euch noch zum Unterthema des heutigen Treffens:

"Es muss nicht immer Kleidung sein"

Taschen, Utensilos, Patchworkdecken... sind super zur Verwertung von Resten und schaffen Platz in den Vorratskisten.
Ich habe in den vergangenen Wochen ein bisschen was für den guten Zweck genäht, aus Resten, die in einer gesonderten Kiste lagern und entweder gespendet werden (das ist der Regelfall) oder von mir vernäht werden. Diesmal habe ich wieder genäht, und zwar einige Mützen, Schals und "Hickibeutel" für Chemopatienten.

Das Projekt Patchworkdecke spukt mir immer noch im Kopf herum, aber ich muss gestehen - das ist für mich ein echter Angang. Stoffe sichten, passende zusammenfinden, alle aneinandernähen... Puh, das wird mich viel Zeit kosten, denn beim Kramen in meiner Baumwollkiste kann ich mich echt verlieren.

Auch eine Handtasche spukt mir schon lange im Hirn herum, Material lagert schon seit geraumer Zeit, aber auch hier scheue ich mich vor dem Zeitaufwand von Zuschnitt und dem Zusammenfügen der vielen Einzelteile.

Also setze ich mir erst einmal realistischere Nähziele für die kommenden Wochen:
- die puderrosa-blaue Viskosebluse fertig nähen
- den Ballerina-Mantel, den ich beim letzten Mal gezeigt habe, fertig nähen.
- die Tunika aus dem blauen Stoffmarkt-Viskosejersey nähen
- eine zweite Heldinnentasche nähen

Ab September geht es dann in die Winterproduktion - genauere Pläne werde ich später fassen.

Nun bin ich gespannt, wie es den anderen Mitstreiter ergangen ist - hier entlang geht es zur Linkliste!


Samstag, 19. Mai 2018

Stoffdiät: Urlaubssünder

Frau Küstensocke ruft uns im Mai wieder zusammen zum nächsten Treffen bei der Stoffdiät, und legt mit über 60m Abgängen eine uneinholbare Leistung vor.
So viel Stoff vernähe ich nicht in einem ganzen Jahr!
Ich bin immer noch nicht zurück im Nähgroove, und habe in den vergangenen Monaten nähtechnisch wenig zuwege gebracht.

Es wird demnächst zwei neue Schnittmuster von Crafteln geben, und ich durfte wieder Teil des Probenähteams sein.

Beide Schnitte habe ich heute 2x genäht, hier seht ihr den ersten:

(Minus 1m weiß aus dem Altbestand, minus 1m wunderbarer blauer Jersey aus dem Lillestoff-Exzess vom Januar)

Und hier kommt der zweite Schnitt:
(Minus 1.5 m ebenfalls Modal mit Mohnblumen und etwas Glitzer ebenfalls vom Lillestoff-Kauf, und den schwarzen - weitere 1.5 m - habe ich für das Probenähen gekauft).

Macht zusammen 1.5 m Zugang und 5 m Abgänge. Das ist tatsächlich die gesamte Ausbeute von März und April, wobei zwei der Teile bei einem Nähtreffen mit Frau KaPe AnLuMi entstanden sind. 

Jetzt allerdings kommt ein bisschen Bewegung in die Sache, denn ich habe aktuell zwei (!) Projekte in Arbeit:
Einen Mantel nach einem Ottobreschnitt (den ich schon Mal als "Vogelmantel" genäht habe), aus dem wunderschönen Ballerina-Jersey von Lillestoff, zu dem ich auch einen passenden Unistoff mitgenommen habe - zusammen 2.5 m.
Momentan stockt das Projekt. Die Teilungsnähte würde ich gerne auf dem einfarbigen Jersey mit einem Zierstich absteppen. Allerdings ist das farblich passende Garn kaum sichtbar, das andere, pinkere sieht man zwar gut, aber es beißt sich ein bisschen mit dem dunkleren Pink aus dem Ballerinamotiv. Ob das schlimm ist - schließlich nähe ich ja die Ziernaht auf dem einfarbigen Jersey? Was meint ihr?

Bis ich eine Entscheidung gefällt habe, mache ich mich über mein zweites Projekt her, nämlich ein weiteres Hochzeitsgastkleid aus schwarzem Leinenstoff mit einer wunderschönen Lochstickerei in cremeweiß, der schon bestimmt drei Jahre in meiner Stoffkiste schlummert:

Als Schnitt habe ich mir eine Kombination aus meinen letzten beiden Weihnachtskleidern zusammengebaut - im Prinzip nähe ich den Schnitt von 2015, aber mit dem Ausschnitt des Kleides vom letzten Jahr.  
Das Kleid wird wieder ärmellos und gefüttert - das wären dann minus 3 m insgesamt.
Zum Kleid werde ich mir dann noch ein passendes Bolerojäckchen stricken (und weil ich dazu ein ganz bestimmtes Garn ins Auge gefasst habe, habe ich auch noch gegen meine Wolldiät verstoßen).

Die Hochzeit ist zwar Anfang Juli, aber man weiß hierzulande ja nie, was der Sommer so bringt. Ein leichtes Jäckchen kann frau immer brauchen.

Nachdem ich nun seit Lillestoff keinen Stoff mehr gekauft habe, bin ich im Urlaub wieder einmal schwach geworden. Wir waren wieder auf Usedom, und im Inselgroove und Urlaubsmodus habe ich Zeit und Muße zum Bummeln und Stöbern. Neben anderen Geschäften habe ich mich also auch im örtlichen Stoffladen umgesehen und mein Herz an drei Stöffchen verloren:

- 1.5 m Sommersweat und passend dazu ein halber Meter Möwenjersey werde ich bis zum kommenden Frühjahr zu einer neuen Sweatjacke vernähen. Meine heiß geliebte Valentina ist inzwischen vom Dauereinsatz schon ziemlich räudig geworden und soll zum nächsten Frühling ersetzt werden - jetzt habe ich das passende Material dazu!
- 1.5 m ganz reizender leichter Seersucker in blauweiß mit - festhalten! - aufgesticktenn Krabben mussten auch noch mit, in diesen Stoff habe ich mich schockverliebt. Ideal für ein leichtes Sommerblüschen - ich plane ein Shirt Sophie von Schnittchen. Ein bisschen passende Borte habe ich auch noch mitgebracht, mal sehen, ob diese bei Sophie zum Einsatz kommen wird.

Unterm Strich also immerhin ein Minus von 2 Metern. Auch kleine Schritte bringen voran... :)

Eigentliches Thema sind aber heute Colourblocking und Patchwork.
Beide Techniken eignenn sich prima zur Verwertung von Reststücken oder kleineren Stoffmengen - sind aber so gar nicht mein Thema. Ich mag es gern clean, und vielleicht fehlt mir auch die Vorstellungskraft um Stoffe so elegant zu kombinieren, wie es unsere "Chefin" bei ihren Kleidern tut. 
Dazu ist mein Stofflager ja nicht so unerschöpflich, dass ich ständig aus dem Vollen schöpfen könnte - inzwischen kaufe ich fast ausschließlich projektbezogen ein, und Reste von fertigen Projekten werden fast alle gespendet. Da ist nicht viel zu holen bei mir...

Was ich mir allerdings für die Zukunft, vielleicht für den Winter, vorgenommen habe ist, eine Patchworkdecke zu nähen. Der beste Ehemann von allen nämlich belegt im Sommer immer meine Patchwork-Sofadecke mit Beschlag und nutzt sie als Bettdecke. In der Folge sitze ich immer mit der dicken Wolldecke im Wohnzimmer (und mir ist zu warm), oder aber ohne Decke (und mir ist zu kalt). Es muss also eine Zweitdecke her als Redundanz. Baumwollreste habe ich eine ganze Kiste, und es ist mein Ziel, hier ein bisschen was abzuarbeiten. Sprich, einmal die Stoffe genau anzusehen im Hinblick auf Menge und Kombinationsmöglichkeiten, und dann gezielt dazukaufen was fehlt (Einlage und Rückseite auf jeden Fall). 

Und wie geht es den anderen bei der Stoffdiät? - Das ist hier zu lesen <klick>

Mittwoch, 7. März 2018

Stoffdiät - kleiner Hänger...

Schon ist es März, und damit wieder Zeit für ein neues Treffen bei der Stoffdiät.

Unsere Gastgeberin Antje hat wieder ordentlich vorgelegt, und viel Stoff abgebaut. An diese Messlatte werde ich niemals herankommen. Aber wir sind ja auch nicht im Wettstreit, sondern wollen unsere Stoffvorräte im Blick behalten.

Das heißt zum einen - nichts kaufen.
Das ist mir gelungen: seit meinem Exzess bei Lillestoff im Januar habe ich keinen Stoff mehr gekauft.

Das eigentliche Thema für diese Treffen sind die Gruselstoffe. 
Ich habe genau einen - einen recht dünnen Jersey in dunkelblau mit Pünktchen in purpur, oben links auf dem Foto.

1.30 m habe ich davon gekauft und eigentlich für ein Wasserfallshirt vorgesehen - bei Licht besehen, ist mir die Farbkombination aber doch ein bisschen kindisch. 
Vielleicht kommt er hier ja in gute Hände?

Genäht habe ich in den letzten Wochen nicht sehr viel:

Vier Taschen als Strickprojektbeutel, drei davon für Freundinnen, einen (von dem ich auf dem Foto nur einen Ausschnitt zeige, da ich ihn separat noch genauer zeigen will)  für mich.
Dabei habe ich einige Baumwollreste aus dem Schwarzbestand verwendet, und den Winkekatzenstoff, den ich im November bei Frau Tulpe in Berlin gekauft habe.
Damit also nur minus 1.20 Meter.

Vom Lillestoff-Einkauf habe ich eine Premiere aus der Fashion-Style genäht - hier vorgestellt:



Und dann noch Fanö, ein Knotenkleid, aus feinem Jersey von Hilco:
Sobald es warm genug wird, gibt es auch Tragefotos und eine genauere Vorstellung von Fanö. 

Alles in allem also minus 5.20 m in zwei Monaten - das ist selbst für meine Verhältnisse wenig. 
Ein bisschen hat das damit zu tun, dass ich in diesem Jahr immer noch nicht meinen Näh-Groove gefunden habe. Und damit, dass ich die letzten Wochen an den Abenden so müde bin von der Arbeit, dass es noch zum Stricken reicht, aber nicht mehr zum Nähen. 
Immerhin, die Stoffkiste geht wieder zu, ein paar Reste weniger sind so schlecht ja auch nicht, und aktuell habe ich ein Projekt zugeschnitten aus dem Bestand, das ich am Wochenende wohl vernähen werde. Aber das zählt ja dann schon in die Statistik fürs nächste Treffen 😊

Wie es den anderen Teilnehmerinnen geht, ist hier zu lesen


 

Sonntag, 28. Januar 2018

Stoffdiät 2018 - der große Rückfall

Ich gebe zu - Anfang des Jahres dachte ich, ich komme davon, die Stoffdiät sei mit dem Abschlusspost zum Kalenderjahr 2017 beendet.
Weit gefehlt: Antje, unsere "Meisterin" macht weiter und hat wieder einen wunderbaren Fahrplan für die kommenden 12 Monate aufgestellt.

Da ich mich, wie gesagt, sicher fühlte, muss ich zunächst einmal eine ganz große Sünde beichten.
Ich war beim Lagerverkauf von Lillestoff. Mit KapeAnlumi und Dashabichselbstgemacht und einer weiteren lieben Nähfreundin.
Und es kam, wie es kommen musste: Wir waren allesamt in Extase. Und das sah am Ende so aus:
 Immerhin habe ich für fast alle Stoffe einen konkreten Plan:
  
Ein Meter "Breeze" ("das ist GENAU DEIN Stoff! Den MUSST du kaufen!" wurde ich beschwatzt) wird ein Kurzarmshirt werden.

Zwei Meter Viskosejersey in schwarz-Anthrazit werden zu Kleid 24 aus der Fashion-Style 12/17, den Ausschnitt und evtl die Ärmelbündchen werde ich mit curryfarbenem Jersey paspeln.
Dieser wunderschöne Modal hat mich total entzückt und gehört zur künftigen Sommerkollektion. Anderthalb Meter werden zu einem Wasserfallshirt verarbeitet: 
 

Und der Katzenjersey mit passendem Kombistoff, insgesamt 1.20 m aus der Restekiste, wird ein Nachthemd.
Noch keinen ganz konkreten Plan habe ich für den schönen festen Jeansjersey "Baila", zwei Meter haben laut nach mir gerufen und wollen ein Kleid werden. Ein Stück passenden Kombistoff in Uni habe ich sicherheitshalber noch mitgenommen, um ein bisschen kreativen Spielraum zu haben.
Bloß welches?
Ein Baukastenkleid aus der Fashionstyle 11/17? 
Caya oder Ponte aus Ottobre? Oder das schöne Kleid Nr 7 mit Schwanenhals aus der  Fashionstyle 12/17? Was meint ihr?

 Außerhalb von Lillestoff sind noch weitere 2 m schöner dicker Hilco-Jersey in weinrot dazugekommen, der zu Fanö von Schnittbox vernäht wird. Der Schnitt ist schon ausgedruckt und hat mich beim Zusammensetzen schon ein bisschen geärgert. Hoffentlich ist das kein Trend, der sich beim Nähen fortsetzt...

Insgesamt also ansehnliche Zugänge von 10,20 m.

Wie auch in den letzten Jahren, musste ich im Januar erst einmal eine Art Näh-Lähmung überwinden. Anfang des Jahres finde ich häufig einfach nicht in den Nähflow. So habe ich erst einmal kleinere Sachen genäht.
Der beste Ehemann von allen bekam seine lang gewünschten Schonbezüge für die Terrassenlautsprecher, deren Segeltuchstoff (normalerweise macht man daraus wohl Spinnaker) sich nicht so gut mit der Nähmaschine vertragen hat. 

Und eine Strickfreundin bekam einen Friemelstilo genäht als Projektbeutel.

Die Stoffe für beide Projekte sind nicht in der Bilanz erfasst, zählen also auch nicht als Abgänge.
Das erste große Vorhaben für dieses Jahr habe ich am letzten Wochenende fertig gestellt, den Partyrock von Crafteln. Der hat immerhin 2.50 m Babycord verbraucht, und ich habe das erste Projekt auf meiner Liste für 2018 erfolgreich erledigt. Den Partyrock zeige ich demnächst genauer.

Alle Zugänge erfasse ich wie gehabt in einem Notizbuch:
 Vorne klebe ich kleine Proben der Stoffe ein, die ich gekauft habe, und schreibe auch die Pflegehinweise hinzu. Hinten erfasse ich dann die Zugänge, und separat davon die vernähten Abgänge. Als Abgang zählen bei mir die fertig genähten Projekte, nicht die zugeschnittenen.

Aktuell verfüge ich über 24.80 m - und daher sieht die Stoffkiste leider wieder so aus:
Ziele für das neue Jahr:
- weiter buchführen über die Stoffe - das Wissen über die vorhandenen Meter hat mich tatsächlich schon so manches Mal von Exzessen beim Stoffkauf abgehalten
- die Ufo-Hose, bei der seit November nur noch Bund und Säume fehlen, endlich fertigstellen. Auf die hab ich einfach so gar keine Lust mehr.
- Stoffe projektbezogen kaufen und möglichst zeitnah vernähen
- kein schlechtes Gewissen haben, wenn es mit der Nähzeit mal nicht so hinhaut
- am Ende des Jahres nur noch so viel Stoff haben, wie in die Kiste passt. Je nach Stoffbeschaffenheit ist das mehr oder weniger als jetzt - daher will ich mich nicht auf Meter festlegen. Aber der Deckel sollte immer zu schließen sein. Schon allein, damit die Katzen nicht in der Kiste schlafen.

Ähnliche Ziele habe ich mir übrigens auch für meine Wolldiät gesetzt - Ziel generell ist, nicht mehr zu lagern als der Platz hergibt, und die verfügbare Zeit realistisch einzuschätzen.

Meine Vorsätze wandern zu Küstensockes Linkparty, wo die Vorsätze der anderen Mitstreiterinnen zu lesen sind.
















Montag, 8. Januar 2018

Stoffdiät - Finale!

Ein Jahr lang hat uns Küstensocke bei der Stoffidät begleitet, und jetzt, im Januar, ist Zeit für die endgültige Bestandsaufnahme.

Gefühlt habe ich wieder gar nicht so viel genäht - gut, dass es meinen Blog gibt, der die Bestandsaufnahme erleichtert.
Beim Nähtreffen mit Frau Dashabichselbstgemacht  und Frau Kape Anlumi.im November ist zunächst ein Snoopy-T-Shirt entstanden, über das sich der beste Ehemann von allen zu Weihnachten sehr gefreut hat: minus 1m.

Beim gleichen Termin habe ich auch mein Ninja-Kleid fertigbekommen:
Das schlägt mit stolzen 2.5 Metern zu Buche.

Die Hose aus blauem Stretch-Gabardine, die beim letzten Termin schon fast fertig war, befindet sich immer noch im Ufo-Stadium. Es fehlen noch der Bund und die Säume. Ich zähle diesen Grenzfall, zu dem es noch nicht einmal Fotos gibt, mit 2 m mit in die Statistik.

Macht für den November minus 5,5 Meter.

Im Dezember bin ich nicht so recht zum Nähen gekommen, das Leben 1.0 mit überdurchschnittlichem Endjahresstress im Büro und den üblichen Weihnachtsterminen hat mich sehr beansprucht.
Mein Weihnachtskleid habe ich aber doch geschafft, und ich bin damit sehr zufrieden:
Zwei Meter feines, warmes Wollgemisch und 1.3 Meter lila Futterstoff habe ich dafür gebraucht.

Außerdem durfte ich beim Probenähen der Heldinnentasche von Crafteln mitmachen, was mir eine absolute Lieblingstasche beschert hat. Dazu habe ich 70 cm Softshell vernäht.


Ein Meter Weihnachtsstoff ist vernäht zu Geschenkesäckchen, eine tolle und nachhaltige Verpackungsidee, die nicht viel Arbeit macht.

Die Feiertage habe ich genutzt, zwei Meter Modal in ein Twist-Knot-Kleid für eine liebe Bekannte zu vernähen. Ich habe mich tatsächlich überreden lassen, für jemand anderes ein Kleidungsstück zu nähen -  und ich bin super aufgeregt, ob das gutgeht. Das Kleid ist nun fertig, die Empfängerin hat es erhalten und es passt: Hurra!



Dezember: Minus 7 Meter.

Meinen Plan, gewisse Nähvorgänge zu delegieren, habe ich umgesetzt. Die liebe Änderungsschneiderin hat 2.50 Meter Baumwollstoff in die geplante Tischdecke umgewandelt und ebenso zwei Stücke Jaquardgewebe mit Schrägband zu Tischläufern gemacht. Macht drei Meter weniger in der Stoffkiste, die ich zwar nicht selbst vernäht habe, aber die meine Bestände nicht mehr belasten.

Damit sind zum Jahresende sensationelle 15.50 m weniger in meinem Lager. Donnerwetter!

Ein paar Zugänge gab es allerdings auch...
Einen ganz wunderbaren Webstoff mit chinesischen Winkekatzen (plus 1.20 m) - ich bin noch nicht sicher, ob der lieber Bluse oder Tasche werden will. 
Ein Viskosestöffchen in puder und dunkelblau aus der Restekiste bei K**stadt (plus 1.30 m, was ein schönes Sommerblüschen geben wird)
Und zwei Reste aus der Restebox beim Möbelschweden, die ich entweder zu Geschenkesäckchen, zu einem größeren Strickprojektebeutel oder zu Taschen zum Verschenken vernähen will. Marja Katz hat z. B. neulich ein Freebook für kleine Mitbringseltaschen veröffentlicht.
Insgesamt plus 4 Meter - Netto damit immer noch 11,50 Meter weniger als beim letzten Treffen.

In der Stoffkiste ist damit wieder Luft:
 Wie sieht aber die Gesamtbilanz aus?
Gestartet bin ich im Januar mit 41.6 Metern im Lager (plus einem bisher immer noch unbilanzierten Schwarzbestand an Webstoffstückchen und Futterstoffen).
Aktuell sind es 14.6 Meter. Mein Ziel, das ich mir Anfang des Jahres gesetzt habe - unter 20 Meter Bestand zu kommen - habe ich damit mehr als erreicht. Gedacht hätte ich das nicht!
Vernäht habe ich insgesamt 43.9 m in diesem Jahr, was gemessen an meiner verfügbaren Nähzeit ebenfalls eine ganz beachtliche Zahl ist. 

Die Erkenntnisse aus diesem Jahr der Stoffdiät habe ich innerhalb de Jahres immer mal wieder formuliert und fasse sie hier noch einmal für mich zusammen:
  • sich jegliche Stoffkäufe zu versagen, bringt nichts. Das ist hier so wie bei jeder anderen Diät. Das Geheimnis ist, sich im akzeptablen Rahmen zu bewegen. 
  • offensichtliche Verführungen zu meiden (wie zum Beispiel Stoffmärkte oder die Sonderangebote aus Onlineshops) hilft jedoch sehr, Spontankäufe zu vermeiden. Ich habe dieses Jahr höchstens einen Stoff gekauft, bei dem ich noch nicht so recht weiß, ob ich ihn wirklich vernähen will. 
  • es ist wichtig, die Mengen zu kennen, die man sicher vernähen kann. Auch das hilft nach meiner Erkenntnis, übermäßige Stoffmengen zu erwerben. Das ist für mich so ähnlich wie ein übervoller Kühlschrank - wenn ich weiß, wie viel ich essen kann, richte ich meine Vorratshaltung danach aus. 
  • Es hilft, die Stoffe projektbezogen zu kaufen und zeitnah zu vernähen. Küstensocke hatte den Tipp, gleich zuzuschneiden. So weit würde ich nicht gehen - gelegentlich disponiert man ja doch noch mal um, und ein Stoff bekommt eine andere Bestimmung als die ursprünglich vorgesehene. Ich habe - bis auf den Winkekatzenstoff - dieses Jahr aber keine Stoffe gekauft, bei denen ich nicht weiß, was einmal daraus werden wird. Und diese Pläne habe ich in der Regel auch diszipliniert umgesetzt. Den weiteren Tipp von Küstensocke, wenigstens den Stoffen die gepanten Schnitte gleich zuzuordnen, finde ich dabei hilfreich. 
  • Den Stoffberg zu weit einzudämmen ist ebenfalls keine so gute Idee. Ich bin dieses Jahr ein paar Male in die Verlegenheit geraten, dass ich einen tollen Schnitt gesehen habe, für den ich keinen passenden Stoff im Lager hatte. Was mich wiederum zum Stoffladen führte und Springstoffen aussetzte. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass - mit einem konkreten Plan im Kopf - die Spontankäufe kleiner ausfallen als ich das bisher von mir kannte.
Insgesamt bin ich mit der Aktion wirklich sehr zufrieden! Als Belohnung plane ich mit Frau Dashabichselbstgemacht  und Frau Kape Anlumi Ende Januar einen Besuch beim Lagerverkauf von Lillestoff... 😊

Wie sehen die weiteren Nähpläne aus?
  • die UFO-Hose fertignähen
  • die zwei Meter blauen Sweat endlich zu einer Jogginghose machen, das schafft wieder Platz in der Kiste!
  • den Partyrock von Crafteln in Angriff nehmen (dafür muss ich leider Stoff kaufen...)
  • Knotenkleid Amelie steht auch ganz oben auf der Liste, vielleicht als Mini-Sew-Along mit Feinstöfflich und Nähkatze
  • eine graue Hose aus inzwischen wirklich gut abgelagertem Stretchstoff endlich nähen. 
  • auch 2018 brauche ich wieder ein Hochzeitsgastkleid, dazu werde ich endlich den ebenfalls gut abgelagerten schwarzen Leinenstoff vernähen. 
  • aus dem sehr stretchigen Jeansstoff könnte ein Blusenkleid wie dieses hier werden.  Ein ganz Ähnliches habe ich neulich im Laden gesehen. Das kann ich doch selber...
  • Und in den letzten beiden fashion-Styles waren so viele schöne Kleider drin... 
Wie gut, dass die Pläne nie ausgehen! Und wie schade, dass diese Aktion zu Ende ist - denn Antjes "erhobener Zeigefinger" hat mir bei meiner Stoffdisziplin sehr geholfen.

Damit geht meine Schlussbilanz zur Stoffdiät-Linkparty.
Vielen Dank, liebe Antje! Das war eine Superidee!

Weil es für mich bei den Stoffen so gut geklappt hat, habe ich mir überlegt,  in diesem Jahr eine Wolldiät zu machen - gerade habe ich das Linktool eingerichtet: Mitstreiter sind gern willkommen!





Montag, 6. November 2017

Stoffdiät im November

Die liebe Küstensocke ruft wieder auf zur Bestandsaufnahme bei der Stoffdiät.

Wie viel habe ich geschafft seit dem letzten Mal im September? Gefühlt war ich nicht sehr produktiv.
Daher bin ich gspannt, was die Bestandsaufnahme jetzt zutage bringt.

Genäht habe ich seit dem letzten Mal:
- mein Knotenkleid (minus 2 Meter)

- den Stadtmantel (minus 3 Meter sowie ca 1 m Futterstoff aus "Schwarzbestand")


- eine Bluse (minus 1.50 Meter)



Bluse und Stadtmantel stelle ich demnächst genauer vor.
Insgesamt habe ich also seit dem letzten Treffen immerhin 6.50 Meter vernäht und in diesem Jahr 31.40 m! Alle Neuzugänge aus dem letzten Online-Einkauf sind damit bereits umgewandelt in liebe Kleidungsstücke, und durch Wegfall von sperrigen 3m Walk wäre eigentlich wieder Platz in der Stoffkiste...

... wenn ich nicht wieder einmal bei Stoff & Stil vorbeigekommen wäre.
"Eigentlich" war ich auf der Suche nach einem schönen Stoff fürs Weihnachtskleid. Den Schnitt hatte ich mir zusammen mit Kape Anlumi bereits ausgeguckt (Kleid 116 aus der September-Burda), und im Laden hatte ich mich in den Nadelstreifen-Wollstoff oben rechts im Bild sofort verliebt. Der Blusenstoff (der ja aber schon vernäht ist) und der Punktejersey hefteten sich ganz gemein an meine Fersen.

Unterm Strich sind also gerade 26.1 m im Stofflager. Davon sind 2 m blauer Gabardine, gekauft im Januar, schon fast fertig verarbeitet zu einer Hose. Gerade heute habe ich einen weiteren Meter entnommen, um ihn bei der Schneiderin mit Schrägband zu Tischläufern werden zu lassen. Dazu fehlt mir derzeit die Lust, und auch die Zeit, da ich in den nächsten Wochen verhältnismäßig viel unterwegs sein werde.
Also wird hier delegiert - vielleicht mache ich das genauso mit den 2.5 Metern Baumwollstoff, der eine Tischdecke werden soll.
Manchmal muss man halt auch delegieren, findet ihr nicht?


Dienstag, 12. September 2017

Stoffdiät im September

Das Jahr ist schon weit vorangeschritten, und so treffen wir uns schon zum fünften Mal zur Stoffdiät bei Küstensocke!

Unsere Gastgeberin und "Chefin" der Aktion hat schon sagenhafte 100 m Stoff vernäht in diesem Jahr. Wahrlich eine reife Leistung! So viel habe ich längst nicht geschafft - aber mein Stofflager war von Anfang an viel kleiner.

Erst einmal muss ich Zugänge "beichten" - vier Meter Jersey haben zu mir gesprochen, denen ich nicht widerstehen konnte. Besonders die Pusteblumen hatten es mir sehr angetan. Davon habe ich zwei Meter für ein Knotenkleid, von den anderen beiden (die kommen auch gleich noch einmal vor) jeweils einen Meter.
Aktuell beläuft sich mein Bestand auf 25..3 m - trotz der Zugänge also etwas weniger als beim letzten Mal. Anfang Januar waren es noch über 40 m, und dazugekauft habe ich (böses Mädchen!) auch einiges.
Fast alle Vorräte passen nun in meine Stoffkiste:
Alle Stoffe bis auf 1,5 m Stretchjeans sind Projekten zugeordnet, die ich nur mal irgendwann nähen muss:
- eine bunte Sommertischdecke
- eine graue Hose
- eine blaue hose
- ein Tischläufer (Weihnachtsgeschenk)
- ein schwarzes Leinenkleid samt Futter
- eine blaue leichte Sommerhose
- das Pusteblumen-Knotenkleid
- und noch ein weißes T-Shirt.
Dazu ein paar Futterstoffe, die ich aber in der Bilanz nicht mitzähle. That's it.

Wer genau hinsieht, stellt fest, das oben locker einige Zentimeter Luft sind. In der Kiste fehlen 3m Walk und 2m dicker Sweat. Das bringt mich zum Thema des diesjährigen Treffens:
"Dicke Stoffe vernähen schafft Platz" - mein nächstes Projekt ist der Stadtmantel , für den die 3 m Walk vorgesehen sind. Der dicke Sweat soll eine Sofahose "Siri" werden. Oder vielleicht doch eine ganz einfache Yogahose, wie sie in der aktuellen Ottobre ist? Mal sehen.

Mittlerweile geht es mir so, dass ich für "spontane" Inspirationen keine Stoffe mehr habe. Da wie gesagt alle vorhandenen Stoffe festen Projekten zugeordnet sind, habe ich einsehen müssen, dass ich ab und an doch Stoff kaufen "darf" - denn ein kreatives Hobby macht keinen Spaß, wenn man immer nur nach festem Plan näht und sich zwischendurch nicht auch einmal Spielraum gönnt.

Dazu habe ich festgestellt, dass ich von den knapp 30 m Stoff, die ich in 2017 gekauft habe, immerhin 24.9 m bisher vernäht habe.

Das finde ich gar nicht so schlecht, zeigt es mir doch, dass mein Gespür für meine verfügbare Nähzeit UND meinen reellen Output entwickelt habe. Beides ist tatsächlich deutlich geringer als in meiner Vorstellung, was in der Vergangenheit zum Aufbau des Stoffbergs beigetragen hat.
Dazu ist es mir inzwischen wichtig, kombinierbare Teile zu nähen, was bedeutet, dass ich beim Stoffkauf deutlich kritischer bin als zu Beginn meiner Nähkarriere. Und ich versuche, hochwertiger zu nähen statt "auf Masse", was bedeutet, dass ich länger an einem Projekt sitze und als Folge davon weniger Projekte abarbeiten kann.
Der Trick für mich ist also, nicht mehr zu kaufen, als man vernähen kann, und nur Stoff zu konkreten Schnitten zu kaufen. Für diesen Erkenntnisgewinn hat mir diese ganze Übung schon sehr geholfen - Danke, Antje!


Seit dem letzten Treffen habe ich eher wenig "weggeschafft". Was genau, das will ich euch noch schnell zeigen.

- Einen Schlafshorty, der mir in den wenigen warmen Sommernächten, die wir hierzulande hatten, gute Dienste geleistet hat - 1,50 m 

 - Eine "Guerillahose" aus weißem Leinen, die ich morgen beim Memademittwoch genauer zeigen werde - 2 m

- eine Sorbettobluse mit Schluppe, die ich auch noch genauer vorstellen werde - 1.30 m


- einen Sweatshirt-Hoodie, der ebenfalls noch genauer gezeigt werden wird) - 1.5 m

- und am vergangenen Sonntag beim Nähtreffen mit Kape Anlumi 2 Shirts "Frau Marlene" (werden ebenfalls noch gesondert vorgestellt) - 2 m

Insgesamt lächerliche sieben Meter in zwei Monaten... Allerdings habe ich nebenher noch etliche Taschen als Geschenke oder für mich genäht, wie z. B. diesen Strickprojektbeutel.  Leider kosten diese Taschen einiges an Zeit, schaffen aber kaum Material weg - und in meinem Fall sind die verwendeten Stoffe sogar Reste und daher nicht erfasst. Taschenprojekte habe ich noch auf der Liste, dann kommt wieder Kleidung für mich dran. Versprochen!

Mal sehen, wie weit meine Mitstreiterinnen bei der Diät gekommen sind - hier ist es nachzulesen.









Samstag, 8. Juli 2017

Stoffdiät Juli - Urlaubsverführung...

Letzte Woche hatten wir in der Firma einen Vortrag einer Ernährungsberaterin zum Thema gesunde Ernährung. 

Dabei gab es einige Tipps, wie man sich selbst überlistet, um nicht an Gewicht zuzulegen. Die Grundregel lautet: "Nicht mehr essen als der Körper verbrauchen kann". Ganz einfach. Eigentlich. 
Übersetzt aufs Nähen heißt das: Kaufe nicht mehr Stoff, als du auch vernähen kannst. Überzählige Kalorien landen in den "Außenlagern" Hüfte, Po oder Taillenring, Stoff häuft sich im Stoffschrank. Beides quillt irgendwann über. 
Deshalb sind wir alle hier.  

Unsere Gastgeberin Antje hat für uns in ihrem Post ebenfalls nützliche Strategien im Gepäck, den Stoffhaufen im Zaum zu halten.
Wie auch die Ernährungsberaterin empfahl, sich keine Speise zu verkneifen um Heißhungerattacken zu verhindern, gibt auch Küstensocke den Tipp, sich nicht jeden Stoffkauf zu verwehren. 
Beides fällt mir nicht schwer. 😊

Im Urlaub waren wir auf Usedom, bisher Stofffreie Zone, und wie aus heiterem Himmel entdeckte ich in Bansin ein reizendes Stoffgeschäft. Eine halbe Stunde später kam ich zwei Meter Stoff schwerer wieder heraus: 


Zu dem geringelten French Terry komme ich weiter unten noch. 
Der wunderschöne Jersey von Hamburger Liebe ist ein Stoff, um den ich schon lange im Internet rumschleiche, und den ich nun endlich "in echt" bestauenen konnte. Da ein passender türkisfarbener Jersey sein Dasein im Problemstoffhaufen fristete, durfte ein halber Meter Hamburger Liebe mit.
Beide wurden am Ende des Urlaubs zu einem luftigen Schlaf-Shorty vernäht, den ich am Dienstag genauer zeigen werde. Eine Traumkombi, wie ich finde. Und Küstensockes Tipp, Neuzugänge möglichst gleich zu vernähen, wurde artig umgesetzt. Es stimmt - gleich vernäht = keine Schuldgefühle. Wär das nur bei Kuchen auch so...

Gefühlt war ich nähtechnisch ziemlich faul nach dem Nähtreffen auf Schloss Noer Mitte Mai. Urlaub und eine Dienstreise sowie viel Arbeit haben meine Nähzeit verknappt. Zeit für eine Bestandsaufnahme über die umgesetzten Projekte seit dem letzten Treffen im Mai. 

- der Shorty schlägt mit insgesamt minus 1.5 m zu Buche

- meine Tunika ist pünktlich zum Urlaub noch fertig geworden - minus 1.5 m
- eine Tasche, die ich als Geschenk genäht habe: minus 0.5 m (und ein paar Reste aus dem Schwarzbestand)

- die weiße Leinenhose, die ich mir noch für den Spring Style Along vorgenommen habe, ist heute fertig geworden - minus 2 m (und etwas Batist für die Taschenbeutel und den inneren Bund, ebenfalls aus dem Schwarzbestand), und zwei Knöpfe aus Omas Knopferbe haben auch ein neue Bestimmung gefunden:

Insgesamt also minus 5.5 Meter seit dem letzten Treffen.
Hinzugekommen sind neben den oben gebeichteten 2 Metern noch ein weiterer Meter Jersey, der ein Weihnachtsgeschenk für den besten Ehemann von allen werden soll. 

Unterm Strich lagern nun noch 26.8 m in meinem Bestand. Darunter meine geplante Schluppen-Sorbettobluse, die immer noch  zugeschnitten in der Plastikhülle liegt - sie wird jetzt aber als nächstes unter die Maschine genommen. Allmählich taugt ja auch das Wetter für luftige Blusen. Zum Herbst hin stehen auch noch zwei Hosen auf dem Zettel, das sind auch gleich vier Meter weniger, und im Hosen nähen habe ich inzwischen so was wie Übung. Ein Mantel (drei Meter) steht auch noch auf dem Plan - damit wäre dann mein Ziel von unter 20 Metern Bestand erreicht. Klingt also immer noch machbar.

Aber noch einmal zurück zu meinem Ringelsweat und den Tipps  unserer Gastgeberin..
 Einer davon lautet nämlich, gekaufte Stoffe gleich mit dem vorgesehenen Schnittmuster zusammen zu lagern (das mache ich tatsächlich gelegentlich), oder - noch besser - gleich zuzuschneiden. 
Damit ich das mit meinem Neuzugang tun kann, brauche ich eure Entscheidungshilfe. 
Ein Pullover soll es werden. So flüsterte der Stoff im Laden. Mit Kapuze, so flüsterte die nette Verkäuferin mir zu. Locker geschnitten und mit offenen Kanten (oder nach außen geschlagenen Säumen), flüsterte mein Nähgehirn. Also ist das Projekt schon recht klar umrissen.
Aus meinem Schnittmusterfundus habe ich zwei in Frage kommende Schnitte herausgesucht, jeweils aus älteren Ottobreheften. 
Welchen nehme ich nun? Der obere ist am Hals schön weit geschlossen, und ich mag die Kapuzenform. Den Schnitt habe ich sogar schon abgepaust (aber gerade an Frau Kape Anlumi verliehen), denn er basiert auf dem Ringelshirt und dem Vogelmantel. Allerdings gefällt mir die körpernahe Form nicht so, denn es soll ja ein gemütlicher Pullover werden. 
Diese Form bringt der untere Schnitt mit, an dem mir auch die seitlichen Schlitze sehr gefallen. Die Länge würde ich allerdings etwas kürzen - jedoch ist diese Variante mir am Hals ein bisschen zu offen. 
Habt ihr andere Vorschläge für einen passenden Schnitt?

Beim Nähtreffen mit Frau Kape Anlumi und Frau Dashabichselbstgemacht am vergangenen Sonntag schlug letztere vor, doch lieber eine Jacke zu nähen. Jacken kann man schneller ausziehen, so ihr Argument. Durchaus einleuchtend - aber welche?


Ich freue mich auf eure Tipps - ein Traum wäre, wenn der neue Pullover (oder vielleicht doch die Jacke?) Mitte August mit in den Urlaub an die Nordsee könnten.

Wie auch bei Frau Vigeliensch ist "weniger Fernsehen" für mich keine Option, um mehr Nähzeit zu bekommen. Genau wie sie stricke ich unentwegt abends beim Fernsehen, denn nur so bleibt mein Wolle-Lager unter Kontrolle. Schön, wenn man mit seinen Schwierigkeiten nicht alleine ist 😊

Wie es den anderen Teilnehmerinnen ergeht? - Hier entlang, bitte!

Ich bin gespannt, wie wir uns in acht Wochen beim nächsten Termin gemausert haben. Ich persönlich finde jedenfalls, dass mir die Stoffdiät gut bekommt. Danke, liebe Küstensocke!