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Dienstag, 31. Juli 2018

Sonne auf den Nadeln: Lacebine (Teststrick)

Anfang Juni gab es einen Aufruf zum Teststrick von einer lieben Strickbekannten Sabine.
Sie hatte ihre erste Anleitung entworfen - ein Sommertop mit einem Spitzenmuster: Die Lacebine.
Und ich durfte die Anleitung mit testen!

Für den Teststrick habe ich mir trotz Wolldiät einen Wunsch erfüllt: Die Garne Kinu und Shio von Itoyarns hatte sich schon bewährt beim Pullover Besjes, mein Wunsch war aber die Farbe Persimmon. Ist das nicht eine super Sommerfarbe?

Ich habe beide Garne zusammengewickelt zu einem Knäuel, damit die Konen, auf denen das Garn geliefert wird, beim Abstricken nicht aneinanderklappern. So stricken sich beide Garne schön gleichmäßig ab.

Und hier ist sie, die Lacebine:
Es ist ein ganz luftiges Top mit einem großzügigen V-Ausschnitt, Ärmeln im Lochmuster und einer Lochmusterborte an den Seiten.


Das Top fällt schön locker, ideal für die zur Zeit herrschenden Temperaturen - es ist wunderbar luftig, und trotzdem ist man gut angezogen.

Wenn es etwas kühler ist, passt auch ein Trägertop gut drunter.

Für meine Lacebine in Größe L habe ich gerade mal je zwei Konen Kinu und Shio verbraucht. Die Garnkombination - Bourretteseide und hauchfeine Merino - ist ideal für Sommerkleidung, sie ergibt ein leichtes Gestrickt, das dennoch einen schönen Griff ergibt.
Gestrickt habe ich mit meinen HiyaHiya Sharp Nadeln Stärke 3. Damit ist das Stricken natürlich eine Fleißarbeit - das Ergebnis allerdings lohnt sich!

Die fertige Anleitung ist nicht unbedingt etwas für Anfänger, man sollte schon einmal ein Lacemuster und einen Top-Down-Raglan gestrickt haben, sonst tut man sich vermutlich schwer mit der Konstruktion.
Hier geht es zur Anleitung bei Ravelry.

Verlinkt zu
Creadienstag
Maschenfein - auf den Nadeln Juli


Montag, 4. Dezember 2017

Stadtmütze und Stadtstulpen

 Anfang November war mein Stadtschal aus der wunderbar luxuriösen Ito Sensai fertiggestrickt. Seither trage ich ihn ununterbrochen und freue mich an dem warmen Schal, der mit seinen bunten Farben gute Laune bringt und trotz des federleichten Gewichts so schön wärmt.
 
Mit fallenden Temperaturen allerdings wurde mir klar - es fehlt noch eine Mütze! Mich friert es nämlich leicht am Kopf.
Die Mütze sollte, klar, zum Schal passen. Da Ito Sensai auch zweifädig verstrickt zu wenig "Körper" für eine Mütze bietet, ließ ich mich von Frau Maschenfein beim Stricktreff in Berlin beraten, und entschied mich für Lamana Bergamo, ein schön griffiges Merinogarn, in der Farbe weiß als Hauptgarn. Mit Sensai als zweitem Faden war flugs meine "Stadtmütze" gestrickt:

Für die Beanie mit den bunten Streifen brauchte ich allerdings nur die Hälfte der drei gekauften Knäuel. Auch von Sensai, das scheinbar eine unendliche Lauflänge bietet, waren noch reichlich Reste übrig.


Spontan kam mir eine Idee für Handstulpen, die in Reihen statt in Runden gestrickt werden, und bei denen sich die Bergamo-Reste sehr gut aufbrauchen ließen.
Das dicke Bergamo-Garn sorgt für warme Finger, "Fächer" in dem dünnen, edlen Sensai bringen Farbe ins Spiel. Schnell gestrickt sind sie obendrein - ich habe für beide Stulpen einen Abend gebraucht.
Und so habe ich zusätzlich zu meinem kuscheligen Schal auch noch ein passendes Set aus Mütze und Stulpen im Kleiderschrank!

Wer mag, darf gerne nachstricken, denn ich habe für alle drei Teile Anleitungen geschrieben und auf Ravelry eingestellt:
Hier geht es zum Stadtschal
Hier geht es zur Stadtmütze
Hier geht es zu den Stadtstulpen.

Verlinkt zu




Sonntag, 19. November 2017

OUT NOW: Anleitung "Stadtschal" - ein Hauch von Nichts

 Es ist geschafft: Der STADTSCHAL ist fertig!   


 Abgekettet wurde er sozusagen just in time auf dem Maschenfein-Treffen am vergangenen Samstag, und das erste Tragefoto entstand in den tollen Loft-Räumen von Sister Mag: 
 
 Es ist ein Hauch von Nichts aus Ito Sensai, einem ganz luxuriösen Garn aus 60% Mohair und 40% Seide. Das Garn ist ganz kuschelig weich, nicht ganz so haarig wie man es sonst von Garnen mit Mohair-Anteil kennt, und es hat eine sensationellen Lauflänge von 240 m auf 20 g!
Der Schal strickt sich mit NS 4,5 schnell weg, und macht durch das einfache Muster, das schöne Garn und die schönen Farben beim Stricken guten Laune!

Sensai gibt es in vielen Farben, die richtig Lust machen auf Farbkombinationen. Für den Schal benötigt man ein Knäuel von jeder der fünf Farben.
Meine Kombination ist etwas knallig: Weiß - Silver - Snow Gray - Lime - Azalea.

Die Kombination meiner lieben Teststrickerin kommt viel ruhiger daher:
Orient blue - Moss - Logwood- Red - Pale Blush.

Aber auch in anderen Kombinationen kommt der Schal sicherlich gut daher - zum Beispiel diese:

 White - Silver - Smoke Gray - Charcoal - Black im Farbverlauf.

Oder diese, die mich an Sommer und Urlaub am Meer erinnert:
 White - Pale Blue - Aqua - Pool Blue - Denim.

Oder ganz dezent und edel in Pudertönen:
Pale Blush - Cream - Caramel - Cherry Blossom - Enji

Oder...
Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt.
Und am Ende wiegt der ganze Schal nicht einmal 100 Gramm, wärmt dabei aber ganz wunderbar.

Zu meinem Ravelry-Projekt geht es hier.
Die Anleitung findet ihr hier bei Ravelry. Vielleicht braucht ja jemand noch eine Idee für ein schelles Weihnachtsgechenk an sich selbst oder einen lieben Menschen?

Und das Garn bekommt ihr zum Beispiel im Maschenfein-Shop.

Zu Maschenfein - auf den Nadeln November verlinke ich nun diesen Blogpost.








Mittwoch, 27. September 2017

Pink: Die Farbe der Wahl

Seit Mitte August strickte ich an meinem neuesten Projekt, dem Pullover "Besjes" von Celloknits.
Im Juni gab es die neu erschienene Anleitung kostenlos bei Ravelry, und der Pulli gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich gleich zugeschlagen habe.

Über die Anfänge des Projekts und die Garnwahl hatte ich hier bereits berichtet.
Wie vermutet, hat mich das Strickstück geraume Zeit begleitet. Gestrickt habe ich die Variante mit dem weiteren Halsausschnitt.
Im Urlaub habe ich den Körper geschafft und den ersten Ärmel begonnen, dann packte mich allerdings das "Second Sleeve Syndrome", und die Fertigstellung zog sich hin. 
Die Konstruktion von Besjes ist interessant: gestrickt wird erst der Körper von Schulter zu Schulter, die Seiten werden mittels Matratzenstich geschlossen. Dann werden die Ärmel gearbeitet, und zum Schluss werden am Hals und Saum Bündchen angestrickt. Anpassungen an Länge oder Weite sind allerdings kaum einzuarbeiten, da man während des Strickens nur ganz schlecht anprobieren kann.
Bei der Ausarbeitung habe ich mir Raum für individuelle Interpretation gelassen.
Zwei lange Nähte mit Matratzenstich zu schließen kam für mich schlicht nicht in Frage: viel zu viel Gefummel. so habe ich schlichtweg die beiden Seitennähte mittels Three-Needle-Bind-off abgekettet und so eine sehr ordentliche Naht erreicht. (Nebenbei - ist die Farbe nicht einfach mega?)
 
Alle Bündchen habe ich außerdem in der Kontrastfarbe gestrickt - das Original sieht nur die Naht vorne und hinten in Kontrastfarbe vor. Das allein war mir allerdings zu eintönig. Das rotlila von Drops Alpaka gibt einen schönen Kontrast, wie ich finde.
Nachdem ich also das Ärmeltief überwunden und die Bündchen an Ärmeln, Hals uns Saum gemäß der Anleitung gestrickt hatte, ergab die Anprobe des gebadeten, gespannten und getrocketen Pullovers: die Bündchen sind oben und unten zu eng. Der Kopf passt kaum durch das Halsloch, und unten spannte das Bündchen gewaltig. Also Plan B - auftrennen und I-Cord stricken.
Ein I-Cord ist elastisch und gibt immer einen sauberen Abschluss - meiner Meinung nach lohnt sich die Mühe. Und so ist mein etwas abgewandelter Besjes nun fertig:


Am vergangenen Wahlsonntag durfte Besjes mit ins Wahllokal. Wie schlau von mir, etwas anzuziehen, dass überhaupt keine Rückschlüsse auf meine politischen Präferenzen zulässt!
Allerdings hatten viele beigefarbene Rentner eine ähnliche Idee...
Üblicherweise trage ich gern dunkelblau. Diese Farbe ist aber in der Politik inzwischen leider von den Schreihälsen der AFD (die selbst bei uns im Dorf sagenhafte 11% gewählt haben) belegt - damit wollte ich nicht in Verbindung gebracht werden.
Pink und grau schien mir eine unverfänglichke Kombi.


Das Wahllokal ist in unserer Grundschule, und im Schulgarten konnte ich den Herzensmann überzeugen, schnell ein paar Tragefotos zu schießen:
 Wie man auf diesem Foto sehen kann, ist der Pullover sehr körpernah geschnitten. Die Ärmel dagegen sind eher weit. Insgesamt ist er aber sehr bequem und durch die Bouretteseide des Garns zum einen leicht und zum anderen luftig zu tragen.

 So angezogen finde ich die Kontrakststreifen und -bündchen gleich noch mal so gut, und ich bin auch froh, dass ich mich für den weiteren Ausschnitt entschieden habe.
Ich hoffe nun bloß, dass das Wetter noch ein bisschen mild bleibt, so dass das schöne Pullöverchen noch ein wenig getragen werden kann.

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Memademittwoch
Maschenfein - auf den Nadeln September
Liebste Maschen
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Stricklust




Dienstag, 5. September 2017

Out now: "MI-IRO" - dreifarbiger Schal - Anleitung

In den letzten Wochen war es auf meinem Blog ein bisschen ruhiger.

Dies lag zum einen an der Ferienzeit, Urlaub und dem damit verbundenen "mal ausrauchen" und Beine baumeln lassen. Zum anderen aber lag es daran , dass ich im Hintergrund ganz fleißig an der Anleitung für den Schal gearbeitet habe, der mich schon seit Mai begleitet hat.

Und nun ist die Anleitung fertig geschrieben, formatiert und getestet und über Ravelry erhältlich:

MI-IRO

ist das japanische Wort für "dreifarbig".



Mein japanischer Nachbar hat mir bei der Namensgebung kräftig geholfen.
Denn der Schal wird im Original gestrickt aus feinen japanischen Garnen der Marke Ito. Daher musste natürlich auch der Name des Modells ein japanischer sein!


Die Idee für den Schal kam mir beim Stricken meines diesjährigen Frühlingspullovers aus den gleichen Garnen. Über den Pullover und seine Entstehung habe ich z. B.  hier geschrieben. Die Farbenund auch die Haptik der Garne haben mich so eingenommen, dass ich unbedingt noch etwas daraus stricken wollte.


Um den Schal zu stricken, sollte man rechte, rechts verschränkte und linke Maschen sowie Zu- und Abnahmen stricken können und wissen, wie man Maschen aus dem Rand eines Strickstücks aufnimmt.
Abschließend wird der Schal mit einer I-Cord versehen für den letzten Schliff.


Jede der drei Farben wird zweifädig gestrickt:
-  aus Ito Washi, einem ganz tollen Garn aus Papier und Viskose, das nach dem Waschen weich und anschmiegsam wird
- und der hauchfeinen Ito Shio, einem sehr weichen, sehr dünnen Wollfaden.

Je nachdem, wie man die beiden Fäden farblich kombiniert, entstehen schöne Melange-Effekte, oder aber ein solider unifarbener Eindruck.
Die passenden Garne in allen verfügbaren Farben erhaltet ihr z. B. bei Maschenfein



Grundsätzlich aber kann jedes andere Lace- oder Sportgarn verwendet werden (dann müsst ihr die benötigten Mengen allerdings umrechnen), und die Länge und Breite des Schals lassen sich ebenfalls problemlos verändern. So sind euch keine gestalterischen Grenzen gesetzt!

Zur Anleitung geht es hier entlang (momentan gibt es sie nur auf deutsch) - ich freue mich auf zahlreiche Projekte von Euch! Auf meiner Facebook-Seite oder Instagram könnt ihr gerne Eure Versionen posten, gern unter dem Hashtag #mi-iro.

Viel Spaß beim Nachstricken!

Ich verilnke meinen Schal bei
Maschenfein - auf den Nadeln September
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Stricklust
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Sonntag, 13. August 2017

Es wird... pink!

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt - dieses Jahr stricke ich sozusagen wie besessen.
Kaum ist der Hint of Summer in "gelbgelbgelb" von den Nadeln, folgt schon das nächste Teil aus einem feinen Garn von Itoyarns:
Es wird ein Besjes von Cello Knits, diesmal aus Ito Kinu, zweifädig gestrickt mit Ito Shio.

Beim Maschenfein-Treffen in Berlin Mitte Juni hatte ich mich in Kinu spontan verliebt.

Die Bourettseide strickt sich zwar etwas sperrig, da sie dazu neigt an den Nadeln zu kleben, aber sie hat so einen tollen Griff und eine sehr schöne Farbpalette! Die Farbe Hydrangea, ein dunkles Pink, war schnell gesetzt.
Zwar hatte ich Kinu in Berlin schon zur Probe gestrickt, allerdings war ich nach meiner "richtigen" Maschenprobe für den Besjes-Pullover doch etwas ernüchtert - gestrickt auf meinen üblichen Bambusnadeln in Stärke 2.5 erwies sich das Stricken als Quälerei (wegen der genannten "Klebeneigung"), und das Maschenbild war sehr sehr locker. Zu locker.
Also kramte ich in meinem Vorrat und fand einen Rest Shio, ein ganz dünner Merinofaden, den ich sehr gern als Beilauffaden verwende. Damit, und mit Holznadeln in Stärke 3, war das Strickerlebnis ein deutlich anderes, das Maschenbild gefiel und die Maschenprobe passte.


Eine liebe Berliner Strickfreundin gab mir dann noch den guten Rat, statt der Holznadeln einmal die HiyaHiya Sharp-Nadeln zu testen, und war noch dazu so lieb, bei einem Besuch im Showroom von Itoyarns nach dem passenden Farbton von Shio zu suchen. So ist es Plum geworden. Eine wirklich perfekte Kombination!

Damit sich das Garn gut abstricken lässt, habe ich die beiden Fäden wieder auf ein Knäuel gewickelt. Die HiyaHiya-Nadeln hatten sich beim Hint of Summer schon bestens bewährt. Sicherheitshalber habe ich noch einmal eine Maschenprobe mit diesen Nadeln gestrickt - passt!
Der Anfang von Besjes ist nun gemacht. Aber er war schon ganz schön hart! 270 Maschen werden provisorisch angeschlagen- und dann geht es viele viele Reihen glatt rechts stur geradeaus,  bis die erste "Herausforderung" der Anleitung gestrickt wird.

Gerade habe ich einmal 12 Reihen geschafft. Wenn es gut läuft, schaffe ich an einem Abend 10 Reihen. Dieses Projekt wird mich also eine lange Zeit begleiten 😊
Das Maschenbild finde ich jedoch schon mal vielversprechend:

Damit es mir nicht langweilig wird, habe ich schon die nächste Idee im Kopf. Darüber kann ich noch nicht zu viel verraten, denn es soll eine Überraschung werden. Das Garn zeige ich euch aber schon einmal:

Damit verlinke ich meine aktuellen Projekte zu
Creadienstag
Maschenfein - auf den Nadeln August

Dienstag, 8. August 2017

Gelbgelbgelb!

Beim Maschenfeintreffenin Berlin Mitte Juni gab es viele tolle Garne zum Ansehen und Anstricken.
Zwei Garne von Itoyarns haben sich spontan erst in mein Herz geschlichen, dann in mein Hirn (indem konkrete Projekte Form annahmen), und schließlich auch in den Warenkorb:



Besonders das Garn Urugami hat mir Schnappatmung beschert. Das Garn hat einen ein ganz runden, ganz festen Faden aus Wolle und Papier. Da mich Papierfaser schon beim Poncho überzeugt hat, den ich aus Ito Washi gestrickt habe, war meine Neugier betreffend dieses Garns groß. Außerdem bietet Urugami eine wunderschöne Farbpalette!
Ganz besonders hat mich der Gelbton  entzückt, und noch beim Treffen in Berlin habe ich mit den Mitstrickerinnen entschieden, dass ich diese Farbe UNBEDINGT brauche. Obwohl gelb sonst in meinem Kleiderschrank nicht vorkommt. Als Beilauffaden habe ich mir Shio   in weiß ausgesucht, ebenfalls von Ito und bereits von mir erprobt.
 In der Maschenfeingruppe gab es bereits einige fertige Modelle zu bewundern, die zweifädig aus den beiden Garnen entstanden sind, und der melierte Effekt aus den beiden Farben hat mir sehr gefallen. 
Das Projekt zum Garn war auch schnell klar: es soll ein zweiter Hint of Summer nach einer Anleitung von Isabell Kraemer werden (den ersten könnt ihr hier bewundern). Diesmal in der Variante ohne Ärmel und mit geradem Saum.

Da diese Garne von Ito auf Pappkonen gewickelt sind, habe ich mir angewöhnt, beide Fäden auf ein Knäuel zu wickeln. So strickt es sich einfacher ab, und die Konen klackern nicht aneinander beim Stricken – so hat der beste Ehemann von allen ein ungestörtes TV-Erlebnis 

Die Maschenprobe war schnell gestrickt, fiel aber wider Erwarten doch etwas kleiner aus als beim ersten Modell. So habe ich diesen HOS auf NS 3 gestrickt und in Größe M2. Im Nachhinein hätte ich auch gut M1 stricken können wie beim Vorgänger, denn das Top sitzt schon sehr locker.
Was mir besonders gefiel war, dass die Melierung des gelbweißen Garns genau zum Eis (Mascarpone – Mango) passte. Lustig, oder?



 Angeschlagen habe ich das Top mit Bambusnadeln. Das stellte sich nach kurzer Zeit als keine gute Idee heraus, die Maschen klebten an der Nadel und das Stricken war eine Quälerei. So ging es nur sehr langsam vorwärts. Umsteigen auf Holznadeln brachte etwas Linderung.



Richtig optimal aber lief es erst, als ich mir HiyaHiya Sharp Nadeln bestellt habe, die mir eine liebe Strickbekannte wärmstens empfohlen hat.Schaut mal, welcher Unterschied im Maschenbild sich ergibt:
 Der Wahnsinn! Eigentlich hatte ich Metallnadeln abgeschworen (u. a. auch, damit der beste Ehemann von allen nicht bei seinem Fernsehfilm gestört wird oder ich irgendwann wegen Ruhestörung vom Sofa verbannt werde). Aber diese Nadeln haben das Projekt echt gerettet. Und beschleunigt! Sagenhafte 15 Reihen schaffte ich an einem Abend. So verloren selbst die endlos langen Runden des Körpers ihren Schrecken. Die Langeweile beim Stricken der langen Runden habe ich mir auch mit Lektüre vertrieben – wenn es einfach stur rechts geradeausgeht, kann ich inzwischen sogar beim Stricken lesen.

Gegen Ende war ich mir nicht so sicher, ob die Garnmenge reichen würde. Ich hatte vier Konen Urugami / 2 Konen Shio, was genau der angegebenen Menge laut Anleitung entsprach. Auf diesem Foto sind drei Konen verstrickt, und es fehlen noch 14 cm Länge:
Da Modell Nr 1 etwas kurz geraten war, fiel die Entscheidung, alles Garn aufzustricken und den Abschluss mit Resten in rein weiß zu arbeiten. Win-Win: keine Reste aus diesem Projekt, und Reste vom ersten Hint of Summer werden auch gleich reduziert!
Für den Abschluss habe ich also die Anleitung etwas umgemodelt und nach Ende des gelbweißen Knäuels eine Reihe rechts in weiß gestrickt. Die Maschen habe ich dann nicht abgekettet, sondern mit festen Maschen abgehäkelt:
Anschließend habe ich eine Runde Krebsmaschen gehäkelt. Das sind feste Maschen, aber nicht wie üblich von rechts nach links gehäkelt, sondern von links nach rechts. Und sie geben einen ganz hübschen Effekt:


Am Halsausschnitt und an den Ärmelsäumen habe ich ebenfalls je eine Runde feste Maschen – eine Runde Krebsmaschen gearbeitet. Dann wurde das Top gebadet, getrocknet und gedämpft – und ich bin total verliebt über das wunderbar gleichmäßige Maschenbild, das sich nun für das gesamte Top ergibt. Hier ist er nun, mein Hint of Summer:

Und ganz ehrlich, wenn es jetzt nicht endlich Sommer wird hierzulande, dann weiß ich auch nicht mehr weiter! Nach Wochen mit endlosem Regen und Temperaturen um die 20 °C haben wir uns hier im Norden endlich einmal ein paar warme Tage verdient, damit die Sommersachen einmal zu ihrem Recht kommen, meint ihr nicht? Dann gibt es auch Tragefotos, versprochen!

Solange verlinke ich mich erst einmal zu



Sonntag, 23. Juli 2017

Auf den Nadeln: Dreierlei...

Eigentlich....
gehöre ich zu den Menschen, die ihre Projekte immer schön eins nach dem anderen abarbeiten.
Bis Ende letzten Monats, als sich die Projekte plötzlich anfingen zu stapeln.
Zwischendurch hatte ich drei verschiedene Werke auf den Nadeln und hantierte mit diversen Beuteln, in denen mein Strickzeug lagerte.

Schön bunt, gell?
Und alles außer langweilig!
Die einzelnen Projekte will ich euch hier einmal genauer vorstellen.

Ein Dauerbrenner, der mich schon seit Anfang Mai begleitet, ist mein Schal aus Ito Washi und Ito Urugami. Mir schwebte eine bestimmte Idee durch den Kopf, und aus den Resten meines ersten "Hint of Summer" begann ich diesen schönen Schal, der dreifarbig werden sollte.




Da ich nach einer eigenen Idee strickte, und mir demnach die Konstruktion selbst erarbeiten musste, zog sich die Sache gewaltig in die Länge. Auf dem Rückweg vom Maschenfeintreffen in Berlin habe ich schließlich die dritte Farbe, rot, fertiggestrickt.
Doch der Schal sollte noch einen I-Cord bekommen, sozusagen als letzten Schliff und sauberen Abschluss. Streng genommen ist I-Cord-Stricken reine Fleißarbeit und als Nebenher-Tätigkeit bestens geeignet. Einen Nachmittag im Kaffee, ein Treffen mit dem örtlichen Häkelclub und eine Einladung zum Grillen später war die Umrandung denn auch fertig - und so sieht er aus, mein Schal (noch ungebadet und ungespannt):


Und er ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe. Eigentlich wollte ich den Schal verschenken. Aber ob ich das übers Herz bringe?
Jedenfalls habe ich mir vorgenommen, für euch eine Anleitung zu schreiben. Die wird es dann in Kürze geben. Wann genau, erfahrt ihr hier.

Als Abwechslung zum Ito-Schal, den ich mit Nadelstärke 2.5 gestrickt habe, kam der Aufruf von Sandra (Meine fabelhafte Welt) zum Teststrick eines Brioche-Pullovers aus dem Garn Lint genau recht. Brioche wollte ich immer schon mal ausprobieren, und ich habe mich sehr gefreut, als ich mit dabei sein durfte.
Nachdem ich das Prinzip des zweifarbigen Patents erst einmal kapiert hatte, strickte sich der Pullover quasi von selbst. Den Farbeffekt, der sich aus dem Muster ergibt, mag ich sehr gern, und das himbeerfarbene Garn passt sogar genau zur Blüte unserer Seerose!

Hier entsteht gerade der zweite Ärmel, der mich sehr geärgert hat. Denn zwischendurch habe ich den Pullover etwas pausieren lassen, um mein drittes Projekt beginnen zu können (s. u., man nennt das auch second sleeve syndrome) - und als ich den Ärmel schließlich beginnen konnte, brachte ich das Patentmuster buchstäblich nicht auf die Reihe. Erst im fünften Anlauf klappte es, und inzwischen ist auch dieses Projekt so gut wie abgeschlossen. Ich grübele noch, ob ich das Halsbündchen in himbeere stricke (wie es die Anleitung vorsieht) oder doch lieber in grau. Tragefotos gibt es natürlich, sobald die Entscheidung gefallen und umgesetzt ist.

Mein drittes Projekt ist ein Mitbringsel vom oben erwähnten Maschenfeintreffen in Berlin. Wir durften dort so viele Garne streicheln und probestricken, das es die wahre Freude war. Ich habe ohnehin eine Schwäche für die Garne von Itoyarns, und war spontan Ito Urugami verfallen, dessen Farbpalette einen herrlich satten Gelbton bietet. Noch in Berlin war klar, daraus muss ein zweiter Hint of Summer werden. Zweifädig aus Urugami in Gelb und Shio in weiß, diesmal ohne Streifen.


Sozusagen das Garn passend zum Eis. Richtig schön sommerlich. 
Angeschlagen habe ich das Top mit Bambusnadeln Nr 3, wie auch den Vorgänger, allerdings stellte sich das Garn damit sehr störrisch an. Schließlich bin ich umgestiegen auf Holznadeln, das rutschte schon deutlich besser, doch dann erhielt ich von einer lieben Strickfreundin den Tipp, einmal HiyaHiya Sharp auszuprobieren. Diese wurden kürzlich geliefert, und ich bin sehr begeistert!

Inzwischen habe ich die Vorderteile mit dem Rückenteil vereint und stricke den Körper in langen Runden. Dabei kann ich allerdings super lesen, so wird das Ganze etwas kurzweiliger.
Hoffentlich kann ich das Top noch rechtzeitig zum Urlaub Ende August abketten, denn ich würde es sehr gerne mitnehmen und ausführen!

Natürlich stehen auch schon die nächsten Kandidaten in der Warteschleife - ein weiterer Teststrick für Meine fabelhafte Welt, der Pullover Besjes (aus dem wunderpar pinkfarbenen Ito Kinu vom Foto oben), der Pullover Sprig, der Pullover Emerald, die Jacke Comodo, ein Pullover nach eigener Idee, Tuch, ebenfalls nach eigener Idee, für das ich auch wieder eine Anleitung plane... langweilig wird mir sicher nicht, und meine Nadeln werde sicher keinen Rost ansetzen 😊

Und ihr - habt ihr auch immer so viele Ideen im Kopf und auf der Liste? - Schade, dass man sich keine Strickzeit kaufen kann!

Meine alten und neuen Projekte wandern nun zu Maschenfein - auf den Nadeln Juli und zum Creadienstag.