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Donnerstag, 22. Februar 2018

Poncho VERSILEA - aus dem neuen Buch von Meine fabelhafte Welt

Das erste Buch der lieben Sandra von Meine fabelhafte Welt , "Sommerlooks stricken" ist gerade im EMF-Verlag erschienen, und nun darf ich endlich von meinem kleinen Beitrag zum Buch berichten!

Ich durfte Teil des Teststricker-Teams sein, und die Anleitung zum Poncho "Versilea" testen.

Das Garn für den Poncho, Lamana Como, habe ich schon einmal verstrickt für meine Loppa-Jacke, und es dabei lieben gelernt: es ist superweich und leicht, und hat mit 120 m auf 25 g eine super Lauflänge für einen fairen Preis. Und die Farbauswahl ist riesig!


Für meinen Test fiel die Wahl nicht schwer, ein dunkelblauer Poncho fehlte in meinem Kleiderschrank, und die Entscheidung fiel für den Farbton Jeans.


Bis die Garnlieferung mit der Anleitung eintraf, wusste ich zwar, dass es um einen Poncho geht, aber nicht, wie genau er aussehen würde. Aber das ist ja das Aufregende bei einem Test!

Der Poncho besteht aus Vorder- und Rückenteil, beide haben am Saum eine wunderschöne Lochmusterborte, die anhand eines Charts gestrickt werden. Wie bei mir üblich bei Lacemustern, dauert es immer ein Weilchen, bis es "sitzt", aber nach ein paar Wiederholungen strickt es sich aus dem Kopf. Komplizierter fand ich, den V-Ausschnitt symmetrisch zu stricken, da musste ich bei den Zunahmereihen sehr genau aufpassen, dass ich nicht zu viele stricke und der Ausschnitt am Ende schief ist.

Ansonsten fand ich die Anleitung, kurz, knapp und klar. Es gibt eine bemaßte Modellskizze zur Orientierung, die die Strickrichtung angibt, und so ist der Poncho eindeutig ein "Nebenbei-" oder "Unterwegsprojekt", das man beim Fernsehen oder in der Bahn stricken kann.

Gut gefällt mir auch die Länge, und das weich Fließende der Form - damit schummelt man sich auch noch das eine oder andere Kilo weg 😊



Auf diesem Foto ist der Poncho zwar etwas verrutscht, dafür sieht man die Lochmusterborte sehr schön:

Hier sieht man das Lochmuster noch einmal etwas genauer:


Abweichend zur Anleitung habe ich den Ausschnitt rundherum noch mit einer Reihe Krebsmaschen umhäkelt. Die Kanten waren mir etwas labberig geraten, und erhalten so noch etwas Stabilität.

Von den 12 Knäueln, die Sandra mir zur Verfügung gestellt hat, habe ich 10.5 benötigt. Mit einem Rest schließe ich vielleicht noch die Seitenkanten, damit der Poncho etwas weniger flattert, wenn man ihn anstelle einer Jacke obendrüber trägt.


Der fertige Poncho ist meiner Meinung nach ein Ganzjahreskleidungsstück - meine Tragefotos sind an einem knackig kalten Tag auf der Seebrücke von Binz entstanden. Ohne Jacke war's zwar ganz schön kalt, aber unter dem Mantel hat mich Versilea beim Spaziergang am Strand hervorragend gewärmt, ohne schwer zu belasten.

Ein paar Urlaubsfotos habe ich für euch auch noch im Gepäck - es war einfach zu herrlich an der Ostsee: 


Schaut mal vorbei bei Meine fabelhafte Welt - hier gibt es die Strick-Kits zu den Modellen aus dem Buch, und ich finde, es sind viele schöne Teile dabei!

Verlinkt zu
RUMS
Liebste Maschen

(Anmerkung: Das Material für den Teststrick wurde mir durch MfW zur Verfügung gestellt - die Meinung zur Anleitung ist jedoch meine eigene. Weitere Vergütung habe ich für den Teststrick nicht erhalten)













Mittwoch, 11. November 2015

Kuscheln mit Hugo

In letzter Zeit laufen mir ständig Hugos über den Weg.
Als Getränk natürlich. Der beste Vermieter und netteste Herr der Welt heißt Hugo. Bei der Goldenen Hochzeit meiner Schwiegermutter erhielt mein Mann das Kompliment "Du siehst aus wie früher Onkel Hugo!" - und nun auch noch Hugo in Form eines Ponchos - Gosia Gradek hat ihr Modell so benannt (Anleitung von Ravelry - hier).

Über die spannenden Anfänge (wird das Garn reichen..? Schaffe ich das Projekt, bevor der harte norddeutsche Winter über mich hereinbricht?) habe ich hier schon geschrieben. Inzwischen ist das gute Stück trotz einiger hausgemachter Widrigkeiten fertiggestellt, und temperaturtechnisch haben wir momentan eher Frühling. Alles schick also. 

Bevor ihr alle Angst bekommt - die Anleitung ist im Prinzip simpel, und wenn man das Prinzip verstanden hat, ganz problemlos nachgearbeitet.
Meine Schwierigkeiten entstanden wieder mal dadurch, dass ich ein anderes als das Originalgarn verwendet habe, und dass ich wieder mal die Maschenprobe für verzichtbar gehalten habe. Ob ich das jemals lernen werde?

So ergab sich erst nach der ersten Fertigstellung und einer Runde in der Waschmaschine, dass der Kragen (obwohl ich ihn schon einmal aufgeribbelt und viel kleiner neu gestrickt hatte) total ausgeleiert war.
Außerdem war er viel zu lang - an den Armen hing er störend über die Hände, der Saum ging über die Knie. Immerhin war ich aber mit der Wolle gut ausgekommen, alle 14 Knäuel aufgebraucht.
Aber nun - RibbelRibbelRibbel...

Mangels passender Rundstricknadeln mit kurzem Seil habe ich den Kragen dann in Reihen gestrickt, nachdem ich ihn nach meiner bewährten Methode abgeschnitten und neu angestrickt habe.Dabei habe ich noch ein paar Maschen als Übertritt angestrickt, um eine Knopfleiste zu bauen.

Habe ich nicht tolle Knöpfe gefunden? Sie stammen aus einer "Knopferbschaft" der Schwester meines Opas, die Schneiderin war. Fünf ganze Kästchen mit Knöpfen habe ich von ihr geerbt, darunter viele Perlmuttknöpfe, für die man heute fast ein Vermögen hinlegen muss. Diese Knöpfe hier habe ich mit der Perlmuttseite nach unten angenäht, da ich die grünbraune Oberfläche so interessant finde.
Der "Einstieg" über den geknöpften Kragen ist übrigens um einiges praktischer als der ursprünglich vorgesehene geschlossene Kragen. So bleibt die Frisur schön in Ordnung :)

In der Länge musste ich dann ungefähr 10 cm aufribbeln (das waren unglaubliche 2 Knäuel!). Eigentlich war ich nun so "satt" von dieesm Projekt, dass ich danach einfach abketten wollte. Aber auf vielstimmiges Zuraten ribbelte ich noch weitere 10 Reihen auf und strickte doch noch mal die Zopfbordüre als Abschlusskante an. Und ja, meine Zurednerinnen haben Recht behalten: Die Borte gibt dem Ganzen den letzten Schliff.

Und jetzt ist Kuschel-Hugo fertig und wurde am vergangenen sonnigen Sonntag ausgeführt:



Hugo ist mollig warm und durchaus kleidsam, findet ihr nicht auch?

Hier noch mal die Angaben en détail:
- Anleitung:  - HUGO, kostenlos über Ravelry
- Garn: Clou von Junghanswolle. Verbrauch: ca 11 Knäuel, mit Nadeln 6 und 8
- gestrickt in 3 Wochen (ohne meine Unfälle wäre das gute Stück in 2 Wochen locker fertig gewesen)
- Änderungen: offener Kragen mit Knopfleiste

Verlinkt zu
MeMadeMittwoch
Maschenfein - auf den Nadeln November
HäkelLine

Freitag, 16. Oktober 2015

Wer ist schneller - der Winter oder ich? - Poncho

Ponchos sind ja seit einiger Zeit der letzte Schrei.
Ich habe mir im letzten Winter schon einen "Drinnen-Poncho" gestrickt (<klick>), den ich total bequem und schick finde.
Dann habe ich mich bei Ravelry in diesen  Poncho verliebt - ein "Draußen-Poncho" als Jackenersatz. Ein Traum! Und dunkelblau muss er sein!
Eine ganze Weile habe ich über das richtige Garn gegrübelt (Malabrigo Mecha, die mit dem tollen Farbverlauf? Wunderschön, leider sehr teuer... - Drops Nepal, wie in der Originalanleitung verwendet? Da finde ich das blau langweilig...) Schließlich habe ich mich für Bekannt-Bewährtes entschieden: Clou von Junghanswolle. Schön dick und mollig, kratzt nicht, maschinenwaschbar und auch noch sehr günstig.

Am vergangenen Sonntag habe ich "Hugo" angenadelt.
Mit Nadeln Nr 6 gestrickt, ging der Kragen gut von der Hand:
Aber, ach du Schreck, allein der Kragen verbrauchte schon ein Knäuel. Bleiben noch 13...
Eine Anprobe zeigte allerdings, dass mein Garn wohl deutlich dicker sein muss als das Originalgarn der Anleitung. Ich hatte die vorgegebenen 96 Maschen angeschlagen, und der Krage schlackerte nur so am Hals. Also noch mal aufgeribbelt und mit 80 Maschen neu begonnen. Viel besser!

Inzwischen bin ich bei Knäuel 4:
Ein bisschen habe ich nun doch Zuversicht, dass ich mit der Wolle auskommen werde.
Da man nach dem Kragen alle 2 Reihen 8 Maschen zunimmt, wird es allerdings schon recht eng auf der Nadel.

Das Muster sieht in der vorderen und hinteren Mitte sowie über den Schultern ein Zopfmuster vor. Um dessen Anfänge zu markieren, habe ich mir diese tollen Maschenmarkierer gebaut:


Die Zutaten dazu habe ich vom Stoffmarkt, dort gab es einen Stand mit Perlen, Knöpfen, Anstecknadeln usw. und eben diesen - und vielen weiteren - Metallanhängern. Ein Ring dran - fertig sind meine neuen Lieblingsstücke, die mir bei dem Wollwust sehr gute Dienste leisten!
(Als ich meiner Freundin davon erzählte, fragte sie "WAS sind denn Maschenmarkierer?" - vielleicht schenke ich ihr welche zu Weihnmachten...)

Mein Plan ist, den Poncho schnellstmöglich fertig zu bekommen, bevor der dicke Winterfrost über uns herfällt - denn es ist ja ein Draußen-Poncho. Der Usedom-Schal muss so lange pausieren - ber der wird auch erst zu Weihnachten benötigt :)


Deshalb muss ich jetzt schnell wieder an die Nadeln und verlinke diesen Zwischenstand verlinke ich mich bei Maschenfeins Auf den Nadeln.



Dienstag, 13. Januar 2015

Endlich fertig: Poncho LET von Makerist

Vor einiger Zeit habe ich bereits die Anfänge meines Ponchos LET von Makerist gepostet.

Mit 3mm-Nadeln Insgesamt habe ich 6 Wochen dran gestrickt (ok, ohne die Zeit für mein nsgesamt habe ich 6 Wochen dran gestrickt (ok, ohne die Zeit für mein  ar das Riesenteil aus ITO-Garnen eine Herausforderung an meine Geduld und mein Durchhaltevermögen. Nach 3 Abenden war ich mit den dünnen Garnen erst gut 10 cm weit gekommen. Ach herrje...
Entgegen der Meinung der Dame im Wollgeschäft haben mich die glitschigen Holznadeln nicht überzeugt, ich bevorzuge immer noch Bambus. Die zweifädige Verarbeitung mit den dünnen Garnen war manchmal echt fummelig - besonders, wenn es mal was Aufzutrennen gab. Das war besonders am Ende der Fall - als es ans Zusammennähen ging. Eine kleine Skizze in der Anleitung hätte mir gut geholfen, denn mir ist es tatsächlich gelungen, den Poncho zwei Mal (!!) falsch zusammenzunähen...

Nun ist das gute Stück aber endlich fertig, und der beste Ehemann von allen hat ein paar Sonnenstrahlen am ersten Januarwochenende zum Fotoshooting genutzt
Wie erwartet, ist der Poncho federleicht und superbequem. Nachdem ich die Naht nun ordnungsgemäß geschlossen habe, fällt er assymmetrisch und rollt sich am der Kragenöffnung und am Saum, was mir persönlich sehr gefällt.

Und zusammen mit meiner Lieblingswinterhose ist auch das Grau nicht zu trist:
Jedenfalls bin ich jetzt stolz wie Bolle, dass ich diese Herausforderung an meine Geduld gemeistert habe.Insgesamt habe ich -ohne die Zeit für mein
Mützenprojekt -6 Wochen dran gestrickt.

Und damit wird das neueste Mitglied in meinem Kleiderschrank präsentiert bei Stricklust , beim MemademittwochPamelopee und beim Creadienstag!



Dienstag, 16. Dezember 2014

Immer noch Winter - Poncho LET aus ITO-Garnen (von Makerist)

Heute von mir beim Creadienstag : Mein aktuelles Strickprojekt.
Schon länger folge ich Makerist aus Berlin, die mit Videokursen und Materialboxen DIY-Herzen höher schlagen lassen.
Dieser ieser edle Poncho hat es mir angetan: 

Bild aus dem Makerist - Materialshop, Link: s.u.
https://www.makerist.de/supplies/poncho-let-strickset-in-grautoenen
Als ich mich endlich zum Kauf durchgerungen hatte, war - oh Schreck - die Materialbox nicht lieferbar!
Eine Rückfrage betreffend der Verfügbarkeit wurde umgehend von Makerist beantwortet mit dem Angebot, mich per Mail zu informieren, was kurze Zeit später auch wirklich erfolgte.  Für den Service eine Eins mit Sternchen.
Das fertige Strickset incl. Anleitung kostet sagenhafte 33.40 EUR, was ein Schnäppchen ist gegenüber dem Einzelkauf der Garne, und ich hatte sogar Glück, an einem versandkostenfreien Wochenende zu bestellen.

Der Einkauf bei Makerist war leider etwas holprig  (fehlende Auftragsnummer, Käufe können nicht über das Nutzerkonto eingesehen werden, daher gab es eine Doppelsendung...), aber die Leute dort sind sehr freundlich und bemüht, so war schließlich das Material geliefert, die Doppelsendung abgewickelt und das Vergnügen konnte losgehen.

Die Sendung war sicher und hübsch verpackt - "da steckt Liebe drin" - das lässt mein Herz höher schlagen: 














Die Anleitung für den Poncho gab's zum Set kostenlos dazu. Leider ist meine schlecht schwarzweiß gedruckt und an einigen Stellen schwer lesbar. Regulär kostet sie 2,00 EUR zum Selberausdrucken - vielleicht wäre es bei dem Set besser gewesen, wenn Makerist das Dokument zusätzlich zum Ausdruck zur Verfügung gestellt hätte. Da es sich um ein einfaches Projekt handelt, ist die Anleitung kurz und knapp und sogar zweisprachig Deutsch und Englisch. Gerade die Stelle, bei der es interessant wird - nämlich, wie der Poncho schließlich zusammengenäht wird - ist allerdings nicht gut erklärt. Anfängern fällt es vielleicht schwer, den Schritt nachzuvollziehen. Eine kleine Skizze wäre hier sicher hilfreich.
Später wird sich zeigen, ob ich sie verstehe... :-)

Aber hier geht es ja um das Strickerlebnis. Seit zwei Wochen bin ich fleißig. Gewöhnungsbedürftig fand ich die Wicklung des Garns auf Spindeln. Da zweifädig gestrickt wird (Washi und das seidenfeine Niji-Garn), läuft die Wolle nicht so schön mit, wie man das von "normalen" Knäueln kennt. Nun hab ich mein komplettes Nadelsortiment auf klapperfreie Holz- bzw. Bambusnadeln umgestellt, um den besten Ehemann von allen nicht beim Fernsehen zu stören, nun klappern die Pappkerne aneinander... Die Katzen hingegen finden es toll, und der Mann entwirft im Geiste schon eine Konstruktion, die er mir bauen kann.


Das Ito Washi Garn mit Papierfasern finde ich sehr interessant.Auf den ersten Griff erscheint das Washi-Garn - Farbe "String" - sehr fest und sperrig (ähnlich wie das Bastgarn, was man als Geschenkband kennt). Beim Stricken jedoch wird das Garn sehr weich. Das Kombigarn Niji - Farbe Shades of Grey - ist mit 480 m pro 20 g superdünn und in Grautönen meliert. Als Beilaufgarn mit dem hellgrauen Garn verstrickt ergibt sich ein sehr schöner Melange-Effekt.

Ach ja:  und laut Makerist kann man die Washi-Wolle sogar per Hand waschen (vielelicht heißt sie deshalb Washi? *schenkelklopf*) - ich hatte hier wegen des Papieranteils in den Fasern so meine Bedenken.

Nun arbeite ich an der Fleißaufgabe, das große Rechteck herzustellen - inzwischen ist knapp die Hälfte geschafft. Das Endergebnis werde ich gern hier  zeigen.