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Dienstag, 12. September 2017

Täschchen für das Handwerkszeug

Wie haltet ihr Ordnung in eurem Handwerkszeug, das ihr fürs Nähen braucht?
Schere, Nadeln, Schraubenzieher, Einfädler...
All diese Gegenstände habe ich bisher in diversen Schachteln und Kästen aufbewahrt, wenn ich sie nicht brauchte. Wenn ich sie aber brauchte, flogen sie völlig unkontrolliert auf meinem Nähtisch herum - und fielen gern auch einmal unter den Tisch.

Damit ist jetzt Schluss! Nachdem mein Nähzimmer renoviert wurde und alles sehr ordentlich in Regale und Schränke einsortiert wurde, musste auch eine Lösung für den Kleinkram gefunden werden. Im letzten Herbst habe ich bei einem Ausflug nach Friedrichstadt schon passende Stöffchen gekauft, für genau dieses Taschenprojekt. Aber wie genau die Tasche aussehen sollte, wie sich alles Zubehör ordentlich, sinnvoll und leicht zugänglich verstauen ließe, darüber habe ich doch einige Zeit gegrübelt.

Wie so oft, muss man einfach mal anfangen, dann fügt sich vieles von alleine.
Alles Zubehör ausbreiten, arrangieren, ausmessen - und losnähen:

Stück für Stück habe ich mich an die endgültige Form herangetastet.
Ein Reißverschluss musste sein, damit nichts rausfällt.

Gummizüge halten alle Werkzeuge am Platz fest.

 Und eine "Doppelseite" innen bietet Platz für Schere und viele viele Steck- und Nähnadeln.

Beim Einfassen kam mir der inzwischen heißgeliebte Schrägbandeinfasser wieder sehr zur Hilfe:

Und außen habe ich noch eine Tasche mit Druckknopf angebracht, für Kleinkram, von dem ich jetzt noch nichts weiß ... 😊


Im Alltagsbetrieb hat sich das Täschchen schon sehr gut bewährt. Alles ist griffbereit, übersichtlich, platzsparend verstaut, nichts geht verloren - ich bin top zufrieden!

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Sonntag, 13. August 2017

Es wird... pink!

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt - dieses Jahr stricke ich sozusagen wie besessen.
Kaum ist der Hint of Summer in "gelbgelbgelb" von den Nadeln, folgt schon das nächste Teil aus einem feinen Garn von Itoyarns:
Es wird ein Besjes von Cello Knits, diesmal aus Ito Kinu, zweifädig gestrickt mit Ito Shio.

Beim Maschenfein-Treffen in Berlin Mitte Juni hatte ich mich in Kinu spontan verliebt.

Die Bourettseide strickt sich zwar etwas sperrig, da sie dazu neigt an den Nadeln zu kleben, aber sie hat so einen tollen Griff und eine sehr schöne Farbpalette! Die Farbe Hydrangea, ein dunkles Pink, war schnell gesetzt.
Zwar hatte ich Kinu in Berlin schon zur Probe gestrickt, allerdings war ich nach meiner "richtigen" Maschenprobe für den Besjes-Pullover doch etwas ernüchtert - gestrickt auf meinen üblichen Bambusnadeln in Stärke 2.5 erwies sich das Stricken als Quälerei (wegen der genannten "Klebeneigung"), und das Maschenbild war sehr sehr locker. Zu locker.
Also kramte ich in meinem Vorrat und fand einen Rest Shio, ein ganz dünner Merinofaden, den ich sehr gern als Beilauffaden verwende. Damit, und mit Holznadeln in Stärke 3, war das Strickerlebnis ein deutlich anderes, das Maschenbild gefiel und die Maschenprobe passte.


Eine liebe Berliner Strickfreundin gab mir dann noch den guten Rat, statt der Holznadeln einmal die HiyaHiya Sharp-Nadeln zu testen, und war noch dazu so lieb, bei einem Besuch im Showroom von Itoyarns nach dem passenden Farbton von Shio zu suchen. So ist es Plum geworden. Eine wirklich perfekte Kombination!

Damit sich das Garn gut abstricken lässt, habe ich die beiden Fäden wieder auf ein Knäuel gewickelt. Die HiyaHiya-Nadeln hatten sich beim Hint of Summer schon bestens bewährt. Sicherheitshalber habe ich noch einmal eine Maschenprobe mit diesen Nadeln gestrickt - passt!
Der Anfang von Besjes ist nun gemacht. Aber er war schon ganz schön hart! 270 Maschen werden provisorisch angeschlagen- und dann geht es viele viele Reihen glatt rechts stur geradeaus,  bis die erste "Herausforderung" der Anleitung gestrickt wird.

Gerade habe ich einmal 12 Reihen geschafft. Wenn es gut läuft, schaffe ich an einem Abend 10 Reihen. Dieses Projekt wird mich also eine lange Zeit begleiten 😊
Das Maschenbild finde ich jedoch schon mal vielversprechend:

Damit es mir nicht langweilig wird, habe ich schon die nächste Idee im Kopf. Darüber kann ich noch nicht zu viel verraten, denn es soll eine Überraschung werden. Das Garn zeige ich euch aber schon einmal:

Damit verlinke ich meine aktuellen Projekte zu
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Maschenfein - auf den Nadeln August

Dienstag, 8. August 2017

Gelbgelbgelb!

Beim Maschenfeintreffenin Berlin Mitte Juni gab es viele tolle Garne zum Ansehen und Anstricken.
Zwei Garne von Itoyarns haben sich spontan erst in mein Herz geschlichen, dann in mein Hirn (indem konkrete Projekte Form annahmen), und schließlich auch in den Warenkorb:



Besonders das Garn Urugami hat mir Schnappatmung beschert. Das Garn hat einen ein ganz runden, ganz festen Faden aus Wolle und Papier. Da mich Papierfaser schon beim Poncho überzeugt hat, den ich aus Ito Washi gestrickt habe, war meine Neugier betreffend dieses Garns groß. Außerdem bietet Urugami eine wunderschöne Farbpalette!
Ganz besonders hat mich der Gelbton  entzückt, und noch beim Treffen in Berlin habe ich mit den Mitstrickerinnen entschieden, dass ich diese Farbe UNBEDINGT brauche. Obwohl gelb sonst in meinem Kleiderschrank nicht vorkommt. Als Beilauffaden habe ich mir Shio   in weiß ausgesucht, ebenfalls von Ito und bereits von mir erprobt.
 In der Maschenfeingruppe gab es bereits einige fertige Modelle zu bewundern, die zweifädig aus den beiden Garnen entstanden sind, und der melierte Effekt aus den beiden Farben hat mir sehr gefallen. 
Das Projekt zum Garn war auch schnell klar: es soll ein zweiter Hint of Summer nach einer Anleitung von Isabell Kraemer werden (den ersten könnt ihr hier bewundern). Diesmal in der Variante ohne Ärmel und mit geradem Saum.

Da diese Garne von Ito auf Pappkonen gewickelt sind, habe ich mir angewöhnt, beide Fäden auf ein Knäuel zu wickeln. So strickt es sich einfacher ab, und die Konen klackern nicht aneinander beim Stricken – so hat der beste Ehemann von allen ein ungestörtes TV-Erlebnis 

Die Maschenprobe war schnell gestrickt, fiel aber wider Erwarten doch etwas kleiner aus als beim ersten Modell. So habe ich diesen HOS auf NS 3 gestrickt und in Größe M2. Im Nachhinein hätte ich auch gut M1 stricken können wie beim Vorgänger, denn das Top sitzt schon sehr locker.
Was mir besonders gefiel war, dass die Melierung des gelbweißen Garns genau zum Eis (Mascarpone – Mango) passte. Lustig, oder?



 Angeschlagen habe ich das Top mit Bambusnadeln. Das stellte sich nach kurzer Zeit als keine gute Idee heraus, die Maschen klebten an der Nadel und das Stricken war eine Quälerei. So ging es nur sehr langsam vorwärts. Umsteigen auf Holznadeln brachte etwas Linderung.



Richtig optimal aber lief es erst, als ich mir HiyaHiya Sharp Nadeln bestellt habe, die mir eine liebe Strickbekannte wärmstens empfohlen hat.Schaut mal, welcher Unterschied im Maschenbild sich ergibt:
 Der Wahnsinn! Eigentlich hatte ich Metallnadeln abgeschworen (u. a. auch, damit der beste Ehemann von allen nicht bei seinem Fernsehfilm gestört wird oder ich irgendwann wegen Ruhestörung vom Sofa verbannt werde). Aber diese Nadeln haben das Projekt echt gerettet. Und beschleunigt! Sagenhafte 15 Reihen schaffte ich an einem Abend. So verloren selbst die endlos langen Runden des Körpers ihren Schrecken. Die Langeweile beim Stricken der langen Runden habe ich mir auch mit Lektüre vertrieben – wenn es einfach stur rechts geradeausgeht, kann ich inzwischen sogar beim Stricken lesen.

Gegen Ende war ich mir nicht so sicher, ob die Garnmenge reichen würde. Ich hatte vier Konen Urugami / 2 Konen Shio, was genau der angegebenen Menge laut Anleitung entsprach. Auf diesem Foto sind drei Konen verstrickt, und es fehlen noch 14 cm Länge:
Da Modell Nr 1 etwas kurz geraten war, fiel die Entscheidung, alles Garn aufzustricken und den Abschluss mit Resten in rein weiß zu arbeiten. Win-Win: keine Reste aus diesem Projekt, und Reste vom ersten Hint of Summer werden auch gleich reduziert!
Für den Abschluss habe ich also die Anleitung etwas umgemodelt und nach Ende des gelbweißen Knäuels eine Reihe rechts in weiß gestrickt. Die Maschen habe ich dann nicht abgekettet, sondern mit festen Maschen abgehäkelt:
Anschließend habe ich eine Runde Krebsmaschen gehäkelt. Das sind feste Maschen, aber nicht wie üblich von rechts nach links gehäkelt, sondern von links nach rechts. Und sie geben einen ganz hübschen Effekt:


Am Halsausschnitt und an den Ärmelsäumen habe ich ebenfalls je eine Runde feste Maschen – eine Runde Krebsmaschen gearbeitet. Dann wurde das Top gebadet, getrocknet und gedämpft – und ich bin total verliebt über das wunderbar gleichmäßige Maschenbild, das sich nun für das gesamte Top ergibt. Hier ist er nun, mein Hint of Summer:

Und ganz ehrlich, wenn es jetzt nicht endlich Sommer wird hierzulande, dann weiß ich auch nicht mehr weiter! Nach Wochen mit endlosem Regen und Temperaturen um die 20 °C haben wir uns hier im Norden endlich einmal ein paar warme Tage verdient, damit die Sommersachen einmal zu ihrem Recht kommen, meint ihr nicht? Dann gibt es auch Tragefotos, versprochen!

Solange verlinke ich mich erst einmal zu



Mittwoch, 2. August 2017

Ein (maschen)feiner Beutel!

Taschen kann man nie genug haben.
Taschen für Strickprojekte auch nicht.
Obwohl ich "eigentlich" nicht zu den Leuten gehören, die ständig mehrere WIP's und UFOs auf der Nadel haben, passiert es doch hin und wieder, dass sich mehr als ein Projekt in mein Herz schleicht. Zuletzt waren es ganze drei .

Da ich es grundsätzlich schon ganz gerne ordentlich habe, braucht jedes Projekt seinen Behälter.
Für meinen knallgelben Hint of Summer habe ich meinen geliebten Friemelstilo, der farblich wie gemacht zum Pullover passt.


Die beiden anderen Projekte, die ich euch beim letzten Mal gezeigt habe, der Pullover "Morgentau" und mein Schal aus Ito-Garn, sind inzwischen ebenfalls fertig. AAAAABER - es hat sich ein weiteres Projekt aufgetan, das ich nun parallel stricke - und das angemessen aufbewahrt werden will.

Wie gut, dass Maschenfein gerade ein neues Schnittmuster für einen schicken und praktischen Projektbeutel herausgebracht hat. Wie gut, dass ich nähen kann! Und wie gut, dass sich in meinem Fundus noch ein wunderbarer Rest dicker Baumwollstoff mit Möwen gefunden hat, der wie gemacht war für diesen Beutel!

Wenn man das Schnittmuster erst einmal ausgedruckt und zusammengeklebt und die vielen Schnittteile ausgeschnitten hat, wird zugeschnitten.  Ganze 13 Schnitteile sind es, die aus verschiedenen Stoffen zugeschnitten werden. In meinem Fall noch ein paar mehr, denn ich habe den Beutel gefüttert und die Außenteile mit dicker Vlieseline verstärkt.

Der Beutel hat innen praktische Taschen für das ganze Zubehör, das so anfällt, und eine große Tasche außen für die Anleitung, die man gerade arbeitet. Außerdem noch einen "Ösenspender", durch den man beim mehrfarbigen Stricken die verschiedenen Fäden ziehen kann, damit diese sich nicht vertüdeln. Da ich großen Respekt vor dem Anbringen von Ösen habe, habe ich auf den Ösenspender verzichtet, und auch den Kordeldurchzug nicht mit Ösen, sondern als Tunnel gearbeitet.
 
Wenn alle Teile vorbereitet sind, ist der Beutel schnell genäht. Bei meinem habe ich schicke Kordelstopper verwendet, und auch Kapseln für die Kordelenden habe ich besorgt.
 
Meinen Beutel habe ich am Sonntag Vormittag genäht und gleich mitgenommen zu Nachbars Gartenfest. Natürlich mit dem aktuellen Projekt darin, einem superweichen Schal, den ich zu Weihnachten verschenken werde. Auf den Fotos ist der Beutel noch nicht komplett "eingerichtet" - was ich so mitschleppe in meinem Beutel will ich euch ein andermal zeigen. 


Viele Komplimente habe ich bekommen von der Nachbarin und einigen der Gäste - für den weichen Schal, aber besonders für den schicken Beutel.

Was ich persönlich so richtig praktisch finde, ist die Schlaufe.
Ganz praktisch kann man den Beutel so entweder wie ein Herrenhandtäschen am Handgelenk tragen (und zum Beispiel stricken, während man an der Bushaltestelle stehend wartet), oder aber man hängt ihn lässig über die Armlehne und genießt beim Stricken die Sonne im Garten.

Das flauschige Etwas, das da über der Banklehne drapiert ist, wird übrigens einmal ein richtig großer, kuscheliger Schal, der Himmelsstrahl, den ich gerade für Meine Fabelhafte Welt teststricke. Zu Weihnachten wird er verschenkt. Ich muss allerdings ein bisschen Gas geben, denn Mitte August muss der Schal fertig werden für einen Fototermin. Bis dahin fehlen noch 1.50 Meter...

Mein schöner Beutel wird verlinkt zu
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Maschenfein - auf den Nadeln August
RUMS

Dienstag, 11. Juli 2017

Für heiße Nächte

Nein, keine Sorge, dies hier ist kein Post über Negligés oder Reizwäsche, oder gar für stimmungsvolle Filmchen 😊

Unser Schlafzimmer liegt unterm Dach. Das Fenster geht nach Südosten, morgens ab sieben knallt die Sonne aufs Bett. Und der beste Ehemann von allen ist sehr lärmempfindlich. Schlafen mit offenem Fenster fällt daher aus. Schlafen mit offener Tür ebenso, da unsere beiden Katzen nur zu gern mit im Bett schlafen. Wenn es draußen heiß ist, ist es im Schlafzimmer ebenfalls heiß. Also muss was Luftiges zum Schlafen her.

Wie gut, dass ich nähen kann!

In meiner Stoffkiste lagerte schon eine ganze Weile ein weicher türkisfarbener Jersey. Ein Meter, ursprünglich vorgesehen für ein Shirt. Bei meinen Überlegungen zum Spring-Style-Along und der Stoffdiät befielen mich allerdings Zweifel, ob die Farbe für mich so optimal ist. Der Jersey wanderte zunächst auf den Haufen mit den Problemstoffen.

Im Urlaub auf Usedom aber fand ich den optimalen Kombipartner: Einen bunten Jeresey "After Rain" von Hamburger Liebe, mit dem ich online schon lange geflirtet hatte. Ein halber Meter kam mit.

Ursprünglich plante ich ein Nachthemd. Als ich dann aber zu Hause ein passendes Schnittmuster im Fundus suchte, entschied ich mich dafür, einen Shorty zu nähen.

Den Hosenschnitt habe ich abgenommen von einer ausrangierten Schlafanzughose, die ich in der Länge so gekürzt habe, dass ich aus dem türkisen Jersey gerade eben noch die Sattelärmel für das Oberteil herausbekommen habe.

Für das Oberteil entschied ich mich für den bereits erprobten "Solid & Stripes" aus Ottobre 5/15. Der Hamburger-Liebe Jersey reichte haargenau für Vorder- und Rückenteil, und ein kleiner Rest blieb übrig für eine Applikation auf dem Hosenbein.
Das war am Ende doch eine ganz schön knappe Angelegenheit, die ein bisschen Schnittmustertetris erforderte. Schließlich aber passte alles, wenn auch gerade eben so.





Im Nachhinein hätte ich mal besser ein bisschen mehr von der Hamburger Liebe mitgenommen, denn mit dem halben Meter war nicht mehr an einen normalen Saum zu denken, ohne dass das Shirt zu kurz geworden wäre.

Also wagte ich mich an Neuland: den Rollsaum! Mit der Overlock!
Davor hatte ich bisher gehörig Respekt, da ich bei der Inbetriebnahme meiner Ovi kurz das Kapitel gestreift hatte und eine aufwändige Umbauanleitung erinnerte. 


Im Endeffekt war es aber gar nicht schlimm, und nachdem ich alle Varianten einmal Probe genäht hatte, entschied ich mich für einen normalen Rollsaum in pink, der in kürzester Zeit genäht wurde.


 Die Säume an Ärmeln und Hosenbeine habe ich dann auch noch mit einer zweifarbigen Ziernaht versehen, genäht mit der Zwillingsnadel.


Auch das habe ich noch nie gemacht, und bin von dem Ergebnis ganz angetan.

Und so ist er fertig, mein Schlafshorty für die heißen Nächte:
 Einige Male kam er bisher auch schon zum Einsatz - und hat sich bereits gut bewährt!

Mit meinem Shorty nehme ich zum ersten Mal seit Langem wieder einmal beim Creadienstag teil, wo viele Kreative ihre Werke zeigen.






Dienstag, 11. April 2017

Schnelle Osterdeko

Bei den ersten Gartenarbeiten habe ich dem wilden Wein am Carport den Pony geschnitten.


 Dabei sind schöne lange Reben abgefallen, die ich zu einem Ring gewunden habe.

Zusammen mit der I**a-Gießkanne, dem Blechhasen vom D*p*t, ein paar Heidelbeer- und Forsythienzweigen und meinen selbstgenähten Häschen vom vorletzten Jahr entstand so blitzschnell noch eine schöne Last-Minute-Deko.

Ich wünsche euch allen Frohe Ostern!

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Montag, 20. Februar 2017

Mit Armande auf Sylt unterwegs

Vergangenen Juli gab es bei Lanade Malabrigo Rios im Angebot. Das Garn wollte ich schon immer mal (also seit ungefähr einem Jahr) verstricken, und so habe ich zugeschlagen: Sieben Stränge landeten erst in meinem Warenkorb und dann bei mir zu Hause:
Ich war sofort sehr angetan von der Anfassqualität des Garns, es ist sehr weich und dabei auch sehr fest - und die Farbe (Paris Night) ist wunderschön.

Aus den Strängen soll "Armande" von Andi Satterlund entstehen (hier gibt es die kostenlose Anleitung dazu). Das Jäckchen hat mir letzten Sommer bei Dennmanto so gut gefallen und wurde gleich auf die To-Knit-Liste gesetzt. Mit dem Rios-Garn wird es eher eine Jacke für den Übergang, die man an milderen Frühlingstagen sicher auch als Überjacke tragen kann.

Vor dem Stricken müssen die Stränge allerdings zu Knäulen gewickelt werden. Mangels Wickler habe ich die ersten drei per Hand gewickelt. Als Hilfsmittel dienten hierzu ein Kochlöffelstiel und drei Stuhlbeine, und dieses Video:
Angesichts der Mengen an Garn in Strängen, die ich in meinem Stash horte, und der Zeit, die ich für das Wickeln eines Strangs benötigte, habe ich mir dann doch irgendwann einen einfachen Wollwickler gekauft. Damit geht das Wickeln deutlich schneller, und das Ergebnis fällt auch ordentlicher aus:
links: handgewickelt, rechts: mit Wollwickler
 Endlich konnte es also losgehen mit der Maschenprobe. Rios ist 100% Merinogarn, das erfahrungsgemäß nach dem Waschen seine Ausmaße deutlich verändert. Diesmal habe ich mir den Spaß gemacht und gleich zwei MaPros gestrickt und diese vor und nach dem Waschen ausgezählt.
 Die Maschenprobe ergab vor der Wäsche
- mit Nadel 4,5:  23 Reihen x 15 Maschen,
- mit Nadel 4:  24 Reihen x 17 Maschen.
Nach der Wäsche
- mit Nadel 4,5: 24 Reihen x 17 Maschen
- mit Nadel 4: 25 Reihen x 18 Maschen und ein wunderschönes Maschenbild.

Das Maschenbild mit Nadelstärke 4 gefiel mir deutlich besser - also war die Sache klar.
Allerdings musste ich die Anleitung umrechnen, da die MaPro der Anleitung bei 16 x26 lag.

Endlich!! konnte ich anstricken.  Rios strickt sich traumhaft, und trotz der langen Reihen geht es gut vorwärts. Am Ende von Knäuel eins befielen mich kurzzeitig Zweifel, ob ich mit meinem Vorrat auskommen würde:

Scheinbar war etwas weniger Länge auf dem Strang, oder die angestrickten Taschenbeutel fälschen das Gesamtbild - Am Ende von Knäuel 2 war das Jäckchen immerhin bis zur Taille fertig, und ich denke nun, dass ich mit meinem vorrat auskommen werde (wenn auch vielleicht ohne nennenswerte Reste, aber das wäre ja nicht so schlimm).
Kurz vor Ende von Knäuel 2 - die Taschen sind fertig!

Die melierte Farbe gefällt mir sehr gut, sie nimmt dem dicken Gestrick und der dunklen Färbung die Schwere. Inzwischen bin ich kurz vor der Abteilung der Ärmelschrägen, ab da wird das Werk geteilt und Vorderteile und Rückenteil getrennt weitergestrickt.

Den Großteil dessen, was ich bisher geschafft habe, habe ich auf Sylt gestrickt, wo ich das letzte Wochenende mit meiner Freundin verbracht habe. Ein paar Eindrücke will ich mit euch teilen.

Wettermäßig war es eher mau, es war sehr neblig und grau, aber immerhin regnete es nicht, so dass man warm eingepackt am Strand wandern konnte. Für fünf Minuten kam immerhin die Sonne zum Vorschein.

 Dennoch war das Beste, das man tun konnte, durch Westerland zu bummeln. Eigentlich kein wirklich schöner Ort, schon gar nicht bei grauem Wetter - aber das eine oder andere bunte Kleinod war doch aufzufinden.
Traditionell gibt es immer einen Kaffee "zum Sitzen" im Café Wien, und hier gibt es auch leckere Torten, worauf die Schaufensterdeko schließen lässt. 
Anderswo hat man Coffee to Go neu interpretiert:
Nach drei Tagen mit sehr viel frischer Luft war der Kurzurlaub leider schon wieder beendet, und Armande ist wieder mit mir nach Hause gefahren.

Mein Post wandert damit zu Maschenfein und zum Creadienstag.

Dienstag, 16. August 2016

Tante Katharinas Handtuchkatze

Ein lieber Freund hat diese Woche Geburtstag und wünscht sich Geld für eine größere Anschaffung.
Da er Katzen sehr liebt, aber keine halten möchte, bekommt er eine Handtuchkatze geschenkt als Überbringer der Geldspende.

Dazu gibt es eine Geschichte:
In dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin, gab es eine alte Dame, die alle Tante Katharina nannten. Sie war früher die Haushälterin des Dorf-Pfarrers, wohnte immer noch im Pfarrhaus und betreute dort die Bücherei (die sonntags nach der Kirche für eine halbe Stunde geöffnet war). So war sie im ganzen Dorf bekannt. Immer, wenn sie zu einer Feierlichkeit eingeladen war, brachte sie eine Handtuchkatze mit: ein Gästehandtuch, gefaltet zur Katze,  mit einem Stück fein duftender Lux-Seife im Bauch. Für Leute ihrer Generation der Inbegriff von Luxus. Und in den 1970ern wahrlich DIY-Avangarde!

Dieser Handtuchkatze habe ich nun ein Revival beschert.
Die Materialien hat man oft zu Hause oder kann sie einfach und günstig besorgen. Und heute beim Creadienstag zeige ich euch, wie man sie bastelt:

Man nehme
2 Gästehandtücher (oder 1 Handtuch und 1 Stück Lux-Seife...)
1 Pfeifenputzer (Biegeplüsch, Chenilledraht)
Stecknadeln
2 Wackelaugen (alternativ Augen aus Filzresten anfertigen oder Knöpfe verwenden)
Ringelband oder Wolle für die Schnurrhaare
Satinband o.ä. 

Eines der Handtücher glatt ausbreiten, bei gemusterten Tüchern liegt die schönere Seite unten.
Die Längsseiten zur Mitte hin aufrollen. Dies wird der Katzenkörper.

Wer auf die Seife verzichtet: Für die Bauchfüllung wird das zweite Handtuch von der kurzen Seite her (schöne Seite wieder unten) zusammengefaltet. Es darf dabei nicht breiter sein als das erste Handtuch, sonst steht die Bauchfūllung nachher über. Anschließend wird das gefaltete Handtuch aufgerollt und die Rolle mit Stecknadeln fixiert.


Nun wird ein bisschen probiert. Das lange schmale Handtuch um die Bauchfūllung so drapieren, dass ein Rumpf, Kopf und Pfoten entstehen.  Die Pfoten entstehen durch die aufgerollten Kanten des ersten Handtuchs.

Aus dem Biegeplüsch werden nun die Katzenohren und der Schwanz geformt und an den entsprechenden Stellen am Handtuchkörper angebracht.

Der Kopf wird mit dem Satinband stramm abgebunden. Wer mag, kann auch die Pfötchen noch mit Band abbinden. Ich habe sie hier mit Stecknadeln fixiert.
Sieht doch schon nach Katze aus!

Dann werden die Augen befestigt (Die Wackelaugen waren selbstklebend,  Filzaugen würde ich mit farbigen Stecknadeln aufstecken, Knöpfe mit wenigen Stichen befestigen). 
Aus zwei kurzen Stücken Ringelband habe ich Schnurrhaare gebastelt und mit einer Stecknadel im Katzengesicht befestigt.

Fertig ist die Handtuchkatze! 


Für das Geldgeschenk bekommt sie noch ein Scheinchen ans Halsband. 

Als Bauchfūllung eignet sich sicher auch eine kleine Dose oder Schachtel mit Pralinen oder Keksen.

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