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Dienstag, 3. Juli 2018

Wolldiät: Wolle kommt von Wollen! - Strategien gegen Rückfälle

(je nach Betrachtungsweise kann dieser Beitrag Werbung enthalten, da ich Markennamen nenne. Alle genannten Garne, Stricknadeln etc. wurden jedoch von mir gekauft und bezahlt, und es steht kein Werbeauftrag, sondern meine persönliche Meinung hinter diesem Blogartikel)

Willkommen zur Wolldiät im Juli!

Für viele sind die Sommermonate Wochen, in denen nicht so viel gestrickt wird. An warmen Tagen ist ein Berg Gestricktes nicht angenehm auf dem Schoß, man ist im Urlaub am Strand oder in den Bergen, faulenzt und lässt die Seele baumeln.

Gehört ihr zu denen, die im Sommer eher wenig stricken?
Die aber dennoch gerne weiter Wolle kaufen? 😉
Die im Urlaub "ganz zufällig" an einem tollen Wollgeschäft vorbeikommen (so wie ich letztes Jahr in Amsterdam), oder ebenso zufällig an einem Ort Urlaub machen, an dem ein Wollfestival stattfindet?
Und sich im Herbst wundern, dass die Wollkisten, -schränke und -schubladen sich nicht mehr schließen lassen?

Heute geht es daher um

Strategien gegen Rückfälle

Bei jeder Diät gehört zu den wertvollen Durchhaltetipps das Belohnungsprinzip. Das kann ein Leckerbissen sein (z. B. ein Stück Schokolade), oder aber auch ein neues Kleidungsstück, ein Wellnesstag, ein schöner Nagellack... sprich, etwas, das ein Belohnungsgefühl hervorruft, aber nicht die Diät bricht. In unserem Fall wäre das etwas, das mit dem Hobby etwas zu tun hat, aber eben keine Wolle ist.

Das kann zum Beispiel schönes Handwerkszeug sein.
Ich habe mir zu Weihnachten zum Beispiel ein ganzes Nadelset von HiyaHiya gegönnt, da ich nach einem Probekauf einer 3mm-Rundstricknadel von den Nadelspitzen ganz hingerissen war.
Und ich finde das Set nach wie vor extrem praktisch.
Als weitere Belohnung habe ich mir als Ergänzung zu dem Nadelset diese niedlichen Pandastopper gekauft, die sich auf die Seilenden schrauben lassen zum Stilllegen von Maschen:
Außerdem habe ich mir einige neue Maschenmarkierer gebastelt. Zum Beispiel den kleinen Panda oben. Oder diese KNIT / PURL Marker - oder Pinguine, Katzen, Quietscheentchen, Mäuse...

Außerdem habe ich mir noch einen richtig tollen Helfer gegönnt: Günter, die Wollhaspel.
Einen ganz einfachen Wollwickler aus Kunststoff habe ich schon länger, aber mit Hilfe von Günter wickelt es sich wirklich besser, ganz schnell, ohne Fluchen und ohne Umbau des Nähzimmers, damit ich den Wollstrang über die Stuhlbeine spannen kann. Günter habe ich gebraucht günstig gekauft, und er darf hin und wieder sogar mit zum Strickkaffee, wenn eine Strickfreundin ohne Haspel Wickelbedarf hat.

Eine weitere Belohnung könnte Fachliteratur sein. Zum Beispiel Bücher mit Anleitungen, zu bestimmten Techniken - ich habe zum Beispiel zu Weihnachten dieses tolle Buch hier bekommen, in dem ich sehr sehr gerne blättere:
Ansonsten tue mich immer etwas schwer am Regal in der Buchhandlung oder am Kiosk.
Meine Ansprüche sind inzwischen ziemlich hoch, und vielleicht auch ziemlich speziell. Bücher zum Thema Mützen, Handschuhe, Schals etc interessieren mich nicht so sehr, und in vielen Strickzeitschriften finden sich immer noch Anleitungen, bei denen man Einzelteile strickt und am Ende mühsam zusammen nähen muss - och nö. 

Habt ihr gute Tipps zu Strickbüchern? Oder auch zu guten Zeitschriften? Her damit!

Und natürlich auch mit Euren Tipps zur wollfreien Belohnung. Plant ihr vielleicht den Besuch eines Workshops? Oder eines Stricktreffens? Welches Zubehör wünscht ihr euch?

Erzählt doch mal - in der Facebook-Gruppe , Instagram (@frausonnenburg, #Wolldiaet2018), oder verlinkt euch hier mit eurem Blog. Die Linkparty ist für zwei Wochen geöffnet.

Nun will ich aber Rückschau halten über meine Stashzugänge und -abgänge seit dem letzten Treffen, und wie es mir mit meinen Plänen ergangen ist.

Dies waren meine Pläne

- Sprig fertig machen --> erledigt, gerade noch pünktlich zum Finale der Herzen beim Frühlingsjäckchen-Knit-Along
grüner gestrickter Pullover mit Blattmotiv
Macht minus 1200 m.
Die übrigen drei Stränge habe ich gleich verkauft, daraus wird nun ein Winterfell-Cardi gestrickt, der wiederum gleich auf meiner Liste gelandet ist.
Also insgesamt minus 2400 m.

Tira fertig machen --> erledigt und ideal für heiße Tage, wie wir sie momentan haben.
weiß-graues gestricktes Sommertop
Macht minus 900 m.

- die Anleitung für Insa fertigstellen --> erledigt, die Anleitung ist Mitte Mai erschienen

Den Abgang habe ich schon im Mai gezählt, er zählt hier daher nicht.

Die übrigen Pläne musste ich allerdings vertagen.
Dessine-Moi-un-Mouton ist noch nicht angestrickt. Denn... es sind mir wieder drei (!) Teststricks und eine eigene Anleitung dazwischen gekommen.

Zum einen  das Ilios-Top von Sandra Groll, ein ganz heißes Sommertop mit einem sehr schönen Ausschnitt und einer aufregenden Schnürung im Rücken. Gestrickt aus Pascuali Sole, was ein wunderbares Garn ist für den Sommer (90% Baumwolle / 10% Kaschmir!).
Das Top ist fertig, allerdings ist es mir aus unerfindlichen Gründen zu groß geraten und ich werde es wohl ribbeln müssen.
Plus und minus 700 m.

Außerdem durfte ich zwei Modelle stricken für das neue Buch von Meine Fabelhafte Welt, aber hier darf ich noch nicht verraten, was es geworden ist.
 Ein Projekt ist aus einem Knäuel Sandnes Kos - plus / minus 150 m
und ein weiteres aus zwei Knäueln Lamana Puno - plus / minus 120 m.

Statt des Tuchs, das mir seit Weihnachten im Kopf herumschwirrt, habe ich eine andere Anleitung zu Papier gebracht: "Nuvola" ist ein traumzartes Jäckchen aus der wolkenweichen Suave von Pascuali - die Anleitung wird nächste Woche erscheinen.
Verbrauch: 4 Knäuel - plus und minus 648 m.
Verstrickt also: 4918 m

Ein weiterer Teststrick läuft noch - das Top "Lacebine" von Knitbine, und diesmal habe ich mir einen Wunsch erfüllt und stricke es aus zwei Ito-Garnen: Kinu und Shio ,beide in der Farbe Persimmon.
Da ist eine Menge Lauflänge hinzugekommen - insgesamt 2.715 m (je drei Konen pro Garn).

Und ein Gewinn ist mir noch in den Schoß gefallen, drei Stränge Rosy, gefärbt von Kieler Wolle.

Das Blau und das Pink (die Farbe heißt ganz richtig Boom!) fand ich mega, das beige hingegen trifft meinen Geschmack gar nicht. Also habe ich den beigefarbenen Strang kurzerhand zusammen mit einem ebenfalls blassfarbigen Strang Pinta marineblau gefärbt, und mir als Ergänzung zu den beiden anderen Gewinnsträngen einen weiteren gekauft, der die beiden Farben ganz perfekt verbindet.
Daraus wird ein Tuch werden. Eine Anleitung hab ich schon im Kopf - aber auch die will erst noch aufs Papier.

An Zugängen muss ich daher insgesamt 3987 m angeben - damit knapp 1000 m weniger im Stash! Yaaay!

Mit den neuen Wintergarnen, die nun allmählich in den Handel kommen, kann ich mich  nur schwer anfreunden bei den aktuellen Temperaturen. Teilweise entsprechen auch die Farben überhaupt nicht meinem Beuteschema - und Projekten mit Nadelstärken über 6 oder max. 7 mm kann ich auch nichts abgewinnen. Vielleicht bewahrt mich das vor neuen Zugängen?
Wir werden sehen!

Ich verlinke meinen Blogpost zu
Creadienstag
Mascheinfein - auf den Nadeln Juli
Dienstagsdinge



Dienstag, 1. Mai 2018

Wolldiät - abarbeiten!

Willkommen zur Wolldiät im Mai!

Das Jahr schreitet mit großen Schritten voran, und wir Strickerinnen wenden uns allmählich ab von den dicken Wintergarnen (bei denen sich die Knäuel dicker Flauschgarne so herrlich schnell abarbeiten lassen) zu den schönen luftigen Sommergarnen: Baumwolle, Seide, Nessel, Leinen... 
Leider heißt das: dünneres Garn, längere Lauflänge, längeres Strickvergnügen, langsamerer Stashabbau. 

Und der Abbau von Vorräten steht immer noch in unserem Fokus, gell?

Ich selbst halte einmal kurz Rückschau auf die acht Wochen seit dem letzten Post. 

- Das Geheimprojekt aus Bergère de France Angora und Cachemire plus: 980 m verstrickt. 
- 4 Knäuel / 800 m regionale Alpakawolle für einen Teststrick von Alpaka Strips Triangle von Julia Grau: verstrickt
- 10 Knäuel / 1250 m Lamana Como für einen geheimen Modellstrick: verstrickt

 (Hier seht ihr übrigens meinen heißgeliebten Winkekatzen - Projektbeutel)

- und seit gestern fertig: Meine neue Anleitung für das luftige Sommertop "Insa"aus sieben Knäueln Lamana Perla. Minus 800 m.
Die Anleitung für das Top ist gerade in der Überarbeitung - sie soll spätestens Mitte Mai erscheinen. Seid gespannt!

Das ergibt nach Adam Riese 3830 m (fast 4 km!!) Zugänge, die quasi sofort wieder abgegangen sind. Ich finde, das ist eine reife Leistung! *tschakkkaa*

Außerdem habe ich einen Haufen (725 m) meiner Baumwollbestände an meine Mama verschenkt, die daraus Mützen, Decken und Schühchen für Frühgeborene strickt und häkelt. 

Aktuell auf den Nadeln:
- immer noch mein grüner Sprig, den will ich dieser Tage endlich einmal fertigstellen. Die Halspasse ist inzwischen geschafft, es fehlen "nur noch" die Ärmel.





- und ein Teststrick für das "Tiratop" aus der wunderbaren Pascuali Nepal.
Fünf Stränge sind dafür neu bei mir eingezogen - macht plus 900 m.

Und dann habe ich mir einen Wunsch erfüllt. Ich habe mir endlich das Garn gekauft für ein Projekt, das ich schon soooo lange stricken möchte: Dessine-moi-un-Mouton von La Maison Rililie.

 Ich habe ganz ganz lange gebraucht, bis ich endlich die Farben zusammengestellt hatte. Das vorgegebene Garn, Holst Supersoft, gibt es in unendlich vielen Farben, die Auswahl ist echt schwer gewesen. Nun ist es geworden naturweiß als Hauptfarbe, Mais und Karmin, und - toll! - ein Shade bag Texas mit fünf weiteren tollen Farben. Was liegt denn näher, als zum 75. Geburtstag von "Der Kleine Prinz" diesen Pullover endlich zu stricken?
Heißt aber ein Plus von 1700 m.

Unterm Strich (3830 + 725- 900-1700) bin ich aber trotzdem 1900 m "leichter" als im März. Unter Berücksichtigung, dass ich in den letzten Wochen wirklich wie blöde gestrickt habe, finde ich das eine reife Leistung!

Bei den anderen Mitstreiterinnen dieser Aktion, insbesondere in der Facebook-Gruppe, gab es auch die eine oder andere Verschiebung an Garnen, teilweise zu meiner Mutter für den o.g. guten Zweck, aber auch für andere Verwendungen. Dass ich mit meiner kleinen Aktion dazu beitragen kann, das ungeliebte Garne eine Verwendung finden, das freut mich kolossal. Und die Empfängerinnen hoffentlich auch.

Aber kommen wir zum Thema für die nächsten acht Wochen:
Gegen das Verzetteln: So viel Wolle, so wenig Zeit!

Wie ihr meiner Bestandsaufnahme entnehmen könnt, bin ich in puncto "Verzetteln" momentan kein gutes Beispiel. Es gab so viele reizvolle Aufrufe zum Testen, darunter mein erster Modellstrick, die ich einfach nicht ablehnen konnte, die aber allesamt mit einer Deadline versehen waren, und mich zeitlich manchmal in die Bredouille gebracht haben. Stricken zu MÜSSEN, statt es lustvoll zur Entspannung zu tun, macht nicht so wirklich Spaß!

Was man sich also klarmachen muss ist:
Der Tag hat nur 24 Stunden.
Diese werden gefüllt durch Dinge, die wir müssen: Schlafen, zur Arbeit gehen, Haushalt,evtl. Gartenarbeit, Kinder, usw. Netto bleibt dann unsere Strickzeit, und wenn man Stashabbau betreiben will, ist es unbedingt notwendig, diese realistisch einzuschätzen.
Ich z. B. staune ständig, das ich am Wochenende in der Regel nicht mehr Zeit zum Stricken habe als unter der Woche. Warum? Am Wochenende muss ich zwar nicht arbeiten, aber den Haushalt, Garten, Wäsche usw machen. Es bleibt - der Fernsehfilm am abend, vielleicht eine Stunde mehr als sonst.

Ich kann immer nur eine Sache zur Zeit machen.
Multitasking ist eine Illusion. Ich kann zwar stricken und dabei ein Hörbuch hören oder fernsehen oder auch (tolerante) Freunde treffen.
Ich kann aber nur ENTWEDER stricken ODER nähen ODER bloggen ODER den Haushalt machen ODER mir eine Anleitung ausdenken ODER schlafen. Ich muss mich entscheiden.
Auch für das eine Projekt und gegen das andere - ich hab ja leider nur zwei Hände, mit denen ich stricken kann. Und meine Erfahrung aus den letzten vier Wochen hat mir gezeigt - vier Projektbeutel gleichzeitig, und der Inhalt von zweien hat eine Deadline: das ist nichts für mich, stricken ist mein Hobby und soll nicht stressen.
Quelle: Schachenmayer
Also hier mein Plan für die kommenden acht Wochen:
- Sprig fertig machen
- Tira fertig machen
- die Anleitung für Insa fertigstellen.
- wenn bis dahin kein weiterer Teststrick ums Eck kommt, dann nehme ich das "Schäfchen" aus dem Holstgarn in Angriff.
- und dann schwirrt mir schon seit Weihnachten eine Idee für ein Tuch im Kopf herum, die ich auch einmal zu Papier bringen will - für den Herbst.
Aber immer schön eines nach dem anderen.

Und nun seid ihr dran:
- habt ihr euch schon verzettelt? Sitzt ihr in einem Haufen feinster Garne und wisst nicht, was ihr zuerst anfangen sollt?
- habt ihr überhaupt eine konkrete Projektliste, z. B. bei Ravelry, und "arbeitet" ihr die ab, oder seid ihr eher der Typ Sammler, der sich von jedem Impuls ablenken lässt und Ufo's liebt?
- strickt ihr saisonal, d. h. jetzt Sachen für Frühling und Sommer, während die Herbst-/Winterufos bis zur nächsten kalten Jahreszeit liegenbleiben, oder stellt ihr Ufos diszipliniert fertig?
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Die Linkparty ist ab heute 14 Tage für euch geöffnet.
Ich selbst verlinke mich zum Creadienstag
Maschenfein
Liebste Maschen

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Dienstag, 6. März 2018

Wolldiät: ungeliebte Garne - was tun?


Herzlich Willkommen zum zweiten Treffen bei der Wolldiät! Unser Thema für die nächsten acht Wochen lautet:
"wohin mit ungeliebter Wolle?"

Bevor ich darauf näher eingehen, will ich allerdings erst noch Rückschau halten auf die Wochen seit meinem Aufruf zur Diät. 
Thema beim ersten Termin war die Bestandsaufnahme.
Viele haben, so wie ich, ihre Bestände bei Ravelry eingepflegt. Ich finde, das ist eine enorme Fleißarbeit, und wenn man auch noch gewissenhaft Fotos dazustellt (anders als ich...), ist sie auch mit beträchtlichem Zeitaufwand verbunden.
Ziel der Übung war, egal mit welchem Tool, die anonymen Bestände aus den diversen Kisten, Boxen, Regalen, Tüten und Schubladen sichtbar zu machen und Klarheit darüber zu gewinnen, was im einzelnen überhaupt alles im Vorrat schlummert.

Was meinen Stash angeht, war mir im großen und ganzen klar, wovon ich rede. Die Listenfunktion von Ravelry liefert harte Fakten: Eingangs waren bei mir über 16 km Garn im Stash.  Dennoch gab es bei mir auch eine kleine Überraschung in Form der diversen Baumwollgarne, die ich hier und da immer Mal bunkere:
Diese waren nämlich unerfasste Schwarzbestände. Und summierten sich auf satte 1375  Meter auf. 

Auf der anderen Seite war ich allerdings nicht untätig und habe alle Garne auf den Prüfstand gestellt. Was mich zum heutigen Thema bringt.
Was sind eigentlich ungeliebte Garne?
Für mich sind das
  • Farben, die ich nicht mehr mag
  • Krasse Fehlkäufe (doch zu kratzig, doch zu dünnes Garn...)
  • einsame Restknäuel, für die mir keine Verwendung einfällt.
  • Garn, bei dem mir das dafür vorgesehene Projekt nicht mehr gefällt, und für das mir keine andere Verwendung einfällt.
  • angebrochene Knäuel
Von alldem lagerte so einiges in meiner Liste:
  • ein Restknäuel Malabrigo Rios in der Farbe Paris Night, übrig geblieben von meiner "Armande"
  • Sechs Knäuel Drops Alpaka in Rotlila und drei in Dunkellime
  • Fünf Knäuel Drops Kidsilk in Lila (die ich mit dem Alpaka zusammen verstricken wollte, aber die mir nun doch nicht mehr gefallen)
  • Ein Knäuel Sockenwolle "Meilenweit" in gelb-orange-rot, davon hatte ich zwei 400m-Knäuel einmal gekauft für ein nicht näher definiertes Tuchprojekt in Verbindung mit schwarz oder anthrazit, und nun entschieden - ein Knäuel muss reichen.
  • ein Strang Pinta mit einer sehr hellen Blauholzfärbung von Buttjebeyy, was ein sehr helles türkis ergab. Pinta finde ich toll als Garn, aber diese Farbe lässt mich aussehen wie meine eigene Oma. 
Also eine ganze Menge, die bis auf die Pinta an einem schönen Sonntagnachmittag zu Ebay wanderte. Eine Woche später war ich alle Garne (insgesamt gut 4000 m!) los und knapp 40 EUR reicher. Und eine halbe Kiste war leer: Bingo!
(Die Pinta habe ich verschenkt an eine liebe Strickfreundin, in deren Farbschema die Färbung genau reinpasst. Einen Strang habe ich behalten und werde mich am Überfärben versuchen, denn ich möchte unbedint LaCrau aus Pinta haben - in den Farben gelb, natur und marine).

Eine Tüte Reste habe ich verschenkt an Freunde mit Kindern, die gerade Wolle für sich entdecken - die haben sich gefreut wie Bolle, und 200 g bunte Reste belasten mein Lager nicht mehr:

Leider war ich auch nicht ganz gefeit vor Versuchungen und muss folgende Zugänge melden:
- ein Bobbel Wooly Hugs Cotton, Farbe Feuerstein für einen geheimen Teststrick - 800 m
- zwei Knäuel Spongegarn - 180 m
- und ein sündhaft teures Kuschelpaket von Bergere de France, 8 x Angora und 3x Cachemire+, ebenfalls für einen Teststrick. Ein flauschig weicher Traum von insgesamt 1090 m.

Gestrickt habe ich natürlich auch so einiges.
  • jeweils 1400 Meter Malabrigo Sock und Lamana Piura für meinen No Frills 
  • das Spongegarn ist verwandelt in Peelinghandschuhe
  • Der Bobbel-Teststrick ist ebenfalls beendet
  • Meine Drops-Alpaka-Vorräte sind bis auf ein Knäuel zu einem dicken weichen Pullover geworden
  • und angestrickt sind die Bergere-Garne sowie mein wunderbar grünes Madelinetosh-garn, das mein Frühlingspullover wird.  
Insgesamt befinden sich so noch gut 11 000 Meter in meinem Stash, die angestrickten beiden Projekte nicht mitgerechnet.
Mit dem Ergebnis - minus gut 5000 Meter, trotz einiger Zugänge bin ich sehr zufrieden!

Eure Aufgabe lautet nun, Eure Bestände noch einmal genau zu betrachten und nach den genannten Kriterien (oder euren eigenen natürlich) zu entscheiden, ob es "ungeliebte Garne" gibt, welche, und was man damit tun könnte.

Hier ein paar Vorschläge:
  • Verkaufen ist eine Sache, die gut funktioniert, allerdings bekommnt man nicht unbedingt den Preis, den man sich vorstellt. Besonders Restknäuell kann man aber so gut loswerden.
  • Verschenken, z. B. an Schulen, Kindergärten oder auch Altersheime eignet sich gut für Reste, die nicht mehr unbedingt geeignet sind für Projekte. 
  • Auch Tauschen ist natürlich erlaubt! In der Facebook -Gruppe zum Beispiel ergeben sich schon entsprechende Gespräche. Oft kann man andere glücklich machen mit Wolle, die man selber nicht mehr mag. (Auch wenn es im Sinne der Diät eigentlich nur ein "Umlagern" ist - die Wahrscheinlichkeit steigt, dass aus geliebter Wolle auch ein Projekt wird)
  • Teststricks eignen sich unter Umständen auch zur Verwendung von Garn im Stash, sofern nicht zwingend ein bestimmtes Garn vorgeschrieben wird. 
Und Ihr - welche Ideen habt ihr noch für die ungeliebten Garne?
Wie war generell Euer bisheriger Erfolg? Seid Ihr ernüchtert wegen des ungeahnt hohen Lagerbestands, oder erleichtert über die gewonnene Klarheit? Lasst es mich wissen - das Linktool ist nun zwei Wochen lang geöffnet, und auch bei Facebook oder Instagram könnt ihr durchgängig mitmachen - ich freue mich auf Euch!

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Das nächste Treffen ist dann Anfang Mai - bis dahin versuche ich, für Euch Strategien gegen das Verzetteln zu ermitteln und auszuprobieren.
Habt eine schöne Zeit!




 

Dienstag, 9. Januar 2018

Wolldiät 2018 - Bestandsaufnahme und Ziele

 Im letzten Jahr habe ich eine Stoffdiät gemacht, die im Rahmen einer Linkparty organisiert war. Alle zwei Monate trafen sich die Teilnehmerinnen, um über ihre Fortschritte (und Rückschläge) zu berichten und sich gegenseitig Lob, Trost oder Motivation zu spenden. Das hat für mich super geklappt - es war ein bisschen so, wie ich mir die Weight-Watchers-Treffen vorstelle: Um nicht beim nächsten Treffen zugeben zu müssen, wieder Stoff gekauft zu haben, habe ich es gleich bleiben lassen. So ist mein Stoffbestand innerhalb der letzten 12 Monate um stolze 27 Meter geschrumpft, und ich habe wieder Platz in der Stoffkiste. Und das, obwohl ich trotzdem Stoff gekauft habe - vernäht habe ich nämlich über 43 Meter.

So möchte ich das gern mit dem Wollbestand auch handhaben.

Einen Überblick habe ich mir verschafft - hier zeige ich euch meine Vorräte:


Die Kiste vorne ist eine Kiste voller Reste. Manchmal nur Fädchen, manchmal noch halbe Knäuel. Die Wolle in dieseer Kiste ist nicht erfasst. Vielleicht werde ich sie wiegen, um die Abgänge dokumentieren zu können.
Rechts oben ist eine Kiste gemischt mit Restknäulen aus abgeschlossenen Projekten.
Die mittlere Kiste beherbergt hauptsächlich Sockenwolle.
Und in der großen Kiste links lagert hauptsächlich Garn für konkrete Projekte.


Aktuell habe ich über 16 km Wolle im Schrank (den Stash habe ich mit Hilfe von Ravelry erfasst. Das ist zwar ein bisschen zeitaufwändig, aber liefert harte Fakten).
Diese 16 km stressen mich.

Konkret stresst mich folgendes - und das war das Gleiche bei meinem Stoffbestand: Ich habe zwar einen Überblick über mein Lager. Vieles ist auch konkreten Projekten zugeordnet. Aber es kommen immer wieder Verführungen über den Weg - neue Garne, oder tolle neue Projekte, die im www lemminghafte Begeisterung auslösen, und die ich unbedingt stricken will. So kaufe ich neue Wolle, die ich immerhin dann auch zeitnah verstricke - aber die bereits vorhandene bleibt im Stash, und zwischendurch habe ich nicht mal Platz, die Wolle des aktuellen Projekts zu lagern.Im Prinzip nervt mich also meine Disziplinlosigkeit gepaart mit einer scheinbar völlig falschen Einschätzung meiner verfügbaren Strickzeit.

So habe ich mir für die nächsten 8 Wochen folgendes VORSÄTZE gefasst:
  • Alles noch einmal durchgehen und AUSSORTIEREN, was ich nicht mehr verstricken möchte. 
  • Die Wolle so ORDNEN, dass ich immer die fürs aktuelle Projekt im Zugriff habe, und nicht beim Kramen nach dem nächsten Knäuel von Streichelwolle Flausen in den Kopf gesetzt bekomme.
  • Einen PROJEKTPLAN aufstellen. Dieser heißt in meinem Fall: erst einen dicken Pullover aus Drops Air. Sieben Knäuel aus der Kiste links wären damit verschwunden, und es wäre schon ein bisschen mehr Platz drin.
  • DOKUMENTATION! Meine Projekte und die Entwicklung des Stashs, erfasse ich weiter bei Ravelry, da lässt sich die Wolle aus dem Stash schön zuordnen, und man sieht den Erfolg, wenn die Wolle vom Stash in die Kategorie "verstrickt" wandert.
  • VERSUCHUNGEN MEIDEN: wer nicht in den Woll-Laden geht, kann auch nichts kaufen. Wer nicht online stöbert, kann auch nichts kaufen. Wer keine Newsletter bekommt, wird nicht von Angeboten verführt.
  •  Klare REGEL: Keine UFOs. Erst wenn ein Projekt fertig ist, wird das neue angefangen. Und wenn zwei Projekte fertig sind, darf für ein neues neue Wolle gekauft werden. Zukäufe, um neue Projekte aus dem Bestand umsetzen zu können, sind ebenfalls erlaubt.
Nun seid ihr an der Reihe. Was sind eure Ziele? Woran genau stört ihr euch bei eurem Stash und Eurem Umgang damit?

Hier geht es zur Linkparty - das Tool ist für zwei Wochen geöffnet. Auf Facebook oder Instagram könnt ihr durchgängig mitmachen - ich freue mich auf Euch!

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Creadienstag

Montag, 8. Januar 2018

Wolldiät 2018

Letzte Woche habe ich mein Kreativziel 2018 auf Instagram und auf Facebook gepostet:
Ich möchte Herr werden über meinen Wollstash und über die Projekte, die mir im Kopf herumschwirren.

Das hat so viel Resonanz erzeugt, dass ich mich entschlossen habe, dem Vorhaben einen offiziellen Rahmen zu verleihen - ich rufe zur WOLLDIÄT 2018 auf!


Stashabbau, Austausch, Motivation und Tipps zum Durchhalten und Umsetzen der Ziele, die sich jede von uns setzt, sind das Ziel der gemeinsamen "Diät".

Dafür richte ich alle zwei Monate ein Linktool ein, bei der jede Teilnehmerin über ihre Fortschritte berichten kann.

Und bei jedem Termin gibt es ein Thema als Schwerpunkt.
Januar: Hilfe, ich hab den Überblick verloren! - Bestandsaufnahme und Zielsetzung
März: Ich habe meinen Stash sortiert - was tun mit ungeliebter Wolle?
Mai: Gegen das Verzetteln - so viel Wolle, so wenig Zeit!
Juli: Wolle kommt von Wollen - Strategien gegen Rückfälle
September: Da beißt die Maus keinen Faden ab - was tun mit Restknäueln?
November: Dicke Wolle braucht mehr Platz - Ideen für den Winter
Januar 2019: Hurra, ich habe mein Ziel erreicht und habe meinen Stash im Griff!

Das Logo oben dürft ihr gern mitnehmen und auf eurem Blog benutzen, genau wie auf Eurem Instagram- oder Facebook-Account.
Dort könnt ihr auch mit #Wolldiaet2018 und @frausonnenburg taggen, so können wir uns vernetzen.

Bitte verlinkt im Linktool euren aktuellen Blogpost und nicht den ganzen Blog.

Wer möchte, darf auch gern zu meiner Facebook-Gruppe dazustoßen. 

Ich freue mich auf Eure Teilname - lasst es uns gemeinsam angehen!