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Sonntag, 11. Februar 2018

FJKA 2018 - ich habe eine Mission

Ach, wie freue ich mich - es gibt auch dieses Jahr wieder einen Frühlingsjäckchen-Knit-Along!
Inzwischen ein Klassiker, lang erwartet wie der jährliche Weihnachtskleid-Sew-Along. 
Dieses Jahr betreut von Sylvia / Frauenoberbekleidung und Malou.Vielen Dank an die beiden für die Organisation!

Bevor ich euch von meiner Idee für dieses Jahr erzähle, will ich noch einmal Rückschau halten auf die bisherigen Frühlingsjäckchen und - Pullover, denn die trage ich allesamt gern und häufig:

Mein Jäckchen aus 2016 ist dieses hier nach der Anleitung Timeless Beauty vom Garnstudio:

Auch nach zwei Jahren intensiven Tragens ist es noch gut in Schuss. Die Knopfleiste war ein bisschen ausgeleiert, aber ich habe sie inzwischen mit Stoff verstärkt. Und das Garn - Drops Alpaka Silk - ist sehr trageangenehm, ohne zu warm zu sein. Für mich ein sehr gelungenes Werk, dass mich im verregneten letzten Sommer sehr häufig begleitet hat.


Letztes Jahr bin ich mit zwei Projekten ins Rennen gegangen:
Armande von Andi Satterlund ist eine eher derbere Jacke, die ich sehr gern zu Hause trage. 


Ich hatte unbedingt etwas aus Malabrigo Rios stricken wollen - und das Garn war genau richtig dafür. Die Jacke hält schön warm, ist lang genug, hat Taschen und damit alles, was ich brauche.


Das zweite Projekt war schon ein sommerliches: "Hint of Summer" wurde denn auch erst im Mai zum Finale der Herzen fertig. Die dünne Garnkombi strickte sich langsam - aber das Ergebnis hat gelohnt, und auch dieses Pullöverchen wurde im letzten Jahr sehr häufig getragen.





Damit habe ich alsofür meinen Kleiderschrank schon drei Volltreffer gelandet. Dies will ich dieses Jahr wieder schaffen. Und es gibt eine Vorgeschichte.

Dieses Projekt ist von langer Hand geplant. Im letzten Sommer schon habe ich mich schockverliebt in SPRIG. Das ist ein wunderschöner Pullover aus dem Buch "Botanical Knits 2" von Alana Dakos.
Die Anleitung gibt es nur im Buch, und wenn ich mir ein Buch mit Anleitungen kaufe, nur weil mir davon EINE gefällt, dann ist die Liebe schon sehr groß.

Wer ornamentale Strickmuster mag, die botanische Formen - Zweige, Bäume, Blätter - abbilden, der wird in diesem Buch viele wunderbare Anleitungen für Jacken, Pullover, Mützen, Tücher und Handschuhe finden. Sprig allerdings ist mein absoluter Favorit aus dem Buch. 

Der Wunsch, diesen Pullover zu stricken, hatte sich also schon frühzeitig in mir festgesetzt. Im August war ich mit meinem Mann in Amsterdam, und ganz zufällig kamen wir bei Stephen & Penelope vorbei - in diesem Garnparadies würde sich doch sicher ein passendes Garn finden lassen?


Es war zwar schwierig, aber dank kundiger, geduldiger Beratung fand es sich. Madelinetosh Merino Twist Light in der sensationellen Farbe Jade. Es wird also wirklich grün.
Ich habe kaum etwas Grünes in meiner Garderobe (dieses Jäckchen und dieses Shirt). Aber welche andere Farbe sollte man für diesen Pullover sonst nehmen?

 
Kurzzeitig zauderte ich doch noch ein bisschen mit dem Knallgrün und habe zwei Maschenproben gestrickt - einmal das Garn einfädig, einmal zusammen mit Drops Kidsilk in Apfelgrün.
Das Ergebnis schlug dann eindeutig aus - es wir einfädig, so dass die wunderbare Farbe gut zur Geltung kommen kann.

Und so kommt mir der Termin des FJKA genau recht, um mein lang gehegtes, lange vorbereitetes Projekt endlich zu realisieren.


Die Ideen der Mitstrickerinnen finden sich hier gesammelt.
Außerdem verlinkt zu  Maschenfein - auf den Nadeln Februar













Mittwoch, 14. Juni 2017

Engelchen und Teufelchen und die Zipfeljacke

Ich liebe Jäckchen. Ob gestrickt oder genäht, ich finde, Jacken kann man nie genug haben. Da ich gerne mal friere, mir aber auch genau so schnell mal zu warm ist, ist ein Jäckchen für mich da optimale Kleidungsstück. Schnell an- oder ausgezogen, ganz unkompliziert.

Seit neuestem liebe ich auch die Farbe Pink, um die ich meine Garderobe im Rahmen des Spring Style Alongs von Alex erweitert habe. Bei Stoff & Stil sprang mich ein wunderbar leichter Wollstrick direkt an und löste einen Gewissenskonflikt aus. Engelchen 😇und Teufelchen😈 lieferten sich folgenden Dialog:
😇- Es herrscht Stoffdiät!
😈- Aber ich war so tapfer und fleißig im Mai!
😇- Es wird kein Stoff gekauft!
😈- Aber die Farbe ist so toll!
😇- Sei standhaft, dann kannst du stolz auf dich sein!
😈- Ich werde ihn doch gleich vernähen, und zwar zu einer Zipfeljacke!
😇- Du brauchst aber keine Zipfeljacke.
😈- ICH WILL ABER DEN STOFF!
Damit schmiss sich das Teufelchen😈 schreiend und strampelnd auf den Boden, und produzierte dabei übelriechende Schwefelwolken. Engelchen 😇 rollte mit den Augen und verließ pikiert die Szenerie.
1,80 m des herrlichen Wollstricks wanderten in meinen Einkaufskorb.

Zu meiner Ehrenrettung sei gesagt: Ich war zweimal standhaft, und habe den Stoff erst beim dritten Besuch in der Filiale mitgenommen. Nämlich, als ich den Ersatz für den verfärbten Courtelle-Jersey abholte, der zu meinem Ringelshirt wurde. Wahrscheinlich waren die Schwierigkeiten, die ich beim Nähen des Shirts hatten, der Karmaausgleich für den zusätzlichen Stoffkauf des Wollstricks?

Wie es häufig ist, schwebte mir beim Befingern des Gewebes gleich ein Schnitt vor. Der Stoff sprach zu mir: "Ich will eine Zipfeljacke werden, die von Schneidern-naehen.de!"

Der Schnitt ist kostenlos in S, M und L erhältlich, zusätzlich gibt es eine einfache, gut nachvollziehbare Anleitung. Ich habe Größe L genäht, finde die fertige Jacke aber ganz schön großzügig. M hätte es vermutlich auch getan.

Und tatsächlich folgte ich dem gefassten Vorsatz, den Stoff gleich zu vernähen. Freitags gekauft und samstags genäht. Streng genommen zählt er also gar nicht für die Stoffdiät, weil er niemals in meiner Stoffkiste eingezogen ist.

Der Schnitt ist schnell und einfach zu nähen, so etwas gefällt mir natürlich. Allerdings empfehle ich den Einsatz einer Overlock-Maschine, das geht einfach viel schneller und vor allem sauberer als mit der normalen Maschine. Da ich natürlich keine vier Konen in pink besitze, habe ich ein bisschen getrickst und verschiedene Pinktöne aus meinem Fundus aufgefädelt:
Die Kanten des Schalkragens habe ich allerdings mit dem Rollsaumfuß und der normalen Maschine genäht. Ich fürchtete
a) dass die Pinkvorräte nicht reichen würden für einen Overlock-Rollsaum, und
b) scheute ich mich vor dem Umbauen der Ovi für den Rollsaum. Mit meiner neuen Maschine habe ich das nämlich noch nie gemacht. (Das hat sich am vergangenen Wochenende geändert, und es war ganz einfach - aber das ist eine andere Geschichte und wird ein andermal erzählt.)
So habe ich aus meinem Nähfußsortiment auch den Rollsaumfuß ausprobiert, mit dem ich bisher auf Kriegsfuß stand, und tatsächlich ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Darauf bin ich echt stolz!

Hätte ich mich getraut, den Rollsaum mit der Ovi zu nähen, wäre das Jäckchen noch schneller fertig gewesen. Aber auch so reichte ein Nachmittag zum Schnitt zusammenkleben, Stoff zuschneiden und Nähen. Alles ganz problemlos.
Den Saum und Ärmelabschluss habe ich konventionell mit der Zwillingsnadel genäht, vorher aber die für meinen Geschmack doch sehr langen Zipfel (sie reichten mir bis an die Knie) um ca 10 cm gekürzt. Die hintere Länge habe ich beibehalten.
Und so gefällt sie mir nun sehr gut, meine Zipfeljacke:
Die Fotos hat die liebe Kape Anlumi aufgenommen, beim Nähwochenende in Noer bei Eckernförde. Hier trafen sich am Muttertagswochenende knapp 30 Nähverrückte. Wer mer darüber lesen möchte: hier geht es zu meinem Blogbeitrag dazu. Es war wieder ein ganz wunderbares Wochenende!

 Bei dem grauen Wetter am Strand ist meine Jacke ein echter Farbklecks.
Das weiche Material (angeblich 100% Wolle, aber bei 40°C in der Maschine waschbar) macht noch zusätzliche gute Laune und trägt sich ganz wunderbar. Noch dazu ist die Jackemit vielen Stücken aus meinem Kleiderschrank kombinierbar. Mit langärmeligem Shirt darunter wird sie mich sicher auch im Herbst noch begleiten. Somit kann ich ganz stolz behaupten, dass ein neues Lieblingsstück meine Garderobe bereichert - und somit heute beim Memademittwoch vorgestellt werden kann.

Montag, 17. April 2017

FJKA 17: Der einarmige Bandit...

Es ist Ostern und damit Finale im diesjährigen Frühlingsjäckchen-Knit-Along.
Wie ich sehen kann, sind zahlreiche schöne Jäckchen entstanden. Was für eine wunderbare Galerie!
An dieser Stelle schon mal ganz herzlichen Dank an die beiden Organisatorinnen, Silvia und Luise. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, und die Inspiration gibt es hier ja sozusagen kostenlos obendrauf. Es ist immer wieder eine Freude, hier teilzunehmen!

Leider bin ich mit meinem zweiten Projekt, dem Hint of Summer, ganz knapp NICHT fertig geworden. Was an und für sich nicht schlimm ist. Zum einen machen einem die Temperaturen momentan auf so luftiges Gestrick ohnehin keine Lust (dafür wird mein Erstprojekt, Armande, fleißig getragen und wärmt hervorragend!), und es muss ja auch noch Teilnehmerinnen im Finale der Herzen geben.
So sah das Wetter am Ostersonntag aus: Regen, Hagel, am Abend grade mal 4°C.

Andererseits ist jetzt wirklich die Luft raus bei diesem Projekt und ich will es einfach nur fertig haben. Es nervt mich bloß noch, dieses Gefummel mit den hauchdünnen Fädchen und dem Nadelspiel bei den Ärmeln, ständig vertüdeln sich die jeweils zwei Fäden der beiden Farben, und nach meinem Ribbelerlebnis am Körper hatte ich beim ersten Ärmel dann auch noch mal das Ribbelmonster zu Besuch, denn der Ärmel war zu spack für meine Elfenärmchen.

Dennoch, ein bisschen Erfolg kann ich auch vermelden. Heute schien immerhin phasenweise die Sonne, und eigentlich ist der Pullover fast fertig:
Es fehlen nur noch ein paar Ringel am zweiten Ärmel. Und seitdem ich auf NS 3.5 gewechselt bin, strickt es sich zumindest flüssig, wenn auch das Geheddere mit den Fäden bleibt. Bei den dünnen Garnen, die ich verwende, ist Wollkotze wirklich keine Freude.
Wie ihr seht, ist der Aussschnitt schon fertig gestrickt, und auch der Saum, beides in der Kontrastfarbe rot, was mir sehr gut gefällt. Ich glaube, mit den in der Anleitung vorgesehenen zwei Farben wäre mir der Pulli etwas langweilig geworden.

Beim Saum habe ich die Anleitung ignoriert. Es sind hier zwei Abschlüsse vorgesehen: Ein gerader, und einer mit verkürzten Reihen über nur ca 3 cm, die in nur einer Farbe (in meinem Falle weiß) gestrickt werden und nicht mittig sitzen. Eine Mitstrickerin warnte, dass diese Variante ziemlich bescheiden aussehe (gewollt und nicht gekonnt). Ich wollte aber gerne eine VoKuHiLa-Version. So habe ich meinen eigenen Abschluss gebastelt, indem ich über drei Streifen verkürzte Reihen gestrickt habe, die ich mit einem weißen Abschlussstreifen eingefasst habe. Auf dem Foto oben und auf dem ersten Foto ist der Effekt gut zu sehen, und ich muss sagen, darauf bin ich schon ganz stolz.
Auch gefällt mir insgesamt die Optik meines Pullovers sehr, und das ist es auch, was mich weiterstricken lässt, trotz allen Ärgers, den ich auf die letzten Meter mit dem Projekt habe. Es fehlt ja wirklich nicht mehr viel, und vielleicht bessert sich das Wetter auch, so dass ich das Pullöverchen bald tragen kann.

Euch allen noch schöne Restostern!

Auch verlinkt zu Maschenfein - auf den Nadeln im April.

Sonntag, 2. April 2017

FJKA 2017: Rückschlag

Die Zeit rennt. Es ist schon das vorletzte Treffen bei unserem Knit-Along in diesem Frühling.

"Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken. Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?"

Die gute Nachricht: Mein erstes Projekt, das ich als WiP mit ins Rennen gebracht habe, ist ja schon beim letzten Mal fertig gewesen und wird fleißig getragen.
Gerade bei den etwas unberechenbaren Temperaturen leistet sie sehr gute Dienste. Bei wärmerem Wetter wird sie dann zu dick sein, aber ich bin sicher, dass Armande mich an kühlen Sommerabenden oder an der See treu begleiten wird.

Bleibt Projekt Nummer 2, der Hint of Summer von Isabell Kraemer, mein "echtes" Frühlingsprojekt, das noch lange nicht fertig ist.

Vergangenen Sonntag, der Körper war mit 20 cm ab Armausschnitt schon zur Hälfte geschafft, riskierte ich eine Anprobe und war ernüchtert. Der Pullover ist zwar "boxy style", aber SO boxy wollte ich ihn nicht haben. VIEL zu weit - denn ich hatte mutig die vorgesehenden Abnahmen beiderseits der Seiten weggelassen, damit er unten zum Saum hin nicht zu eng würde.
Beim Tatort gab es ein Ribbelgemetzel: ich habe alle 16 Streifen (!) wieder aufgeribbelt und neu gestrickt incl. der vorgesehenen Abnahmen.


Bei den dünnen Garnen, mit denen ich stricke, kommt das einer kleinen Katastrophe gleich.
Eine Woche später bin ich wieder da angelangt, wo ich letzte Woche angefangen habe zu ribbeln. Abends schaffe ich etwa zwei Streifen, sehr selten mehr. Also habe ich mich selbst um eine Woche zurückgeworfen. 
 Die aktuelle Anprobe zeigt, der Pullover ist immer noch ganz schön weit. Ich setze jetzt aber auf den weichen Fall des Materials. 

 Von Strick-Unlust dennoch keine Spur. Inzwischen habe ich es mir fest angewöhnt, abends beim fernsehen zu stricken, die Hände beschäftigt zu halten und dabei abzuschalten. Wenn ich für ein paar Tage nicht zum Stricken komme, dann fehlt mir wirklich was. Also geht es unverdrossen weiter. 


Ein hübsches Feature - neben den roten Schulterpartieren, die meine Idee sind - finde ich die Fake-Naht an den Seiten, die durch eine linke Masche entsteht. Ich habe das zwar schon öfter auf anderen Blogs gesehen, aber noch nie ausprobiert. Und ich muss sagen - ich bin sehr angetan. Sicher werde ich diesen kleinne Trick öfter verwenden.

Zum Schluss noch eine Beichte: Ich gestehe, ich habe trotz des schönen Frühlingswetters noch keine einzige Masche draußen gestrickt. Anfang der Woche war ich ein paar Tage krank mit üblem Schnupfen und habe zwar auf der Terrasse die Sonne genossen, aber die Zeit lesend und dössend verbracht. Was für ein Luxus!

Bei Maschenfein läuft zu diesem Pullover gerade ein Knit-Along, und hier stellen sich die ersten Fragen nach dem Saumabschluss. Die Anleitung sieht eine Alternative mit einem abgerundeten hinteren längerne Saum vor - allerdings ist dieser assymmetrisch angelegt. Das kommt nicht in Frage. Ich tendiere zu einer Eigenkonstruktion in Vokuhila, vorne gebogen, sich zur Seite verlängernd und hinten gerade. Mal sehen, ob ich das hindeichseln kann.
Bei der Streifenjacke von Frau Bekränzt bin ich über die hübsche Tasche gestolpert - ob ich vielleicht klaue und meinem Pulli aufnähe? Ärmel soll er ja auch noch bekommen.
Bis Ostern werde ich also sicher nicht fertig werden - aber es werden ja auch noch Teilnehmerinnen für das Finale des Herzens gesucht...

Verlinkt zu MeMadeMittwoch - FJKA 2017: Hier zeigen die Mitstreiterinnen ihre Fortschritte.
Und verlinkt zu Auf den Nadeln April  bei Maschenfein.




Mittwoch, 22. März 2017

Armande und die Ostereier


Armande ist fertig!
Eine neue Lieblingsstrickjacke ist damit in meinen Kleiderschrank eingezogen.

Damit ist eines meiner beiden Projekte vom FJKA fertig. Sechs Wochen habe ich daran gestrickt. Es ist meine erste Anleitung von Andi Satterlund gewesen, und ich bin ganz angetan. Das Jäckchen wird von unten nach oben gestrickt. Die Taschen werden ganz raffiniert eingestrickt, ähnlich (nur von oben nach unten) hatte ich es bei meinem Loppa-Mantel auch gemacht. Warum meine hier allerdings so beulen, habe ich noch nicht herausgefunden.
 
Das Garn - Malabrigo Rios - ist ein Traum zu stricken. Es kommt auf umfangreichen 100g-Strängen mit knapp 200 m Lauflänge daher, und ist ganz ganz kuschelig weich. Dazu sehr schön verzwirnt und eine echte Freude zu stricken. Mit NS 4 habe ich ziemlich genau 600 g verbraucht. Damit ist Armande zwar kein Leichtgewicht, aber hält mollig warm.

Am vergangenen Samstag habe ich das Jäckchen eingeweiht (eingewiehen?). Es war zwar ein sonniger Tag, doch es wehte ein kalter Wind, als ich den Strauch vorm Haus (und mich) mit Ostereiern dekoriert habe.


Armande ist zwar tailliert, allerdings musste ich im Rücken auf Taillenhöhe noch ein paar Abnahmen mehr einstricken, damit die Jacke schön anliegt. Auch in der Länge habe ich ein bisschen angestrickt, denn ich hab es im Rücken gern warm.  So passt sie nun genau.
 Die Farbe heißt "Paris Night"  - es ist ein kräftiges Dunkelblau, das teilweise ins Marineblau und Jeansblau geht und so einen schönen melierten Effekt bekommt. Dieser Effekt nimmt der dunklen Farbe die Schwere. Lange hatte ich meine Vorbehalte, dass das Gestrick zu unruhig wirken könnte, aber in diesem Fall ist das Ergebnis genau richtig.

Bei der Ostereieraktion hat Armande mich schön gewärmt. Der Kragen, den ich auch etwas länger gesrickt habe als es die Anleitung vorgibt, hat noch einen weiteren Kopf, den ich inzwischen wiedergefunden und angenäht habe. Bei kaltem Wetter kann ich die Jacke also noch etwas weiter schließen.

Und ich bin ganz glücklich mit meinem neuesten Werk: Weich, warm, tolle Farbe, passt - nix zu meckern, echt nicht !

 Mit meinem Ostereierstrauch wünsche ich euch einen schönen Mittwoch und hüpfe rüber zum Memademittwoch.







Sonntag, 19. März 2017

FJKA 2017: Zur Hälfte fertig!


Beim heutigen Termin des FJKA2017 zeigen die Teilnehmerinnen ihren Zwischenstand, und es geht um eventuelle Schwierigkeiten mit Anleitungen und Anpassungen, die wir vornehmen (müssen), damit am Ende alles passt wie es soll.

Ich bin mit zwei Projekten ins Rennen gegangen, und - hurra! - eins davon habe ich diese Woche abgeschlossen.

Armande ist fertig!
Und ein echtes Lieblingsteil. Weich, warm, tolle Farbe, passt - nix zu meckern, echt nicht.



Es ist meine erste Anleitung von Andi Satterlund gewesen, und ich bin ganz angetan. Das Jäckchen wird von unten nach oben gestrickt. Die Taschen werden ganz raffiniert eingestrickt, ähnlich (nur von oben nach unten) hatte ich es bei meinem Loppa-Mantel auch gemacht. Warum meine hier allerdings so beulen, habe ich noch nicht herausgefunden.

Der Kragen wird im Doppelrippenmuster hochgestrickt, nachdem die Schultermaschen stillgelegt sind.
Ich habe ihn etwas länger gestrickt als in der Anleitung vorgegeben, so ist er nun schön kuschelig und fällt schön. Wenn man die Knöpfe offen lässt, dann klappt er auf und hat Ähnlichkeit mit einem Reverskragen.

Die Ärmel werden mittels verkürzter Reihen von der Schulter aus angestrickt, nachdem die Schulterpartien zusammen abgekettet worden sind. So habe ich das noch nie gemacht und finde die Methode bombig. Einfach, aber genial.
Und ich habe es sogar geschafft, die perfekten Knöpfe aufzutreiben:
Sie wirken etwas abgenutzt / shabby und passen so haargenau zum rustikalen Touch der Jacke und dem melierten blau der Wolle.

Ich bin total glücklich. Verbraucht habe ich übrigens ziemlich genau 600 g Malabrigo Rios in der Farbe Paris Night. Auf dem obersten Foto kommt die Farbe am ehesten hin, es ist ein kräftiges Dunkelblau, das teilweise ins Marineblau und Jeansblau geht und so einen schönen melierten Effekt bekommt. Dieser Effekt nimmt der dunklen Farbe die Schwere.

Die Anleitung ist kostenlos auf Ravelry erhältlich, allerdings nur auf Englisch. Ich kam mit ihr gut zurecht, allerdings bin ich nach wie vor kein Freund von Anleitungen, die Reihe für Reihe erklären, was man tun muss. Vieles ergibt sich ja beim Stricken, und meiner Meinung nach könnten einige Anleitungen deutlich kürzer gefasst werden. In Strickheften findet man häufig Anleitungen, die in ihrer Knappheit meinen Geschmack treffen, und die auch mit Charts ausgerüstet sind (Muster verstehe ich nur über Charts, ausformulierte treiben mich in den Wahnsinn). Allerdings stricken die Strickverlage immer noch in Einzelteilen - und das ist etwas, das ich überhaupt nicht mehr leiden kann. Zum einen des Anprobierens wegen, zum Anderen - wer will denn noch ewig Teile zusammennähen, wenn man auch alles im Stück haben kann? Also beziehe ich meine Anleitungen und auch das Gros an Inspiration aus dem Netz. 

Eine weitere Frage unseres heutigen Kaffeeklatsches dreht sich um die Anpassungen. Ich habe nach Maschenprobe Gr. L gestrickt, aber in der Taille musste ich auf M wechseln, damit die Jacke nicht im Rücken unschön beult. Also habe ich im Rücken einfach ein paar Abnahmen mehr gestrickt. Hier war also nicht viel los, aber ich habe es schon oft erlebt, dass trotz MaPro das Endergebnis nicht passte und vor allen Dingen gern zu lang geraten war. Armande war da relativ stressfrei und hat das Zeug zum Lieblingsstück!


Aber ich habe ja noch ein zweites Projekt am Start, den Hint of Summer von Isabelle Kraemer.

Da ich zwei sehr dünne Garne verwenden (Ito Shio und Ito Washi), die auf Pappkonen geliefert werden, habe ich erst mal beide zu Knäueln zusammengewickelt. Der beste Ehemann von allen beschwerte sich nämlich schon beim Stricken der Maschenprobe über das Geklacker der Konen, und mit vier bzw sechs Konen am Start war mir die Gefahr von Wollkotze doch zu groß. 
Das ist mal ne Konstruktion! Es wird erst vom Kragen nach unten gestrickt, dann wird der provisorische Anschlag aufgelöst und die Schultern gestrickt. Ich habe meine mit einem roten Farbakzent versehen, was mir total gut gefällt.

Nach den Schultern werden die Vorderteile mit V-Ausschnitt gestrickt, und schließlich werden alle Teile auf eine Nadel genommen, und es geht in Runden weiter.
So ist mein aktueller Stand bei diesem Projekt:
.
Ich habe allerdings ein bisschen geschummelt, und die Schultern gleich angestrickt, nicht vom provisorischen Anschlag aus. Den habe ich erst aufgelöst, als ich die Vorder- und Rückenteile zusammengenommen habe. Zum einen war mir das viel zu viel Gefummel, zum anderen habe ich ja die rote Schulterpasse und musste sehen, dass sie sich in die Streifenfolge einfügt. So ist es prima. Und vielleicht könnt ihr sehen, dass die blauen Streifen wieder meliert sind. Der Effekt entsteht durch dunkelblaues Shio und Aquafarbenes Washi, eigentlich ein Fehlkauf, der mir jetzt aber sehr gut gefällt.

Ich verlinke mich jetzt beim FJKA und bei Maschenfein, und gehe mal stöbern, wie weit ihr schon gekommen seid.
Habt noch einen schönen Sonntag!













Montag, 20. Februar 2017

Mit Armande auf Sylt unterwegs

Vergangenen Juli gab es bei Lanade Malabrigo Rios im Angebot. Das Garn wollte ich schon immer mal (also seit ungefähr einem Jahr) verstricken, und so habe ich zugeschlagen: Sieben Stränge landeten erst in meinem Warenkorb und dann bei mir zu Hause:
Ich war sofort sehr angetan von der Anfassqualität des Garns, es ist sehr weich und dabei auch sehr fest - und die Farbe (Paris Night) ist wunderschön.

Aus den Strängen soll "Armande" von Andi Satterlund entstehen (hier gibt es die kostenlose Anleitung dazu). Das Jäckchen hat mir letzten Sommer bei Dennmanto so gut gefallen und wurde gleich auf die To-Knit-Liste gesetzt. Mit dem Rios-Garn wird es eher eine Jacke für den Übergang, die man an milderen Frühlingstagen sicher auch als Überjacke tragen kann.

Vor dem Stricken müssen die Stränge allerdings zu Knäulen gewickelt werden. Mangels Wickler habe ich die ersten drei per Hand gewickelt. Als Hilfsmittel dienten hierzu ein Kochlöffelstiel und drei Stuhlbeine, und dieses Video:
Angesichts der Mengen an Garn in Strängen, die ich in meinem Stash horte, und der Zeit, die ich für das Wickeln eines Strangs benötigte, habe ich mir dann doch irgendwann einen einfachen Wollwickler gekauft. Damit geht das Wickeln deutlich schneller, und das Ergebnis fällt auch ordentlicher aus:
links: handgewickelt, rechts: mit Wollwickler
 Endlich konnte es also losgehen mit der Maschenprobe. Rios ist 100% Merinogarn, das erfahrungsgemäß nach dem Waschen seine Ausmaße deutlich verändert. Diesmal habe ich mir den Spaß gemacht und gleich zwei MaPros gestrickt und diese vor und nach dem Waschen ausgezählt.
 Die Maschenprobe ergab vor der Wäsche
- mit Nadel 4,5:  23 Reihen x 15 Maschen,
- mit Nadel 4:  24 Reihen x 17 Maschen.
Nach der Wäsche
- mit Nadel 4,5: 24 Reihen x 17 Maschen
- mit Nadel 4: 25 Reihen x 18 Maschen und ein wunderschönes Maschenbild.

Das Maschenbild mit Nadelstärke 4 gefiel mir deutlich besser - also war die Sache klar.
Allerdings musste ich die Anleitung umrechnen, da die MaPro der Anleitung bei 16 x26 lag.

Endlich!! konnte ich anstricken.  Rios strickt sich traumhaft, und trotz der langen Reihen geht es gut vorwärts. Am Ende von Knäuel eins befielen mich kurzzeitig Zweifel, ob ich mit meinem Vorrat auskommen würde:

Scheinbar war etwas weniger Länge auf dem Strang, oder die angestrickten Taschenbeutel fälschen das Gesamtbild - Am Ende von Knäuel 2 war das Jäckchen immerhin bis zur Taille fertig, und ich denke nun, dass ich mit meinem vorrat auskommen werde (wenn auch vielleicht ohne nennenswerte Reste, aber das wäre ja nicht so schlimm).
Kurz vor Ende von Knäuel 2 - die Taschen sind fertig!

Die melierte Farbe gefällt mir sehr gut, sie nimmt dem dicken Gestrick und der dunklen Färbung die Schwere. Inzwischen bin ich kurz vor der Abteilung der Ärmelschrägen, ab da wird das Werk geteilt und Vorderteile und Rückenteil getrennt weitergestrickt.

Den Großteil dessen, was ich bisher geschafft habe, habe ich auf Sylt gestrickt, wo ich das letzte Wochenende mit meiner Freundin verbracht habe. Ein paar Eindrücke will ich mit euch teilen.

Wettermäßig war es eher mau, es war sehr neblig und grau, aber immerhin regnete es nicht, so dass man warm eingepackt am Strand wandern konnte. Für fünf Minuten kam immerhin die Sonne zum Vorschein.

 Dennoch war das Beste, das man tun konnte, durch Westerland zu bummeln. Eigentlich kein wirklich schöner Ort, schon gar nicht bei grauem Wetter - aber das eine oder andere bunte Kleinod war doch aufzufinden.
Traditionell gibt es immer einen Kaffee "zum Sitzen" im Café Wien, und hier gibt es auch leckere Torten, worauf die Schaufensterdeko schließen lässt. 
Anderswo hat man Coffee to Go neu interpretiert:
Nach drei Tagen mit sehr viel frischer Luft war der Kurzurlaub leider schon wieder beendet, und Armande ist wieder mit mir nach Hause gefahren.

Mein Post wandert damit zu Maschenfein und zum Creadienstag.